Leichte Motorrad Sommerjacke im Test

Nicht immer sind Lederjacke und Jeans die beste Wahl, wenn es auf große Tour geht. Trifft man auf unterschiedliche Wetter- und Temperaturbedingungen, fährt es sich mit einer anpassbaren Außenhaut deutlich komfortabler.

Motorrad Textiljacken sind Allroundtalente und durch den guten Wetterschutz zumindest auf größeren Touren die bessere Wahl. Wir haben uns einige der Reisebegleiter genauer angeschaut.

Motorrad Textiljacken - Drei Schichten Schutz

Grundsätzlich ist eine Textiljacke in drei Schichten aufgebaut: Der äußeren Schicht, zumeist aus widerstandsfähigem Cordura, folgt eine wind- und wasserundurchlässige Membran. Hier unterscheidet man Z-Liner und ein 2- oder 3-Lagen-Laminat.

Ein Z-Liner, in der Regel eine einzippbare Membranjacke, ist etwas kostengünstiger in der Produktion. Der Nachteil: Die Außenjacke saugt sich bei Regen voll, wird nass und schwer.

Bei den Membranen unterscheidet man porige und rein physikalische. Porige Membrane wie etwa Gore-Tex basieren auf einer Teflonschicht, die so lange gezogen wird, bis eine mikrofeine Porung entsteht, durch die nur noch Wasserdampf entweichen kann, die ansonsten aber wind- und wasserdicht ist.

Anders funktionieren zum Beispiel SympaTex-Membrane. Das sind Stoffe, die so fein gewebt sind, dass sie zwar Wasser abhalten, Wasserdampf aber durchlassen. Egal ob mit oder ohne Porung, zum Abtransport des Wasserdampfes nach außen ist ein Temperaturgefälle hin zur Außentemperatur nötig.

Als Faustregel geht man hier von etwa 15 Grad aus, bei der eine Klimamembran am besten funktioniert.

Wohlfühlfahrten auch bei wechselhaften Bedingungen

Ab 25 Grad Außentemperatur lässt die Wirkung einer Membran nach. Dann müssen die Belüftungsöffnungen der Jacke ran, um im Fahrbetrieb das Temperaturgefälle wieder zu erhöhen und die Atmungsaktivität anzukurbeln.

Motorrad Sommerjacken mit Mesh im Vergleich

Motorrad Sommerjacken sind dank moderner Materialien heute bequeme und sichere Begleiter in der warmen Jahreszeit für alle Motorradfahrerinnen. Um es einfach und schnell auf den Punkt zu bringen: Große Mesheinsätze! Diese sorgen für eine angenehme Kühlung, da der Fahrtwind durch die Motorradkleidung zirkulieren kann.

Da alle Motorradjacken in diesem Vergleich integrierte Protektoren an Schultern und Ellenbogen haben, muss nur noch ein Rückenprotektor nachgerüstet werden und schon ist Frau rundum bequem geschützt. Unsere vier Mesh-Sommerjacken erfüllen alle Anforderungen an Schutzklasse A für Motorradfahrer.

Das bedeutet, das sowohl Aufprallschutz als auch Abriebfestigkeit, gemessen in DEN, gegeben sind. Die gute Belüftung der Motorradjacken durch die Mesheinsätze bietet gegen Regen keinen Schutz. Wenn das Wetter umschlägt, dann sollte Frau eine Regenjacke dabeihaben.

Die einzige Jacke im Feld, die als 2-in-1-Motorradjacke angeboten wird, ist die Khao Air von Modeka. Du kannst die Membran auch klein zusammengelegt am Rücken der Mesh-Motorradjacke transportieren (siehe Bild) und hast sie so zur Hand, wenn das Wetter umschlägt.

Wenn du mehr als schwarz-weiß suchst, dann bietet dir Held mit vielen verschiedenen Farbkombis (5 Varianten) die größte Auswahl. Wer auf klassisch schwarz bei Motorradschutzkleidung steht, wird auch hier bedient aber genauso kommen Fans von neongelb und rot auf ihre Kosten.

Der Weg zu mehr Farbe führt bei Held auch über grau und grau-schwarz. Die Santerno Damen Motorradjacke von Büse ist ein sommerlicher Hingucker! Design und Funktionalität kommen hier in perfekter Motorradklamotten-Symbiose daher. Gut geschützt und trotzdem gut belüftet; so wie es das Wetter erfordert.

Bei Büse ist der Sommer schwarz-weiß. Wenn Du Dir für Deine Motorradtouren im Sommer eine Jacke wünschst, die sowohl schick als auch sicher ist, bist du mit diesem Modell gut bedient. Denn die FLM Ram Air Damen Textiljacke erfüllt höchste Ansprüche und beeindruckt vor allem durch zahlreiche Reflektoren und eine gute Belüftung.

Mit dieser Jacke für Bikerinnen, die viel unterwegs sind, bist Du nicht nur stilvoll auf Achse, sondern besonders gut geschützt. Die Tropic 3.0 Motorradjacke von Held ist eine gute Wahl für heiße Sommertage auf dem Motorrad. Die sportliche Meshjacke bietet dir besten Schutz (600 DEN) inklusive einer guten Belüftung.

Modeka präsentiert die Mesh-Jacke als den besten Begleiter auf Motorradtouren durch den europäischen Sommer. Sie ist etwas teuerer als die anderen Sommerjacken aber dafür bietet sie dir mit der entnehmbaren Membran-Jacke als einzige im Feld einen absoluten Schutz gegen Regen.

Konzentration ist ein Schlüsselfaktor beim Motorradfahren. Mit der richtigen Motorrad Sommerjacke bleibt diese auch bei hohen Temperaturen erhalten, denn die Airflow Motorradjacken helfen dem Fahrer, durch ihren Kühl-Effekt konzentriert zu bleiben.

Motorrad-Meshjacken für heiße Tage im Test

Wir testen Motorrad-Sommerjacken, genauer Motorrad-Meshjacken, auf die Kombination aus luftiger Leichtigkeit und sicherem Schutz für den Oberkörper.

Im Sommer, wenn Lederkombi oder Touren-Textilanzug zwar zuverlässigen Schutz, doch nur wenig Belüftung bieten, greifen allzu viele Motorradfahrer zu T-Shirt, Sneakern und kurzer Hose. Bitte tun Sie das nicht! Denn Baumwolle löst sich bei Asphaltkontakt schnurstracks in Missfallen auf - verdreckte und schlecht heilende Schürfwunden sind die Folge.

Die wesentlich bessere Alternative sind Meshjacken, die großflächig auf ein Netzgewebe aus Polyester oder Polyamid setzen. Diese versprechen beste Belüftung und dennoch ausreichend Schutz. Doch wie viel Sicherheit darf man, in ein solches Netz gepackt, tatsächlich erwarten? Diese Frage mussten 9 Meshjacken, deren Aufbau teils recht unterschiedlich ist, in unserem Test beantworten.

Können Löcher sicher sein?

Die mittlerweile für Motorradbekleidung gültige Norm EN 17092 soll es leichter machen, die zu erwartenden Schutzeigenschaften einer Jacke zu erkennen. Dazu findet sich auf dem Etikett einer von drei Buchstaben, nämlich C (Aufprallschutz), B (Abriebschutz) oder A (Aufprall- und Abriebschutz).

Je nachdem, wie gut bzw. lange die Schutzkleidung bei einem (simulierten) Sturz hält, kann sie auch mit AA oder AAA ausgezeichnet sein. Letzteres erreichen robuste Textil- und Lederkombis sowie manche Jeans. Meshjacken hingegen sind in der Regel "nur" mit einem A zertifiziert.

Solche Bekleidung soll laut Norm auf möglichst geringe Ergonomie- und Gewichtsbelastungen ausgerichtet sein und darf sich dafür auf ein Mindestmaß an notwendigem Schutz konzentrieren.

Konkret sieht dieses Mindestmaß so aus, dass Zone 3 (siehe Grafik, hellblau) gar nicht auf Abriebfestigkeit geprüft wird - also all jene Bereiche, die bei einer Meshjacke typischerweise aus Netzgewebe bestehen. Von daher sollten Käufer auf vertrauenswürdige Materialien achten, zum Beispiel Polyamid oder robusteres Polyester (z. B. 600D).

12 Leder-Textil-Motorradjacken im Test

Bei diesen 12 Motorradjacken muss sich keiner entscheiden, die Hersteller kombinieren gekonnt beide Materialien. Bei der Kombination von Leder und Textil liegt es nahe, jene Stellen aus Leder zu fertigen, die bei einem Sturz erfahrungsgemäß mit dem Boden in Kontakt kommen - also vornehmlich Arme und Schulterbereich.

Textilgewebe darf seine Stärken dann hingegen im Brust- und Innenarmbereich sowie an weiteren vergleichsweise unempfindlichen Stellen ausspielen. So kann die Jacke auch während der Fahrt spontan und unkompliziert an alle Wettergegebenheiten angepasst werden - sei es warm oder kalt, nass oder trocken, Wüste oder Asphalt.

Je nach Art und Weise der eingegangenen Partnerschaft von Leder und Textil entsteht im einen Fall eine Tourenjacke, im nächsten eine Sportjacke und im anderen Fall eine Retro-Jacke. Der Retro-Style fordert viel Leder, doch im Sinne von Komfort und Belüftung werden ungefährdete Stellen wie die Armbeuge durch luftiges und flexibles Textilgewebe verbessert.

Die Auswahl in diesem Bereich ist groß. Folglich sind auch in unserem Test ganz verschiedene Retro-Motorradjacken vertreten. Da überrascht es wenig, dass sich zwei Jacken den Testsieg teilen, die in ihrer Ausrichtung unterschiedlicher kaum sein könnten. Unsere Haut ist aber in beiden hübsch und sicher verpackt.

Testsieger: Rev’it Mantis

  • Preis: 419,99 Euro
  • Größen: S bis XXL
  • Farben: Schwarz, Schwarz/Weiß, Schwarz/Neongelb, Schwarz/Neonrot
  • Gewicht: 2,40 kg (Größe M)
  • Zertifizierung: prEN 17092-4:2017, Level A
  • Herstellungsland: Vietnam
  • Material: Obermaterial aus Rindsleder, Polyester, Polyamid und Elasthan, Futter aus Polyester, Schulterplatten aus TPU

Rev'it Mantis knackiger und gut definierter Sitz, Ärmelänge und -krümmung praxisgerecht, sehr angenehmes Futter, entnehmbare Klimamembran, Kragen und Protektoren äußerst komfortabel, tadellose Verarbeitung, kurzer und langer Verbindungsreißverschluss, Brustprotektor möglich niedriger Kragen ohne Verstellmöglichkeit, keine Weitenverstellung am Ärmelende.

Bewertung Material-Kombination: Dank Mesh bei Bedarf luftig und bequem, dank Leder trotzdem abriebfest.

Fazit: Rev’it bietet mit der Mantis eine sehr gelungene Sportjacke, die dank Mesh-Gewebe selbst bei heißem Wetter funktioniert. Auch Kälte und Nässe kann sie gut ab. Trotz weniger Verstellmöglichkeiten reicht es zum Mit-Testsieg.

MOTORRAD-Urteil: sehr gut

Testsieger: Rukka Melfort

  • Preis: 559,95 Euro
  • Größen: 46 bis 66
  • Farben: Schwarz, Oliv-Braun
  • Gewicht: 2,71 kg (Größe 46)
  • Zertifizierung: FprEN 17092-3:2016, Level A
  • Herstellungsland: China
  • Material: Obermaterial aus Rindsleder, Polyamid und Baumwolle, Futter aus Polyester

Rukka Melfort tadellose Verarbeitung, hoher Kragen, Gore-Tex-Z-Liner-Membrane im Oberstoff, Futter mit langem Reißverschluss sauber eingezippt, Ärmelenden durch Klettverschluss bedingt weitenverstellbar, auch mit Handschuhen gut zu bedienen, sechs großzügige Außentaschen Kragenweitenverstellung könnte noch flexibler sein, mit Abstand die schwerste Jacke im Test, nur wenig Stretchanteil, konzeptbedingt weniger gut belüftet als andere Jacken.

Bewertung Material-Kombination: Größtenteils Textil, Leder an gefährdeten Stellen und aus optischen Gründen.

Fazit: Die Rukka Melfort zeigt sich als vollausgestattete Tourenjacke mit Adventure-Ambitionen, lediglich bei zu viel Hitze kommen die großzügigen Belüftungsöffnungen irgendwann an ihre Grenzen. In ihrem Genre Testsieger!

MOTORRAD-Urteil: sehr gut

Kauftipp: Büse Ferno

  • Preis: ab 299,95 Euro
  • Größen: 25-32, 46-64, 98-122, plus Damengrößen
  • Farbe: Schwarz
  • Gewicht: 2,40 kg (Größe S/48)
  • Zertifizierung: EN 17092-3:2020, Level AA
  • Herstellungsland: Pakistan
  • Material: Obermaterial aus Rindsleder und Polyamid, Futter aus Polyester

Büse Ferno angenehme Passform, hoher Tragekomfort, Ärmellänge und -krümmung praxisgerecht, passend dimensionierte Weitenverstellungen, perfekte Protektorengröße und -platzierung, entnehmbare Humax-Klimamembran, komfortabler Kragen, umfangreiches Größenangebot, Damenvariante erhältlich Kragen und Klettriegel recht tief, minimale Verarbeitungsmängel, Zipper etwas klein.

Bewertung Material-Kombination: Lederbesatz an allen wichtigen Stellen, selbst Brust-, Nacken- und Steißbereich, dazu Textilflächen mit Lüftungsöffnungen.

Fazit: Die Ferno ist eine sehr komfortable und auf Sicherheit bedachte Leder-/Textiljacke. In der Praxis überzeugt sie durch klare Machart und gute Bedienung. Toll ist außerdem die Variantenvielfalt, auch eine passende Hose bietet Büse.

MOTORRAD-Urteil: gut

Kauftipp: Trilobite All Ride

  • Preis: 299,95 Euro
  • Größen: S bis 4XL
  • Farbe: Schwarz
  • Gewicht: 2,41 kg (Größe M)
  • Zertifizierung: FprEN 17092-3:2019, Level AA
  • Herstellungsland: Pakistan
  • Material: Obermaterial aus Rindsleder, Polyester und Polyamid, Verstärkungen aus Aramid, Futter aus Polyester

Trilobite All Ride ordentliche Verarbeitung, sehr hohes Maß an Komfort, Level-2-Protektoren, vorbereitet für Alpinestars Airbagweste, Futter aus recyceltem Polyester, Extras wie Warndreieck-Helmbeutel und Mikrofasertuch, Zwei-Wege-Reißverschluss zur Belüftung an Ärmeln, mehrere Reflektoren Weitenverstellung nur per Druckknopf, Ärmelöffnung für große Stulpen etwas eng, keine Weitenverstellung an Kragen und Ärmelenden.

Bewertung Material-Kombination: Minimaler Lederanteil rein für die Optik an Kragen, Taschen und Ärmeln.

Fazit: Eine Textiljacke, bequem wie der Lieblingsschlafanzug, dazu mit Extras und gutem ökologischem Gewissen gesegnet - doch eine Leder-Textil-Jacke ist die All Ride nicht wirklich, denn die Lederapplikationen bieten keinen wirklichen Mehrwert.

MOTORRAD-Urteil: gut

Bogotto Explorer-Z

  • Preis: 299,95 Euro
  • Größen: XS bis 3XL
  • Farben: Schwarz, Schwarz/Grün
  • Gewicht: 2,47 kg (Größe S)
  • Zertifizierung: EN 17092-3:2020, Level AA
  • Herstellungsland: Pakistan
  • Material: Obermaterial aus Rindsleder und Polyamid, Futter aus Polyester

Bogotto Explorer-Z gute Passform, weite Ärmelöffnungen, entnehmbare Klimamembran, praxisgerechte Belüftung, gute Isolation im Brustbereich, Taschen auch mit Handschuhen zu öffnen, Rückentasche Schaumstoff statt Rückenprotektor, etwas umständliche Weitenregulierung an Oberarm und Taille, Kragen nicht hoch genug, Thermofutter verfängt sich leicht im Reißverschluss.

Bewertung Material-Kombination: Textil-Adventurejacke mit sinnvollem Lederbesatz an Schulter und Unterarm, also den beim Sturz beanspruchten Stellen.

Fazit: Die Bogotto Explorer-Z ist eine angenehme Tourenjacke, die auch für Adventure-Fahrten im Stehen gut taugt. Sie wirkt zwar etwas sperrig, überzeugt aber mit durchdachten Details für den Praxiseinsatz.

MOTORRAD-Urteil: gut

Bogotto Tek-M

  • Preis: 309,90 Euro
  • Größen: XS bis 3XL
  • Farbe: Schwarz
  • Gewicht: 2,19 kg (Größe S)
  • Zertifizierung: EN 17092-3:2020, Level AA
  • Herstellungsland: Pakistan
  • Material: Obermaterial aus Büffelleder, Polyamid und Elasthan, Futter aus Polyester

Bogotto Tek-M ordentliche Verarbeitung, Thermofutter und Klimamembran enthalten, Futter-Befestigung im Ärmel farblich codiert, Ärmelöffnungen gut dimensioniert, sehr angenehmes Büffelleder fällt eng aus, Torso sehr kurz, kaum Verstellmöglichkeiten, Außentaschen mit Handschuhen schwer zu öffnen, Zipper am Reißverschluss sehr klein, Protektoren drücken leicht.

Bewertung Material-Kombination: Büffelleder an exponierten Stellen wie Schultern, Ärmeln und Seiten ergänzen den großen Textilbereich sinnvoll.

Fazit: Durch das geschmeidige Büffelleder macht die Bogotto Tek-M einen sehr angenehmen ersten Eindruck, die sehr knackige Passform, wenig Verstellmöglichkeiten und schwierige Bedienung kosten aber Punkte.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Course Boomer

  • Preis: 129,99 Euro
  • Größen: XS bis 3XL
  • Farben: Schwarz, Braun
  • Gewicht: 1,56 kg (Größe S)
  • Zertifizierung: prEN 17092-3:2018, Level AA
  • Herstellungsland: Pakistan
  • Material: Obermaterial aus Büffelleder und Polyester, Futter aus Polyester

Course Boomer sehr leicht und komfortabel, Protektorendecken großen Bereich ab und sind kaum zu spüren, sehr gute Bewegungsfreiheit, sehr günstig etwas wulstige Passform, dadurch flatteriges Gefühl ab etwa 80 km/h, kleine Reißverschluss-Reiter, Schaumstoff-Attrappe statt Rückenprotektor, wenig Verstellmöglichkeiten, dünstet im Neuzustand stark aus, kein Verbindungsreißverschluss, keine Belüftungsöffnungen.

Bewertung Material-Kombination: Großflächiges Leder wird durch komfortfördernde Textilflächen ergänzt.

Fazit: Die lässig gestaltete Course Boomer ist zeitweise bereits ab 59,99 Euro zu haben. Sie ist extrem leicht und weich, schafft es aber trotz eingedruckter AA-Zertifizierung nicht, ein wirkliches Sicherheitsgefühl zu vermitteln.

MOTORRAD-Urteil: ausreichend

Dainese Super Rider D-Dry

  • Preis: 429,95 Euro
  • Größen: XS bis 3XL
  • Farben: Schwarz, Schwarz/Grün
  • Gewicht: 2,07 kg (Größe 48)
  • Zertifizierung: prEN 17092-4:2017, Level A
  • Herstellungsland: Bosnien und Herzegowina
  • Material: Obermaterial aus Rindsleder, Polyamid und Elasthan, Futter aus Polyamid und Polyester, Schulterplatten aus Aluminium

Dainese Super Rider D-Dry reißfestes Mesh-Gewebe, Vorbereitung für Brustprotektoren, sehr viel Liebe zum Detail, komfortables und sehr gut funktionierendes Thermofutter mit wasserdichter D-Dry-Membran, sinnvoll dimensionierte Ärmelöffnungen, Ärmellänge und -krümmung sehr gut dick gepolsterte Level-1-Hartschalenprotektoren an Schultern und Ellbogen, Weitenverstellung mit Druckknöpfen, niedriger Kragen.

Bewertung Material-Kombination: Dank Mesh bei Bedarf luftig und bequem, dank Leder trotzdem abriebfest.

Fazit: Die Dainese Super Rider ist eine alltagstaugliche Sportjacke, die bei Hitze, Kälte und selbst Nässe sehr gut funktioniert. Für Punktabzug sorgen die Hartschalenprotektoren und die vielen unpraktischen Druckknöpfe.

MOTORRAD-Urteil: sehr gut

Held Jester

  • Preis: 429,95 Euro
  • Größen: S bis 3XL
  • Farbe: Schwarz/Braun
  • Gewicht: 2,58 kg (Größe S/46)
  • Zertifizierung: FprEN 17092-3:2018, Level AA
  • Herstellungsland: Pakistan
  • Material: Obermaterial aus Rindsleder und Armalith, Futter aus Polyester und Baumwolle

Held Jester sehr angenehmes Leder, Stoff-Labyrinth hinter Frontverschluss lässt sich seitlich verstauen, Innenseite für Held-eigenes Futter vorbereitet, Kragen hochstellbar, praxisgerechte Zipper relativ schwer und sperrig, Protektoren bei niedrigen Temperaturen unkomfortabel, kein Stretch, Thermofutter nur gegen Aufpreis, wenig praxisgerechte Weitenverstellung.

Bewertung Material-Kombination: Die Kombination aus Leder und Textil dient vornehmlich der Optik. Das Leder besitzt bereits Stretchanteile, zusätzlichen Komfort bietet das Armalithgewebe daher nicht.

Fazit: Weiches Leder und Magnete an Kragen und Frontverschluss gefallen, doch im Praxiseinsatz wirkt die Held Jester schwer, sperrig und überdimensioniert. Der Textilanteil ist abriebfest, bietet sonst aber kaum spezifische Vorteile.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

iXS Tour LT ST

  • Preis: 349,95 Euro
  • Größen: 48 bis 60 plus Kurz- und Langgrößen
  • Farbe: Schwarz
  • Gewicht: 1,98 kg (Größe S)
  • Zertifizierung: prEN 17092-4:2017, Level A
  • Herstellungsland: Pakistan
  • Material: Obermaterial aus Rindsleder, Polyamid und Elasthan, Futter aus Polyester

iXS Tour LT ST Belüftungsöffnungen an Oberarm und Rücken, herausnehmbare Solto-Tex-Membrane, verstellbare Protektoren, weicher Kragen, großer Stretchanteil an Ärmeln, Reflektor, langer und weich gepolsterter Übergangsbereich zur Hose, Verbindungsreißverschluss wenig Stretch am Torso, keine Weitenregulierung, Druckknöpfe an Ärmelenden, Protektoren bei niedrigen Temperaturen unkomfortabel.

Bewertung Material-Kombination: Das großflächige, abriebfeste Leder wird am Torso und Innenarmbereich durch luftiges bzw. stretchiges Textil ergänzt.

Fazit: Die leichte iXS Tour LT ST sitzt sportlich-knackig, dies beeinträchtigt trotz großzügigem Stretchanteil an den Ärmeln Komfort und Beweglichkeit. Dafür punktet sie mit Detaillösungen wie dem komfortablen Kragen.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Rebelhorn Vandal Air

  • Preis: 399,00 Euro
  • Größen: 44 bis 62
  • Farben: Schwarz
  • Gewicht: 2,58 kg (Größe 46)
  • Zertifizierung: EN 17092-3:2020, Level AA
  • Herstellungsland: Pakistan
  • Material: Obermaterial aus Rindsleder und Polyamid, Futter aus Polyester und Elasthan

Rebelhorn Vandal Air breites Größenspektrum, angenehm weiches Leder, viele Taschen, großzügiges Stretchmaterial, wind- und wasserdichte Softshell-Weste integriert, Level-2-Gelenkprotektoren, an Ellbogen höhenverstellbar, Leder teilweise perforiert anfangs leicht unangenehmer Geruch, Perforation nicht sauber gestanzt, teils sehr eng, Beweglichkeit dadurch leicht eingeschränkt, kein richtiges Thermofutter, nicht für kühleres Wetter.

Bewertung Material-Kombination: Die Kombination aus Leder und Textil sieht toll aus, leider bietet das Textilgewebe aber nicht den benötigten Stretchanteil.

Fazit: Die polnische Marke Rebelhorn bietet mit der Vandal Air eine sportliche, luftige und sichere Jacke für warmes Wetter. Leichte Verarbeitungsmängel und die zu knackige Passform trübenallerdings den ansonsten sehr guten Eindruck.

MOTORRAD-Urteil: gut

Richa Terminator

  • Preis: 389,99 Euro
  • Größen: XS bis 4XL
  • Farben: Schwarz, Schwarz/Weiß, Schwarz/Rot
  • Gewicht: 2,25 kg (Größe S)
  • Zertifizierung: prEN 17092-4:2018, Level A
  • Herstellungsland: Vietnam
  • Material: Obermaterial aus Rindsleder, Polyester und Polyamid, Futter aus Polyester

Richa Terminator Textil und Leder angenehm weich, sehr angenehmer Protektorensitz, vorbereitet für Brustprotektoren, komfortabler Kragen, ordentliche Bewegungsfreiheit, trotz sportlicher Passform komfortabel, zwei Verbindungsreißverschlüsse niedriger Kragen ohne Weitenverstellung, Ärmelenden ohne Weitenverstellung, keine Belüftungsöffnungen, Reißverschlüsse der Taschen sehr kurz, Futter sitzt nicht sehr präzise.

Bewertung Material-Kombination: Die Verteilung der verschiedenen Materialien bringt Sicherheitsvorteile und sieht gut aus, mehr Belüftung wäre aber möglich.

Fazit: Die sehr hübsch gestaltete Terminator kombiniert Leder, Textil und Hartplastik zu einer sportlichen und komfortablen Jacke. Mit Belüftungsöffnungen, Thermofutter und Verstellmöglichkeiten wäre sie ganz vorne dabei.

MOTORRAD-Urteil: gut

Die hier vorgestellten Motorradjacken zeigen nur einen kleinen Ausschnit aus dem Angebot, das du im Markt findest.

Hier ist eine Tabelle, die einige der getesteten Jacken und ihre Eigenschaften zusammenfasst:

Jacke Material Zertifizierung Besonderheiten Urteil
Rev’it Mantis Rindsleder, Polyester, Polyamid und Elasthan prEN 17092-4:2017, Level A Mesh, entnehmbare Klimamembran Sehr gut
Rukka Melfort Rindsleder, Polyamid und Baumwolle FprEN 17092-3:2016, Level A Gore-Tex-Z-Liner-Membrane Sehr gut
Büse Ferno Rindsleder und Polyamid EN 17092-3:2020, Level AA Entnehmbare Humax-Klimamembran Gut
Trilobite All Ride Rindsleder, Polyester und Polyamid FprEN 17092-3:2019, Level AA Level-2-Protektoren Gut

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