Lazer Fahrradhelme im Test: Sicherheit und Innovation für Radfahrer

Lazer Fahrradhelme haben sich als eine feste Größe im Bereich des Radsports etabliert. Die Marke hat sich dem Schutz des Gehirns und der Gesundheit der Fahrer verschrieben. Die Leidenschaft für die Straße und das Rennen treibt das Unternehmen Lazer dazu an, Helme zu entwickeln, die ein Höchstmaß an Sicherheit bieten.

Der Lazer Fahrradhelm Test beweist, dass sich das Unternehmen an seine eigenen Vorstellungen hält und Modelle für Damen, Herren und Kinder konstruiert, die durch hohen Nutzerkomfort und ein Maximum an Sicherheit überzeugen. Positive Erfahrungen, Bewertungen und Erfahrungsberichte werden durch die Erfolge im Lazer Fahrradhelm Test bestätigt.

Lazer Beam Helm im Test

Der Lazer Beam Helm wurde bestellt, um die Verarbeitung, die Haptik, den Komfort beim Tragen und den Umgang in der Praxis genauer anzusehen. Ziel war es, einen Eindruck davon zu bekommen, was der „Autofit“ Fahrradhelm alles kann.

Lieferumfang und Zubehör

Der Lazer Beam wurde in einem Karton mit Lazer-Design geliefert. Der Helm selbst war in einer Folie eingepackt. Eine kurze und überschaubare Anleitung für den korrekten Sitz des Helms lag dem Karton bei. Dazu sind noch 4 kleine Klett-Klebe-Elemente mit dabei, diese scheinen als Ersatz für das Kopfpolster zu dienen, falls die bereits angebrachten Kletthalter ihre Kraft verlieren.

Haptik und Verarbeitung

Der Helm hält sich gut in der Hand und macht von der Haptik her einen wertigen Eindruck. Der Kinnverschluss schließt sauber und einfach und lässt sich ebenso wieder öffnen. Die Gurte und Riemen sehen gut verarbeitet aus. Die Verarbeitung der Kunststoffteile sind nicht ganz auf dem Punkt. Das eingearbeitete Fliegengitter ist am Rand mit Schaum voll, beim Autofit-System sehen die Kunststoffnieten nicht so sauber aus.

Die Riemen und Gurte sehen gut aus und machen einen soliden Eindruck. Die „Schönheitsmängel“ stehen der Funktion als Fahrradhelm nicht im Weg, kosten jedoch Punkte in der B-Note.

Technische Daten laut Hersteller

Laut Hersteller hat der Lazer Beam Helm folgende technische Details:

  • Gewicht: 285 g (Größe M - 55 bis 59 cm)
  • Belüftungslöcher: 16 Stück (im Test wurden 18 Stück gezählt)
  • Zertifizierungen nach: CE und en 1078
  • Reflektoren am Hinterkopf

Im Test wog der Lazer Beam Helm 279 g, was nur einen minimalen Unterschied darstellt. Die Reflektoren am Hinterkopf sorgen für etwas mehr Sichtbarkeit bei einfallendem Licht. Die angegebene Größe ist realistisch und passt zur Praxis. Der Helm passt auf unseren Dummy mit 56 cm Kopfumfang gut darauf. Lazer bietet ein „Crash Replace Program“ an. Wer einen Unfall mit seinem Helm hatte, kann beim Kauf eines neuen Lazer Helms 50 % Nachlass bekommen, genauere Bedingen schreibt der Hersteller auf seiner Webseite.

Test auf dem Kopf

Auf dem Kopf trägt sich der „Beam“ recht leicht und drückt nicht. Er lässt sich am besten aufsetzen, wenn man ihn von Hinten am Hinterkopf aufsetze und dann nach vorne zieht. Dies ist durch die Funktion „Autofit“ die beste Methode gewesen. Auch nach längerem Tragen wird der Helm nicht unangenehm.

Einstellen der Größe

Am Hinterkopf gibt es kein Stellrad, um die Helmgröße am Lazer Beam Helm einzustellen. Stattdessen steht auf dem Helm „Autofit“ drauf. Das Kopfband lässt sich mit einem gewissen Gegendruck auseinander ziehen und zieht sich von alleine wieder zurück, lässt man los. Der Kopfring passt sich so automatisch auf den Kopfumfang des Trägers an. Gleichzeitig bedeutet dies auch, das Band kann nicht per Hand strammer gezogen werden. Lediglich die Tiefe des Kopfbandes kann verändert werden und so am Hinterkopf angepasst werden.

Einstellen des Kinnriemens

Der Kinnriemen und der Verschluss lässt sich hingegen klassisch einstellen. Mit jeweils einem Verschluss lassen sich auf beiden Seiten die Längen vom Band justieren und auch das Dreieck, in dem sich die Ohren befinden, bestimmen. Drückt der Gurt am Ohr, besteht hier Möglichkeit nachzubessern.

Kineticore-Technologie von Lazer

In den Fahrradhelmen ist die Kineticore-Technologie von Lazer verbaut, die direkt in die Helmstruktur integriert ist. Sie ist ein integriertes Rotationsaufprallschutz-System, das auf den sogenannten „Controlled Crumple Zones“ basiert und als feste Konstruktionselemente dient. Das Resultat soll bei Stürzen ein hoher Schutz vor Schockeinwirkungen aus verschiedenen Richtungen sein. Darüber hinaus ermöglicht Kineticore laut Lazer eine reduzierte Materialverwendung in der Produktion, verbesserte Belüftung, geringeres Gewicht und einen verminderten Einsatz von Kunststoffen.

Die Innenseite des Helms verfügt über eine gerippte Oberfläche mit erhobenen „Knautschzonen“. Einzelne Schaumbereiche, die sich in der Höhe, Länge und Breite unterscheiden, stehen auf der Innenseite des Helms blockartig hervor. Auch das gezielte Brechen einzelner Blockstrukturen sowie aller Helmschichten bei einem Aufprall kann laut den Analysen der Lazer-Ingenieure der Dämpfung des Aufpralls dienen. Dadurch soll laut Lazer ein besonders geringes Gewicht der Helme möglich sein.

Neue Modelle mit Kineticore-Technologie

Insgesamt präsentiert Lazer sechs neue Modelle mit dem System Kineticore. Neben den beiden für den Rennrad- und Gravel-Einsatz ausgerichteten Modellen Lazer Vento und Lazer Strada sind auch Mountainbike- und Kinderhelme erhältlich, dazu solche Modelle, die für den „Urban“- oder Pendler-Einsatz ausgerichtet sind.

Lazer Maze Kineticore: Nachhaltiger Fahrradhelm

Die Fahrradhelme Maze Kineticore und Maze JR Kineticore teilen ein gemeinsames Design, sind jedoch in verschiedenen Größen und Farben erhältlich. Beide Modelle legen großen Wert auf Nachhaltigkeit. Dank des patentierten Ecoloc-Systems von Lazer bestehen sie aus ineinandergreifenden Teilen, die ohne Klebstoff auskommen. Diese klebstofffreie Konstruktion ermöglicht es, die einzelnen Komponenten am Ende der Lebensdauer des Helms leicht trennen und korrekt entsorgen zu können.

Beide Helme sind nach dem ASTM-Standard zertifiziert, der durch eine tiefere Testlinie an den Seiten und am Hinterkopf mehr Sicherheit bietet als viele andere Helmstandards. Zudem verfügen sie über dezente Aussparungen, die Platz für (Sonnen-) Brillenbügel schaffen.

Lazer Lupo und Lazer Finch

Der Lupo Kineticore und der Finch Kineticore sind zwei Einsteigerhelme, die für echtes Trailriding entwickelt worden sind, so Lazer. Beide Modelle sollen Komfort, Style und fortschrittliche MTB-spezifische Features vereinen: Sie verfügen über ein integriertes Visier und sind in Unisize-Größe erhältlich. Der Finch KinetiCore ist speziell für kleinere Kopfgrößen konzipiert, um einen klobigen Eindruck oder ein unkomfortables Tragegefühl zu vermeiden.

Beide Helme bieten Belüftungsöffnungen sowie eine seitlich weit nach unten gezogene Form für besseren Schutz. Das Lazer Turnsys-Verstellsystem ermöglicht eine einfache Anpassung der Passform, und beide Modelle sind mit dem Universal LED-Licht und dem Winter-Kit von Lazer kompatibel, das es optional zu kaufen gibt.

Lazer Chase Kineticore: Full Face Downhill-Helm

Für diejenigen, die nach aufregenden Abfahrten suchen, bietet Lazer den Chase KinetiCore an, ein speziell für den Downhill entwickelter Helm mit einer 5-Sterne-Bewertung der Schutzwirkung von Virginia Tech. Wichtiges Merkmal des Chase KinetiCore: ein Breakaway-Visier, das sich bei einem Sturz vom Helm lösen soll und so das Genick zusätzlich schützen soll, weil der Helm - und somit der Kopf - nicht verdreht wird. Eine dicke Polsterung bietet außerdem sicheren und komfortablen Sitz.

Lazer Cerro Kineticore

Der Lazer Cerro Kineticore soll das Beste aus beiden Welten vereinen und sowohl auf Asphalt als auch im Gelände einen guten Schutz bieten. Der Gravel-Fahrradhelm verfügt über eine “Brillengarage”, die es ermöglichen, Sonnenbrillen sicher zu verstauen. Darüber hinaus verfügt der Cerro von Lazer über ein dezentes Visier sowie einen Insektenschutznetz.

ADAC Testurteil für Lazer Helm

Der Helm von Lazer ist der Leichteste im Test. Allerdings ist das Kopfband nicht in der Höhe verstellbar. Ebenso ist das Riemendreieck nicht fixierbar, so dass die Rutschfestigkeit des Helms z.B. beim Fahren vor allem auf unbefestigten Wegen beeinträchtigt ist. Der Helm bietet keinerlei Vorkehrungen in Sachen Sichtbarkeit im Dunkeln.

Das ADAC Testurteil für den getesteten Lazer Helm sieht wie folgt aus:

Testergebnis gesamt 2,6
Unfallschutz (55 %) 2,7
Handhabung & Komfort (40 %) 2,6
Schadstoffe (5 %) 1,0
Mittlerer Preis in Euro 65
Gewicht (gemessen) in Gramm 271

Getestete Größen: 54-61. Bauart: In-Mold Technologie. Kinnbandverschluss: Steckverschloss. Vorkehrungen zur Reduzierung von Rotationsbeschleunigungen: ja (KinetiCore). Integriertes Licht: nein.

Preise und Verfügbarkeit

Der Lazer Maze Kineticore und der Maze JR Kineticore sind jeweils zum Preis von 39,95 Euro erhältlich. Die beiden Modelle Lazer Lupo und Finch kosten 69,95 Euro. Der Chase Kineticore liegt bei 199,95 Euro, der Cerro Kineticore bei 99,95 Euro.

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