Laufräder für Bandsägen: Informationen und Tipps

Ein begeisterter Datschenbesitzer, Gelegenheits-Bauarbeiter oder Heimwerker benötigt in der Regel keine teuren Maschinen für Zehntausende und Hunderttausende, insbesondere wenn sie nur ein paarmal im Jahr Holz zuschneiden wollen. Deshalb haben sie oft in ihren Gärten und Werkstätten selbst zusammengestellte Alternativen. Inspiration für das Zusammenstellen vom selbstgebauten Bandsägen suchten wir direkt bei unseren Kunden, die ihre eigenen bewährten Vorgehensweisen haben. Und welchen Sägeblatttyp wählen und wie mit ihm fertigwerden? Doch dafür sind wir ja dann da.

Materialien und Größen der Antriebsräder

Die Antriebsräder können aus Stahl oder aus Gusseisen sein. Großartig dienen dazu auch Pkw-Räder mitsamt Reifen, die das Bandsägeblatt vielleicht sogar besser nachspannen können, das sich durch die entstehende Wärme dehnt und dann wieder verkürzt (um 15° C gestiegene Temperatur = Ausdehnung um ca. 1 mm auf 5 m Länge).

  • Größe der Antriebsräder: Der Raddurchmesser sollte idealerweise mindestens 450 mm, besser 550 mm betragen.
  • Sägeblattstärke: Aufgrund der hohen Anzahl Biegungen des Sägeblatts (je nach seiner Länge und Geschwindigkeit 30 bis 70 Tausend Biegungen je Stunde) empfehlen wir, den Raddurchmesser 500x größer zu wählen als die Sägeblattstärke (bei schmalen Sägeblättern für Baumstämme, die 0,9 oder 1,1 mm stark sind).

Weitere wichtige Komponenten

Neben den Antriebsrädern gibt es noch weitere wichtige Komponenten, die für den Betrieb einer Bandsäge unerlässlich sind:

  • Stabiles Rad, Riemenscheibe, Motor: Der Durchmesser der Riemenscheiben sollte so gewählt werden, dass die Geschwindigkeit des Sägeblatts 20 bis 35 m/s beträgt. Geeignet ist ein Motor mit ca.
  • Verschiebbares Spannrad: Es spannt das Sägeblatt und mit ihm kann die Neigung geregelt werden.
  • Führungsrollen mit Spurkranz oder Stützlagern hinten: Sie haben Führungsfunktionen und verhindern auch das Abrutschen des Sägeblatts.
  • Hebevorrichtung mit Kurbel und Messlineal: Diese Vorrichtung kann mit Hilfe von zwei Seilen oder Gewindestangen ausgeführt werden. Mit den Seilen ist die Herstellung einfacher, man muss jedoch konsequent die waagerechte Lage der Säge einhalten und die Seile gleichmäßig auf die Trommel aufwickeln. Bei einer Ausführung mit zwei Gewindestangen garantiert eine Kette das gleichmäßige Anheben der Maschine. Ein Zahnrad mit Kurbel bestimmt den konstanten Vorschub des Sägeblatts (z.B. 1 Zahn auf dem Zahnrad = 1 mm Verschieben des Sägeblatts nach unten oder nach oben), Ein Schnapper hält dann die betreffende Lage.
  • Kühlung des Sägeblatts: Ein im Ganzen einfache, aber wichtige Sache. Ohne Kühlung läuft das Sägen nämlich nicht so gut. Man braucht nur über der Säge einen Kanister mit Hahn und einem kleinen Schlauch anzubringen.
  • Verfahrweg der Säge auf Schienen: Unseren Kunden haben sich am besten sog. L-Profile und Räder mit Nut bewährt. Der Grund sind offenbar die einfache Ausführung und der günstige Preis. Der Verfahrweg kann mit Schwellen verankert oder einbetoniert werden.

Sicherheitshinweise

Die Abdeckungen der Treibräder sind wichtige Sicherheitselemente, das Sägeband kann nämlich vom Treibrad abrutschen oder reißen und dann herausfliegen. Damit es zu keinem Unfall kommt, ist es gut, die Bandsäge mit Schutzblechen zu verdecken. Eine Möglichkeit ist, die ganzen Räder und das ganze Sägeband abzudecken, häufiger sieht man jedoch die Variante mit Teilabdeckung des Treibrads in Bewegungsrichtung des Sägebands (siehe Fotografie der grünen Bandsäge). Sehr wichtig sind eine Biegung des Deckblechs in Richtung nach unten (dank der das Schutzblech ein gerissenes und herausgeschleudertes Sägeband aufhält, damit es nicht hinausfliegt) und ein Überstand der Deckbleche nach vorn in Richtung vor die Bandräder, damit sie unter das Niveau des oberen Sägebands kommen (wenn z.B. das Sägeband wegen falschem Einstellen abrutscht, verhindert die Abdeckung, dass es wegfliegt).

Sägeband: Dicke, Aufspannen und Einstellen

  • Dicke des Sägeblatts: Bandsägeblätter für Baumstämme sind 0,9 oder 1,1 mm dick (die zweite Variante ist steifer und hält in der Regel besser im Schnitt).
  • Aufspannen und Einstellen des Bandsägeblatts: Mit Laufrädern aus Stahl oder Gusseisen sollte das Einstellen des Sägeblatts einfach und schnell gehen, Autoräder mit Reifen dagegen können besser auf die Wärmeausdehnung des Sägeblatts reagieren. Die Zähne am Sägeblatt sollten nicht auf dem Laufrad ruhen, sondern es überragen.

Spannen des Sägeblatts

  • Das Bandsägeblatt sollte auf ca.

Wartung und Fehlerbehebung

Regelmäßige Wartung ist entscheidend für die Lebensdauer und Leistung Ihrer Bandsäge.

  1. Wir reinigen die Bandsäge mit einer Bürste oder Druckluft aus einem Kompressor von Sägespänen und Schmutz. Dabei achten wir auf das Säubern des Bereichs der Leitelemente (Lager, Hartmetallteile).
  2. Wir legen das Sägeband auf die Bandsäge auf und ziehen es leicht an, damit es nicht von den Leitblechen abrutscht.
  3. In den Bereich zwischen den Leitblechen legen wir den Tensomat (das Bandspannungsmessgerät) ein und spannen es am Sägeband fest, den Zeiger stellen wir auf Null. Die Spannkraft wird in Newton je Quadratmillimeter (N/mm2) angegeben.

HINWEIS: Bevor Sie sich ein Bandspannungsmessgerät kaufen, vergewissern Sie sich, dass es in Ihre Bandsäge hineinpasst. Einige kleinere Hobbysägen arbeiten mit einem begrenzten Raum und einen Tensomat mit den Maßen 131x100 mm kann man dort nicht einspannen.

  1. Nach dem Spannen schalten wir die Bandsäge kurz an und lassen das Sägeband sich setzen (es genügt, drei- bis viermal das Sägeband ohne Belastung die Bandsäge durchlaufen zu lassen).
  2. Dann überprüfen wir das sich Setzen des Sägebands in der Bandsäge. Die hintere Sägebandkante darf nicht den Spurkranz (den hinteren Vorsprung an den Laufrädern) berühren, es muss hier eine fingernagelstarke Lücke bleiben, also ca. 1 mm. Auch darf das Sägeband nicht die hintere Kante der Hartmetall-Leitelemente berühren.
  3. Die Geradheit der Sägebandeinstellung zwischen den Leitelementen überprüfen wir mit einem Sägebandstück von 30-40 cm Länge, das wir in die leere Bandsäge einlegen und dann kontrollieren, ob das Sägebandstück zwischen den Lagern senkrecht liegt und fest fixiert ist (nicht seitlich wackelt) und ob man es zugleich ausreichend leicht nach vorn und nach hinten verschieben kann (es darf nicht zu sehr scheuern).

Häufige Probleme und Lösungen:

  • ZU WENIG GESPANNT: Das Sägeband verläuft (trägt ungleich ab und sägt schräg).
  • ÜBERSPANNT, ZU STARK GESPANNT: Ob das Sägeband zu stark gespannt war, stellen Sie fest, indem Sie das gerissene Sägeband auf den Fußboden oder eine ebene Unterlage mit der Außenfläche (die, die nicht auf dem Laufrad anlag) auslegen. Wenn das Sägeband nicht überspannt war, liegt es überall frei auf der Unterlage auf.

💡 Tipps, wie auch andere Probleme gelöst werden, erfahren Sie im Artikel: Warum reißen Sägebänder für Metall?

Reparatur von Laufradbelägen

Ein häufiges Problem bei älteren Bandsägen ist der Verschleiß oder die Beschädigung der Laufradbeläge. Hier sind einige Optionen zur Reparatur:

  • Korkbelag: Früher wurden oft Korkbeläge verwendet. Diese können relativ einfach ersetzt werden. Zuerst wird die Lauffläche des Rades gereinigt, wobei alle alten Belag- und Klebstoffreste sorgfältig entfernt werden müssen. Nun werden Rad und Bandage dünn, aber gleichmäßig mit einem Kontaktkleber (z.B. "UHU Kraftkleber" bestrichen. Es ist "günstig" den neuen Belag etwas "ballig" zu machen. Dazu nimmt man ein Holzstück mit Schleifpapier und schleift den Belag bei drehendem Rad. Dabei soll die Belagmitte max.
  • PUR-Gießelastomer: Eine weitere Möglichkeit ist das Aufgießen einer neuen Lauffläche mit einem kalthärtenden 2K-PUR-Gießelastomer.
    1. Das alte Material gründlich entfernen.
    2. Die Oberfläche reinigen und aufrauen.
    3. Eine runde Form um das Laufrad bauen, die im Radius um die Dicke des Gummibelags größer ist.
    4. Das Laufrad zentriert in der Form platzieren.
    5. Das Harz anmischen und in den Zwischenraum zwischen Formwand und Laufrad gießen.
    6. Die Form gut eintrennen.

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