Laufräder gehören zu den wichtigsten Komponenten eines Rades und sind in vielen verschiedenen Größen, Designs und Ausführungen erhältlich. Laufräder bestehen aus einer Nabe, in der der Achsenkörper sitzt, und den Speichen, die die Nabe mit dem Felgenhorn verbinden. Die Nabe dreht sich auf den Lagern, während die Speichen die Radnabe an der Felge halten. Die meisten Laufräder sind für den Weg oder die Straße ausgelegt, aber es gibt auch spezielle Laufräder für geländetaugliche Räder, wie z.B. für den Einsatz im Gelände oder für DownhillFahrten.
Bestandteile eines Laufrads
Ein Fahrradlaufrad besteht aus vier Hauptkomponenten, die alle einen Einfluss auf das Gewicht, die Leistung und die Haltbarkeit haben. Eine Verbesserung (oder Verschlechterung) dieser Komponenten kann sich auf die Fahrqualität, deine Kraftanstrengung (Geschwindigkeit), die Bremsleistung und sogar darauf auswirken, wie gut dein Fahrrad auf das Gelände reagiert.
- Felge: Die Felge befindet sich an der Außenseite des Laufrads und hat bei den meisten Mountainbike-Laufrädern die Aufgabe, den Reifen zu halten.
- Nabe: Die Nabe befindet sich in der Mitte des Rades und bildet die Drehachse.
- Speichen: Das Material, das Nabe und Felge miteinander verbindet.
- Nippel: Die Speichen werden mit einer speziellen Mutter, dem Nippel, am Laufrad befestigt.
Die Nabe im Detail
Die Nabe ist das zentrale Teil eines LaufradSatzes und besteht aus dem Achsenkörper, den Lagern und den FreilaufKörpern. Die Nabe sitzt auf den Lagern, die entweder als Kugeln oder Rollen ausgeführt sein können. Der Achsenkörper ist das tragende Teil einer Nabe und besteht aus einer Vielzahl von Teilen, wie z.B. der Hauptachse, der Trommelachse und den RadnabenEndkappen. Die Trommelachse ist ein langer, dünner Metallstab, der die Nabe mit der Felge verbindet. Die Trommelachse dreht sich auf den Lagern und hält die Nabe an der Felge. Die RadnabenEndkappe ist ein kleines, rundes Metallteil, das am Ende der Trommelachse angebracht ist. Die Lagertrommel ist ein kleines, rundes Metallteil, das auf der Trommelachse sitzt und die Lager bzw. Kugellager an der Trommelachse hält.
Fahrradfelgen: Mehr als nur ein Bauteil
Egal, ob Sie in Ihrer Freizeit am liebsten mit Ihrem Mountainbike, dem Trekkingrad oder doch mit dem Rennrad unterwegs sind - bei allen Fahrradtypen gilt das eine: Eine große Rolle für das richtige Rollverhalten des Laufrads spielen die Fahrradfelgen, sie sind eines der wichtigsten Bauteile am gesamten Bike. Denn ohne sie ist es nicht möglich, sich auf dem Drahtesel überhaupt fortzubewegen. Die Fahrradfelgen sind ein wichtiger Teil des gesamten Radkomplexes. Sie dienen eigentlich dazu, im äußeren Bereich des Bikes den Schlauch und den Reifen aufzunehmen und sorgen so für eine stabile Verbindung, die eine problemlose Fortbewegung ermöglicht.
Doch wie jedes andere Teil auch, kann eine Felge am Bike bei einem Unfall brechen oder es ermüdet mit der Zeit ganz einfach das Material. Wer aufgrund eines kaputten Teils also noch kein komplett neues Fahrrad kaufen will, sollte sich nach einer neuen und passenden Fahrradfelge umschauen. Schließlich will doch jeder bei einer Fahrradtour mit den besten Freunden etwas Schönes zum Vorzeigen haben. Sie sorgt dafür, dass Reifen, Schlauch und Speichen als ein Laufrad, als eine Einheit funktionieren.
Auswahl der richtigen Felge
Der wohl wichtigste Aspekt beim Kauf einer Felge ist die Auswahl der richtigen Größe. Der Durchmesser, der in der Regel in Zoll angegeben ist, bestimmt, für welche Fahrräder die Felge kompatibel ist, also an welchen Bikes Sie sie montieren können. Als allgemeiner Tipp: Für Mountainbikes müssen Sie meistens 26 Zoll Fahrradfelgen verwenden, bei fast allen anderen Fahrradtypen wie auch City- oder Trekkingbikes sind dagegen 28 Zoll Fahrradfelgen üblich.
Der zweite wichtige Punkt ist die Breite der Felgen. Hier gibt es große Unterschiede: Für Rennräder etwa gib es ganz schmale Felgen, für Trekkingräder oder Citybikes werden die Felgen schon etwas breiter, während sich für Mountainbikes ganz breite Fahrradfelgen eignen. Wenn Sie eine eher preiswertere Alternative suchen, besteht die Fahrradfelge meist aus simplem Stahl. Für den ambitionierteren Biker stellen jedoch Aluminium-Flegen eine echte und höherwertigere Alternative dar. Aluminium ist als Leichtmetall deutlich weniger anfällig gegenüber Oxidation und hat im Vergleich zu Stahl ein deutlich geringeres Eigengewicht.
Materialien von Felgen
Die meisten Einsteiger- und Mittelklasse-Laufräder sind mit Aluminium-Felgen unterschiedlicher Qualität ausgestattet, während hochwertige Laufräder in der Regel Felgen aus Carbon haben, die das Gewicht reduzieren und gleichzeitig die Steifigkeit erhöhen. Hier eine Übersicht:
- Aluminium: Ist das beliebteste Felgenmaterial für Mountainbike-Laufräder der Einstiegs- und Mittelklasse, da es viel billiger in der Herstellung ist.
- Carbon: Laufradsätze aus Carbon erfreuen sich in allen Mountainbike-Disziplinen immer größerer Beliebtheit.
Hohlkammerfelgen
Mittlerweile verwenden die meisten Hersteller sogenannte Hohlkammerfelgen. Die Hohlkammerfelgen verfügen dagegen über Hohlkammern im Innern der Felge, welche Sie deutlich leichter und kostengünstiger machen.
Tiefbettfelgen und V-Felgen
Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Felgenauswahl ist die Bauart, wobei es eine Unterscheidung zwischen sogenannten Tiefbettfelgen und V-Felgen gibt. Aufgrund ihrer Robustheit werden auf den meisten Bikes die Tiefbettfelgen verbaut, da diese auch große Belastungen wegstecken können. Bei Rennrädern kommen dagegen eher V-Felgen zum Einsatz, die bei ähnlicher Steifigkeit ganz einfach ein geringeres Gewicht als Tiefbettfelgen aufweisen.
Reifentypen
Es lohnt sich, die zwei verschiedenen Reifentypen zu kennen, die auf ein Rad passen. Sie benötigen eine bestimmte Felge. Mountainbike-Reifen sind entweder Drahtreifen oder Tubeless-Reifen und auf dem Laufrad ist angegeben, mit welchem Reifen es kompatibel ist.
- Drahtreifen: Sie sind häufig bei Fahrrädern der Einstiegsklasse zu finden.
- Tubeless: Wie der Name schon sagt, benötigen schlauchlose Reifen keinen Schlauch, sondern verlassen sich auf enge Toleranzen und Luftdruck, um eine luftdichte Abdichtung zu schaffen.
Gewicht von Laufrädern
Das Gewicht eines Laufradsatzes kann eine Reihe von Auswirkungen darauf haben, wie sich dein Fahrrad auf dem Trail anfühlt: Handling, Festigkeit und Komfort. Für Rennfahrer oder Fahrer, die häufig bergauf fahren, ist die Investition in einen leichten Laufradsatz sicherlich eine Erleichterung, während Enduro- und Downhill-Fahrer wahrscheinlich eher von einem schwereren, stärkeren Laufradsatz profitieren werden.
Radabmessungen: Größe, Breite und Tiefe
Es gibt drei Hauptgrößen von Mountainbike-Laufrädern, die an den meisten neuen Mountainbikes zu finden sind, und darüber hinaus noch weitere Optionen für spezielle Fahrräder. Die Laufräder werden durch Nummern bezeichnet, die ihre Größe angeben:
- 26-Zoll-Laufräder: waren die ursprüngliche Laufradgröße für Mountainbikes und werden auch heute noch häufig verwendet, da sie wendig und leicht sind.
- 27,5-Zoll-Laufräder: bieten etwas bessere Überrollfähigkeiten, Traktion und Luftvolumen als 26-Zoll-Laufräder.
- 29-Zoll-Laufräder: bieten dank ihrer größeren Größe und ihres größeren Luftvolumens mehr Traktion, ein besseres Überrollverhalten bei technischen Hindernissen und ein ruhigeres Fahrgefühl.
Breite
Der Trend geht zu breiteren Felgen, was den Komfort durch ein größeres Luftvolumen im Reifen erhöht. Nach heutigen Maßstäben ist eine schmale Felge, wenn sie innen gemessen wird, alles unter 19 mm, eine moderne Standard-Innenfelgenbreite liegt typischerweise zwischen 21 und 25 mm, während eine breite Felge als alles über 28 mm angesehen wird.
Tiefe
Die Tiefe der Felge wirkt sich auf die Seitensteifigkeit des Laufrads und das Fahrverhalten des Fahrrads aus. Die meisten Laufradhersteller bieten eine maximale Tiefe von 30 bis 35 mm an.
Speichen: Materialien und Bauarten
Die Gesamtzahl, die Form und das Material der Speichen an einem Laufrad variieren. Eine hohe Speichenanzahl (viele Speichen) erhöht die Robustheit und Langlebigkeit des Laufrads, bringt aber auch einen Gewichtsnachteil mit sich. Die Speichenanzahl von Vorder- und Hinterrad variiert, wobei Hinterräder oft mehr Speichen haben, da mehr Kräfte wirken (Antriebskräfte und zusätzliche Gewichtsbelastung). Typischerweise hat ein leichtes Vorderrad zwischen 24-28 Speichen, während das Hinterrad zwischen 28-32 Speichen hat.
Normale Stahlspeichen sind entweder "straight pull" oder "J-bend". Speichen mit geradem Zug haben keine Biegung am Kopf und erfordern spezielle Naben. Speichen mit J-Biegung sind die traditionellere Variante mit einer 90-Grad-Biegung am Nabenende, die wie ein "J" aussieht.
Eine flache Speiche, die oft auch als Messerspeiche bezeichnet wird, hat das beste Verhältnis zwischen mechanischer Festigkeit und Gewicht und ist entweder mit geradem Zug oder mit J-Biegung erhältlich.
Naben: Das Herzstück des Laufrads
Die Naben sind ein wichtiger Bestandteil. Sie sind der Ankerpunkt für die Speichen und ermöglichen das Drehen der Räder. Während Vorderradnaben in der Regel recht einfach sind, sind Hinterradnaben komplexer und verfügen über eine Freilaufnabe. Die Freilaufnabe erfüllt zwei Funktionen: Sie treibt das Hinterrad an und ermöglicht den Freilauf.
Moderne Mountainbike-Hinterradnaben haben in der Regel eine Breite von 135 mm, 142 mm oder 148 mm. 142 mm ist der Standard bei vielen Mountainbikes in einer Reihe von Fahrdisziplinen, 148 mm (auch Boost-Spacing genannt) wird jedoch immer beliebter.
SRAM vs. Shimano: Die Unterschiede
SRAM bietet eine Mischung aus 11- und 12-Gang-Gruppen an, für die ein spezieller Freilauf (XD Driver Body) an der Hinterradnabe erforderlich ist, um die dazugehörigen 10-42er oder 10-50er Kassetten zu verwenden. Alle Mountainbike-Kassetten mit dem kleinsten Ritzel von 11T, egal ob acht, neun, zehn oder elf Gänge, passen auf den Standard-Freilaufkörper mit Shimano-Keilnaben.
6 Loch vs. Center Lock
Die beiden Designs der Scheibenbremsscheiben sind weitgehend identisch und erfüllen die gleiche Funktion, aber es ist die Art und Weise, wie sie an der Nabe befestigt werden, die die beiden Designs voneinander unterscheidet. Wie der Name schon sagt, werden die 6-Loch-Rotoren mit sechs Schrauben an der Nabe befestigt, während die Center Lock-Rotoren direkt an einer Verzahnung der Nabe befestigt und mit einem speziellen Sicherungsring gesichert werden.
Test: Alu- und Carbonlaufräder ab 600 Euro
Laufräder gelten als das beste Tuning fürs MTB. Doch stimmt das wirklich? Und was bieten aktuelle Nachrüstsätze? Hier ein Überblick über einige getestete Modelle:
Alu-Laufräder
| Modell | Preis pro Paar | Gewicht v./h. | Material Felge/Speiche | Maulweite v./h. | Testfazit | Testurteil |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Crankbrothers Synthesis Enduro Alloy | 600 Euro | 913.5 g /111 g | Alu/Stahl | 31/29 mm | Die Crank-Räder gehören zu den seiten- und torsionssteifsten im Test. | Gut |
| DT Swiss XM 1700 Spline | 719 Euro | 897 g/993 g | Alu/Stahl | 30/30 mm | Die beliebten Mittelklasse-Laufräder der Schweizer sind - für Alu-Felgen - leicht und prima zu beschleunigen. | Sehr gut |
| Mavic Crossmax XL S 29 | 750 Euro | 881 g/1010 g | Alu/Stahl | 30/30 mm | Das neue Crossmax- Laufrad kommt dezenter daher als früher - und ist rundum eine solide Wahl. | Gut |
| Newmen Evolution SL A.30 | 680 Euro | 831 g/971 g | Alu/Stahl | 30/30 mm | Leicht und flott! Die Newmen-Alu-Räder sind nur minimal schwerer als die von Testsieger Veltec. | Sehr gut |
| Race Face Aeffect R | 600 Euro | 923,5 g/1070 g | Alu/Stahl | 30/30 mm | Auf der Habenseite der Alu-Laufräder aus Kanada steht ein grundsolider Laufradaufbau samt sehr guter Steifigkeitswerte. | Sehr gut (MOUNTAINBIKE-Kauftipp) |
| Shimano Deore XT WH-M8120 | 430 Euro | 933 g/1079 g | Alu/Stahl | 30/30 mm | Günstig, aber gut! Shimanos XT-Laufradsatz schlägt sich trotz preislichem Respektabstand zur Konkurrenz wacker. | Gut |
| Spank 350 Vibrocore | 699 Euro | 917 g/1119 g | Alu/Stahl | 30/30 mm | Die Spank-Räder besitzen eine Schaumstoff-Schicht in der Felge, die Vibrationen dämpfen soll. | Gut |
| Veltec ETR Extradrei | 549 Euro | 827,5 g/964,5 g | Alu/Stahl | 30/30 mm | Veltecs Satz ist perfekt aufgebaut und zeigt das geringste Gesamtgewicht im Alu-Testfeld. | Sehr gut (MOUNTAINBIKE-Testsieger) |
Carbon-Laufräder
| Modell | Preis pro Paar | Gewicht v./h. | Material Felge/Speiche | Maulweite v./h. | Testfazit | Testurteil |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Acros Enduro-Carbon-LRS 29" | 1199 Euro | 731 g/819 g | Carbon/Stahl | 29/29 mm | Acros liefert mit dem Enduro-Laufradsatz ein mit 1550 g superleichtes und klasse aufgebautes Paar Carbon-Rundlinge. | Überragend (MOUNTAINBIKE-Testsieger) |
| Crankbrothers Synthesis Enduro Carbon | 1699 Euro | 829 g/1017 g | Carbon/Stahl | 31/29 mm | Die Synthesis sind die schwersten und "langsamsten" Kohlefaser-Räder im Test. | Sehr gut |
| DT Swiss XMC 1501 Spline One | 1599 Euro | 766 g/ 863 g | Carbon/Stahl | 30/30 mm | Die Schweizer punkten bei ihrem Carbon-Modell mit perfektem Aufbau und niedrigem, wenn auch nicht superleichtem Set-Gewicht. | Überragend |
| Newmen Advanced SL A.30 | 1450 Euro | 715 g/864,5 g | Carbon/Stahl | 29/29 mm | Optisch macht Newmens superleichter Carbon-Satz mit den silbern glänzenden Naben eine Menge her. | Überragend (MOUNTAINBIKE-Kauftipp) |
| Race Face Next R31 | 1699 Euro | 816 g/912 g | Carbon/Stahl | 31/31 mm | Wie Crankbrothers setzt auch Race Face eher auf Stabilität denn auf ausgewiesenen Leichtbau. | Sehr gut |
Die Quintessenz des Laufrad-Tests
Die getesteten Laufräder weisen zumeist attraktive Gewichte auf, die deutlich unter denen eines "08/15-Satzes" in einem 3000-Euro-Fully liegen dürften. Logo, die Carbonis wiegen dabei weniger als die Alu-Modelle: im Schnitt 265 g pro Satz.
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