Die Amis von Cannondale kann man durchaus als ausgeflippt bezeichnen. Auch mit dem neuesten Scalpel 1 Lefty bleiben sie dieser Linie treu und kombinieren eine ästhetische Optik mit funktionalen Features. Pünktlich zu den Olympischen Spielen in Paris erhielt das legendäre Cannondale Scalpel ein Update.
Es kommt mit 120 mm Federweg an Front und Heck, einer überarbeiteten Geometrie und typischen Cannondale-Features, wie der Lefty-Federgabel. Beim Rahmen geht Cannondale all in. Das Carbon-Chassis ist überdurchschnittlich hochwertig.
Cannondale Scalpel im Detail
Der Hingucker am Rahmen sind mit Sicherheit die ultra dünnen, flexenden Kettenstreben. Geschickt: Per Knopfdruck am Lenker lässt sich das komplette Fahrwerk des Downcountry-Bikes blockieren. Wir haben sämtliche Geometriemaße abgeglichen und kommen zu folgendem Schluss: Das Cannondale Scalpel 1 Lefty hat ein sehr ausgeglichenes Fahrverhalten.
Wenn du effizient und zügig voran kommen willst, kommt dir die sportliche Sitzposition entgegen. Im Gelände beschleunigt das Cannondale deshalb deutlich leichtfüßiger als die Konkurrenz. 11,5 kg ist ein bombastisch guter Wert für das Gesamtgewicht eines Downcountry-Bikes.
Das Scalpel 2 Lefty für 7499 Euro kombiniert präzises Handling mit sattem Fahrgefühl auf schnellen Abfahrten. Bergauf verlangt es aber etwas mehr Krafteinsatz. Das Bike wiegt 11,6 kg. Die spektakulären „Flex-Stays“ am Hinterbau ersetzen die traditionellen Horstlink-Lager, was Gewicht spart und die Wartung überflüssig macht.
Cannondale Topstone Carbon Lefty: Gravel-Bike der besonderen Art
Das Cannondale Topstone Carbon Lefty 1 ist ein reines Spaßgerät für alle, die sowohl einen Rennlenker als auch MTB-Feeling im Downhill und Offroad-Passagen in einem Paket genießen wollen. Mit seinem quirligen Handling macht es Lust auf knackige Feierabendrunden mit dem einen oder anderen Zwischensprint. Für Langstrecken und Commuting-Einsätze fehlt es dem Bike an Effizienz und Montagemöglichkeiten für Fender oder Gepäck.
Cannondale Topstone Carbon 1 Lefty, so heißt das wohl prägnanteste Gravel-Bike am Markt. Bekannt, beliebt und vollgestopft mit proprietären Features, wie einem gefederten Heck und der Lefty-Gabel, soll es im großen Gravel-Vergleichstest so richtig abräumen. Doch was am schlichten Roadbike fehlt, hat Cannondale ans featurreiche Gravel-Bike gebracht.
Einseitige Federgabel namens Lefty Oliver, KingPin-Suspension, SmartSense und sonst noch was? Zumindest was die Marketingabteilung angeht, schießt Cannondale aus vollen Rohren und nimmt kein Blatt vor den Mund. Die Neuauflage aus dem Jahr 2021 ist dabei etwas smoother als der Vorgänger, ansonsten aber größtenteils gleich geblieben.
Die echte Neuerung ist dabei die Integration des SmartSense-Systems. Ein über dem Tretlager positionierter Akku versorgt durch clevere Kabelführung integrierte Lichter und ein Garmin-Radar mit Strom, perfekt für alle Nachteulen und Frühaufsteher. Ansonsten ist das Bike ziemlich stylisch, wirkt wohl designt und durchdacht, mit der massiven Front aber wenig sexy.
Das wohl auffälligste Merkmal, die Lefty Oliver-Federgabel mit 30 mm Federweg, steht nur auf einem Standrohr und lässt die rechte Seite vollständig frei. Das heißt leider auch, es braucht eine spezielle Nabe fürs Vorderrad. Ergänzt wird die Federung durch Gravel-spezifische Komponenten, der 460 mm breite Cannondale 2-Lenker mit dem 100 mm langen Cannondale 1-Vorbau (ja, die heißen wirklich so) sorgen auf diesem Wege für das Maximum an Kontrolle auf jedem Untergrund.
Unterstützt durch die Cannondale Hollowgram-Laufräder mit Vittoria Mezcal-Bereifung in 44 mm Breite ergibt sich ein offroadtaugliches und featurebeladenes Setup, wie es nur wenige Bikes bieten. So weit so gut, aber wie schlägt sich der Technik-Hobel im Fahrtest? Gefühlt überzeugt die Gabel mit einem besseren Ansprechverhalten als die Rudy vom Federungs-Riesen RockShox.
Die KingPin-Federung am Hinterbau kann allerdings nur bei leichten Unebenheiten überzeugen. Zwar gleicht der geringe Flex minimale Vibrationen gut aus, doch spätestens bei mittleren Unebenheiten ist das Heck überfordert und leitet Schläge direkt weiter. Die Übersetzung ist dabei klar auf Geschwindigkeit ausgelegt, kommt aber auch spielend mit Anstiegen zurecht und bringt das Bike in Antritten willig auf Touren.
Bikepacking und Langstrecke sind das Steckenpferd des Cannondale Topstone Carbon 1 Lefty und das passt auch sehr gut zum Bike. Durch die integrierte Dämpfung und hauseigene Lefty Oliver gleicht das Bike Vibrationen sehr gut aus und überzeugt mit dem beliebten Geradeauslauf.
Für echte Adventure-Performance fehlt dem Bike zwar etwas Offroad-Know-how, doch dafür ist es der Meister der alltäglichen Abenteuer und definitiv Innovationsführer mit KingPin-Suspension, Lefty Oliver und SmartSense. Hat dir dieser Artikel gefallen? Dann würde es uns sehr freuen, wenn auch du uns als Supporter mit einem monatlichen Beitrag unterstützt.
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Fahrgefühl und Handling
Wer sich das Highend-Bike genauer anschaut, merkt natürlich, dass das nicht ganz stimmt. Die 30 mm Federweg vorne wie hinten reichen längst nicht an den Hub eines richtigen Offroaders heran, dabei ist gerade der Hinterbau ausgesprochen innovativ. Angesichts des Federweges von gerade mal 30 mm kann die Gabel natürlich nicht sehr sensibel abgestimmt werden.
Auf Schotter macht es keinen Unterschied, ob sie offen oder blockiert ist - der 47er WTB-Reifen ist bei entsprechendem Luftdruck (wir fuhren ihn mit 2,5 bar) schluckfreudig genug, um Vibrationen und kleinere Stöße zu absorbieren, und angesichts der hohen Front bringt man ohnehin weniger Druck aufs Vorderrad. Es gefällt sofort mit seiner ausgesprochen handlichen und lebendigen Lenkgeometrie, an der auch die 650B-Laufräder ihren Anteil haben; gleichzeitig ist es bei hohem Tempo sehr fahrstabil und lässt sich feinfühlig steuern.
Ein Highlight ist das Cockpit mit abgeflachtem Carbonlenker, der von oben auf den Save-Vorbau geschraubt wird. Das sieht faszinierend aus, zumal gleich noch ein Halter für den Radcomputer montiert ist; außerdem erlaubt die Verbindung eine Justage des Lenkerwinkels um 8°. Die DoubleTap-Hebel sind optimal positioniert und in jeder Griffhaltung gut erreichbar. Mit 1:4-Schnellgang und 40/52er Untersetzung ist der Übersetzungsumfang so groß, wie man es sich am Gravelbike nur wünschen kann; dass es auch im schnellen Bereich nur Zweiersprünge gibt, lässt sich verschmerzen.
Bei der Lefty-Gabel läuft der Laufrad-Ausbau natürlich etwas anders ab; erster Schritt ist die Entriegelung des Bremssockels, was an die gute alte Magura HS33 erinnert. Mit dem extrem komfortablen Hinterbau und der straffen Gabel ist das Topstone für jede Menge Fahrspaß gut, zumal die Ausstattung rundum gut funktioniert. Für klassisches Gravel-Terrain - Schotterstraßen und Naturwege sowie mäßig anspruchsvolles Cyclocross-Gelände - sind die Topstone-Varianten mit Starrgabel dagegen vielleicht die bessere Wahl.
Cannondale Topstone Neo Carbon Lefty LE: E-Gravel im Test
Mit dem Cannondale Topstone Neo Carbon Lefty LE hat sich still und heimlich ein E-Gravel-Bike ins Testfeld geschmuggelt und nähert sich der urbanen Mobilität vom stark freizeitorientierten Blickwinkel. Was macht ein E-Gravel-Bike mit Rennradlenker in einem Test der besten E-Bikes für den Alltag? Wer sagt denn, dass niemand nach dem Aufstehen mit ausreichend Motor-Support durch die City zur Arbeit cruisen möchte, um es nach Feierabend auf den heimischen Waldwegen und Schotterautobahnen ordentlich krachen zu lassen?
Das große Alleinstellungsmerkmal des Topstone ist in diesem Vergleichstest eindeutig sein Rennradlenker, der Fluch und Segen zugleich sein kann. Technologisch gesehen ist das Cannondale Topstone Neo Carbon eine Evolutionsstufe weiter als die meisten anderen Bikes im Test und lässt Teile der Konkurrenz in der Steinzeit zurück. Kabelloses Schalten per Funk? Check. Integrierte Navigation per Nyon-Display? Check.
Neben der elektrischen und per Bluetooth gesteuerten SRAM AXS-Schaltgruppe, die nach individuellen Bedürfnissen per App konfigurierbar ist, finden sich mit dem Bosch Nyon-Display und dem Cannondale-Laufradsensor weitere Hightech-Teile am Bike für Navigation, Tracking, das Steuern von Wartungsintervallen und vieles mehr.
Das Bedienelement für Display- und Motorsteuerung ist nicht besonders clever positioniert, da es nur in der nicht bremsbereiten Oberlenker-Position bedient werden kann. Den 500 Wh großen Akku des Topstone kann man sowohl im Rad als auch extern laden und dafür nach oben hin aus dem Unterrohr entnehmen. Im Antritt zeigt sich der Bosch Performance Line CX-Motor extrem kraftvoll und krönt das Cannondale Topstone Neo damit zur absoluten Ampelrakete im Testfeld.
Auch die Durchzugsstärke ist phänomenal und das Bike ist ruckzuck auf 25 km/h beschleunigt. Das Fahren an der Schwelle ist jedoch deutlich bemerkbar und macht das Cannondale damit nicht zur ersten Wahl für alle, deren bevorzugte Reisegeschwindigkeit im Bereich von 23 bis 27 km/h liegt. Auch an steilen Anstiegen kommt echtes Shuttle-Feeling auf; man kann definitiv ohne einen Schweißtropfen auf der Stirn am Ziel ankommen.
Die Lefty Oliver-Federgabel ist zwar von der strafferen Sorte, entschärft Bordsteinkanten, Schlaglöcher und andere Handgelenksgegner jedoch effektiv. Auch wer anspruchsvolle Touren fährt und gerne den einen oder anderen Abstecher ins grobe Gelände wagt, wird vom erweiterten Einsatzbereich über Schotter, Wurzeln und Absätze profitieren. Im Vergleich zum Specialized Vado SL, das mit dem hauseigenen Future Shock-System ausgestattet ist, zieht es jedoch den Kürzeren im Komfort-Battle an der Front.
Fazit
Objektiv betrachtet wird man das Cannondale Topstone mit Lefty Gabel mögen oder nicht. Ein dazwischen wird es eher nicht geben. Hier geht es auch nicht darum das Bike aufgrund seiner Komponenten im Detail zu beurteilen, sondern nach dem Konzept und was es transportiert.
Laufradsatz 29" MXX Carbon Extralite Hyper Lefty CX-Ray 1090g
- Superleichter 29" Carbon Clincher Laufradsatz für Cannondale Lefty
- Einsatzbereich: ideal für Marathon, Race und Leichtbau
- Naben: Extralite Hyper Lefty + Hyper Rear 2 - 6 Loch; DISC; Farbe - schwarz
- Felge: MXX Carbon 29" 28 Loch; DISC; Maulweite 25mm, Farbe UD schwarz, Decals schwarz entfernbar
- Speichen: Sapim CX-Ray; schwarz 28 Loch Vorne + 28 Loch Hinten
- Nippel: Sapim Alu
- Zubehör: inkl. Tubeless Tape
- Gewicht: 1090 g
- max. Fahrergewicht: 90 kg
Komponenten im Detail
- Die Naben: Extralite HyperFront + Rear
Als "Robust, präzise und unglaublich leicht" beschreibt Extralite diese Nabe, die in Sachen Leichtigkeit und Haltbarkeit tatsächlich neue Maßstäbe setzt.
- EINSATZBEREICH: CrossCountry, Trail, Race
- ACHSSYSTEM: Lefty (vorne), 12mm Steckachse (hinten)
- EINBAUBREITE: 42mm / 148mm (Boost) (hinten)
- FREILAUFSYSTEM: Shimano/Sram 8-9-10s / Sram XD-Drive (XX1)
- BREMSSYSTEM: 6-Loch Scheibenbremse
- WERKSTOFF: Aluminium 7075TXX
- LOCHZAHL: 24 / 28 / 32
- GEWICHT: ab 74g (vorne) / ab 168g (hinten)
- Die Felge: MXX Carbon
Wenn es auf jedes Gramm ankommt: Das Leichtgewicht für Marathon und Eliminator Sprint; mit 25 Millimetern Maulweite, wahlweise 24 oder 28 Loch und gerade einmal 275 Gramm Gewicht.Vom Worldcup zu dir nach Hause.
- Die Speichen: SAPIM CX-Ray 2.0 |2.3-0.9 | 2.0
Eine extrem leichte, aerodynamische und hochbelastbare Speiche Top Design bei maximaler Stabilität.
- Variante: Sapim CX-Ray 2.0 | 2.3-0.9 | 2.0
- Gewicht (64 Stk.
Hier ist eine Tabelle mit den technischen Daten des Laufradsatzes:
| Komponente | Details |
|---|---|
| Naben | Extralite Hyper Lefty + Hyper Rear 2 |
| Felge | MXX Carbon 29", 25mm Maulweite |
| Speichen | Sapim CX-Ray |
| Gewicht | 1090g |
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