Aus- und Einbau eines 28-Zoll-Hinterrads mit Nabenschaltung und Rücktrittbremse

Nabenschaltungen erfreuen sich großer Beliebtheit, insbesondere bei Fahrrädern, die auf Zuverlässigkeit ausgelegt sind. Sie zeichnen sich durch ihre Langlebigkeit und geringen Wartungsaufwand aus. Ein Ausbau des Hinterrads mit Nabenschaltung ist selten aufgrund der Nabe selbst erforderlich, sondern meist wegen eines Reifenschadens oder abgefahrenen Reifens notwendig.

Werkzeug für den Aus- und Einbau

Der Aus- und Einbau von Hinterrädern mit modernen Nabenschaltungen von Herstellern wie Shimano, Rohloff und SRAM ist unkompliziert. Daher wird nur wenig Werkzeug benötigt. Während bei Rohloff-Naben kein Werkzeug erforderlich ist, benötigt man für Shimano- und SRAM-Nabenschaltungen:

  • Einen passenden Maulschlüssel zum Lösen der Schraubachse
  • Ggf. weitere Maulschlüssel zum Lösen des Schaltzugs
  • Einen Schlitzschraubenzieher, falls die Nabe über eine zusätzliche Abstützung am Rahmen verfügt (oft bei Naben mit Rücktrittbremsen)

Ausbau des Hinterrads - Schritt für Schritt

Im Folgenden eine Anleitung zum Aus- und Einbau eines Hinterrads mit Nabenschaltung. Die Reihenfolge der Schritte ist für alle Hersteller gleich.

  1. Bremsen lösen: Bei Felgenbremsen diese öffnen, um das Rad entnehmen zu können.
  2. Abstützung der Rücktrittbremse lösen: Naben mit Rücktrittbremse haben eine Abstützung auf der Nicht-Antriebsseite (links in Fahrtrichtung). Diese mit einem Schraubenzieher (meist Schlitz) lösen. Ggf. mit einem Maulschlüssel gegenhalten. Bei Scheibenbremsen muss nichts gelöst werden, aber die Scheibe vor Verschmutzung schützen.
  3. Schaltzüge lösen: Bei Shimano und SRAM in den ersten Gang schalten, um den Schaltzug zu entlasten. Die Außenhülle des Schaltzugs von der Halterung ziehen und den Innenzug aushängen. Bei Rohloff die Schaltbox per Hand lösen, indem die silberne Schraube gelöst wird.
  4. Achse lösen: Bei Shimano und SRAM die Muttern samt Unterlegscheiben von der Achse entfernen. Die Reihenfolge der Unterlegscheiben merken. Bei Rohloff den Schnellspanner öffnen.
  5. Rad herausnehmen: Das Hinterrad aus dem Rahmen nehmen und die Kette vom Ritzel heben.

Einbau des Hinterrads

Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Es gibt jedoch einige Punkte zu beachten, damit das Rad richtig sitzt.

  1. Rad einsetzen: Kette um das Ritzel legen und die Nabe in die Ausfallenden einsetzen. Auf die richtige Position der Führung für den Schaltzug und der Bremsabstützung achten.
  2. Auf geraden Sitz achten: Das Hinterrad so weit nach hinten schieben, dass die Kette gut gespannt ist. Auf geraden Sitz achten.
  3. Züge befestigen: Bei SRAM und Shimano den Innenzug in die Vertiefung einsetzen und die Außenhülle einhängen. Bei Rohloff die Schaltbox aufstecken und festschrauben. Ggf. leicht gegen die Halterung drücken und den Schaltgriff hin- und herdrehen.
  4. Bremsen befestigen: Die Abstützung an der Kettenstrebe montieren. Bei Felgenbremsen diese wieder einhängen.
  5. Funktionen testen: Überprüfen, ob sich das Rad ohne Schleifen dreht, alle Gänge durchschalten lassen und die Bremsen funktionieren.

Wartung von Nabenschaltungen

Nabenschaltungen sind wartungsarm, jedoch ist eine regelmäßige Wartung wichtig. Shimano empfiehlt, alle 6 Monate oder 1.000 km eine Wartung durchzuführen. Diese beinhaltet eine Reinigung und Neubefüllung mit Shimano-spezifischem Fett.

E-Bikes mit Nabenschaltung

Nabenschaltungen sind auch für E-Bikes eine gute Wahl, da sie wartungsarm und einfach zu bedienen sind. Sie eignen sich besonders für Cityräder und Trekking-E-Bikes. Es gibt auch elektronische Nabenschaltungen, die noch präziser schalten.

Vor- und Nachteile von Nabenschaltungen bei E-Bikes

  • Vorteile: Wartungsarm, einfache Bedienung, präzises Schalten (besonders bei elektronischen Varianten)
  • Nachteile: Geringeres Schaltspektrum als Kettenschaltungen, höheres Gewicht, höherer Preis

Ob sich der Kauf eines E-Bikes mit Nabenschaltung lohnt, hängt von den individuellen Bedürfnissen ab. Für Vielfahrer und Stadtfahrer sind sie eine gute Wahl.

Laufräder und Speichen

Bei Laufrädern spielt die Anzahl der Speichen eine Rolle für die Stabilität. Moderne, breitere Felgen benötigen weniger Speichen als ältere, schmalere Felgen. Sehr stabile E-Bike- und Cargo-Laufräder können mit 28 Speichen gebaut werden, sofern die Komponenten über entsprechende Materialeigenschaften verfügen.

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