Leatt MTB Jacke Test Vergleich: HydraDri 2.0 und 5.0 im Detail

Leatt bietet mit seinen MTB-Jacken innovative Lösungen für Radfahrer, die sich auch bei widrigen Wetterbedingungen nicht vom Trail abbringen lassen wollen. Zwei Modelle stechen dabei besonders hervor: die HydraDri 2.0 und die HydraDri 5.0. Dieser Artikel vergleicht die beiden Jacken und beleuchtet ihre jeweiligen Stärken und Schwächen.

Leatt MTB HydraDri 2.0 Jacke

Die Leatt MTB HydraDri 2.0 Jacke bietet Schutz vor Wind und kurzen Regenschauern. Diese Regenjacke bringt frischen Wind in die Welt der Radsportbekleidung aus Kapstadt, Südafrika.

Erster Eindruck und Design

Die Jacke fühlt sich weich an und unterscheidet sich deutlich von herkömmlichen Hardshell-Jacken. Sie besteht aus einem 2-lagigen Stretch-Material mit einem Mesh-Innenfutter, das die HydraDri-Membran schützt. Diese ist für kurze Regenschauer ausgelegt, wie das Label auf der Jacke verrät. Der sportliche Schnitt ist dezent mit kürzeren Ärmeln und Saum, die mit elastischen Bündchen abgeschlossen werden.Besonderes Augenmerk legt Leatt auf die Kapuze, die dank des RAhD-Systems auch bei starkem Wind nicht verrutscht. Drei kleine Magnete sorgen dafür, dass die Kapuze nicht flattert, wenn sie nicht gebraucht wird.

Erfahrungen aus dem Praxistest

Im Praxistest zeigt die Jacke ihre Stärken und Schwächen. Positiv ist, dass trotz des sportlichen Schnitts eine Schutzweste darunter passt. Auch die Abschlüsse an Armen und Saum bieten in Kombination mit Handschuhen und Hose einen guten Schutz. Bei der Atmungsaktivität schneidet die Jacke weniger gut ab, da sie schnell warm wird und häufig geöffnet werden muss. Hier wären separate Belüftungsöffnungen hilfreich.Ein weiterer Kritikpunkt ist das Mesh-Futter, das sich bei intensiver Nutzung mit Schweiß vollsaugt und nur langsam trocknet. Hervorragend hingegen sind der Kragen und die Kapuze, die den Träger effektiv vor eisigem Wind schützen.

Fazit

Mit einer Gesamtnote von 78% und einem Preis-Leistungs-Verhältnis von 80% bietet die Leatt MTB HydraDri 2.0 eine ideale Lösung für kalte und windige Bedingungen.

Leatt MTB HydraDri 5.0 Regenjacke

Leatt will mit der HydraDri 5.0 Regenjacke keine Ausreden mehr zulassen. Dass Biken Spaß macht - auch, wenn es Hunde und Katzen regnet - steht außer Frage. Doch viel zu oft ist es dann der innere Schweinehund, der sich querstellt. Mit starkem Regenschutz und hoher Atmungsaktivität will die MTB Hydra Dri 5.0 Mountainbiker für alle Situationen wappnen. Was aber wirklich heraussticht ist ihre Detailfülle. Im Test musste sich die Jacke von Leatt widrigen Bedingungen auf technischen Trails stellen.

Details und Features

Die stärkste Regenjacke von Leatt besteht aus der dreilagigen HydraDri MAX Membran. Mit 30.000 Millimetern liegt deren Wassersäule über den klassischen Gore-Tex-Membranen. Gleichzeitig sie mit einem MVTR-Wert von 30.000 Gramm pro Quadratmeter besonders atmungsaktiv sein. Damit auch der Kopf trocken bleibt passt die Ride Adaptive Hood Kapuze über den Helm und geht bis übers Kinn. Kleine eingelassene Magnete erlauben die Kapuze in zwei Positionen auf dem Rücken oder mittels eines mitgelieferten Zusatzmagneten auf dem Helm zu fixieren. Dank einer versteiften Front soll die Kapuze sogar über Fullface-Helme passen. Leatt verspricht einen guten Sitz auch mit Oberkörperprotektoren. In der Dunkelheit helfen reflektierende Details am Rücken.Da nasse Oberflächen zum Rutschen tendieren hat Leatt auf den Schultern griffige Applikationen angebracht, welche einen Rucksack an Ort und Stelle halten sollen. Eine zusätzliche Anti-Rutsch Einheit am unteren Ende des Rückens soll verhindern, dass die MTB Leatt HydraDri 5.0 hochrutschen kann. Verstärkungen an den Unterarmen sollen die 299 Euro teure Jacke durch Schäden durch die Vegetation schützen.Zur Kühlung lassen sich zwei Lufteinlässe aufzippen. Im Uphill kann der Frontreißverschluss offen bleiben. Damit die Jacke trotzdem nicht verrutscht kann die Öffnung mittels eines Druckknopf-Bandes gesichert werden. Am linken Arm sitzt eine kleine Tasche fürs Lift-Ticket. Ein eingenähtes Microfaser-Tuch steht bereit um die Brille trocken zu wischen.Mittels Klettverschluss lassen sich Ärmel der Leatt-Jacke in der Weite verstellen. Das Salzwasser des Winters hinterließ kleine Flecken auf dem schwarzen Rückenteil.

Die Leatt Jacke im Einsatz

Schon in der Hand wirkt die Leatt HydraDri 5.0 Jacke äußerst hochwertig. Alle Nähte sind sauber, die Reißverschlüsse laufen geschmeidig, die Passform gefällt. Bei 190 Centimetern Körpergröße und schlanker Statur kamen wir mit Größe L super zurecht. Durch ihren Heavy-Duty-Ansatz ist die Hardshell-Jacke etwas zu groß für den Everyday-Hipbag, bei Ganztages-Abenteuer im Rucksack oder beim Bikepacking aber ein passender Begleiter. Wir konnten die Leatt Jacke unter anderem an einem Dauerregen-Tag auf alpinen Wanderpfade testen und bestätigen: Sie ist wirklich dicht. Vier Stunden im Regen bleiben längst nicht alle Regenjacken trocken. Das Ventilations-Konzept ist praktisch, in langen, steilen Anstiegen blieb das Schwitzen trotzdem nicht aus - auch hier keine Überraschung. Die Atmungsaktivität ist auf hohem Niveau, bei einem solchen Ansatz kommt aber jede Bekleidung früher oder später ans Limit. Währenddessen gaben Tragekomfort und Beweglichkeit keinen Anlass zum Tadel. Das Magnet-System der Kapuze funktioniert super! Ein hoher Kragen mit leichtem Vliesfutter hält im Fall der Fälle zusätzlich warm.

BIKE-Fazit

Mich hat die Leatt MTB HydraDri 5.0 für extreme Einsätze voll überzeugt. Die Hardshelljacke bietet selbst unter rauen Bedingungen einen sehr guten Wetterschutz. Gemessen daran geht auch die Atmungsaktivität in Ordnung. Verarbeitung und Fülle an sinnvollen Details sind erstklassig. Da ist sogar der hohe Preis zu verschmerzen.

Leatt DBX 5.0

Auf eine Jacke waren all unsere Tester heiß, wenn der Regen mal wieder waagerecht gegen die Scheiben trommelte: die Leatt DBX 5.0. Mit einem Gewicht von 680 g in Größe M ist die DBX 5.0 klar in der Schwergewichtsklasse zu Hause. Dafür verspricht sie aber auch schwergewichtigen Schutz vor dem Wetter. Das HydraDri-Obermaterial mit 30.000 mm Wassersäule und 23.000 g/m² Atmungsaktivität war durch nichts kleinzukriegen, nicht mal ein ausgewachsener schottischer Wolkenbruch konnte ihm etwas anhaben. Trotz des eher körperbetonten Schnitts lässt es sich in der Jacke dank der tollen Stretchfähigkeit sehr gut dynamisch fahren. Die Kapuze mit Dreipunktverstellung passt mühelos über den Helm und dazu gibt es noch Magneten, die sie entweder am Rücken oder am Helm fixieren. Die Belüftungsöffnungen sitzen am Rücken und sorgen an heißen Tagen für Kühlung ohne Schlammspritzer, allerdings werden sie durch einen eventuellen Rucksack verdeckt. Wir mochten das robuste Material sehr - es hat jede Menge eingesteckt, ohne irgendwelche Probleme zu machen. Die Antirutsch-Beschichtung an den Schultern sorgt dafür, dass euer Rucksack bleibt, wo er hingehört, und die verstärkten Ellenbogen helfen, wenn es mal wieder ins Gestrüpp geht. Es gibt sogar einen Silikonstreifen hinten an der Innenseite, damit die Jacke nicht hochrutscht. Wir haben nur zwei Kritikpunkte: Zum einen ist die Leatt schwer und sehr warm, sodass sie sich vor allem für die kältere Jahreszeit eignet. Die Leatt DBX 5.0 ist eine formidable Rüstung gegen das Schlimmste, was euch Mutter Natur als Herausforderung schickt. Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung. Ein Satz, der sehr gut zu unserem Sport passt. Denn mit dem richtigen „Schlecht-Wetter-Kit“ kann auch bei nass-kaltem Wetter mächtig Spaß auf den Trails aufkommen. Bei der Firma Leatt, hört dieses Kit auf den Namen DBX 5.0. Unter allen von Leatt angebotenen Jacken und Shorts sind die DBX 5.0 Modelle am konsequentesten auf maximalen Wetterschutz ausgelegt. Sowohl Jacke und Hose bestehen aus einem 4-Wege Stretchmaterial, was dank der Drei-Lagen HydraDri Membrane über eine sehr hohe Wasserdichtigkeit (30.000 mm) und Atmungsaktivität (23.000 g/m²) verfügt. Leatt genießt den Ruf seine Produkte sehr durchdacht und mit sinnvollen Funktionen auszustatten. So kann die Kapuze beispielsweise über drei in die Jacke integrierte Magnete gefaltet und fixiert werden. Wie bereits erwähnt, wirkt das Material der Jacke ohnehin schon recht strapazierfähig. Dennoch wurde zusätzlich an den Ellenbogen und an den Schultern extra abriebfestes Material aufgebracht, was noch einmal höheren Schutz bei Bodenkontakt oder gegen scheuernde Rucksackriemen bietet. Auch an die Freunde des Bike Parks wurde gedacht. Für eine optimale Kontrolle der Temperatur verfügt die Jacke über zwei große Ventilationsöffnungen an der Front, die gleichzeitig als Taschen genutzt werden können, und zwei kleine an der Seite. Die vorderen Reißverschlüsse lassen sich dabei sowohl von unten als auch von oben öffnen, was je nach Rucksack und den damit ggf.Gutes Material und Ausstattung haben ihren Preis. Passend zur Jacke, verfügt die DBX 5.0 Shorts ebenfalls über viele praktische Ausstattungsmerkmale. Die Sitzfläche ist verstärkt und sollte, dank der schwarzen abriebfesten Lage, auch viele Kilometer im Sattel schadlos überstehen. Zusätzlicher Scheuerschutz befindet sich an den Knien. Schon fast typisch für Shorts von Leatt zeigt sich der vorgeformte Kniebereich. Die Weite, der eher eng geschnittenen Shorts, lässt sich mit zwei „Soft-Touch“ Verschlüssen - also einem Klett an dem nicht alles andere auch ungewollt haften bleibt - verstellen. Die Leatt DBX 5.0 Jacke und Shorts sind im Vergleich zu den anderen bzw. älteren Modellen von Leatt nicht nur etwas enger, sondern insbesondere auf die Position auf dem Bike zugeschnitten. Wer das nicht weiß, ist gegebenenfalls bei der ersten Anprobe etwas unsicher. Bei einer Größe von 182 cm und in etwa 85 kg Körpergewicht greife ich seit vielen Jahren zu Shorts in Größe L bzw. Größe 34. Bei Jacken und Trikots liege ich meistens auch mit Größe L richtig, muss jedoch manchmal auch in Richtung XL ausweichen. Die Jacke und die Shorts in Größe L passten auf Anhieb sehr gut. Allerdings war ich ein wenig in Sorge, wie es mit der Bewegungsfreiheit auf dem Bike aussehen würde. Aufrechtstehend bei der Anprobe merkt man deutlich, dass die Jacke auf die Position auf dem Bike zugeschnitten ist und im Schulterbereich etwas eng wirkt. Sobald man die arme nach vorne nimmt, sitzt die Jacke so, wie sie sitzen sollte. Es kamen dennoch kurz Zweifel auf, ob ich unter dieser Jacke auch noch Protektoren tragen könnte, was von Leatt ja durchaus beworben wird. Hierzu passte auch mein erster Eindruck der Shorts. Im Vergleich zu meinen anderen Hosen, lag diese recht eng, jedoch nicht unangenehm, an. Von der Jacke in XL hatte ich dann zunächst einen besseren Eindruck, da ich etwas mehr Platz hatte und auch eine leichte Protektorenjacke - wie z.B. eine Leatt AirFlex Stealth - selbst im Stand komfortabel unter der Jacke getragen werden konnte. Der „AHA-Effekt“ folgte dann aber - logischerweise - bei der Sitzprobe auf dem Bike! Jetzt zeigte sich unmittelbar, dass die Jacke in XL definitiv zu groß war. Durch die leicht vorgebeugte Position auf dem Bike hing die Jacke von der Brust an abwärts doch sehr weit nach vorne vom Körper weg. Bei der Jacke in L passte der Schnitt dann sehr gut zur Position auf dem Bike. Die Jacke lag eng genug an, ohne die Bewegung einzuschränken. Der im Stand vorhandene Eindruck, dass der Schulterbereich minimal zu eng sein könnte, spielte auf dem Bike keine Rolle mehr, da die Jacke offensichtlich auf die leicht vorgebeugte Haltung auf dem Bike zugeschnitten ist und sich in dieser Position direkt besser anfühlt. Auf den ersten Metern auf dem Bike erinnert einen das DBX 5.0 Kit akustisch daran, dass Jacke und Hose aus einem Hardshell-Material bestehen. Denn trotz einer gewissen Flexibilität und Dehnbarkeit des verwendeten 4-Wege Stretchmaterials, entstehen schlichtweg mehr Geräusche beim Pedalieren als bei leichten und geschmeidigeren Trailhosen. Das ist nicht übermäßig störend oder ungewöhnlich, sollte jedoch einmal erwähnt werden. Der bereits im Abschnitt „Passform“ beschriebene engere Schnitt macht sich auf dem Trail positiv bemerkbar, da weder Jacke noch Shorts unnötig im Wind stehen und die Jacke einen recht enganliegenden Abschluss über der Shorts bietet. Etwas schwierig kann es mit dem Kniebereich der Shorts werden, wenn kräftige Oberschenkel und sperrige Knieschoner zusammenkommen. In diesem Fall könnte der engere Schnitt verhindern, dass die Shorts über den oberen Teil des Schoners passt. Ich selbst hatte mit verschiedenen Trail- oder Enduro-Knieschonern keine Probleme, sodass die Beinabschlüsse auch auf dem Trail größtenteils dort saßen, wo sie sitzen sollten. Temperaturen und die damit zusammenhängende Atmungsaktivität sind für mich bei Schlechtwetterkleidung immer ein sehr kritischer Punkt. Das DBX 5.0 Kit schlägt sich diesbezüglich recht ordentlich, was ich neben dem HydraDri Material insbesondere den Lüftungsmöglichkeiten zuschreiben möchte. Zudem sind sie gut erreichbar und lassen sich problemlos auf dem Bike sitzend und ohne große Verrenkungen öffnen. Der ClimbVent erfüllt seinen Zweck ebenfalls sehr gut, solange der Frontreißverschluss zumindest nicht vollständig geöffnet wird. Bleibt dieser unten an der Jacke verschlossen, ermöglich der ClimbVent eine halbwegs gleichmäßig weite Öffnung ohne, dass die Jacke zu sehr flattert. Die Lüftungsmöglichkeiten an der Shorts erfüllen ebenfalls ihren Zweck und stören vor allem nicht. Selbst bei Temperaturen um den Gefrierpunkt hat mir ein wärmeres Trikot plus Funktionsunterwäsche oder ein dünnes Shirt plus Protektorenjacke vollkommen ausgereicht, solange man in Bewegung bleibt. Einzig der Halsausschnitt der Jacke bietet bei kalten Temperaturen für meinen Geschmack zu wenig Schutz vor kaltem Wind. Die Wasserdichtigkeit der Jacke und der Hose würde ich als „dem angegebenen Wert von 30.000 mm Wassersäule entsprechend“ bewerten. Bei der Kapuze gibt es für mich persönlich noch Verbesserungspotenzial, was jedoch auch an mir und meinem „Dickschädel“ und den daraus resultierenden großen Helmen liegen mag. Optisch bin ich ein absoluter Fan von Bike-Jacken mit Kapuzen und ich finde den Ansatz mit den Magnetfixierungen von Leatt richtig gut gelungen. Schade ist nur, dass in meinem Fall die Kapuze nur eine absolute Notlösung darstellt. Wenn das Wetter so übel ist, dass ich eine Kapuze nutze, dann möchte ich auch die Jacke vollständig schließen und mich noch bewegen können. Sehr gut hingegen haben mir die aufgebrachten Silikonstreifen auf der Innenseite der Hose und im unteren Bereich der Jacke gefallen. Daumen hoch auch für das Material. Auf den Trails trage ich gerne Kleidung, die den ein oder anderen Kontakt mit Ästen, Büschen oder auch mal mit dem Boden klaglos wegsteckt. Leatt bietet mit der DBX 5.0 Jacke und Shorts ein sehr gut ausgestattetes und auch strapazierfähiges All-Wetter Set an, was selbst bei den widrigsten Wetterbedingungen eine Menge Fahrspaß garantiert. Die Optik gefällt und der sportliche Schnitt überzeugt mit einem guten und sicheren Sitz von Jacke und Hose auf dem Trail, sofern man sich für die korrekte Größe entscheidet. Die Kapuze kann bei großen Helmen nicht vollkommen überzeugen, erfüllt im Notfall jedoch ihren Zweck. Auch hier gilt: Unbedingt vor dem Kauf anprobieren.

Allgemeine Tipps zum Kauf wasserdichter Jacken

Wer sich zu Regenjacken informiert, wird mit einer Menge verwirrender Zahlen konfrontiert, etwa „wasserdicht bis 10.0000 mm“/„Wassersäule von 10.000 mm“ oder „atmungsaktiv bis 12.000 g/m²“ - was zur Hölle heißt das? Die erste Zahl bedeutet, dass man ein rechteckiges Rohr mit einer Grundfläche von etwa einem Quadratzoll auf das Material stellen und es bis zu einer Höhe von 10.000 mm (10 m also) mit Wasser füllen könnte, bevor Wasser durch die Membran gedrückt wird. Je höher die Zahl, desto wasserdichter die Jacke. Werte von 5.000 bis 10.000 mm sind in Ordnung, um sich vor Regenschauern zu schützen, doch wer ganze Tage in den Bergen verbringen will, sollte lieber zu Jacken mit einem wesentlich höheren Wassersäulenwert greifen. Der zweite Wert, eine Atmungsaktivität von 12.000 g/m² bedeutet, dass ein Quadratmeter des Materials in 24 Stunden 12.000 g (also 12 kg) Wasser von innen nach außen transportieren kann. Auch hier gilt: Je höher die Zahl, desto atmungsaktiver (und vermutlich teurer) die Jacke. Wichtig beim Jackenkauf ist, dass die Nähte verklebt bzw. versiegelt sind - was nichts anderes bedeutet, als dass all die winzigen Löcher, die beim Nähen entstehen, abgeklebt sind, um den Wasserschutz zu optimieren. Die besten Jacken sind komplett verklebt („fully taped“), das heißt, alle Nähte sind geschützt.Mountainbike-Jacken haben einen anderen Schnitt als Jacken für andere Sportarten: Die meisten aktuellen Modelle sind ergonomisch geschnitten, mit verlängerten Ärmeln und längerem Rückenteil, um auch in der normalen Fahrposition alles abzudecken. Zwar muss es hinten nicht ganz so lang sein wie bei den komplett gestreckt sitzenden Roadies, doch eine gut passende Trailjacke sollte sportlich geschnitten sein. Außerdem sollte sie genügend oder ausreichend dehnbares Material um die Schultern haben, damit man dynamisch fahren kann, aber wiederum nicht so locker sein, dass sie im Wind flattert. Egal wie wasserdicht eure Jacke ist - wenn ihr im Starkregen ohne Kapuze unterwegs seid, wird sie sich mit Wasser füllen wie ein Ballon. Die meisten Jacken in diesem Test haben eine Kapuze, manche davon passen unter den Helm und manche darüber. Bloß weil es regnet, muss es noch lange nicht kalt sein. Egal wie atmungsaktiv eure Jacke ist, ein ordentlicher Anstieg kann euch schnell ins Schwitzen bringen. Radfahren ist harte Arbeit und Belüftungsöffnungen sorgen für sehr viel mehr Luftzirkulation, als es eine Membran kann. Die besten Jacken haben Belüftungsöffnungen unter den Armen und an der Brust, die man nach Bedarf per Reißverschluss öffnen kann. Je schneller die Luft ausgewechselt werden kann, desto weniger Feuchtigkeit staut sich, ergo: desto trockener bleibt ihr. Belüftungsöffnungen am Rücken sind mit etwas Vorsicht zu genießen, denn sobald man einen Rucksack trägt, sind sie weitgehend ineffektiv. Wenn ihr so richtig gerne bei Sauwetter draußen seid, dann hätten wir zwei Vorschläge für euch. Erstens: Schaut euch unbedingt die neuen Einteiler von Endura und Dirtlej an, beide heben den Allwetterschutz auf ein neues Level. Ohne den Spalt zwischen Hose und Jacke genießt ihr absoluten Schutz vor den Elementen, doch Einteiler sind längst nicht so flexibel einsetzbar wie die Einzelteile, die sie ersetzen, und das Risiko, dass ihr bei einem Sturz einen teuren Schaden habt, verdoppelt sich. Und zweitens: Wenn ihr Dreck so gern habt, vielleicht solltet ihr doch noch mal über professionelle Hilfe nachdenken? Wenn ihr meist Handy und Karte dabeihabt, solltet ihr darauf achten, dass eure neue Jacke große Taschen hat. Uns gefielen vor allem die mit einer Reißverschlusstasche, denn die sorgt dafür, dass man nicht jedes Mal das Telefon in den Matsch schmeißt, wenn man versucht, eine Notfallsüßigkeit rauszufummeln. Schon klar, wir alle lieben mattschwarz, weil wir damit unsere SWAT-Team-Fantasien besser ausleben können. Wenn ihr eine Jacke kaufen wollt, um auf den Hometrails zu shredden und danach ein paar Bier zu kippen, dann ist jede Farbe gut. Aber falls ihr richtig in die Berge wollt, denkt dran, dass ihr in einer leuchtenden Farbe viel besser gesehen werdet.

Was macht eine perfekte wasserdichte Jacke aus?

Es geht immer um die richtige Balance. Realistisch betrachtet wird die Jacke hauptsächlich in eurem Rucksack auf den Moment warten, an dem das Wetter kippt. Deshalb ist wichtig, dass sie wenig wiegt und gut auf ein geringes Packmaß komprimierbar ist. Zudem ist eine gute Jacke eine wirkliche Investition, sie sollte also auch vielseitig einsetzbar sein - stark genug, um winterlichen Unwettern zu trotzen, aber luftig genug, um auch in der wärmeren Jahreszeit funktional zu sein.

Vergleichstabelle

Hier eine Übersicht der wichtigsten Eigenschaften der getesteten Jacken:
Eigenschaft Leatt HydraDri 2.0 Leatt HydraDri 5.0
Wassersäule Nicht angegeben 30.000 mm
Atmungsaktivität Nicht angegeben 30.000 g/m²
Kapuze RAhD-System mit Magneten Helm-kompatibel mit Magneten
Belüftung Keine separaten Öffnungen Lufteinlässe mit Reißverschluss
Passform Sportlich Ergonomisch, auf Bike-Position zugeschnitten

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