Laufrad mit Bremse und Ständer im Test: Sicherheit und Fahrspaß für Ihr Kind

Weniger Klappern, mehr Kurvenlage: Ein modernes Kinderlaufrad ist keine rollende Rassel mehr, sondern eine kleine Hightech-Maschine mit großem Spaßpotenzial. Laufräder haben sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Die besten Modelle sind ergonomisch durchdacht, leicht, hochwertig verarbeitet - und minimieren das Verletzungsrisiko beim Üben.

Wie bei den großen Bikes gibt es auch beim Laufrad für Kids schon Spezialisierungen: Vom urbanen Leichtgewicht über Mini-Mountainbikes bis zum Style-Statement ist alles dabei - auch in unserem Laufrad Test. Nicht selten sind es die Eltern, die beim Laufradkauf das letzte Wort haben - und das ist auch völlig okay. Am Ende soll das Ding ja nicht nur gut rollen und preislich passen, sondern auch den elterlichen Stolz kitzeln.

Schutzbleche, Ständer, Gepäckträger? Braucht es alles nicht zwingend. Auch Scheibenbremsen sind für Kids in dieser Gewichtsklasse technisch überflüssig. Marken wie Early Rider, KUbikes oder Woom zeigen, wie’s geht: leicht, robust, kindgerecht. Der Markt bietet heute echte Top-Laufräder, die Maßstäbe setzen. Der Traditionshersteller PUKY hingegen wirkt im direkten Vergleich etwas aus der Zeit gefallen.

Top-Laufräder im Test: PUKY, GOMO und mehr

Wer auf der Suche nach dem besten Laufrad für Kinder ab 2 Jahren ist, wird wahrscheinlich schnell vom umfangreichen Angebot auf dem Markt überwältigt.

1. PUKY LR M Classic

Das PUKY LR M Classic haben wir in unserem Test zum Spitzenreiter in der Kategorie der Laufräder für Kinder ab 2 Jahren gekürt. PUKY setzt bei diesem Modell, wie auch bei seinen anderen Produkten, auf erstklassige Materialien und eine makellose Verarbeitungsqualität. Der Rahmen besticht durch einen tiefen Einstieg, ist aus robustem Stahl gefertigt und mit einer widerstandsfähigen Pulverbeschichtung versehen.

Die hochwertigen EVA-Reifen bieten den benötigten Komfort, indem sie Stöße zuverlässig absorbieren. Zum Lieferumfang gehören ein Kinnschutz für den Lenker und ein Lenkerkorb aus flexiblem Kunststoff. Darüber hinaus ist das PUKY LR M Classic mit einem praktischen Ständer ausgestattet.

2. PUKY LR 1L BR

Das PUKY LR 1L BR markiert in unserem Test einen Meilenstein als erstes Laufrad für Kinder ab 2 Jahren, das mit einer Bremse ausgestattet ist. Wie das PUKY LR M Classic, so verfügt auch dieses Modell über einen Kinnschutz, einen Lenkerkorb sowie einen Stahlrahmen mit tiefem Einstieg, der den gleichen hohen Qualitätsstandard bietet.

Die Bremse befindet sich am Hinterreifen, was ihre Bedienung im Vergleich zu einer am Vorderreifen angebrachten Bremse, gerade für „Bremsanfänger“, deutlich vereinfacht. Dennoch erfordert die Handhabung der Bremse eine gewisse Eingewöhnungszeit. Aus diesem Grund empfehlen wir das Laufrad für Kinder ab 2 Jahren, die schon versierter im Umgang mit Laufrädern sind, um sowohl Spaß als auch Sicherheit beim Fahren zu gewährleisten.

3. GOMO Balance Bike

Das GOMO Balance Bike für Kinder ab 2 Jahren stellt eine preiswerte Alternative zu den Spitzenmodellen dar, ohne dabei große Kompromisse bei der Qualität einzugehen. Ausgestattet mit 12-Zoll EVA-Reifen, die ein sehr gutes Profil besitzen, zeichnet sich dieses Laufrad besonders durch seine stufenlose Höhenverstellbarkeit aus.

Ein Highlight dabei ist die werkzeugfreie Anpassung: Mit einem einfachen Klappmechanismus lassen sich Sattel und Lenker schnell und unkompliziert an die Körpergröße des Kindes anpassen. Zudem sorgt der Lenker mit seinem Stoßschutz und dem weichen Griff für zusätzliche Sicherheit und Komfort beim Fahren.

4. Strider 12 Sport Balance Bike

Offiziell wird das Strider 12 Sport Balance Bike vom Hersteller für Kinder ab 18 Monaten empfohlen. Aus diesem Grund haben wir das Laufrad bereits ausführlich in unserem Beitrag über Laufräder für Einjährige getestet. Ausgestattet mit zwei robusten 12-Zoll EVA-Reifen, bietet das Strider 12 Sport neben einem Kinnschutz auch zwei gummierte Lenkergriffe für einen sicheren Halt.

Besonders positiv aufgefallen ist uns der Sattel, der in Sachen Komfort überzeugt. Die Höhe des Laufrades lässt sich dank eines praktischen Klappmechanismus einfach anpassen, was eine flexible Nutzung ermöglicht. Ein weiteres Feature ist die Fußstütze am Hinterreifen, die sich leicht entfernen lässt, falls sie nicht benötigt wird, und somit eine individuelle Anpassung an die Bedürfnisse des Kindes erlaubt.

5. Chillafish Charlie Laufrad

Das Chillafish Charlie Laufrad beeindruckte uns nicht nur durch sein einzigartiges Design, sondern auch durch die hohe Qualität seines Rahmens. Die makellose Verarbeitung und Robustheit des Laufrads kommen insbesondere im Outdoor-Bereich zur Geltung, unterstützt durch die stichfesten 10-Zoll EVA-Reifen, die dabei sein volles Potenzial entfalten.

Ein besonderes Feature ist der praktische Tragegriff am Rahmen, der den Transport vereinfacht. Damit ist das Chillafish Charlie Laufrad auch für längere Spaziergänge und Ausflüge geeignet.

6. Pinolino Charlie Laufrad

Unser erstes getestetes Laufrad aus Holz ist das No products found.. Es besticht durch mehr als sein Material. Der Rahmen ist um 180 Grad drehbar, was zu einer Änderung der Sitzposition und Fahrdynamik führt. Zudem kann das Pinolino Charlie von einem Dreirad in ein klassisches Laufrad mit zwei Rädern umgebaut werden.

Aufgrund seiner Flexibilität und der Möglichkeit eines sanften Übergangs empfehlen wir das Pinolino Charlie Laufrad besonders für Kinder ab 2 Jahren, die erste Erfahrungen im Umgang mit Fahrzeugen sammeln möchten.

Worauf Sie beim Kauf eines Laufrads achten sollten

Beim Kauf eines Laufrads für Kinder ab 2 Jahren gibt es einige Dinge zu beachten. Unabhängig von der Altersgruppe steht Sicherheit bei Laufrädern ab 2 Jahren an erster Stelle. Sicherheitszertifikate, wie die TÜV- oder GS-Zertifizierung, stehen für höchste Prüfstandards.

Bezüglich des Laufrads selbst sind bestimmte Sicherheitsmerkmale unverzichtbar. Ein Sicherheitslenker mit gutem Grip und seitlichem Stoßschutz ist ein Muss. Die Beschaffenheit des Griffs variiert je nach Modell, aber wichtig ist, dass das Material ein Abrutschen verhindert. Die persönliche Sicherheit darf ebenfalls nicht vernachlässigt werden: Eine angemessene Schutzausrüstung ist essenziell.

Reifengröße und -material

Auf die Zoll-Angabe bei Laufrädern sollte nicht zu viel Wert gelegt werden. Sie dient lediglich als Orientierungswert für die Größe des Laufrads. Wir haben in unseren Tests die Erfahrung gemacht, dass die meisten Laufräder für Kinder ab 2 Jahren in den Bereich von 10 Zoll bis 12 Zoll fallen.

Bei der Auswahl der Reifen stehen häufig zwei Materialoptionen zur Verfügung: Luftreifen mit einem Gummiprofil oder EVA-Reifen. Luftreifen zeichnen sich durch ihre Fähigkeit aus, Stöße effektiv abzufedern, und bieten ein hochwertiges Gummiprofil, das uns in unseren Tests durchweg beeindruckt hat. Allerdings sind Luftreifen anfällig für Durchstiche, ein Problem, bei dem EVA-Reifen ihre Stärken ausspielen. Dank ihres pannensicheren Materials benötigen sie kaum Wartung und sind stets einsatzbereit. Ein Nachteil der EVA-Reifen besteht jedoch in ihrer Qualität und Federung.

Rahmen und Sattel

Ein hochwertiger Rahmen zeichnet sich durch robustes Material, geringes Gewicht und gleichzeitig hohe Belastbarkeit aus. Er sollte mindestens ein Gewicht von 25 kg tragen. Ein passendes Rahmendesign mit tiefem Einstieg ist ebenfalls wichtig, um das Auf- und Absteigen zu erleichtern. Auch die Beschaffenheit des Rahmens ist ein wichtiges Merkmal von Laufrädern ab 2 Jahren. Bspw. Der Sattel muss bequem und vor allem höhenverstellbar sein.

Laufrad mit Bremse: Sinnvoll oder nicht?

Laufräder gibt es viele und welche Ausstattung wichtig ist wird immer wieder diskutiert. An anderer Stelle haben wir uns ausführlich mit der Frage auseinander gesetzt ob ein Kinderlaufrad eine Bremse haben sollte. Wie so oft war die Antwort ein „es kommt darauf an“.

Im Gegensatz zum Kinderfahrrad bei dem vollkommen klar ist, dass es zwei Bremsen benötigt kommen Laufräder auch ohne eine Bremse aus. Der Grund: die Kinder bremsen genauso wie sie „Gas geben“: mit den Füßen am Boden. Bei kleineren Kindern die nicht so schnell fahren können ist dies meist ausreichend.

Trotzdem hat eine Bremse am Kinderlaufrad hat eigentlich nur Vorteile für dein Kind:

  • Es hat einen großen Sicherheitsgewinn: eine gute Bremse wird besser und sicherer Verzögern als die „Fuß-Bremse“.
  • Dein Kind kann schneller zum Stehen kommen und brenzlige Situationen besser bewältigen. Gerade größere Kinder sind auf ihrem Laufrad ganz schön schnell unterwegs.
  • Das Kind lernt frühzeitig den Umgang mit der Bremse: spätestens mit dem ersten Fahrrad ist es vorbei mit der „Fuß-Bremse“. Es schadet nicht, wenn dein Kind den Umgang schon beim Laufrad geübt hat. Dann klappt der Umstieg auf das erste Fahrrad noch schneller.

Diese Vorteile kommen aber nur zum Tragen, wenn dein Kind die Benutzung der Bremse beherrscht. Wenn die Bremse kaputt ist oder für dein Kind nicht gut zu erreichen ist bringt sie gar nichts. Im Gegenteil: unter Umständen wird das Kind verwirrt oder abgelenkt.

Ein Lauflernrad mit Bremse muss nicht unbedingt schwerer und teurer sein als eines ohne Bremse. Aber in jedem Fall trägt die Bremse bei beiden einen Teil bei. Ohne die Bremse wäre das selbe Laufrad also in jedem Fall etwas leichter und etwas günstiger. Es muss also das Gesamtpaket betrachtet werden.

Während ein Laufrad beinahe wartungsfrei ist und nur sehr wenig daran kaputt gehen kann ist eine Bremse etwas komplizierter. Wie beim Fahrrad auch muss sie von Zeit zu Zeit justiert werden um zuverlässig zu bremsen. Aber das hängt auch von der Bauart ab.

Welche Laufrad Bremsen gibt es?

Die Technik der Laufräder ist eng verwandt mit der der Fahrräder. Deshalb findet man auch alle dort verwendeten Bremsen-Typen:

  • TB : Trommelbremse
  • VB : V-Bremse / Felgenbremse
  • SB : Scheibenbremse

Trommelbremsen am Laufrad

Rücktrittbremsen sind ja nun beim Kinderlaufrad nicht zu realisieren. Stattdessen wirst du am Laufrad (wie z.B. bei Puky) oft eine sogenannte Trommelbremse finden. Diese sind von ähnlicher Bauart wie Rücktrittbremsen, werden am Laufrad allerdings als Handbremse ausgeführt und bremsen das Hinterrad. Der Vorteil ist, dass diese Bremsen komplett wartungsfrei sind. Die Bremsleistung ist eher gering, am Lauflernrad aber absolut ausreichend.

Ein Beispiel für ein Laufrad mit Trommelbremse ist das beliebte Puky LR 1L Br das es quasi schon ewig unverändert verkauft wird. Mit seinem Stahlrahmen und einem Gewicht von 5 kg ist es nicht sehr zeitgemäß. Deutlich leichter ist das Hudora Laufrad Advanced Alu das weniger als 4 kg wiegt.

V-Brakes am Laufrad

Bei den größeren Modellen mit 12 Zoll Luftreifen gibt es auch die vom normalen Fahrrad bekannten V-Bremsen. Diese haben oft eine höhere Bremswirkung (die am Laufrad aber keine Rolle spielt) und sind leichter als die Trommelbremsen. Sie ermöglichen also ein geringeres Gewicht des Laufrades.

Eine V-Brake findest du zum Beispiel am Hinterrad des Puky LR XL oder am LR ride Br. Auch unser Lieblings-Puky-Laufrad LR Light Br hat eine V-Brake am Hinterrad und das tolle Woom 1 ebenso.

Eigentlich haben alle Laufräder die Bremse am Hinterrad. Das einzige Laufrad mit V-Bremse am Vorderrad ist das Ollo 12. Für das Kokua LIKEaBIKE Jumper gibt es eine V-Bremse zum Nachrüsten am Vorderrad.

Wer zwei Bremsen für nötig hält der greift zum woom 1 Plus denn das hat gleich zwei V-Bremsen: ein am Hinter- und eine am Vorderrad. Mit den 14 Zoll Reifen ist das 1 Plus natürlich vor allem für größere Kinder gedacht die (aus welchen Gründen auch immer) noch nicht so bald Fahrrad fahren werden.

Scheibenbremsen am Laufrad

Und dann gibt es tatsächlich auch ein Kinderlaufrad mit Scheibenbremse. Hier sieht man wieder, dass tatsächlich alle Entwicklungen der Großen auch bei den Kleinkindern vorgenommen werden. Und sei es nur für den Papa… Das s’cool PEDEX DIRT war wohl das erste Laufrad mit Scheibenbremse am Hinterrad, wird jetzt aber nicht mehr hergestellt.

Für die Ramones Laufräder von Commencal gibt es eine Scheibenbremse als Zubehör zum Nachrüsten.

Wir sehen hier keine wirklichen Vorteile gegenüber den anderen Bremsen. Ja, Scheibenbremsen bremsen besser als andere. Vor allem sind die nötigen Handkräfte sehr gering. Wirklich relevant am Laufrad ist das aber nicht. Es geht den Herstellern vor allem darum ein Alleinstellungsmerkmal zu haben das man als Kunde mit einem saftigen Aufpreis bezahlen muss.

Tatsächlich sind Scheibenbremsen deutlich anfälliger: ist die Scheibe einmal verbogen (egal ob durch einen Sturz oder ein unachtsames Ablegen des Laufrads) dann hilft nur eine aufwändige Reparatur.

Welche Bremsen sind zu empfehlen?

Jeder der drei Bremsentypen ist prinzipiell für den Einsatz am Kinderlaufrad geeignet. Die Bremsleistung ist bei allen ausreichend. Das sieht man schon daran, dass alle drei auch Verwendung an normalen Fahrrädern finden. Was einen 80 kg schweren Erwachsenen abbremsen kann sollte mit einem 15 kg schweren Kind keine großen Probleme haben.

Aber natürlich gibt Unterschiede in der Umsetzung und Ergonomie am jeweiligen Laufrad. Felgenbremsen wie die V-Brake vertragen sich gar nicht mit Felgen aus Kunststoff. Diese Kombination wird nie zufriedenstellend funktionieren. Felgenbremse gehören nur an Laufräder mit Felgen aus Metall!

Sehr wichtig ist, dass die Bremshebel für Kinderhände geeignet sind. Der Bremshebel muss sehr nah am Lenker positioniert sein damit er von kleinen Kinderhänden leicht zu erreichen ist. Bei vielen billigen Laufrädern sieht man Bremshebel die kaum für Kinderhände erreichbar sind. Dann macht ein Bremse am Laufrad natürlich keinen Sinn.

Bei den besseren Bremsen gibt es eine kleine Schraube die genutzt werden kann um den Abstand vom Bremshebel zum Lenker und somit an die Handgröße anzupassen.

Am besten sind Bremshebel aus Metall. Diese findet man aber nur bei den teuren Modellen. Die Kunststoffhebel an den günstigen Laufrädern können die Bremskraft nur schlecht weitergeben da sie zum Verbiegen neigen. Sie geben immer ein wenig nach.

Zuverlässigkeit einer Laufrad Bremse

Die beste Bremse am Laufrad bringt aber leider gar nichts wenn sie nicht richtig eingestellt ist. Hier solltest du bedenken, dass eine Bremse eines der wenigen Teile an einem Laufrad ist das etwas Wartung bedarf um zuverlässig und damit sicher zu funktionieren. Ein Laufrad ohne Bremse ist quasi wartungsfrei. (Bei Laufrädern mit Lufträdern musst du natürlich manchmal die Luftpumpe benutzen.)

Bei einer Bremse ist allerdings für die korrekte Funktion immer eine regelmäßige Kontrolle und Einstellung wichtig. Du solltest wissen wie man die Spannung der Züge einstellt.

Denn, damit die Bremshebel für die kleinen Hände gut zu erreichen sind müssen sie nah am Lenker positioniert sein. Daraus ergibt sich aber auch, dass sie nur einen sehr beschränkten Weg zurücklegen können bevor sie an den Lenker stoßen.

Die Bremse muss so eingestellt werden, dass dieser Weg ausreicht um eine ordentliche Bremsleistung zu erzielen. Gleichzeitig soll aber natürlich auch nichts schleifen wenn der Bremshebel in Ruhestellung ist.

Da ist bei der Einstellung manchmal ein wenig Fingerspitzengefühl nötig. Gerade bei den Felgenbremsen ist im Laufe der Zeit eine Nachjustierung nötig da sich die Bremsgummis bei der Benutzung abnutzen.

Wenn dir das jetzt zu kompliziert klingt, dann würden wir zu einem Laufrad mit Trommelbremse raten. Denn die brauchen im Vergleich zu Felgenbremsen tatsächlich weniger Wartung. Aber auch in der Fahrradwerkstatt kann dir geholfen werden.

Die Bremsen solltest du beim Kauf eines gebrauchten Laufrades unbedingt testen. Oft sind diese nicht gewartet worden und funktionieren dann - je nach Alter des Laufrades - nicht mehr zuverlässig.

Traust du dir die Wartung selbst nicht zu, dann lass lieber die Finger von solch einem gebrauchten Laufrad und nimm entweder eines mit funktionierender Bremse oder eines ganz ohne Bremse.

Denn keine Bremse am Laufrad ist immer noch besser als eine nicht funktionierende. Das Angebot am Gebrauchtmark z.B. auf ebay oder anderen Kleinanzeigen ist ja groß genug.

Empfehlungen zu Laufrad Bremsen

Also, welches Laufrad solltest du für dein Kind kaufen? Unsere Empfehlungen und Erfahrungen würden wir so zusammenfassen:

  • Eine Bremse am Laufrad macht nur Sinn, wenn sie gut funktioniert
  • Alle Bremstypen funktionieren prinzipiell am Laufrad
  • Felgenbremsen niemals auf Kunstofffelgen verwenden!
  • Trommelbremsen sind wartungsarm und funktionieren über längere Zeit zuverlässig
  • Bei einem Gebrauchtrad unbedingt die Bremsen prüfen
  • Im Zweifelsfall lieber keine Bremse als eine die nur schlecht funktioniert

Die Kinder werden sich so oder so auf die „Fußbremse“ verlassen. Und das ist auch gut so, denn diese Reflexbremse gibt ihnen eine großes Maß an Sicherheit.

An Laufrädern für kleine Kinder stört eine Bremse mehr als dass sie hilft An einem Laufrad für Kinder ab 3 Jahren kann eine Bremse Sinn machen, wirklich nötig ist sie aber nicht

Unsere Kinder haben sowohl Laufräder mit Bremse als auch Laufräder ohne Bremse genutzt und so beides getestet.

Erst ab dem dritten Geburtstag waren sie in der Lage die Bremse wirklich bewusst und dosiert einzusetzen. Dann hatten sie aber auch schnell viel Spaß daran.

Beim Umstieg auf das erste Fahrrad (ohne Rücktrittbremse) fiel ihnen das Bremsen dann recht leicht. Wobei das reflexartige Bremsen mit den Füßen nur recht langsam verschwand.

Die besten Laufräder mit Bremse

Die passende Größe ist am wichtigsten bei der Auswahl des besten Laufrads für dein Kind. Wir unterteilen hier zwar nach Alter, relevant ist aber die Beinlänge des Kindes. Denn die muss zur Sattelhöhe des Laufrads passen.

Für Kinder ab 1,5 Jahren

In unserer Kategorie 2 passender Laufräder für Eineinhalbjährige ist die Auswahl an Rädern mit Bremse dünn. Das kommt daher, dass in dieser Größe ein Laufrad möglichst klein und leicht sein sollte. Außerdem können Kinder in diesem Alter noch nicht mit einer Bremse umgehen. Sie Bremsen mit den Füßen und das klappt auch ganz wunderbar.

Das kleinste Laufrad mit Bremse ist wohl das frog bikes Tadpole mini. Mit 10 Zoll Luftreifen passt es für Kinder mit einer Innenbeinlänge ab 24 cm. Das haben manchen Kinder schon mit einem Alter von 12-18 Monaten. Damit hat das britische mini Laufrad gleich mehrere Rekorde: das kleinste Laufrad mit Bremse und das einzige 10 Laufrad mit Luftreifen vereint. Großen Kinder wird es aber bald zu klein.

Auch das woom 1 passt bereits für kleine Kinder. Das beliebte Laufrad von dem Wiener Hersteller bietet alles was ein Laufrad braucht: mit 12 Zoll Lufträdern und einer V-Brake am Hinterrad ist es bestens für größere Kinder geeignet. Der innovative Alu-Rahmen erlaubt aber auch eine sehr niedrige Sattelhöhe und ist so leicht, dass auch kleine Kinder gut mit dem Laufrad zurechtkommen. Tatsächlich ist es sogar leichter als das 10 Zoll frog bikes Laufrad.

Wenn du nur ein Laufrad für dein Kind kaufen möchtest das bis zum ersten Fahrrad reicht, dann ist das woom 1 die beste Wahl!

Für Kinder ab 2 Jahren

Für größere Kinder (Kategorie 3: für Zweijährige) ist die Auswahl an Laufrädern mit Bremse größer.

Hier finden sich auch bekannte Puky Laufräder wie das klassische LR 1L Br mit Trommelbremse. Aber auch das viel leichtere und modernere LR Light Br mit V-Bremse ist hier zu finden.

Das LR 1L BR ist seit Jahren bewährt, mit seinem robusten Stahlrahmen aber sehr schwer. Das LR Light ist viel moderner und mit dem schicken Alurahmen um einiges leichter. Das macht sich aber auch im Preis bemerkbar.

Das LR Light gibt es in verschiedenen Varianten von Puky. Das LR Ride BR ist ein LR Light mit Hinterradfederung. Das LR Trail ein LR Light als Mountainbike mit Fußstütze und dicken Reifen. Das LR Trail Pro hat zusätzlich die Federung des LR Ride.

Das woom ist wie gesagt auch für dieses Alter super. Ist aber auch das teuerste. Wir finden, dass das LR Light Br nicht nur das beste Puky Laufrad ist sondern auch eine Alternative zum woom ist. Natürlich ist das Gewicht höher als beim woom. Der Preis ist aber auch niedriger.

Für dreijährige und ältere Kinder

Wenn die Kleinen 3 Jahre alt sind können sie so richtig von einer Bremse profitieren. In diesem Alter ist die Bedienung gut zu erlernen und wenn sie beim Laufrad verstanden haben wie die Bremse funktioniert ist der Umstieg auf das erste richtige Fahrrad kein großes Problem.

Denn mit 3 Jahren gibt es schon viele passende Kinderfahrräder. Beim Fahrrad funktioniert das Bremsen mit den Füßen nicht so gut weil der Sattel höher sein muss um die Pedale gut zu erreichen. Da schadet es nicht, wenn die Kleinen das Bremsen bereits am Laufrad geübt haben.

Für dreijährige Kinder (Kategorie 4: für Kinder ab 3 Jahren) gibt es deshalb viele Laufräder mit Bremse. Sehr bekannt ist das Puky LR XL. Mit Luftreifen und Bremse ist es gut für dieses Alter ausgestattet. Da es aber 5 kg wiegt würden wir es selbst Dreijährigen nicht unbedingt empfehlen. Es sei denn du stehts auf die retro Variante LR XL Classic.

Besser weil leichter ist das LR Ride BR, es wiegt ein Kilo weniger und hat außerdem eine Federung am Hinterrad. Oder das Woom 1 Plus. Aber das ist nicht ganz günstig und lohnt sich wohl nur wenn du dir sicher bist, dass dein Kind nicht in wenigen Wochen vom ersten Fahrrad träu... Huuuuuiiii! Mit dem Laufrad herumflitzen macht den meisten Kids viel Spaß. Doch was für ein Modell soll man kaufen: Ein Laufrad mit Bremse oder doch lieber eines ohne?

Laufrad-Test von Stiftung Warentest

Der letzte Laufrad-Test von Stiftung Warentest ist schon von 2018. Damals wurden nur Laufräder ohne Bremse unter die Lupe genommen. Das erschreckende Ergebnis: Von 15 getesteten Modellen schnitten elf mit einem "Mangelhaft" ab. Der Grund war die hohe Schadstoffbelastung.

Laufrad mit Bremse: Unsere Favoriten in der Schnellübersicht

Hier ist eine Übersicht der Favoriten mit Bremse:

Modell Preis
Puky 4031 LR 1BR Preis kann variieren
Bikestar Laufrad mit Bremse Preis kann variieren
Kinderkraft Laufrad SPACE Preis kann variieren
Berg Biky Trail Laufrad mit Handbremse Preis kann variieren
Rennmeister Laufrad mit Bremse Preis kann variieren

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0