Laufrad 28 Zoll mit 8-Gang-Nabenschaltung: Ein umfassender Test

Gangschaltungen ermöglichen es, die Übersetzung während der Fahrt zu wechseln. Im Fahr­radbau haben sich zwei Schaltungs­typen durch­gesetzt: Ketten­schaltungen und Naben­schaltungen. Für welche Schaltung man sich entscheidet, ist eine Frage des Einsatz­zwecks des Fahr­rads.

Naben­schaltungen: Komfort und Bequemlichkeit

Naben­schaltungen sind etwas für Fahrer, die Bequemlich­keit lieben und denen es nicht so sehr auf das Gewicht ankommt. Eine Naben­schaltung ist gekapselt in der Hinterradnabe unterge­bracht und vor Witterungs­einflüssen geschützt. Zahnräder werden gegen­einander verschoben, sodass unterschiedliche Über­setzungs­verhält­nisse entstehen. Die Band­breite reicht von 3 Gängen bei der klassischen „Torpedo-Nabe“ von Fichtel & Sachs über die 14 Gänge in der Rohloff-Nabe bis hin zur stufenlosen Naben­schaltung der Marke Enviolo.

Naben­schaltungen sind vor allem für den Einsatz an Rädern für den alltäglichen Gebrauch zu empfehlen. Denn aufgrund ihrer Bauart sind sie deutlich verschleißärmer, weniger wartungsintensiv und unempfindlicher gegenüber Verschmutzungen als Kettenschaltungen. Eine hochwertige Nabenschaltung ist jedoch oft sehr teuer.

Funktionsweise der Schaltung

Schaltungen ermöglichen dem Fahrer, die Kraft seiner Beine den Umge­bungs­verhält­nissen anzu­passen. Dazu hat fast jedes Fahr­rad ein vorderes Kettenblatt mit mehr Zähnen als der Zahn­kranz oder die Naben­schaltung am Hinterrad. Aus dem Verhältnis der Zähnezahl vorne und der Zähnezahl hinten ergibt sich die jeweilige Über­setzung. Wenn die Kette vorne auf dem großen Kettenblatt mit 48 Zähnen liegt und hinten auf einem Zahn­kranz mit 11 Zähnen, so wäre die Über­setzung 48:11 = 4,36. Das heißt, bei einer Umdrehung des Ketten­blatts dreht sich das hintere Laufrad 4,36 mal.

Aus den beiden Quotienten kann man auch errechnen, wie weit man jeweils mit einer Kurbel­umdrehung kommt. Man multipliziert die Zahl mit dem Radumfang. Bei einem 28-Zoll-Rad beträgt er je nach Reifen­profil etwa 210 Zenti­meter. Mit der großen Über­setzung würde man folg­lich bei einer Umdrehung 4,36 x 210 = 9,15 Meter zurück­legen.

Shimano Alfine: Eine hochwertige Option

Shimano bietet mit der Alfine Schaltung eine preiswerte Möglichkeit, in den Genuss einer Nabenschaltung zu kommen. Die Shimano Alfine Nabenschaltung eignet sich für all diejenigen, die sich eine zuverlässige Schaltung für den sorgenfreien Gebrauch des Alltagsrads oder für längere Ausfahrten am Wochenende wünschen.

Die Nabenschaltung ist wahlweise mit 8 oder 11 Gängen ausgestattet. Die 8-fach Variante eignet sich für flaches bis welliges Terrain, stößt aber bei steilen Anstiegen an ihre Grenzen. Die 8-fach Nabe ist damit prädestiniert für die Nutzung im städtischen Terrain und für Radtouren in tendenziell ebenen Gegenden. Die 11-fach Alfine Schaltung ermöglicht schon einen flexibleren Einsatz. Sie eignet sich für längere Fahrten zur Arbeit und kann am Wochenende auf ausgedehnteren Touren über den einen oder anderen längeren Anstieg genutzt werden.

Varianten der Shimano Alfine

Shimano bietet mehrere Varianten der Alfine Nabenschaltung an. Sie kann mechanisch oder elektronisch geschaltet werden und ist in beiden Varianten wahlweise mit 8 oder 11 Gängen erhältlich. Alle Alfine Naben sind mit einer Bremsscheiben-Aufnahme ausgestattet und können so wahlweise an Rädern mit Scheiben- oder Felgenbremse genutzt werden.

Der Unterschied zwischen der elektronischen und der mechanischen Shimano Alfine Schaltung besteht darin, wie der Schaltimpuls vom Schalthebel am Lenker an das Getriebe im Innern der Nabe übertragen wird. Bei der mechanischen Schaltung kommt hier ein Schaltzug zum Einsatz. Bei der elektronischen Variante sitzt ein Stellmotor auf der rechten Seite der Nabe. Dieser stellt den gewünschten Gang ein, nachdem die Fahrerin oder der Fahrer den Schalthebel betätigt hat.

Die Anzahl der Gänge macht sich bei der Shimano Alfine Nabe hinsichtlich der Übersetzungsbandbreite, also dem Unterschied zwischen kleinstem und größtem Gang, bemerkbar. Bei der 8-fach Schaltung beträgt dieser Unterschied 307%. Wenn das Hinterrad im kleinsten Gang eine Umdrehung pro Kurbelumdrehung zurücklegen würde, wären es im größten Gang damit drei Radumdrehungen pro Kurbelumdrehung. Wählst du die 11-fach Schaltung, beträgt dieser Unterschied 409%.

Kompatibilität mit E-Bikes

Die Shimano Alfine Nabe ist sowohl für die Nutzung im klassischen, alleine durch Muskelkraft betriebenen Fahrrad, als auch für die Nutzung im elektronisch unterstützen E-Bike ausgelegt. Sie verkraftet die höheren Kräfte, die bei der Nutzung im E-Bike auftreten, problemlos. In Kombination mit Shimanos E-Bike Antrieb, dem Shimano Steps System, besteht die Möglichkeit, die Gänge mithilfe des Bordcomputers automatisch zu wechseln.

Schaltmechanismen der Alfine Nabenschaltung

Der Gangwechsel zwischen den 11 beziehungsweise 8 Gängen der mechanischen Shimano Alfine Nabenschaltung erfolgt über einen klassischen Schalthebel, der auf der rechten Seite des Lenkers angebracht ist. Dieser verfügt über zwei Hebel, die immer wieder in ihre Ausgangsposition zurückspringen und somit in jeder Situation erreichbar sind.

Wenn du die elektronische Alfine Nabenschaltung, die sogenannte „DI2“-Version, nutzt, wird der Schaltimpuls ebenfalls über einen Daumenschalthebel ausgelöst. Ein Stellmotor, der außen an der Nabe angebracht ist, sorgt dann für den Gangwechsel. Alternativ kann die Alfine DI2 auch über einen Brems-Schalthebel bedient werden, der für die Montage am Rennradlenker entwickelt wurde.

Die Alfine Schaltung verfügt weiterhin über die Option eines automatischen Gangwechsels. Wird die Nabe in einem E-Bike mit einem Shimano Steps Motor genutzt, besteht die Möglichkeit, dem System „beizubringen“, wann es schalten soll. Der Bordcomputer registriert dann, in welchen Situationen die Fahrerin oder der Fahrer bevorzugt schaltet und mit welcher Trittfrequenz bevorzugt gefahren wird. Auf dieser Grundlage besteht dann die Möglichkeit, die Gänge automatisch durch den Bordcomputer wechseln zu lassen.

Nachrüstung und Kompatibilität

Die Shimano Alfine Nabe ist mit einer 10mm Achse ausgestattet und ist 135mm breit. Sie kann somit in jedes Rad mit „normalen“ Ausfallenden eingebaut werden. Eine Nachrüstung ist an nahezu jedem Trekking- oder Citybike problemlos möglich. Bei der Nachrüstung macht es in den meisten Fällen Sinn, direkt ein komplettes Hinterrad mit Alfine Nabe zu kaufen.

Wer ein neues Rad mit Alfine Nabe anschafft, kann sich überlegen, einen Rahmen zu wählen, der direkt für die Nutzung mit einer Nabenschaltung ausgelegt ist. Solche Rahmen zeichnen sich durch horizontal verschiebbare Ausfallenden aus. Diese ermöglichen, die Kette stets auf der optimalen Spannung zu halten.

Vor- und Nachteile der Shimano Alfine Nabenschaltung

Die Vor- und Nachteile der Alfine Nabe betreffen einerseits die Entscheidung zwischen Ketten- und Nabenschaltung und andererseits die Positionierung im Feld der Nabenschaltungen, also gegenüber der Konkurrenz.

Vorteile Nachteile
dauerhafte Zuverlässigkeit etwas schwerer als Kettenschaltungen
wenig Verschleiß geringere Übersetzungsbandbreite als die Rohloff Speedhub
kaum Wartung notwendig
hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einflüssen
sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
vielseitig einsetzbar - in E-Bike und "normales" Fahrrad
leichte, intuitive Bedienung
Option unterschiedlicher Schalthebel
automatischer Gangwechsel in Verbindung mit dem Shimano Steps Motor möglich

Die Vorteile der Nabenschaltung liegen in ihrer dauerhaften, verschleißarmen Nutzung. Eine Nabenschaltung braucht im Allgemeinen deutlich weniger gewartet zu werden, als eine Kettenschaltung. Weiterhin läuft die Kette hier stets optimal geradeaus, wodurch der Verschleiß gering gehalten wird. Dadurch, dass der eigentlich Schaltvorgang im Innern der Nabe abgeschottet von äußeren Einflüssen stattfindet, ist dieser Schaltungstyp unempfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen als eine Kettenschaltung, bei der Wasser und Dreck von der Straßen direkt auf die Schaltkomponenten gelangen.

Gegenüber anderen Nabenschaltungen zeichnet sich die Alfine Schaltung vor allem durch ihr gutes Preis-Leistungsverhältnis aus. Als direkte Konkurrenz ist die geringfügig schwerere Rohloff Speedhub anzusehen. Diese ist mit einem Anschaffungspreis von rund 1200€ drei- bis viermal so teuer wie die Alfine Nabe. Rohloff bietet für diesen Preis eine Nabe mit 14 Gängen und einem Übersetzungsspektrum von über 500% an. Die Rohloff Nabe ist damit die Oberklasse der klassischen Nabenschaltungen.

Vergleich: Pinion, Rohloff, Enviolo NuVinci und Alfine

Mit Pinion, Rohloff, Enviolo NuVinci und Alfine gibt es unterschiedliche Getriebeschaltungen für das Fahrrad. Wie die einzelnen Hersteller im Vergleich abschneiden, kannst du in der folgenden Gegenüberstellung nachlesen.

Pinion Rohloff Enviolo NuVinci Alfine
Max. Übersetzung 636% 526% 380% 307% - 409%
Max. Gangzahl 18 14 Stufenlose Gänge 8 oder 11
Garantie Fünf Jahre bei Einhaltung der Wartungsintervalle Zwei Jahre Zwei Jahre Zwei Jahre
Gewicht Ca. 1700g Ca. 2450g Ca. 1700g
Nachrüstbarkeit Benötigt speziellen Rahmen Kann durch individuelle Konfiguration mit fast jedem Rahmen verwendet werden Kompatibel mit 135x10mm Ausfallenden Passt in jeden Rahmen mit einem Hinterbau mit den Maßen 10x135mm. Das ist quasi jeder Trekking- oder Citybike-Rahmen
Verwendung im E-Bike Funktioniert mit Nabenmotoren. Kein automatisches Schalten möglich. Getriebe kommuniziert auch nicht mit der Elektronik des Motors/Displays. Funktioniert mit Mittelmotoren. In Kombination mit Bosch Motoren wird die Nabenschaltung intelligent integriert. Empfohlene Gangwechsel werden angezeigt, im Stand wird automatisch auf einen leichten Gang zum Anfahren geschalten uvm. Funktioniert mit Mittelmotoren. Man kann die bevorzugte Trittfrequenz einstellen, die dann durch automatische Schaltvorgänge immer konstant gehalten wird. Funktioniert mit Mittelmotoren. In Verbindung mit dem Shimano Steps Motor kann auch automatisch geschaltet werden.
Wartung Fast wartungsfrei. Lediglich alle 10.000km bzw. ein Mal pro Jahr wird ein Ölwechsel empfohlen. Fast wartungsfrei. Lediglich alle 5.000km bzw. ein Mal pro Jahr wird ein Ölwechsel empfohlen. Wartungsfrei Wartungsfrei, gelegentlich müssen Schaltzüge an der mechanischen Version nachgestellt werden
Schaltgriff Drehschaltgriff Im Stand, Rollen Drehschaltgriff Drehschaltgriff „Rapid Fire“ Daumenschalthebel, in der elektronischen Version Schaltknopf am Lenker oder Rennrad Brems-Schalteinheit
Schaltvorgang Im Stand oder Rollen und unter Teillast. In schnellere Gänge unter Volllast. Im Stand, Rollen und unter Teillast. Im Stand, Rollen und unter Last Im Stand, Rollen und unter Last
Wirkungsgrad Da nur zwei Getriebestufen vorhanden sind, ist ein Pinion Getriebe effizienter als eine Kettenschaltung. Der Wirkungsgrad liegt aber etwas unterhalb einer Rohloff Bietet den höchsten Wirkungsgrad aller Nabenschaltungen Durch die erhöhte Reibung ergibt sich gegenüber einer Kettenschaltung ein leichter Leistungsverlust Etwas geringer als Rohloff Speedhub
Anschaffungskosten Fahrräder samt Pinion Getriebe fangen aktuell bei ca. 2.500 € an. Seit 2019 auch für den Endverbraucher ab 649€ bis 1.499€ erhältlich. Ca. 1000 € Ca. 350-400 € Ab 150€ für die 8-fach Nabe ohne Zubehör, ca. 300€ für die 11-fach Variante

Custom Made Hinterrad mit hochwertigen Qualitätsbauteilen

Dazu gehört DT Swiss U533 Disc Aluminium Felge, Shimano Alfine SG-S7000 8-Gang Getriebenabe mit Center-Lock Scheibenbremsen Aufnahme und Vollachse.

Produkteigenschaften

  • Einsatzbereich: Trekking/Touring/City
  • Laufradgröße: 28"
  • Bremsentyp: Scheibenbremse Center-Lock
  • Achssystem: Gewinde Vollachse
  • Schaltstufen: 8-Gang-Nabenschaltung
  • Reifentyp: Draht-/Faltreifen
  • Reifenbreite: 25mm bis 64mm
  • Max. Systemgewicht: 140kg (Körpergewicht + Fahrrad + Ausrüstung)

Hinterrad mit Getriebenabe

  • Modell: Shimano Alfine SG-S7000-8
  • Schaltstufen: 8-Gang
  • Übersetzungsumfang: 307%
  • Freilauf: Geräuschlos
  • Lochkreisdurchmesser: 92.6mm
  • Speichenlochung: 32 Loch
  • Rotoraufnahme: Center-Lock Disc
  • Flanschabstand: 57.9mm
  • Einbaumaß: 135mm
  • Achslänge: 187mm
  • Montage: Vollachse (Muttern nicht im Lieferumfang enthalten!)

Felge

  • Modell: DT Swiss U533
  • Größe: 28"
  • Dimension: 622x22C
  • Reifentyp: Draht-/Faltreifen
  • Felgenhöhe: 20.5mm
  • Felgenbreite innen: 22mm
  • Felgenbreite außen: 28mm
  • Ventilloch: Presta / SV Ø 6,5mm
  • Speichen und Nippel DT Swiss Competition 2,0-1,8-2,0 schwarz DT Swiss Messing 12mm silber
  • Farbe schwarz
  • Gewicht ca.

Aktuelle Fahrradmodelle mit Nabenschaltung im Vergleich (Stand: 27.08.2025)

Hier ist ein Vergleich aktueller Fahrradmodelle mit Nabenschaltung, basierend auf einem Test vom 08/2025:

Modell Fahrradtyp Reifengröße Rahmenhöhe Gangschaltung Bremssystem Gewicht Motor Besonderheiten
Airtracks CI.2850 Cityrad Herren 28 Zoll 55 cm Shimano, 7 Gänge Hydraulische Felgenbremsen 20 kg - Hydraulische Felgenbremsen, Federgabel, LED-Beleuchtung, Belastung bis 150 kg
F.lli Schiano E-Moon Cityrad Unisex 28 Zoll Keine Angabe Shimano, 7 Gänge Felgenbremsen 24 kg Frontmotor, 250 W LED-Display, Motor, STVZO-Zulassung, Tiefeneinstieg
F.lli Schiano E-Moon E Bike E-Bike Herren 28 Zoll 53 cm Shimano, 7 Gänge Felgenbremsen 24 kg Frontmotor, 250 W Frontmotor, Akku, LED-Beleuchtung, Rücktrittbremse
Sprick Tiefeinsteiger Fahrrad Tourenrad Tiefeinstieg Damen 28 Zoll 46 cm Shimano, 7 Gänge Felgenbremsen 18,4 kg - Federgabel, LED-Beleuchtung, Rücktrittbremse
Hawk Citytrek Gent Deluxe Trekkingrad Herren 28 Zoll 57 cm Shimano, 7 Gänge Felgenbremsen 17 kg - LED-Beleuchtung, Gabelfederung, Reifen mit Pannenschutzeinlage
Airtracks UR.2880 Trekkingrad Herren 28 Zoll 58 cm Shimano, 8 Gänge Scheibenbremsen 13,8 kg - Gutes Bremssystem, geringes Eigengewicht, Gepäckträger, integrierter Kettenschutz
Sprick Tourenrad Tourenrad Tiefeinstieg Damen 28 Zoll 46 cm Shimano, 3 Gänge Felgenbremsen 17,2 kg - Beleuchtung, Rücktrittbremse
Zündapp Z120 E-Bike Damen 28 Zoll 48 cm 7 Gänge Felgenbremse vorne ca. 25 kg Frontmotor, 250 W Rücktrittbremse

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