Für Eltern ist nichts wichtiger als der Schutz und die Sicherheit ihres Sprösslings. Beim Fahrradfahren gehört daher ein Helm auf den Kopf. Denn so lassen sich mögliche Kopfverletzungen bei einem Sturz vorbeugen. Auch wenn Babys selbst noch kein Rad fahren, sollten sie Mitfahrhelme tragen.
Auf einem Laufrad, insbesondere als „Fahranfänger“, kann genau so viel passieren wie auf einem Fahrrad. Zum einen können die kleinen ganz ordentlich Geschwindigkeit aufnehmen und genauso wie mit dem Fahrrad stürzen. Da zählt für uns oberste Sicherheit. Zum anderen lernen die kleinen von vornerein, dass auf jeglichen Radähnlichen Gefährten ein Helm zu tragen ist und es wird zur Normalität.
Warum ein Helm beim Laufradfahren wichtig ist
Meine Kinder haben sogar auf dem Puky Wutsch ein Tempo drauf... Bei dem Teil habe ich vorher überlegt ob ein Helm angebracht wäre oder nicht. Auch beim Laufrad oder Dreirad fahren sind Fahrradhelme ratsam. Die nehmen unglaublich Fahrt auf mit den Dingern auf freier Strecke.
ABER Kleinkinder sind unvorsichtiger, sie können weder Unfallgefahren erahnen und ihnen vorher ausweichen, noch kennen sie sich mit Verkehrsregeln aus (mehr im Zusammenhang mit anderen Fahrradteilnehmern). Mit dem Resulstat, dass wenn sie gegen ein Bordstein fahren und das Rad seitlich kippt, sie direkt mitm Kopf aufdonnern. Je nach Geschwindigkeit etc. kann das von Platzwunden bis hin zu Schädelbrüchen alles verursachen.
Hier kann echt immer Mal was passieren und da bin ich froh, dass wenigstens sein Kopf geschützt ist. Der PUKY Helm schützt zuverlässig im Alltag kleiner Entdecker und gibt das sichere Gefühl, bestens ausgestattet zu sein.
Die richtige Helmwahl: Passform, Sicherheit und Komfort
Ein Kind zum Tragen eines Fahrradhelms zu bewegen, ist nicht immer leicht. „Zu uncool“ oder „stört“ sind oft die schnellen Ausreden. Eine Helmpflicht gibt es Deutschland zwar nicht, aber dennoch ist es mehr als ratsam, einen Kopfschutz zu tragen. Gerade Kinder gehören zu den schwächsten Teilnehmern im Straßenverkehr.
Damit ein Fahrradhelm den Kopf beim Sturz vor Verletzungen schützen kann, muss er richtig passen und korrekt aufgesetzt werden. Er darf weder wackeln, noch sollte er über die Stirn oder in den Nacken rutschen. Um den individuell passenden Fahrradhelm zu finden, sollte das Kind in jedem Fall beim Kauf dabei sein.
Außerdem wird ein Fahrradhelm, der dem Kind nicht nur passt, sondern auch optisch gefällt, eher getragen. Eltern sind Vorbilder: Tragen sie selbst einen Helm auf dem Rad, werden es auch ihre Kinder freiwillig tun.
Passform und Einstellung
Der Helm passt deinem Kind, wenn er auch bei geöffnetem Verschluss, während dein Baby mit dem Kopf wackelt, hält. Die Riemen liegen wie ein Dreieck um das Ohr und sind so festgezogen, dass zwischen Kinn und Riemen noch etwa zwei erwachsene Finger passen. Es sollte nirgendwo drücken oder einengen.
Mit dem Verstellsystem im Nacken wird der Helm fixiert. Dazu darf es aber nicht zu stramm angezogen werden, weil das Kopfschmerzen verursachen kann. Der Helm sollte fest auf dem Kopf des Kindes sitzen, aber nicht drücken.
Qualität und Haltbarkeit
In jedem Helm sollte das Herstellungsdatum vermerkt sein. Kunststoffe altern, daher sollten Helme nach etwa fünf Jahren ausgetauscht werden. Außerdem sollte der Helm das GS-Zeichen tragen.
Sicherheitsstandards und Prüfzeichen
Eltern sollten beim Kauf eines Fahrradhelms daher auf besondere Sicherheitsstandards achten. Diese sind in der Regel mit einem Prüfzeichen versehen. Bei Fahrradhelmen sollte der Normhinweis EN 1078 vorhanden sein.
Empfehlenswerte Kinderfahrradhelme im Test
Um den besten und sichersten Kinderfahrradhelm zu ermitteln, hat IMTEST bereits im Jahre 2022 Fahrradhelme für Kinder im Test untersucht. Darunter Kinderhelme von Abus, Alpina, Giro, Specialized und Uvex, die sowohl in der Praxis als auch im Prüflabor des TÜV Süd getestet wurden und noch immer verkauft werden.
Hier eine Auswahl an Fahrradhelmen, die auch in Kindergrößen erhältlich sind. Entscheidend bei der Auswahl ist der Kopfumfang, damit der Helm gut sitzt.
IMTEST-Favoriten
- Specialized Shuffle Child LED: Bestes Testergebnis und dazu noch mit dem besten Preis.
- Abus Youn_I 2.0: Das große und hoch angebrachte LED-Licht sorgt für 180-Grad-Sichtbarkeit, wenn es dunkel und nebelig ist.
- Alpina Pico Flash: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. In drei knalligen Farben verfügbar, allein deswegen ein echter Hingucker.
- Uvex Hlmt 4: Ein cooler Helm, der nicht nur nach Fahrradfahren aussieht. Passt auch perfekt zu kleinen Skateboardern oder Inlineskatern.
- Giro Tremor Child Mips: Ob Sonne, Wolken oder Regen - bei Bedarf liefert der abnehmbare Helmschirm Schutz bei jedem Wetter.
Testergebnisse von Stiftung Warentest und ADAC (2022)
In einem internationalen Test von Stiftung Warentest mit dem ADAC 2022 wurden 18 Kinderfahrradhelme auf Unfallschutz, Handhabung, Hitzebeständigkeit und Schadstoffe geprüft, wobei Unfallschutz 50% des Gesamtergebnisses ausmachte.
Ergebnisse: Unter den 18 getesteten Kinderfahrradhelmen, variieren die Preise von 12 bis 100 Euro. Während der Testsieger Abus für 50 Euro ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, bieten alle Helme Schutz vor Kopfverletzungen.
Hier ist eine Tabelle mit einigen der getesteten Helme und ihren Ergebnissen:
| Kinderfahrradhelm | Größe | Testergebnisse |
|---|---|---|
| Abus Youn-I 2.0 | 2 Größen (48 - 57 cm) | Testsieger Fahrradhelm für Kinder (Gesamtnote 2,2) bei Stiftung Warentest 2022 |
| Alpina Pico Flash | 50 - 55 cm | „gut“ (Gesamtnote 2,4) bei Stiftung Warentest 2022 |
| Casco Mini 2 | 46 - 52 cm | „gut“ (Gesamtnote 2,4) bei Stiftung Warentest 2022 |
| Lidl Crivit Kinder Fahrradhelm | 2 Größen (46 - 54 cm) | „gut“ (Gesamtnote 2,4) bei Stiftung Warentest 2022 |
| Woom Kids Helm | 3 Größen (46 - 56 cm) | „befriedigend“ (Gesamtnote 2,6) bei Stiftung Warentest 2022 |
Weitere Tipps für den Kauf und die Nutzung von Kinderfahrradhelmen
- Helmgröße messen: Um zu wissen, welche Größe euer Kind hat, müsst ihr einmal den Kopfumfang ausmessen. Am besten nehmt ihr dafür ein flexibles Maßband und legt dieses etwa einen Zentimeter oberhalb der Augenbrauen eures Kindes an.
- Gebrauchte Helme: Ob gebrauchte Fahrradhelme ausreichend sicher sind, können wir allerdings nicht pauschal beantworten. Wichtig ist, dass der Helm noch keinen Unfall hatte. Denn wie bei Kindersitzen gilt auch bei Fahrradhelmen: Ist ein Kind damit bereits gestürzt, sollte er ausgetauscht werden.
- Helmpflicht: Falls es hier noch Unklarheiten geben sollte: Ja, Kinder bis 12 Jahre müssen beim Fahrradfahren einen Helm tragen. Das gilt für Deutschland und Österreich gleichermaßen.
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