Die Unterschiede bei 28-Zoll-Hinterrädern für Fahrräder

28-Zoll-Hinterräder sind eine beliebte Wahl für Fahrräder, die auf Geschwindigkeit und Leistung ausgerichtet sind. Im Vergleich zu kleineren Hinterrädern bieten sie einige Vorteile, darunter eine größere Laufruhe, ein besseres Handling bei hohen Geschwindigkeiten und eine höhere Trägheit.

Auswahlkriterien für 28-Zoll-Hinterräder

Auf dem Markt gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Hinterrädern, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Um zu entscheiden, welches Hinterrad am besten zu Ihrem Fahrrad passt, sollten Sie zunächst überlegen, welche Art von Fahrrad Sie haben. Wenn Sie ein Rennrad oder ein tiefgefedertes Mountainbike besitzen, dann wird ein leichtes und schnelles Hinterrad empfohlen.

Eines der wichtigsten Kaufkriterien bei Hinterrädern ist die Größe. Die meisten Hersteller produzieren Hinterräder in den Größen 26″, 27,5″ und 28″. Die meisten Räder, die für die Straße konzipiert sind, verwenden ein 28″-Hinterrad, während Mountainbikes häufig ein 27,5″-Rad haben. Die Größe des Hinterrades bestimmt in erster Linie die Geschwindigkeit und das Handling des Fahrrades.

Die nächste Überlegung, die Sie anstellen sollten, ist die Art der Naben, die Sie wünschen. Die beiden gängigsten Typen schnellschaltender Naben sind Freilaufnaben und Naben mit Freilauf. Freilaufnaben erleichtern das Schalten von Gang, indem sie eine kleine Kette mit den Zähnen einer Räderkette verbinden. Diese Art der Naben sind jedoch anfälliger für Reparaturen und müssen häufiger ausgetauscht werden.

Die letzte Überlegung bei der Auswahl eines Hinterrades ist die Art der Speichen, die Sie wünschen.

Technische Aspekte beim Laufradbau

Ein Laufrad besteht von innen nach außen aus einer Nabe, einer Anzahl Speichen mit Speichennippeln und einer Felge. Wie sorgfältig diese Bauteile ausgesucht und miteinander kombiniert werden, entscheidet über die Lebensdauer des Rads. Heute gibt es eine Menge guter fertiger Laufräder oder Systemlaufräder zu kaufen, weshalb nicht mehr jeder Laden automatisch selbst welche baut.

Wenn Du Dein individuelles Laufrad baust, kannst Du es ganz auf Deine Bedürfnisse abstimmen. Der Aufwand ist allerdings größer.

Speichen: Anzahl und Muster

Bei der Belastung, also beim Fahren, arbeitet das Laufrad. Das Gewicht von Mensch und Fahrrad hängt an der Nabe, die wiederum an dem oberen Teil der Felge hängt. Die unteren Speichen sind dabei „entspannt“. Das Laufrad arbeitet also permanent.

Was direkt auffällt: Es gibt Laufräder mit verschiedenen Anzahlen von Speichen. Weit verbreitet sind 24, 28, 32 und 36 Stück. Heutzutage sind, abgesehen von Systemlaufrädern, 32 Speichen am üblichsten. Die Menge muss dabei nicht zwangsläufig etwas über Stabilität und Gewicht aussagen, kann aber ein Indiz sein.

Wichtig ist, dass die Anzahl der Speichenlöcher an Nabe und Felge übereinstimmen. Am Mountainbike sind Speichen fast immer dreifach gekreuzt, das heißt, jede Speiche kreuzt drei entgegenlaufende Speichen zwischen Nabe und Felge. Das ergibt die beste Balance aus Stabilität und Elastizität.

Materialien im Laufradbau

Bei Naben und Speichen ist sich die Fahrradindustrie nahezu einig: Nabenkörper werden aus Aluminium und Speichen aus Stahl hergestellt. Felgen hingegen waren früher oft aus Stahl, werden mittlerweile meist aus Aluminium und immer öfter aus Carbon hergestellt. Alu-Felgen sind dabei günstiger und Carbonfelgen präzise nach der gewünschten Steifigkeit oder Flexibilität konstruierbar.

Aluminium lässt sich zudem farbig eloxieren und macht so individuellen Gestaltungsspielraum bei Laufrädern möglich.

Speichen und ihre Bauweisen

Die Speiche ist ein Draht aus Stahl; ihre Anzahl und Vorspannung ergeben die Stabilität des Laufrads. Herkömmliche Speichen sind J-förmig, haben also ein gebogenes Ende mit flachem Speichenkopf, das durch ein Loch im Flansch der Nabe gefädelt wird. Das andere Ende der Speiche ist mit einem Gewinde versehen, auf das der Nippel aufgeschraubt wird.

Naben ohne klassischen Flansch benötigen sogenannte Straightpull-Speichen, die keiner Bogen aufweisen und gerade in den Speichensitz der Nabe eingefädelt werden. Das Zentrieren von Straightpull-Speichen ist schwieriger, da man sie vor dem Mitdrehen schützen muss.

Üblicherweise sind Fahrradspeichen am Kopf und am Gewinde 2 Millimeter stark. Bei Sportlaufrädern werden meist sogenannte Doppeldickendspeichen verwendet, die im langen, graden Teil schlanker werden. Während die bisher genannten Speichen einen runden Querschnitt haben, gibt es auch sogenannte Messerspeichen mit ovalem Querschnitt, die ab 35/40 km/h bessere Aerodynamik aufweisen.

Speichennippel

Der Nippel hat innen ein Gewinde und wird auf die Speiche geschraubt. Nippel gibt es aus Messing und aus Aluminium. Während Alu-Nippel zwei Drittel leichter sind als Messingnippel, sind letztere korrosionsresistenter, empfehlen sich also für Ganzjahres-Stadträder oder Wintertrainingsmaschinen.

Am häufigsten werden 12-Millimeter-Nippel verwendet. Längere Nippel (14, 16 mm) bieten theoretisch mehr Gewindegänge zum Halt oder Ausgleich bei kürzeren Speichen.

Naben: mittig und doch meist asymmetrisch

Die Nabe sitzt im Zentrum des Rads, nimmt die Speichenköpfe auf und leistet die eigentliche Dreharbeit. Vorderradnaben für Felgenbremsen sind symmetrisch; bei Scheibenbremsnaben braucht die Bremsscheibe linksseitig Platz, weshalb der linke Flansch eingerückt wird. Hinterradnaben sind viel öfter asymmetrisch, da sie antriebsseitig der Kassette Platz machen müssen.

Felgen und ihre Bauformen

Die Felge nimmt innen die Speichennippel und außen den Reifen auf. Felgen für Felgenbremsen weisen eine Bremsflanke auf und verschleißen mit der Zeit, Felgen für Scheibenbremsen können ohne diese Funktion konstruiert werden, sind daher leichter und leben theoretisch länger. Keinesfalls darfst Du Scheibenbremsfelgen mit Felgenbremsen kombinieren!

Um mehr Stabilität in den Felgen zu erreichen, besonders als Aluminium sich als Material durchsetzte, konstruierte man sogenannte Hohlkammerfelgen, die einen zweiten Felgenboden bekamen. Das ist das heute noch vorherrschende Konstruktionsprinzip, auch bei Carbonfelgen.

ERD - das wichtigste Maß ist schwer zu messen

Der ERD (effective rim diameter) gibt den effektiven Felgendurchmesser auf den Millimeter genau an. Das ist wichtig, wenn man die passenden Speichenlängen für ein Rad ermitteln möchte. 26 oder 28 Zoll wären da viel zu ungenau.

Kalkulatoren - der Weg zur richtigen Speichenlänge

Um die richtige Speichenlänge herauszufinden, nutzt Du am besten einen der vielen Speichenrechner (spoke calculators) im Netz. Du brauchst den ERD der Felge, die Maße der Nabe und die Anzahl der Speichenkreuzungen.

Werkzeuge für den Laufradbau

Das wichtigste Tool zum Laufradbau ist der Zentrierständer. Modelle, die sich nicht selbsttätig mittig einstellen, müssen mit einer Zentrierlehre kalibriert werden. Zum Spannen der Nippel brauchst Du die zu den Nippeln passenden Nippelspanner. Damit Dein Laufrad perfekt wird, ist auch ein Speichentensiometer ratsam, mit dem Du einfach die Spannung der Speichen bestimmen kannst. Bei Carbonfelgen ist das Tensiometer Pflicht, um Schäden durch zu starkes Spannen der Speichen zu vermeiden!

Einfluss der Speichenanzahl auf die Stabilität

Die Aussage, dass ein Laufrad stabiler wird, wenn es mehr Speichen hat, trifft nur bis zu einem bestimmten Punkt zu. Moderne, robuste, aber auch leichtere Materialien in Kombination mit dem Trend zu immer breiteren Felgen haben die Stabilität der Felgen wesentlich erhöht. Je höher und/oder je breiter die Felge ausfällt, desto steifer fällt sie auch aus.

Werden weniger Speichen benötigt, resultiert daraus auch etwas weniger Gewicht des Laufrades und weniger Luftwiderstand. Sehr stabile E-Bike- und Cargo-Laufräder können durchaus mit "nur" 28 Speichen gebaut werden, sofern alle verbauten Komponenten über entsprechende Materialeigenschaften verfügen.

Selbst bei Lastenrädern mit 20 Zoll Größe macht es keinen Sinn besonders viele Speichen, also z.B. 36 Stück zu verwenden. Dieses gibt keine zusätzliche Stabilität. Mit z.B. 32 Speichen fällt das Lastenrad-Laufrad genauso stabil aus und ist somit hochbelastbar.

Weitere Aspekte bei der Felgenwahl

Die Fahrradfelgen sind ein wichtiger Teil des gesamten Radkomplexes. Sie dienen eigentlich dazu, im äußeren Bereich des Bikes den Schlauch und den Reifen aufzunehmen und sorgen so für eine stabile Verbindung, die eine problemlose Fortbewegung ermöglicht.

Der wohl wichtigste Aspekt beim Kauf einer Felge ist die Auswahl der richtigen Größe. Der Durchmesser, der in der Regel in Zoll angegeben ist, bestimmt, für welche Fahrräder die Felge kompatibel ist, also an welchen Bikes Sie sie montieren können.

Als allgemeiner Tipp: Für Mountainbikes müssen Sie meistens 26 Zoll Fahrradfelgen verwenden, bei fast allen anderen Fahrradtypen wie auch City- oder Trekkingbikes sind dagegen 28 Zoll Fahrradfelgen üblich. Der zweite wichtige Punkt ist die Breite der Felgen. Hier gibt es große Unterschiede: Für Rennräder etwa gib es ganz schmale Felgen, für Trekkingräder oder Citybikes werden die Felgen schon etwas breiter, während sich für Mountainbikes ganz breite Fahrradfelgen eignen.

Hinsichtlich des Materials gibt es vor allem preisliche Unterschiede. Wenn Sie eine eher preiswertere Alternative suchen, besteht die Fahrradfelge meist aus simplem Stahl. Für den ambitionierteren Biker stellen jedoch Aluminium-Flegen eine echte und höherwertigere Alternative dar. Aluminium ist als Leichtmetall deutlich weniger anfällig gegenüber Oxidation und hat im Vergleich zu Stahl ein deutlich geringeres Eigengewicht.

Mittlerweile verwenden die meisten Hersteller sogenannte Hohlkammerfelgen. Die Hohlkammerfelgen verfügen über Hohlkammern im Innern der Felge, welche Sie deutlich leichter und kostengünstiger machen.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Felgenauswahl ist die Bauart, wobei es eine Unterscheidung zwischen sogenannten Tiefbettfelgen und V-Felgen gibt. Aufgrund ihrer Robustheit werden auf den meisten Bikes die Tiefbettfelgen verbaut, da diese auch große Belastungen wegstecken können. Bei Rennrädern kommen dagegen eher V-Felgen zum Einsatz, die bei ähnlicher Steifigkeit ganz einfach ein geringeres Gewicht als Tiefbettfelgen aufweisen.

Reifengrößen und ihre Bedeutung

Bevor das Mountainbike die Radsport-Bühne in den Achtziger Jahren erstürmte, hatte sich kaum jemand wirklich Gedanken um die Laufradgröße am Fahrrad gemacht. Denn bis auf Kinderräder rollte praktisch jedes Zweirad mit Kurbelantrieb auf 28-Zoll-Rädern über die Straßen. Und das gilt für einen großen Teil der Fahrräder bis heute: Trekkingbikes, Tourenräder, Citybikes, Rennräder und Gravelbikes.

Mit dem Mountainbike etablierte sich nicht nur eine komplett neue Radsport-Variante in der Szene. Das MTB setzte mit seinen deutlich kleineren 26-Zoll-Rädern auch für viele Jahre einen neuen Standard bei der Laufrad-Technik. Der Grund: Im Gelände waren stabilere Konstruktionen gefragt. Außerdem sollten die kompakteren Laufräder den bulligen Bikes ein agileres Fahrverhalten verleihen. Doch die Aera 26-Zoll ist seit einigen Jahren vorbei!

Man hat mittlerweile erkannt, dass Laufräder mit einem größeren Durchmesser generell besser über kleine und große Hindernisse rollen. Außerdem ermöglichen moderne und leichte Materialien im Laufradbau, die Nachteile in Punkto Gewicht und Steifigkeit wett zu machen. Deshalb dominieren heute die Durchmesser 27,5- und 29-Zoll am Mountainbike.

27,5 vs. 29 Zoll - Was ist die beste Wahl für mich?

Wichtig zu wissen: Beide Durchmesser rollen besser im Gelände als die alten (kleinen) 26-Zöller. Denn physikalisch bedingt bleibt ein großes Rad nicht so leicht an Kanten und Hindernissen hängen. Außerdem erhöht sich mit dem Durchmesser eines Rades auch die Aufstandsfläche des Reifens. Und damit die Traktion des Bikes. Ein weiterer Vorteil im Gelände.

Welche Vorteile hat 27,5 Zoll?

Besonders bei kleinen Rahmengrößen (S oder XS) stößt 29 Zoll an seine Grenzen. Der Radstand gerät dann im Verhältnis zur Rahmengröße sehr lang. Geometrie und Lenkverhalten werden träge. Deshalb machen hier 27,5-Zoll-Laufräder mehr Sinn. Auf der anderen Seite der Extreme findet man 27,5-Zoll-Laufräder häufig an Bikes mit langen Federwegen, meist ab 140 bis 150 Millimetern. Viele Freerider und Enduro-Piloten legen Wert auf maximale Stabilität und schwören deshalb auf die etwas kompakteren Räder.

Laufräder für Gravelbikes

Die Offroad-tauglichkeit definiert sich beim Gravelbike hauptsächlich über das Volumen der Reifen (Reifenbreite). Das wiederum hängt davon ab, wie groß der Durchlass an Hinterbau und Gabel ist (Reifenfreiheit). Das Maximum liegt hier meist zwischen 30 und 40 Millimeter.

Laufräder für Trekking- und Citybikes

Die meisten Bikes dieser Gattungen rollen auf „normalen“ 28-Zoll-Laufrädern. Ein guter Kompromiss für den Einsatz auf Asphalt sowie im leichten Gelände. Entscheidend für den Komfort ist hier vor allem die Wahl des richtigen Reifens.

Laufräder für Rennräder

Im Straßenrennsport spielen 28-Zoll-Laufräder ihre Stärken aus, egal ob Leichtbau-, Aero- oder andere Varianten. Ihr großer Durchmesser von 622 Millimeter sorgt für Laufruhe und Tempo. Hauptmerkmal von Rennrad-Laufrädern sind erwartungsgemäß ihre relativ schmalen Felgen.

Bestseller im Bereich "28 Zoll Hinterrad"

Hier eine Liste der Bestseller unter der Kategorie „28 Zoll Hinterrad“. Hier kannst Du Dich orientieren, welche Produkte andere Nutzer besonders oft gekauft haben.

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    • LEICHT & STABIL: Die 28 Zoll Fahrradfelge bietet mit seinem Aluminiumbau und dem Gewicht von 1.340 Gramm eine perfekte Balance zwischen Stabilität und Leichtigkeit. Die Speichen sind aus hochwertigem, nicht rostendem Edelstahl.
    • VIELSEITIG KOMPATIBEL: Das schwarze Fahrrad Rad, unterstützt Reifenbreiten von 28 - 51 mm und ist somit für verschiedene Fahrradtypen sowie V-Brakes/Felgenbremse geeignet. Abgedrehte Bremsflanken - Ventilloch 8,5 mm.
    • EINFACHE MONTAGE: Die Felge 28 Zoll Hinterrad ist zentriert und sofort einsatzbereit zum Einbau in Ihr Fahrrad - Adapter für 7 fach Kassette ist nicht enthalten.

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