Fahrradfelgen 28 Zoll im Test: Alles, was Sie wissen müssen

Fahrradfelgen spielen eine entscheidende Rolle für das Fahrverhalten und die Sicherheit Ihres Fahrrads. Sie bilden das Profil eines Laufrades ab und sorgen für den Halt von Fahrradreifen und -schlauch. Insbesondere 28-Zoll-Felgen sind bei vielen Fahrradtypen wie City- und Trekkingrädern üblich. Dieser Artikel bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über Fahrradfelgen, insbesondere 28-Zoll-Modelle, und deren Auswahlkriterien.

Systemlaufräder vs. Klassisch gespeichte Laufräder

Kompletträder nahezu aller Leistungsklassen und Fahrradtypen werden in der Regel von Haus aus mit Systemlaufrädern ausgestattet. Diese sind jedoch aber auch bei Laufradherstellern ab rund 200 EUR separat erhältlich. Systemlaufräder sind in ihren Komponenten (Felgen, Naben, Speichen) bestens aufeinander abgestimmt und daher sehr stabil.

Für ein hochwertiges Systemlaufrad muss mit etwa 400 EUR gerechnet werden. Je nach Anspruch kann ein Systemrad aber auch mit einem vierstelligen Betrag zu Buche schlagen, insbesondere dann, wenn es nicht nur gut abgestimmt und stabil, sondern auch noch besonders leicht sein soll. Die Leichtbauweise mit oftmals nur 16 oder 20 Speichen ist allerdings nicht nur teurer. Sie führt auch dazu, dass sich die Laufräder weniger gut für schwere Fahrer eignen. Nachteilig kann sich unterwegs wiederum auswirken, dass Ersatzteile nur schwer oder gar nicht zu bekommen sind, und dass sich das Zentrieren recht schwierig gestaltet.

Klassisch gespeichte Laufräder wiederum gelten als unschlagbar in puncto Haltbarkeit und Stabilität. Sie werden nach Maßgabe des Fahrergewichts sowie des Einsatzzwecks von einem Fachmann zusammengebaut, wobei auch Einfluss genommen werden kann auf die verwendeten Materialien. Klassisch gespeichte Laufräder besitzen meistens 32 oder 36 Speichen, weswegen sie für schwere Fahrer eine gute Alternative zu einem Systemlaufrad darstellen. Aber auch Vielfahrer schwören häufig auf diesen Laufradtyp. Obwohl die Bauweise prinzipiell sehr leichte Laufräder zulässt, sind klassisch gespeichte Laufräder meistens etwas schwerer als Systemlaufräder. Außerdem sollte bedacht werden, dass die Anschaffungskosten proportional zum Gewicht ansteigen. Gute Modelle sind jedoch schon ab rund 300 EUR zu haben.

Aluminium vs. Carbon

Noch leichter und noch teurer sind Laufräder aus Carbon beziehungsweise aus Aluminium und Carbon. Außer durch ein extrem geringes Gewicht zeichnen sie sich durch eine hohe Steifigkeit aus. Die Anschaffungskosten liegen im vierstelligen Bereich - der Kundenstamm ist dementsprechend relativ klein. Carbon-Laufräder können nur mit Schlauchreifen gefahren werden und haben auch eine gewichtige, technisch bedingte Schwäche: Die Bremsleistung lässt bei Nässe signifikant nach. Darüber hinaus haben sich Carbonlaufräder in Tests als sehr wartungsanfällig herausgestellt - für den Alltag empfehlen sich Carbonräder also (bislang jedenfalls) nicht unbedingt.

Worauf Sie beim Kauf von Fahrradfelgen achten sollten

Wer gerne und viel Fahrrad fährt, weiß den Wert einer hochwertigen Fahrradfelge zu schätzen. Diese sorgt für langanhaltendes Fahrvergnügen, wenn sie aus robustem und strapazierfähigem Material gefertigt ist sowie entsprechend ihres Einsatzgebiets ausgewählt wird. Bevor Sie eine Fahrradfelge kaufen, sollten Sie daher auf einige Eigenschaften achten. Unser Vergleich hilft Ihnen bei der Wahl der besten Fahrradfelge für Ihre Ansprüche.

Grundsätzlich gibt es Fahrradfelgen für das vordere und das hintere Laufrad. Allgemein gleicht beispielsweise eine 28-Zoll-Fahrradfelge fürs Hinterrad einer gleich großen Radfelge fürs Vorderrad. Hinterradfelgen sind jedoch mit einem Zahnkranz versehen, der die Fahrradkette bewegt und an Ort und Stelle hält. Je nachdem, wie sehr Sie den Widerstand beim Befahren von Bergen und Tälern einstellen wollen, können sie mit einem Zahnkranz auch die Gänge des Fahrrads einstellen. Dafür sollte das Zahnkranzpaket jedoch aus mehr als einem Zahnkranz bestehen. In unserem Fahrradfelgen-Vergleich finden Sie bis zu 7-fache Zahnkränze.

Ebenfalls relevant bei der Wahl der passenden Fahrradfelge ist die Tauglichkeit für verschiedene Fahrradbremsen. Verbreitet sind Felgen- und Scheibenbremsen. Bei der Felgenbremse legt sich ein Bremsklotz seitlich an die Felge und verlangsamt diese. Bei der Scheibenbremse wird dagegen die Bremsscheibe selbst durch zwei Bremsklötze verlangsamt.

Bei vielen Fahrradfelgen in gängigen Tests ist ein Felgenband im Lieferumfang enthalten. Dieses schützt den empfindlichen Fahrradschlauch vor mechanischen Beschädigungen etwa durch die Speichenköpfe.

Welche Größe ist die richtige?

Fahrradfelgen müssen nicht nur zur Größe der Reifen und der Schläuche passen, sondern vor allem zur Größe der Person, die darauf fahren soll. Hilfreich ist es, sich vor Augen zu halten, welche Zollangaben für welche Körpergröße geeignet sind. So erwerben Sie nicht versehentlich eine Vorderrad-Fahrradfelge der Größe 28 Zoll, obwohl Sie für diese eventuell viel zu klein sind.

Eine Fahrradfelge mit 28 Zoll ist somit vor allem für sehr große Männer und Frauen gedacht. Eine Hinterrad-Fahrradfelge mit 26 Zoll wird dagegen bei sehr vielen Erwachsen sowie großen Jugendlichen montiert. Eine Fahrradfelge mit 16 Zoll kommt beispielsweise bei Kinderrädern sowie Anhängern zum Einsatz. Eine 20-Zoll-Fahrradfelge können Sie unter anderem an einem Klapprad montieren.

Hier eine Übersicht:

Zollangabe Geeignete Körpergröße
20 Zoll 120 - 140 cm
24 Zoll 140 - 160 cm
26 Zoll 160 - 180 cm
28 Zoll ab 180 cm

Welche Felgentypen gibt es?

Auch wenn viele Fahrradfelgen auf den ersten Blick sehr ähnlich aussehen: Fahrradprofis wissen, wie unterschiedlich Felgen sein können. Unterschieden wird beispielsweise zwischen verschiedenen Felgentypen, wie etwa der Kastenfelge und der Hohlkammerfelge.

Die Kastenfelge hat einen sehr einfachen U-förmigen Aufbau. Aufgrund ihrer Einfachheit sind Fahrradfelgen dieses Typs zwar häufig vergleichsweise günstig, jedoch sind sie auch anfälliger gegenüber mechanischen Stößen.

Die Hohlkammerfelge hat ebenfalls einen U-förmigen Aufbau, setzt sich aber aus mindestens zwei übereinander liegenden Böden zusammen. Auf diese Weise wird zusätzliche Stabilität und Haltbarkeit gewährleistet.

Einen weiteren Beitrag zur Haltbarkeit der Fahrradfelge leistet das verwendete Material. Üblicherweise sind Fahrradfelgen aus Stahl, Aluminium oder Carbon gefertigt.

  • Stahl ist vergleichsweise schwergewichtig und gleichzeitig stoßanfällig.
  • Aluminium-Felgen sind dagegen deutlich leichter und gleichzeitig robuster.
  • Carbon-Felgen werden aufgrund ihrer Leichtigkeit vor allem im Profi-Radsport verwendet. Da diese jedoch auch sehr teuer sind, kommen sie im Alltag eher nicht zum Einsatz und sind dafür einfach zu schade.

Daher sind viele Modelle citytaugliche Allrounder aus Aluminium.

Welche Vorzüge hat eine Fahrradfelge mit Hohlachse?

Ein weiteres Kriterium bei einer Fahrradfelge ist die verbaute Nabenachse. Diese bildet den Mittelpunkt der Felge und hier laufen sternförmig die Speichen zusammen. Bei Alltagsrädern sind verschraubte Vollachsen sowie Hohlachsen mit Schnellspanner verbreitet.

Auch wenn Vollachsen dank der Verschraubung einen gewissen Diebstahlschutz in der Stadt darstellen, ist der Laufradwechsel durch diese doch sehr viel aufwändiger. Zudem sind sie weniger belastbar als Hohlachsen. Eine Hohlachse ermöglicht dank Schnellspanner zudem einen zügigen Wechsel des Laufrads ohne weiteres Werkzeug. Steckachsen sind wiederum eine Besonderheit bei Fahrradfelgen in gängigen Tests und kommen eher in breiteren Mountainbike- oder Trekking-Felgen zum Einsatz. In einer Vorderrad-Fahrradfelge mit 20 Zoll sind solche Achsen beispielsweise eher nicht zu finden.

Laufräder für Rennräder und Mountainbikes

Laufräder für Rennräder und Mountainbikes machen im Handel das Gros unter den Laufrädern aus. Es gibt sie in allen Bauarten, wobei Mountainbike-Laufräder abhängig von den an sie gestellten Anforderungen in puncto Stabilität mitunter breiter sind.

Laufräder mit mittelhohen Felgen vereinen viele Tugenden: Sie bewegen sich preislich im moderaten Bereich, achten aufs Gewicht und erzielen auch im Windkanal saubere Ergebnisse, ohne bei Seitenböen gleich davon zu segeln wie ihre hochgebauten Aero-Verwandten. RennRad hat den Markt der „goldenen Mitte“ einmal abgeklopft.

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