Laufrad oder Roller für 3-Jährige: Ein Vergleich

Laufrad oder Dreirad - welches soll das erste Fahrzeug sein, auf dem dein Kind zum Spielplatz düst? Mit dem Laufrad hat das Dreirad etwa ab den 2000er-Jahren einen starken Konkurrenten bekommen. Das heißt aber längst nicht, dass der beliebte Pedalflitzer keine Existenzberechtigung mehr hat - es heißt lediglich, dass Eltern jetzt mehr Auswahl bei den Möglichkeiten haben, Mobilität und Motorik ihres Kindes zu fördern.

Vor- und Nachteile von Dreirad und Laufrad

Dreirad

Das Dreirad hat dem Laufrad gegenüber sogar einige Vorteile:

  • Früher einsetzbar: Dreiräder werden von den Herstellern teils bereits ab einem Alter von neun Monaten empfohlen - Laufräder meist ab zwei Jahren.
  • Sicherheit: Mit dem Dreirad erreichen Kleinkinder nicht dieselben Geschwindigkeiten wie auf dem Laufrad und Stürze sind darauf auch deutlich unwahrscheinlicher - für Eltern kann es je nach Situation also durchaus entspannter sein, mit einem Dreirad-Kind unterwegs zu sein.
  • Stauraum: Dreiräder wie das Chicco U-GO 2-in-1-Kinderdreirad sind häufig mit Körben ausgestattet, in denen dein Kind seine Schätze transportieren kann.
  • Als Buggy nutzbar: Viele Dreiräder haben Schiebestangen, die sich leicht an- und abmontieren lassen. Seid ihr draußen unterwegs, kann das praktisch sein - wenn dein Kind aus der Puste kommt oder du kurzzeitig die Lenkung übernehmen möchtest, kannst du nach der Stange greifen und dein Kind kurzerhand schieben. Einige Modelle, wie das Aveo Dreirad von Kinderkraft, sind sogar mit einem Sonnendeck ausgestattet, sodass du sie auch als Buggy-Alternative verwenden kannst.

Laufrad

Es gibt aber natürlich auch gute Gründe dafür, dass das Laufrad in den vergangenen Jahren die Gehwege und Spielplätze erobert hat. Denn verglichen mit dem Dreirad hat es einige Vorteile:

  • Gleichgewichtstraining: Auf nur zwei Rädern muss man sich stärker ausbalancieren als auf drei - darum trainieren Kinder mit dem Laufrad ihren Gleichgewichtssinn auch besser als mit dem Dreirad.
  • Leichtere Fortbewegung: Auf einem Dreirad in die Pedale zu treten, kann auf Dauer ganz schön anstrengend sein - viele Kinder halten es darum nicht so lange durch wie das Laufradfahren. Die meisten Kinder sind auf dem Laufrad auch deutlich schneller.
  • Platzsparend: Ein Laufrad ist schmaler als ein Dreirad und lässt sich darum einfacher verstauen oder auch auf dem Buggy transportieren. Eins der beliebtesten Laufräder ist das Puky Laufrad.

Laufrad, Roller oder Dreirad?

Kinder müssen nicht zwangsläufig sowohl Dreirad als auch Laufrad besitzen. Ein Argument spricht allerdings dagegen, auf das Laufrad zu verzichten und das ist die Vorbereitung auf das Fahrradfahren. Expert:innen wie beispielsweise vom ADAC raten dazu, Kinder als Vorstufe zum Fahrradfahren Laufrad fahren zu lassen. Der Grund: Beim Fahrradfahren machen wir ununterbrochen Ausgleichsbewegungen, um die Balance zu halten. Dieses ständige Gleichgewichthalten üben Kinder beim Laufradfahren; beim Dreiradfahren ist es, ähnlich wie beim Fahrradfahren mit Stützrädern, nicht notwendig. Wenn du nur entweder Laufrad oder Dreirad kaufen möchtest, spricht dieses Argument also für das Laufrad.

Der ADAC rät außerdem dazu, Kinder als Vorbereitung auf das Fahrradfahren mit dem Tretroller fahren zu lassen - die besten Roller für Kleinkinder haben wir ebenfalls für dich in einem Produktvergleich zusammengestellt. Wenn du auf keine der genannten Vorteile von Laufrad und Dreirad verzichten, aber nicht beides kaufen möchtest, kannst du dich auch für ein Kombiprodukt entscheiden. Ein echter Allrounder ist beispielsweise das Kidiz 6in1 Laufrad und Dreirad. Du kannst es nicht nur als Dreirad und Laufrad, sondern auch als Laufrad mit drei Rädern und als Buggy-Ersatz mit Haltestange und Sicherheitsbügel nutzen.

Alternativen zum Laufrad

Gar nicht erst zu reden von den anderen Alternativen zum Lauflernrad wie Dreirad, Rutscher, Bobby Car, Kettcar, Roller, Scooter und später dann dem ersten Fahrrad.

Roller für 3-Jährige

Für Kinder ab 3 Jahren kommen Laufrad, Roller oder das erste Kinderfahrrad in Frage. Für 3-Jährige ist ein Spielfahrzeug eine tolle Sache. Gut für die Motorik, das Gleichgewicht und den Bewegungsdrang der Kleinen. Manche Kinder lieben sie und manche können mit den Fahrzeugen noch nicht ganz zu viel anfangen.

Kinderroller bieten eine ausgezeichnete Vorbereitung für das Fahrradfahren. Durch das Fahren mit dem Roller lernen Kinder, ihr Gleichgewicht zu halten, durch Gewichtsverlagerung zu steuern, die Geschwindigkeit anzupassen und, innerhalb gewisser Grenzen, auf andere Verkehrsteilnehmer zu achten.[1] Die Auswahl an geeigneten Tretrollern für 3-Jährige ist zwar größer als für 2-Jährige, aber die richtige Wahl bleibt entscheidend. Ein zu hoher Lenker oder ein Roller ohne ausreichende Stabilität kann zu unschönen Stürzen führen.

Kinderroller für 3-Jährige mit 3 Rädern bieten ausreichend Stabilität, während 2-Rad-Modelle für diese Altersgruppe noch nicht empfehlenswert sind. Eine verstellbare Lenkerhöhe und eine gute hintere Tretbremse sind wichtige Merkmale für Roller ab 3 Jahren.

Checkliste für Roller

  • Anzahl der Räder: Ein Tretroller für 3-Jährige kann entweder mit drei Rädern (zwei Vorderräder und ein Hinterrad) für mehr Stabilität oder mit zwei Rädern für fortgeschrittene Kinder, die bereits Erfahrung im Rollerfahren besitzen und gut das Gleichgewicht halten können, ausgestattet sein.
  • Höhe des Lenkers: Die Lenkerhöhe ist für den Fahrspaß und die Sicherheit entscheidend! Deshalb sollte unbedingt auf die Mindesthöhe des Lenkers geachtet werden. Die Lenkstange soll beim Fahren etwa auf der Höhe des Bauchnabels sein, das entsprich mit 3 Jahren etwa einer Lenkerhöhe von 60 - 70 cm. Eine verstellbare Lenkstange ist bei hochwertigen Kinderrollern obligatorisch.
  • Bremsen: Hochwertige Bremsen ermöglichen es dem Kind, sicher und kontrolliert zu bremsen.
  • Trittbrett: Eine rutschfeste Oberfläche auf dem Trittbrett gibt dem Kind bei Regen und Nässe mehr Halt. Eine geringe Tritthöhe erleichtert das Abstoßen und Fahren.
  • Hochwertige Lager: Hochwertige Lager sorgen für ein angenehmes Fahrgefühl und verlängern die Nutzungsdauer des Kinderrollers.
  • Leuchtende Räder: Die meisten Roller für 3-Jährige werden mit blinkenden Rädern angeboten. Was für manche Eltern wie ein unwichtiges oder eher nerviges Detail wirkt, ist in dieser Altersklasse äußerst beliebt.

Empfohlene Roller für 3-Jährige

Hier eine Auswahl von Rollern, die für 3-jährige Kinder geeignet sind und von Mamas aus der WUNSCHKIND-Community empfohlen wurden - manche davon sind viele Jahre verwendbar, andere aufgrund der Bauart und Größe etwas begrenzter:

  • Angebot Scooter „Flitzkids 2.0“ von HUDORA: Der HUDORA Flitzkids 2.0 ist ein stabiler Dreiradscooter aus Aluminium, der speziell für Kinder entwickelt wurde.
  • Angebot Roller „2 Räder Klappbar“ von TENBOOM: Der TENBOOM Roller für Kinder ab 3 Jahren ist ein robuster und sicherheitsorientierter Scooter aus Aluminium mit ABEC 7-Spitzenlager und einer feststoffgedämpften Federung.
  • Roller „YOLEO“ von YOLEO: Der YOLEO Kinderroller ist ein durchdachtes Fortbewegungsmittel für Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren.
  • Angebot Kinder-Dreieckscooter von besrey: Mit einem TPR-Lenker, der von 59 cm bis 83 cm verstellbar ist, passt sich der Scooter von besrey an die Größe des Kindes an.
  • 3-in-1 Scooter „GO-UP Comfort“ von Globber: Der GLOBBER GO-UP Comfort ist ein vielseitiges 3-in-1 Fahrzeug, das als Dreirad, Laufrad und Scooter genutzt werden kann.
  • Angebot 3-Rad-Roller von Sawyer Bikes: Der Sawyer Bikes verstellbare 3-Rad-Roller ist ideal für Kinder von 2 bis 8 Jahren.
  • Angebot 2-in-1 Kinderroller von kick’n’roll: Der kick’n’roll Kinder-Roller ist ein vielseitiger Scooter mit einer Lenkerhöhe von 70-80 cm für Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren, der sowohl als Roller mit Sitz als auch als stehender Scooter verwendet werden kann.

Das richtige Laufrad finden

Ab einem Alter von 1 Jahr kommen Kinder in das Laufradalter. Das Laufrad ist das perfekte Gefährt bis sie mit ungefähr 3 Jahren auf das erste Fahrrad umsteigen. Dann gehört ihr Herz dem Fahrrad mit Pedalen. Das Laufrad muss also für einen relativ langen Zeitraum passen. Im Alter von 1 Jahr bis 3 Jahren machen Kinder eine riesige Entwicklung durch. Nicht nur die Körpergröße, die Kraft und Ausdauer, sondern auch die Geschicklichkeit und Motorik wandeln sich stark. Dementsprechend gibt es das eine beste Laufrad nicht. Im Gegenteil, für jedes Alter sind andere Eigenschaften wichtig damit es zu den Fähigkeiten deines Kindes passt und es mit dem Laufrad Spaß hat. Das haben auch die Hersteller erkannt und bieten viele verschiedene Laufräder in verschiedenen Größen, Formen, Farben, Qualitäten und Ausstattungen an. Diese Seite soll dir einen Überblick über die Laufräder geben und dir als Einstieg in das Thema dienen damit du für dein Kind das beste Laufrad kaufen kannst.

Worauf man beim Laufradkauf achten sollte:

  • Die Größe des Laufrads: Am wichtigsten beim Laufradkauf ist, dass die Größe des Laufrads zum Alter und der Körpergröße deines Kindes passt.
  • Gewicht: Mit leichten Laufrädern hat dein Kind immer viel mehr Spaß.
  • Ausstattung: Schnịckschnack hat am Laufrad nichts zu suchen. Aber für einige Kinder machen Bremsen oder Federung am Laufrad doch Sinn.

Fazit

Laufrad oder Dreirad? Ob du dich für ein Laufrad, ein Dreirad oder ein Kombiprodukt entscheidest, hängt letztlich davon ab, was du suchst: Möchtest du ein Fahrzeug, das du kurzerhand auch selbst schieben und lenken kannst - dann eignet sich ein Dreirad gut. Möchtest du dein Kind bestmöglich auf das Fahrradfahren vorbereiten, ist ein Laufrad besser geeignet. Viele Eltern entscheiden sich dafür, zunächst ein Dreirad und später ein Laufrad anzuschaffen.

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