BIKE-Redakteur Ludwig zeigte sich skeptisch, als er die Lampe in die Hand nahm. Er sollte damit biken gehen? Wir wollten herausfinden, wie viel Licht man für sportliches Biken wirklich benötigt. Müssen es die High-End-Strahler mit externem Akku sein, oder reicht auch die günstige Kompaktklasse mit integrierter Energiequelle?
Die kompakten Modelle in unserem Test sind so klein und leicht, dass sie permanent im Rucksack liegen dürfen und somit auf jeder Tour parat sind, falls es mal wieder später wird. Für die Leistungsklasse mit externem Akku haben wir aber auch nicht in die oberste Preiskategorie gegriffen: Als Limit haben wir 200 Euro gesetzt und dafür mindestens 1000 Lumen gefordert. Ab diesem Wert liefern die Leuchten auch für sportlichste Einsätze erfahrungsgemäß genügend Power.
Die Frage war also nicht nur: Wie groß sind die Unterschiede zwischen Kompakt- und Leistungsklasse? Sondern auch: Können die günstigen Modelle der Leistungsklasse mit der rund doppelt so teuren Edelkonkurrenz mithalten? Als Referenzmodell sollte der Sieger unseres letzten Tests herhalten: die 350 Euro teure Lupine Piko R 4SC.
Kompaktklasse vs. Leistungsklasse: Ein Vergleich
Positiv überrascht waren wir auf unserer Testrunde von den leistungsstärksten Kompaktlampen. Die als "Funzeln" abgetanen Leichtgewichte erleuchteten den Trail hell genug, um ungehemmt über den Kurs zu flitzen - auch die Skepsis unseres Testpiloten Ludwig war schnell vertrieben. Zumindest den Modellen von Cateye, Light & Motion und Moon kann man echte Geländetauglichkeit attestieren. Die zusätzlichen Lumen der Leistungsklasse fallen hauptsächlich im direkten Vergleich und bei hohen Geschwindigkeiten ins Gewicht.
Helm- vs. Lenkermontage
Für nächtliche Trail-Ausritte gehört die Lampe auf den Helm. Sitzt die Lampe am Lenker, werden Kurvenfahrten zum Blindflug, außerdem hüpft der Lichtkegel unruhig über jedes Hindernis. Neben einer soliden Halterung ist geringes Gewicht Voraussetzung für die Erleuchtung am Haupt. Ab 150 Gramm spürt man die Zusatzlast deutlich - ein Nachteil der Modelle mit integriertem Akku. Lampen mit externer Energiequelle tragen sich meist angenehmer und brauchen keine Kompromisse bei der Akku-Kapazität - hier verschwindet der Akku in der Regel im Rucksack.
Am Lenker müssen die Leuchten besonders fest sitzen, da hier Schläge intensiver ankommen und der Leuchtkegel sonst zum Flimmerkasten wird. Das stellt die Hersteller vor eine Gewissensfrage, denn Lampen ohne STVZO-Zulassung dürfen nicht als Fahrradbeleuchtung und somit auch nicht mit Lenkerhalterung verkauft werden. Die montierten Bänder werden meist als Universalhalterungen angepriesen - eine rechtliche Grauzone. Schwache Halterungen haben in unserem Praxistest einigen Lampen die Geländetauglichkeit geraubt.
Die Azonic Hoss, die Knog Blinder und Sigmas Buster 600 quittierten Schläge mit einem nervig hüpfenden Leuchtkegel. Bei einigen Herstellern gibt es solidere Lenkerhalterungen aufgrund der rechtlichen Situation nur im Zubehörsortiment, z. B. bei Cateye und Sigma Sport.
Lux oder Lumen - was ist wichtiger?
Das oberste Kriterium für Bike-Beleuchtung heißt Helligkeit. Was simpel klingt, stellt den Käufer vor eine echte Herausforderung. Die Hersteller geben die Leuchtstärke in Lux oder Lumen an. Unser Test zeigt, dass beide Werte keinen eindeutigen Aufschluss über die tatsächliche Leuchtkraft geben. Besser eignet sich eine Kombination. Der Lichtstrom (Lumen) gibt dabei die gesamte Strahlungsleistung einer Lampe an, grob gesagt: Wie viel Licht gibt die Lampe ab? In Lux wird die Beleuchtungsstärke angegeben, also, wie viel Licht auf einer Fläche auftrifft. Eine Aussage über die Verteilung des Lichts fehlt.
Zum Vergleich: Ein Laserpointer liefert 400000 Lux - als Wegweiser auf dem Rad ist er aber völlig unbrauchbar. In unserem Test haben wir deshalb zusätzlich die Lux-Werte im Außenbereich (zwei Meter links und rechts der Mitte, zehn Meter Entfernung) gemessen. Drastisches Beispiel für die Unklarheit einzelner Messwerte: Die M-Wave Ultra 900 liefert mittelmäßige 540 Lumen, mit einem Lux-Wert von 100 distanziert sie ihre Kompaktkonkurrenten aber um Längen. Erst der Blick auf die Werte im Außenbereich und das Leuchtbild entlarvt die schmale und in der Praxis gewöhnungsbedürftige Spot-Beleuchtung.
Heißt: Die Lux- und Lumen-Angaben werden erst zusammen mit dem Blick auf die Leuchtbilder aussagekräftig.
Lumen-Schummel und Akku-Laufzeiten
In vergangenen Tests war der Lumen-Schummel ein großes Thema. Insbesondere günstige Lampen konnten im Labor nicht die versprochene Leistung bringen. Im aktuellen Testfeld erreichten 10 von 14 Lampen die angegebenen Lumen-Werte und überschritten sie teils sogar markant. Lediglich die beiden Modelle von M-Wave verfehlten ihre Angaben drastisch. Die Ultra 2500 lieferte in der Ulbricht-Kugel magere 730 Lumen - statt der versprochenen 2500. Weniger deutlich, aber immer noch spürbar, fiel der Kraftmangel bei Spanninga und Azonic aus.
Auch die Akku-Laufzeiten können den Bike-Alltag gehörig vermiesen, denn die beste Lampe bringt nichts, wenn im entscheidenden Moment die Energie fehlt. Dabei bieten die Leuchten völlig unterschiedliche "Notlaufeigenschaften": Manche Fabrikate (Cateye 1600, M-Wave, Sigma 2000, Spanninga) lassen den Biker buchstäblich im Dunkeln stehen und schalten innerhalb von Sekunden von 100 auf Null. Das kann bei schneller Fahrt sogar gefährlich werden. Zwar haben diese Lampen eine Ladestandsanzeige, wenn die Lampe am Helm und der Akku im Rucksack sitzt, wird man diese allerdings kaum wahrnehmen.
Andere Lampen dimmen nach der angegebenen Laufzeit deutlich ab und bieten dann noch Schonzeit auf Sparflamme. Die Azonic Hoss glüht z. B. noch ganze vier Stunden, bevor sie völlig abschaltet.
Testergebnisse: Kompaktklasse im Detail
Im Folgenden werden einige Modelle der Kompaktklasse detaillierter betrachtet:
Azonic Hoss
- Preis: 79,95 Euro
- Technik / Akku / Leuchtmodi: 1 CREE LED / k. A. / 4
- Gewicht: 156 Gramm
- Akku-Laufzeit / Ladezeit: 2:42 / 5:40 Std
- Lux (Mitte / außen): 34 / 3,5 Lux
- Lumen gemessen / nominell: 59 / 350 Lumen
Fazit: Für sportlichen Einsatz fehlt der Hoss die Power, das wird spätestens auf dem Trail klar. Hier fällt auch die wackelige Halterung auf, die das Licht unruhig zappeln lässt. Der Lichtkegel hat einen klaren Spot, die Randbereiche werden nur schwach beleuchtet. Positiv fallen die ordentliche Akku-Laufzeit, die simple Bedienung und die gut sichtbare Akku-Standsanzeige auf.
Cateye Volt 800
Die Cateye HL-EL1000RC Volt1200 ist ein echtes Powerpaket mit 1200 Lumen.
- 4 Helligkeitsstufen bis 1200 Lumen
- 219 g
- Leuchtdauer: 2-17,5 Stunden
Knog Blinder Beam 300
- Preis: 129 Euro
- Technik / Akku / Leuchtmodi: 1 LED / 2400 mAh / 3 / STVZO
- Gewicht: 157 Gramm
- Akku-Laufzeit / Ladezeit: 2:14 / 6:45 Std
- Lux (Mitte / außen): 32 / 12 Lux
- Lumen gemessen / nominell: 319 / 300 Lumen
Fazit: Die einzige STVZO-Lampe im Test fällt mit einem eckigen Leuchtbild auf - so erreicht Knog die strenge Vorgabe der Verordnung. Im Praxistest fiel das eingeschränkte Leuchtfeld auf, die Lichtmenge ist für ernsthafte Nachtfahrten zu schwach. Im Gelände wackelt die Lampe zudem stark. Die seitliche Ausleuchtung ist gut, auch die Anzeige des Leuchtmodus’ ist angenehm.
Lezyne Micro Drive XL
- Preis: 49,95 Euro
- Technik / Akku / Leuchtmodi: 2 CREE LEDs / 950 mAh / 8
- Gewicht: 94 Gramm
- Akku-Laufzeit / Ladezeit: 1:06 / 3:45 Std
- Lux (Mitte / außen): 26 / 8 Lux
- Lumen gemessen / nominell: 511 / 450 Lumen
Fazit: Sehr kompakte und leichte Lampe zum fairen Preis! Die Lichtleistung kann nicht mit den besten Strahlern mithalten, die Ausleuchtung ist aber sehr homogen. Die Helligkeit reicht gerade für sportlichere Ausflüge, eine Helmhalterung gibt’s optional. Damit ist die Micro Drive XL eine gute Allround-Leuchte.
Moon X-Power 780
- Preis: 129,90 Euro
- Technik / Akku / Leuchtmodi: 1 CREE LED / 3300 mAh / 7
- Gewicht: 180 Gramm
- Akku-Laufzeit / Ladezeit: 1:43 / 5:40 Std
- Lux (Mitte / außen): 47 / 8,5 Lux
- Lumen gemessen / nominell: 751 / 780 Lumen
Fazit: Starke Lichtleistung in Labor und Praxis, die Ausleuchtung könnte etwas homogener sein. Die Power reicht auch für Trail-Ausflüge. Dabei macht die bombenfeste Lenkerhalterung eine gute Figur. Für die mitgelieferte Helmhalterung ist die X-Power leider recht schwer. Gute Ladestandsanzeige und definierter Druckknopf. Durch die vielen Leuchtmodi wird die Bedienung komplex.
M-Wave Ultra 900
- Preis: 69,90 Euro
- Technik / Akku / Leuchtmodi: 1 CREE LED / 6000 mAh / 4
- Gewicht (Kopfteil/gesamt): 125 / 321 Gramm
- Akku-Laufzeit / Ladezeit: 5:10 / 3:20 Std
- Lux (Mitte / außen): 100 / 3 Lux
- Lumen gemessen / nominell: 540 / 900 Lumen
Fazit: Die einzige Lampe mit externem Akku in der Kompaktklasse überzeugt systembedingt mit starker Laufzeit. Die Lichtleistung könnte besser sein, nur 540 statt 900 Lumen. Zudem konzentriert sich das Licht auf einen engen Spot, die Randbereiche bleiben trüb. Auf dem Trail kann die Lampe dadurch nicht mit den Klassenbesten mithalten. Simple Bedienung, billige aber feste Halterung.
Sigma Buster 600 HL
- Preis: 99,95 Euro
- Technik / Akku / Leuchtmodi: 1 CREE LED/ 2600 mAh / 6
- Gewicht: 139 Gramm
- Akku-Laufzeit / Ladezeit: 2:03 / 3:45 Std
- Lux (Mitte / außen): 40 / 10,5 Lux
- Lumen gemessen / nominell: 609 / 600 Lumen
Fazit: In der Praxis konnte die Buster 600 HL nicht ganz die soliden Laborwerte bestätigen. Die Tester bemängelten eine nur mittelmäßige Ausleuchtung. Der verbaute Universal-Strap sitzt am Lenker sehr wackelig, eine bessere Lenker- sowie Helmhalterung ist separat erhältlich. Solide Akku-Laufzeit und guter Druckknopf. Drei verschiedene Blinkmodi verwirren bei der Bedienung.
Die Sigma Buster 200 HL LED Helmlampe hat 200 Lumen, wiegt 104 g und hat eine Leuchtdauer von 2-7 Stunden.
Die Sigma Buster 600 HL LED Helmlampe (Modell 2016) hat 600 Lumen, wiegt 143 g und hat eine Leuchtdauer von 2 Stunden.
Die Sigma Buster 2000 HL LED Helmlampe (Modell 2017) hat 2000 Lumen, wiegt 463 g (inkl. Fernbedienung) und hat eine Leuchtdauer von 2,5 Stunden.
Weitere Helmlampen im Überblick
Hier ist eine Übersicht weiterer getesteter Helmlampen:
| Marke | Modell | Lichtmenge | Akku | Laufzeit bei voller Leistung | Gewicht (Lampe + Akku) |
|---|---|---|---|---|---|
| CATEYE | HL-EL1000RC Volt1200 LED | 1200 Lumen | 2 Std. | 173 g | |
| Hope | Vision R2 LED Beleuchtungsset Standard | 1000 Lumen | 1 Std. (2-Zellen Akku) | 298 g (2-Zellen Akku) | |
| Hope | Vision R4+ LED Beleuchtungsset Lightweight | 1500 Lumen | 1,1 Std. | 315 g | |
| Hope | Vision R8+ LED Helmlampe Modell 2017 | 3000 Lumen | 1 Std. | 690 g | |
| Knog | Blinder Outdoor 400 USB LED Helmlampe | 400 Lumen | 2 Std. | 105 g | |
| Knog | Blinder Arc 640 USB LED Helmlampe | 600 Lumen | 1,8 Std. | 150 g | |
| Lupine | Neo 4 LED SmartCore Helmlampe Modell 2016 | 700 Lumen | 3,25 Std. | 175 g | |
| Lupine | Piko R 4 Bluetooth LED SmartCore Helmlampe Modell 2016 | 1500 Lumen | 1,75 Std. | 180 g | |
| Lupine | Wilma R 7 Bluetooth LED SmartCore Helmlampe Modell 2016 | 3200 Lumen | 1,75 Std | 360 g | |
| Lupine | Betty R 7 Bluetooth LED SmartCore Helmlampe Modell 2016 | 5000 Lumen | 1,00 Std. | 450 g | |
| Sigma | Buster 200 HL LED Helmlampe | 200 Lumen | 2,00 Std. | 104 g | |
| Sigma | Buster 600 HL LED Helmlampe Modell 2016 | 600 Lumen | 2,00 Std. | 143 g | |
| Sigma | Buster 2000 HL LED Helmlampe Modell 2017 | 2000 Lumen | 2,5 Std. | 463 g (inkl.Fernbedienung) |
Leicht sollte sie sein, aber auch leuchtstark und einfach zu montieren. Eine ausreichende Akkulaufzeit sollte man auch nicht vergessen - wer möchte schon mitten in der Abfahrt im Dunkeln stehen? Diese Frage sollte man sich stellen, um bei der ersten Ausfahrt keine böse Überraschung zu erleben. Außerdem sind Reichweite und Ausleuchtungsfläche der Lampen wichtige Aspekte.
Beim Biken sollte die Lampe den Trail möglichst effektiv ausleuchten. Ein punktueller Lichtkegel, der einen gerade mal eine Wurzel erkennen lässt, hilft hier wenig. Ihr solltet schon die ganze Breite des Trails erkennen können - mit maximaler Leuchtreichweite. Auch bei eintretender Dunkelheit sind Helmlampen zu empfehlen. Bei diesem Test haben wir den Fokus auf leichte Lampenköpfe mit guter Ausleuchtung gesetzt. Wer aber die Trails noch heller und greller bei Mondschein erleben möchte, kann sich eine weitere Lampe an den Lenker montieren.
Der Test hat bestätigt, dass die Leuchtdauer der Lampen stark variiert und nicht jede Lampe mit integriertem Akku optimal am Helm sitzt. Für einen guten Halt der Kombinationslösung ist eine stabile Helmhalterung ausschlaggebend, und auch dann ist das hohe Gesamtgewicht am Helm mehr als nur störend. Unser Tipp ist, ein getrenntes System zu verwenden: Lampe am Helm befestigen und externen Akku mit Verlängerungskabel in den Rucksack packen.
Für noch mehr Bedienungskomfort kann man diverse Modellen sogar individuell mit einer Fernbedienung am Lenker oder über eine App am Smartphone steuern. Mit dem Begriff Ausleuchtung wird die maximale Gesamtfläche beschrieben, die eine Lampe im jeweiligen Modus abdeckt. Damit Lampen mit einer Fernbedienung, einem Smartphone oder Tablet verbunden werden können, besitzen einige aktuelle Modelle in diesem Test eine Bluetooth-Funktion, z. B. Lupine, Magicshine oder SIGMA.
Nicht nur als Fernbedienung für den Lenker ist diese kabellose Steuerung sehr nützlich. Mit Lumen wird die Einheit des Lichtstroms benannt, der die Helligkeit einer Lampe beschreibt. Die Amperestunde ist eine Maßeinheit bei Batterien und Akkus. Sie zeigt das zur Verfügung stehende Ladungsspeichervermögen an.
Zum 1. Juni 2017 wurde §67 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StvZO) grundlegend überarbeitet. Ein Teil der Änderungen ermöglicht es, batteriebetriebene sowie abnehmbare Lampen am Rad zu nutzen, solange sie weitere Verkehrsteilnehmer nicht blenden. Außerdem müssen sie das deutsche Prüfzeichen tragen, vergeben vom Kraftfahrt-Bundesamt.
Für alle Nachtschwärmer auf zwei Rädern ist die richtige Fahrradbeleuchtung das A und O. Wer im Dunkeln mit dem Fahrrad unterwegs ist, weiß, dass eine Helmlampe entscheidend für den Spaß und die Sicherheit beim Nightride ist. Aber was macht eine gute Helmlampe aus? Es kommt nicht nur auf die reine Leuchtweite an. Viel wichtiger ist eine ausgewogene Beleuchtung, die sowohl den direkten Bereich vor dem Rad als auch die Ferne erfasst.
Moderne Fahrradlampen mit Akku sorgen für eine zuverlässige Beleuchtung, um sicher unterwegs zu sein und bieten eine hohe Leuchtleistung. Ebenso entscheidend ist die Benutzerfreundlichkeit. Komplizierte Technik kann einem schnell den Spaß verderben. Eine intuitive Bedienung ist daher Gold wert. Und natürlich darf man das Thema Energie nicht vergessen: Eine lange Leuchtdauer ist wichtig, aber ein zu schwerer Akku kann zur Last werden.
Bevor Sie sich für eine Helmlampe entscheiden, sollten Sie einen Blick auf Ihren Helm werfen. Passt die Lampe problemlos darauf? Nicht jedes Modell ist mit jedem Helm kompatibel. Insbesondere lange Visiere können problematisch sein, da sie womöglich Schatten werfen. Es lohnt sich, den Helm beim Kauf dabei zu haben und die Montage direkt auszuprobieren. Manche Hersteller bieten Klebepads für mehr Flexibilität an, aber auch hier ist die richtige Position am Helm entscheidend.
Das Fahren mit einer Helmlampe ermöglicht es, die Natur in einem ganz neuen Licht zu erleben. Allerdings sind viele Tiere in der Dämmerung und Nachts aktiv. Biker werden dann schnell zum Störenfried. Um Energieverschwendung und Stress für die Tiere zu vermeiden, sollten Sie für Ihre Nachtfahrten daher Gebiete wählen, die auch tagsüber viel befahren werden und abgelegene Orte meiden.
Das Fahren mit Helmlampe hat seine Tücken. Hohe Geschwindigkeiten und das von oben kommende Licht können die Wahrnehmung beeinträchtigen und sind gewöhnungsbedürftig. Hindernisse wie Bodenwellen oder Wurzeln werden möglicherweise unterschätzt.
In unseren Tests haben wir ein besonderes Augenmerk auf das Lichtfeld der Helmlampen gelegt. Denn eine weitreichende Leuchtkraft ist nicht alles. Manche Lampen mit hoher Leuchtweite neigen dazu, den Bereich direkt vor dem Rad zu vernachlässigen. Ein zu schmaler Lichtkorridor kann ebenfalls hinderlich sein.
Fazit zu ausgewählten Modellen
Lupine Wilma: Die Wilma-Lampe von Lupine repräsentiert hochwertige deutsche Ingenieurskunst und bietet neben einer breiten Palette an Zusatzoptionen auch eine zuverlässige Verfügbarkeit von Ersatzteilen sowie einen hervorragenden Kundendienst, was eine langfristige Nutzung ermöglicht. Ihre beeindruckende Helligkeit zielt vor allem auf passionierte Mountainbiker ab, die bei ihren nächtlichen Fahrten schnelle Pfade meistern möchten. Dank der langen Batterielaufzeit sind auch längere Touren möglich, ohne dass man Abstriche bei der Beleuchtungsstärke in Kauf nehmen muss.
Silva Spektra A: Die Silva Spektra A ist sowohl als Stirn- als auch als Helmlampe vielseitig einsetzbar. Obwohl das mitgelieferte Zubehör noch nicht vollständig überzeugt und die Benutzerfreundlichkeit je nach Helmmodell und hinterer Montageposition beeinträchtigt sein kann, liefert sie beeindruckende 10.000 Lumen Lichtleistung, die nächtliche Abenteuer wie kaum eine andere Lampe in Szene setzt. Die Spectra A wendet sich daher an Outdoor-Begeisterte, die bereit sind, für eine außergewöhnliche Helligkeit sowohl ein höheres Gewicht als auch höhere Kosten zu akzeptieren.
Lupine Piko: Das Angebot an Erweiterungen für das Lupine-System ist beeindruckend breit gefächert. Somit erweist sich das Lupine Piko-System als außerordentlich flexibel und zählt zu den vielseitigsten Systemen auf dem Markt. All diese Zusätze und eine Vielzahl von Ersatzteilen können mühelos über den eigenen Online-Shop von Lupine bestellt werden.
Acid HPA 2000: Die Acid HPA 2000 erweist sich als besonders attraktiv für Radfahrer, die schon andere Equipment-Teile verwenden, die mit dem GoPro-Mount oder dem X-Lock System kompatibel sind. Das Set der Helmlampe kommt mit einer reichhaltigen Ausstattung daher und übertrifft in Sachen Montageoptionen viele ähnliche Produkte auf dem Markt. Die HPA 2000 eignet sich hervorragend für Radfahrer, die Wert auf eine einfache Handhabung legen - dies spiegelt sich auch in den festgelegten Leuchtmodi wider, die gut durchdacht sind. Für die meisten Radfahrer dürfte die Leuchtkraft für nächtliche Touren ausreichend sein, und auch die Ausleuchtung des Lichtfeldes der Lampe ist insgesamt zufriedenstellend.
Lunivo Sirius 1000 mini: Lunivo bietet mit der Sirius 1000 mini eine Helmlampe an, die sich durch ihre einfache Handhabung auszeichnet. Die Kompatibilität mit dem GoPro-Mount eröffnet vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Diese Helmlampe ist ideal für Nachtfahrten in einem entspannten Tempo und für diejenigen, die nicht auf die Jagd nach Bestzeiten aus sind. Sie bietet ein leichtes und kompaktes Beleuchtungssystem zu einem angemessenen Preis. Trotzdem ist die Lichtleistung ausreichend, um gelegentlich das Tempo zu erhöhen. Das geringe Gewicht und der kompakte, helm-montierbare Akku machen die Lampe auch als Reservebeleuchtung für spontane Nachtfahrten attraktiv.
Fischer Lumoz H1600: Die Fischer Lumoz H1600 zeichnet sich in unserer Testreihe als die preiswerteste Helmlampe mit einem externen Akku aus. Sie überzeugt mit einer benutzerfreundlichen Steuerung. Für Radfahrer, die bereit sind, kleinere Kompromisse wie das Fehlen eines Schnellverschlusses an der Helmhalterung oder die öftere Notwendigkeit des Aufladens hinzunehmen, bietet die Lampe für 70 Euro ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ledlenser H19R Signature: Die Ledlenser H19R Signature ist eine hochklassige Leuchte, die mit ihrer intensiven Lichtstärke ideal für nächtliche Outdooraktivitäten geeignet ist. Sie wird mit einer Vielzahl an Zubehör geliefert, bietet diverse Anpassungsoptionen und verfügt über einen leistungsfähigen Akku mit hoher Kapazität. Diese Eigenschaften machen die Lampe besonders für diejenigen attraktiv, die nicht nur auf dem Mountainbike auf Trails unterwegs sind, sondern auch eine zuverlässige Beleuchtung für unterschiedlichste Tätigkeiten und Anwendungen suchen. Für den gezielten Einsatz beim Mountainbiken könnten weniger Konfigurationsmöglichkeiten zugunsten einer einfacheren Handhabung ausreichen. Nichtsdestotrotz erhält man ein Produkt von ausgezeichneter Qualität.
Cateye AMPP800: Die Cateye AMPP800 mag in Sachen Helligkeit nicht an der Spitze stehen, doch im Vergleich zu anderen Modellen sticht sie durch ihren besonders günstigen Preis hervor. Besonders hervorzuheben ist die problemlose Bedienung, die ohne externen Akku auskommt und die Einfachheit von Helmlampen demonstriert. Das macht die AMPP800 zum perfekten Begleiter für sporadische Abendfahrten, die sich bis in die Nacht ziehen können. Zudem ist sie für Nachtradler geeignet, die entspannte Fahrten bevorzugen und nicht darauf aus sind, auf den Trails Bestzeiten zu jagen. Für solche schnellen Einsätze könnte die Leuchtkraft unzureichend sein.
Lezyne Helmet Hecto Drive 500XL: Angesichts ihrer begrenzten Akkulaufzeit und einer maximalen Helligkeit von 500 Lumen ist die Lezyne Helmet Hecto Drive 500XL nicht unbedingt die Top-Auswahl für sehr engagierte Nachtradler. Allerdings bietet sie sich als attraktive Option für sporadische Radfahrer und solche, die es ruhiger angehen lassen, an. Ihre Schwächen gleicht diese Helmlampe größtenteils durch ihr leichtes Design, den erschwinglichen Preis und ihre kompakte Form aus. Sie ist daher zum Beispiel als preiswertes Zusatzlicht in der Übergangszeit nützlich, für den Fall, dass sich eine Fahrt unerwartet bis nach Einbruch der Dunkelheit erstreckt.
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