Lechradweg Komoot: Entdecke den letzten Wildfluss Europas

Die Radreise auf dem Lechradweg ist eine Reise am letzten Wildfluss in Europa. Sie führt durch vielfältige Landschaften, die der Fluss nachhaltig geprägt hat. Der Lechradweg macht mit seiner Verwandlung die Gemeinsamkeiten zwischen fließendem Wasser und dem Lauf des Lebens offenkundig.

In fünf Etappen führt der Radweg durch Landschaften, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Umgekehrt der Fließrichtung des Lechs geht es über Bayerisch Schwaben und den Pfaffenwinkel ins Allgäu und durch die Naturparkregion Reutte bis ins Lechtal. Fast scheint es so, als würden Radfahrer seine Lebensreise im Rückblick erleben. Um diese erlebbar zu machen, haben sich vier Regionen zusammengeschlossen:

  • Bayerisch Schwaben
  • Pfaffenwinkel
  • Allgäu
  • Naturparkregion Reutte bis ins Lechtal

So können Sie die Lebensreise des letzten Wildflusses Europas im Rückblick erleben. Der „weise Lech“ führt Radreisende durch die Talebenen von der Mündung in die Donau bis hinter Landsberg am Lech. Danach folgen Sie dem „reifen Lech“, der von Landsberg bis Füssen das Gesicht der Kulturräume und Geschichten am Uferrand präsentiert. Als „wilder Lech“ führt er Sie schließlich vom Lechfall bei Füssen bis nach Steeg ins Lechtal und damit aus von Menschen geprägten Landschaften in die mächtige Natur eines einsamen Tals. Leidenschaftlich erzählt er Ihnen von seinem Lebenswerk, den vielen erschaffenen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen.

Die Etappen des Lechradwegs

Weiser Lech

Als weiser Lech fließt er mit seiner Kraft in einem gleichmäßigen Strom durch die weiten Talebenen von der Mündung bis hinter Landsberg am Lech. Im Imagefilm und im digitalen Serviceheft erzählt er von seinen Erfahrungen und all dem Leben, das er an seinen Ufern erschaffen hat.

Reifer Lech

Als reifer Lech lenkt er von Landsberg bis nach Füssen den Blick auf die vielen Geschichten am Uferrand und zeigt, wie er den Menschen zu Wohlstand verhalf und bis heute das Gesicht vieler Kulturräume, Dörfer und Städte prägt.

Wilder Lech

Als wilder Lech begleitet er Radreisende vom Lechfall bei Füssen bis nach Steeg ins Lechtal, dem Endpunkt des Lechradwegs und führt damit aus menschlich geprägten Landschaften in die mächtige Natur eines einsamen Tals. Leidenschaftlich berichtet er von den vielen Lebensräumen, die er immer wieder neu erschafft und so vielen Tieren und Pflanzen wichtige Rückzugsorte schenkt.

Links und rechts des Weges werden die vielen spannenden Geschichten rund um den Lech, seine Nutzung als Energielieferant, Naturphänomene und Sehenswürdigkeiten erlebbar gemacht. Schon mal etwas vom Lechzopf gehört? Wie funktioniert die Fischaufstiegsanlage an der Staustufe in Kaufering? Und wie sieht es im Bauch des historischen Wasserkraftwerks Langweid aus, das als Technikdenkmal des Augsburger Wassermanagement-Systems auf der Welterbeliste der UNESCO steht?

Digitaler Reiseassistent

Für den digitalen Reiseassistenten wurden wichtige Anwendungen für Radreisende klug durchdacht und er setzt definitiv neue Maßstäbe. Er bündelt alle Informationen zum Weg und den einzelnen Etappen und navigiert über die Gesamtstrecke. Leicht bedienbar filtert er unter anderem radspezifische Unterkünfte, Reparatur- und Ladestationen. Viele Infos sind sogar offline abrufbar. Extra-Bonus: Mit der App kann man seine Reise individuell von der An- bis zu Abreise planen und mit dem Reisetagebuch seine Erlebnisse sogar mit Freunden teilen. Die werden wahrscheinlich vom Büro aus neidisch gucken.

Der Lechradweg: Eine sportliche Herausforderung

Der Fluss des Lebens führt euch auf 244 Kilometern von Marxheim bis nach Steeg. Anders als klassische Flussradwege startet der Lechradeweg bei der Mündung und endet an der Quelle. Radler stellen sich hier durchaus einer sportlichen Herausforderung, denn es gilt 1200 Höhenmeter zu überwinden. Eine Anstrengung, die garantiert lohnenswert ist.

Von der Flüssmündung in Marxheim in die Welterbestadt Augsburg über das Allgäu in die Berge und abschließend nach Tirol und die Naturparkregion Reutte. Entlang dieser Stationen werdet ihr merken, wie sehr sich der Charakter des Lechs verändert und er seine Umgebung prägt. Die Route ist gut beschildert und mit radfahrgerechter Infrastruktur ausgestattet.

Etappenbeispiele

Die zweite Etappe geht von Augsburg bis nach Landsberg und führt somit auch durch das Wittelsbacher Land. Ein Streckenabschnitt, auf dem es sich durchaus lohnt, vom Fahrrad abzusteigen und ein bisschen länger zu verweilen. Auf dem letzten Drittel der ersten Etappe trohnt das Schloss Scherneck in Rehling auf einem kleinen Hügel, nicht fernab der Route. Auf dem Schlossareal befindet sich der Kletterwald Schloss Scherneck.

Der Weitmannsee ist ein malerischer, naturbelassener Badesee. Eine Besonderheit ist seine furchige Erscheinung. Diese Bahnen entstanden durch schwimmende Eimerkettenbagger in dem ehemaligen Kieswerk. Besonders aus der Vogelperspektive sind die Formationen besonders gut zu sehen. Am Mandichosee kann auch gebadet werden. Auf dem Lechstausee wird allerdings auch gesurft und gesegelt. Die einstige Uhrmacherstadt Friedberg versprüht mittelalterlichen Charme und befindet sich nicht weit entfernt des Lechradweges. Enge Gässchen laden zu einem Spaziergang durch die Altstadt und einer Tasse Kaffee ein.

Routenverlauf der zweiten Etappe

Augsburg/Lechhausen - Augsburg/Hochzoll - Kissing - Königsbrunn - Unterbergen - Prittriching - Scheuring - Kaufering - Landsberg am Lech

Radfahren und Baden

Lechnah und grün radelt man zum Mandichosee, wo es über den Damm auf die andere Lechseite geht. Auf der Dammkrone führt der Weg landschaftlich sehr schön zum Lochbach, ein vom Lech abgezweigter Seitenarm. Bei der Fischaufstiegsanlage Unterbergen bieten sich tolle Blicke auf den Fluss. Es geht wieder zum Ostufer hinüber. Hier führt der Weg über das untere und mittlere Lechfeld durch eine offene Acker- und Wiesenlandschaft zu einem traumhaften Rastplatz an der Assisi-Kapelle kurz vor Prittriching. Nach dem Ort geht es zurück zum Lechufer und durch Auenwälder über Haltenberg Richtung Kaufering. Schön ist hier auch das ehemalige Hochufer des Lechs mit seinen fast senkrechten und grünen Hängen und einem interessanten Biberrevier. Der nächste Höhepunkt auf der Strecke ist die Fischaufstiegsanlage am Kraftwerk Kaufering. Entlang des Ostufers wird die Lechbrücke in Kaufering erreicht. Hier startet auch die barrierefreie Etappe um den Kauferinger See.

Für die zweite Etappe unbedingt die Badehose einpacken, denn hier folgt ein See mit schönen Rastplätzen auf den anderen. Lechnah und immer wieder angenehm im Schatten großer Bäume führt dieser grüne Abschnitt von Augsburg nach Landsberg am Lech.

Weitere Tourenvorschläge rund um Roßhaupten (Auszug)

Hier eine Auswahl an Strecken rund um die Region Roßhaupten:

Streckenlänge Fahrtzeit (ca.)
48,4 km
42,6 km
109 km
70,9 km
48,9 km
49,8 km
29,0 km
50,9 km
99,1 km
28,5 km
31,5 km
37,2 km
42,1 km 2 Stunden
45,3 km
52,3 km
55,5 km
56,7 km
73,9 km
84,1 km
87,7 km
89,1 km
111 km

Öffentliche Verkehrsmittel

Der Lechradweg ist gut an den Bahnverkehr angeschlossen. Die Mitnahme des Rades ist grundsätzlich möglich. Viele Nahverkehrszüge haben dafür ausgewiesene Mehrzweckabteile für Radler, auf die das Fahrradsymbol in den Einstiegsbereichen hinweist. Zur Mitnahme des Rades eine entsprechende Fahrradkarte lösen. Auch in vielen Regionalbussen ist die Mitnahme der Räder möglich.

Zwischen Reutte und Warth verkehrt in der Hauptsaison (je nach Wetterlage meist Ende Mai bis Anfang Oktober) ein separater Rad- und Wanderbus mit Radanhänger für 38 Räder.

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