Der Lechradweg: Länge und Etappen entlang des Flusses

Der Lechradweg ist ein beliebter Flussradweg, der sich entlang des Lechs durch die unterschiedlichsten Regionen und Landschaften schlängelt. Die Route startet an der Mündung des Lechs in die Donau und führt bis ins gebirgige Lechtal.

Die Route des Lechradwegs

Die Route des Lechradwegs startet direkt an der Mündung des Lechs in die Donau in Marxheim bei Donauwörth. Von hier geht es immer Richtung Süden, durch die Region Donau-Ries an Thierhaupten und Langweid vorbei nach Augsburg. Von hier schlängelt sich der Weg - mal am Lech - mal etwas davon entfernt über Kaufering, Landsberg am Lech nach Schongau und Lechbruck. Hier kommen wir dann so richtig im Allgäu an, bzw. an dessen östlichen Rand. Denn der Lech markiert die Ostgrenze des Allgäu. Vorbei am Forggensee geht es nach Füssen und dann weiter über die Landesgrenze nach Tirol und nach Reutte.

Die türkise Farbe des Lechs ist grandios. Hier ist der Lech schon ein fast unverbauter Wildfluss, und der Lechradweg verläuft immer direkt am Wasser. Das Spannende am Lechradweg ist, dass jede Tagesetappe anders ist. Der Lechradweg ist super vielfältig.

Länge und Etappen

Der Lechradweg ist 244,2 Kilometer lang und wird üblicherweise in 3 bis 5 Tagesetappen gefahren, je nach Sportlichkeit und Sightseeing-Stopps. Der Weg weist einen Anstieg von 1415 Höhenmetern und einen Abstieg von 693 Höhenmetern auf.

Hier eine Übersicht über die wichtigsten Daten:

Merkmal Wert
Länge 244,2 Kilometer
Dauer/Etappen 3-5 Tagesetappen
Höhenunterschied Anstieg 1415 m / Abstieg 693 m

Wegbeschaffenheit und Barrierefreiheit

Der Lechradweg ist größtenteils asphaltiert, ansonsten verläuft der Weg über gut planierten Schotter. Der Weg ist sehr eben, nur auf der 4. Etappe gibt es größere Steigungen. Zwar ist der Weg größtenteils barrierefrei, dennoch sind einige Abschnitte des Weges nicht ganz barrierefrei, so dass ein Fahren mit Hand-Bikes nicht uneingeschränkt möglich ist.

E-Bike-Tauglichkeit

Der Lechradweg ist absolut E-Bike-tauglich. Es gibt auch entlang der Strecke zahlreiche Lade-Stationen für E-Bikes. Außerdem weist der Digitale Reiseassistent (e-)radfreundliche Betriebe aus.

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für den Lechradweg ist von Ende April bis Oktober.

Gepäcktransport

Es gibt Anbieter, die Organisation und Gepäcktransport anbieten.

Anreise

Der einfachste Weg ist die Anreise per Zug nach Donauwörth. Von hier geht es mit dem Rad rund eine Stunde auf dem Donauradweg nach Marxheim. Auch eine Anreise mit dem Auto ist möglich. Es gibt in Donauwörth einen großen Park&Ride Parkplatz. Die Heimreise mit Bus und Zug ist super entspannt und gut organisiert. Ab Steeg fährt in den Sommermonaten ein Fahrrad-Bus mit extra Anhänger bis nach Reutte, aber auch alle anderen Busse haben Platz für bis zu 5 Räder am Heck.

Von Reutte aus gibt es in der Saison einen Radlerbus bis Steeg. Reutte in Tirol ist mit der Bahn erreichbar. Es liegt an der Bahnstrecke der Außerfernbahn zwischen Kempten und Garmisch-Partenkirchen. Bis Reutte kann man sogar mit dem Deutschlandticket reisen. Zwischen Reutte und Lech am Arlberg verkehrt ein Linienbus VVT Linie 110. Der mit Fahrradanhänger ausgestattete Bus verkehrt in der Sommersaison dreimal am Tag auf der Teilstrecke zwischen Reutte und Warth.

Fragt in eurer Unterkunft unbedingt nach der Reutte Aktiv-Karte - mit dieser könnt ihr kostenlos mit dem Bus fahren. Ihr braucht dann nur noch ein Fahrrad-Ticket für 5 Euro pro Rad. Von Reutte aus geht es mit dem Bus nach Füssen oder mit dem Zug nach München.

Empfehlungen für die Ausrüstung

Zunächst einmal möchten wir euch die Ortlieb-Taschen empfehlen. Wir haben schon diverse Satteltaschen-Modelle von Ortlieb dabei gehabt und waren immer happy. Viel Platz, wasserdicht, einfach zu benutzen. Außerdem haben wir immer ein leichtes Zelt dabei. Wärmsten empfehlen können wir euch dieses hier von MSR. Etwas günstiger, aber auch gut, wäre zum Beispiel dieses hier von Forceatt.

Sehenswürdigkeiten entlang des Lechradwegs

Es gibt ungefähr so viele Gründe und Gelegenheiten auf dem Lechradweg anzuhalten, wie es Flusskilometer gibt. Allein die Landschaft bietet so viele Ausblicke und Aussichten, da wird jedes Absteigen zum Highlight. Aber auch in den Städten Rain, Augsburg, Landsberg und natürlich Füssen lohnen sich ausgedehnte Spaziergänge und Stopps. Am besten ihr verschafft euch in unseren Artikeln zu den einzelnen Etappen einen Überblick.

Bei der Etappenplanung und Navigation hilft der digitale Reiseassistent unter www.lechradweg.info. Dort könnt ihr eure Tagesetappen auf dem Smartphone ganz individuell gestalten und angeben, welche Sehenswürdigkeiten ihr auf der Route entdecken wollt. Außerdem findet ihr in der interaktiven Karte Unterkünfte, Ladestationen und Fahrrad-Werkstätten, Lauschpunkte, Bahnhöfe und sogar öffentliche Toiletten.

Viele der Höhepunkte an der Strecke werden im digitalen Serviceheft erklärt. Zudem kann man an über rund 30 Audio-Touren, sogenannten Lauschpunkten, noch tiefer in die Geschichten eintauchen. Sie sind auch für Menschen mit Seheinschränkungen eine tolle Möglichkeit, Expertenwissen direkt vor Ort zu bekommen.

Der Lech: Weiser, Reifer, Wilder Fluss

Der Lech entspringt in Vorarlberg aus seinen beiden Quellbächen oberhalb des Ortes Lech. Nach dem Forgensee verlässt er den Alpenraum und fließt durch mehrere Stauseen weiter bis zur Litzauer Schleife. Von hier aus fließt der Lech in zwei Armen, dem Naturfluss und dem kanalisierten Lech weiter.

Der Lech-Radweg wird offiziell flussaufwärts geführt, da der Ausblick auf die Alpen sehr imposant ist und man sein Tourziel somit immer vor Augen hat. Der Lech ist ein 256 Kilometer langer rechter Nebenfluss der Donau.

Weiser Lech, reifer Lech, wilder Lech - auf drei Lebensabschnitten und in fünf Etappen führt der Lechradweg auf 244,6 Kilometern durch Landschaften, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Um sie mit dem Rad erlebbar zu machen, haben sich vier Regionen zusammengeschlossen: So geht es flussaufwärts von der Mündung bei Marxheim in Bayerisch-Schwaben über den Pfaffenwinkel ins Allgäu und durch die Naturparkregion Reutte bis ins Lechtal.

Auf Teilstücken des Lechradwegs wurden zudem vier barrierefreie Routen mit Verlängerungsmöglichkeiten geschaffen, die im digitalen Serviceheft mit eigens erlebbaren Höhepunkten beschrieben werden.

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