Die leichtesten MTB-Helme im Test: Sicherheit und Komfort für dein nächstes Abenteuer

Wer gerne Mountainbike fährt, weiß, wie wichtig ein hochwertiger MTB-Helm ist - egal ob im Gebirge oder im Wald. Deshalb haben wir für dich eine Auswahl der besten MTB-Helme zusammengestellt. Egal, ob du am Wochenende nur gelegentlich fährst oder regelmäßig Bikeparks erkundest - wir hoffen, dass du in dieser Übersicht den perfekten Helm für dich findest.

Klassische MTB-Helme

Lass uns diesen Vergleich mit den sogenannten klassischen MTB-Helmen beginnen. Diese Helme sind aufgrund ihrer Leichtigkeit und optimalen Belüftung sehr geschätzt. Sie bieten daher einen effektiven Schutz des Schädels. Allerdings haben sie wenig bis gar keinen Schutz für das Gesicht. Aus diesem Grund sind diese Helme besonders für Anfänger und Cross-Country-Enthusiasten geeignet.

  • Neatt Basalte Expert Helm: Wir haben ihn nicht nur aufgrund seiner Herkunft von Alltricks gewählt, sondern weil er ein vielseitiger Fahrradhelm ist. Er eignet sich sowohl für MTB als auch für städtisches Radfahren. Dafür ist er mit 20 Belüftungsöffnungen ausgestattet, die für eine optimale Belüftung sorgen. Zusätzlich bietet er eine verstellbare Rückverschlussrolle, die für eine präzise Anpassung und sicheren Halt sorgt. Der Helm hat zudem ein Insektenschutznetz an der Vorderseite, das verhindert, dass Insekten durch die Luftöffnungen eindringen, sowie eine abnehmbare Sonnenblende.
  • Fox Speedframe Pro: Auch der Fox Speedframe Pro bietet Vielseitigkeit. Er ist ein hochwertiger MTB-Helm, der mit Hilfe von Profisportlern entwickelt wurde. Er erhielt die höchste Bewertung (5 Sterne) im Rahmen des Programms „Bicycle Helmet Rating“ des unabhängigen Instituts Virginia Tech. Der Helm bietet daher optimalen Schutz vor Stößen und Aufprällen. Ausgestattet mit einer Fidlock® SNAP-Verschluss und einem 360-Grad-Retentionssystem bietet er eine perfekte Passform. Darüber hinaus verfügt der Helm über ein antimikrobielles XT2®-Futter, das Gerüche und Schweiß effektiv beseitigt.

All-Mountain-Helme

Auf dem zweiten Platz dieser Liste finden Sie die All-Mountain-Helme. Diese Helme haben eine ähnliche Basis wie klassische Helme, jedoch mit einem längeren Schutz auf der Rückseite des Schädels. Sie bieten daher einen besseren Nackenschutz. Sie sind daher etwas schwerer als klassische Helme, bieten jedoch eine ebenso effektive Belüftung.

  • Poc Kortal Helm: Der Poc Kortal Helm ist perfekt für Enduro und Offroad. Er bietet erweiterten Schutz und ein außergewöhnliches Belüftungssystem. Seine Belüftungskanäle sind so konzipiert, dass sie nicht durch die Maske blockiert werden. Kompatibel mit Ora-Masken, verfügt der Helm über eine abnehmbare und verstellbare Sonnenblende, die Platz für Masken oder Sonnenbrillen bietet. Schließlich, wie alle Helme bei Alltricks, ist auch dieser CE-zertifiziert. Der große Unterschied bei diesem Kortal ist, dass er auch die NTA 8776-Norm für E-Bikes erfüllt.
  • Fox Speedframe Pro Backfade Helm: Dieser Fox Speedframe Pro Backfade Helm hat unsere Aufmerksamkeit erregt, da er vom Institut Virginia Tech mit 5 Sternen bewertet wurde. Zudem bietet der Helm durch das 360-Grad-Retentionssystem eine perfekte Passform und hat ein waschbares XT2®-antimikrobielles Futter für eine bessere Feuchtigkeitsregulierung.

Bowl-Helme

Auf Platz drei dieses Rankings finden sich die legendären Bowl-Helme. Diese sind zwar schwerer und weniger belüftet als klassische MTB-Helme, aber besser für den urbanen Bereich und Skateparks geeignet. Wie die All-Mountain-Helme bieten sie verstärkten Schutz im hinteren Bereich des Schädels, besitzen aber auch ihren berühmten stylischen urbanen Look, der besonders beliebt ist.

  • Fox Flight-Bowl-Helm: Dieser Fox Flight-Bowl-Helm ist so konzipiert, dass er optimalen Schutz bei verschiedenen Aktivitäten wie Skateboarden, Dirt-Jumping, BMX oder E-Biking bietet. Er ist daher äußerst vielseitig.
  • POC Crane: Für diese zweite Auswahl der besten Bowl-MTB-Helme haben wir den POC Crane gewählt. Dieser Helm ist leicht und stoßfest. Darüber hinaus verfügt er über eine Doppeldichte-Innenschicht für optimalen Schutz. Die äußere Schale ist dicker als die eines traditionellen Helms und bietet erhöhte Haltbarkeit. Wir finden auch das MIPS-System, das vor Rotationsaufprällen schützt.

Full-Face-Helme

Nun kommen wir zu den Full-Face-Helmen. Diese bieten den umfassendsten und schützendsten Schutz unter den MTB-Helmen, was sie auch zu den teuersten macht. Dies liegt an der Schwierigkeit, ihr Gewicht zu reduzieren, während gleichzeitig ein vollständiger Schutz für Kopf und Nacken gewährleistet wird. Neben dem Schutz des gesamten Schädels bieten diese Helme auch einen vollständigen Schutz des Gesichts, dank ihrer speziellen Geometrie.

  • 100% Aircraft 2: Der 100% Aircraft 2 ist ein Full-Face-MTB-Helm, der in Zusammenarbeit mit Spitzenathleten wie Sam Hill entwickelt wurde. Er verfügt über die Smartshock®-Technologie für optimalen Schutz, eine Kohlefaser-Außenschale und ein integriertes Kinnteil. Zudem bietet er hervorragende Belüftung mit 20 Kanälen und ein verstellbares Visier, um die Sicht zu optimieren.
  • Leatt Gravity 1.0: Auf Platz zwei haben wir einen Helm der berühmten südafrikanischen Marke Leatt ausgewählt, den Leatt Gravity 1.0. Wir haben ihn gewählt, weil es sich um ein leichtes und gut belüftetes Modell handelt, das das Know-how der Marke nutzt, um einen optimalen Schutz für das Mountainbiken zu bieten. Daher ist er mit der 360° Turbine-Technologie ausgestattet, die die Rotationsbeschleunigung verringert und die Energie bei einem Aufprall absorbiert. Darüber hinaus ist der Helm mit einer Polymer-Schale und hochqualitativer Stoßdämpf-Materialien ausgestattet. Außerdem verfügt er über ein abnehmbares Visier, das dazu beiträgt, die Rotationsaufprallkraft zu reduzieren. Schließlich ist der Helm mit Nackenstützen kompatibel und hat eine waschbare und atmungsaktive Innenausstattung.

Hybrid-Helme

Hybrid? Nein, dieser Helm ist keine Toyota, er benötigt weder Benzin noch Strom zum Funktionieren, aber er ist trotzdem hybrid. So bieten Hybrid-Helme eine praktische Funktion: Mit einem Klick können sie von einem All-Mountain-Helm für flache Strecken und Anstiege auf einen vollständigen Integralhelm für aggressivere Abfahrten umgerüstet werden.

  • Leatt 4.0 Enduro Helm: An erster Stelle in diesem Vergleich der besten MTB-Helme steht der Leatt 4.0 Enduro Helm, ein vielseitiges Modell, das für Enduro-Mountainbiken geeignet ist und mit einem abnehmbaren, DH-zertifizierten Kinnschutz ausgestattet ist. Dieser Helm ist bekannt für seine Belüftung und seinen Komfort und bietet einzigartige Merkmale wie ein abnehmbares Mundstück, eine universelle Halterung für Sonnenbrillen und ein verstellbares Visier. Die leichte Polymer-Schale ist DH-zertifiziert und die 360° Turbine-Technologie reduziert die Rotationsbeschleunigung und die Aufprallenergie im Gehirn. Der Kinnschutz lässt sich dank eines innovativen Befestigungssystems leicht anbringen, und die Fidlock®-Magnetverschluss erleichtert die Handhabung. Der Helm ist auch mit Nackenstützen kompatibel und hat eine waschbare und atmungsaktive Innenausstattung.
  • Gringo von Urge: An zweiter Stelle finden wir den Gringo von Urge. Dieses Modell ist ein vielseitiger und umweltfreundlicher MTB-Helm, der zu 80 % aus recycelten Materialien hergestellt wird. Er ist für All-Mountain-Biking konzipiert und in zwei Varianten erhältlich: Sierra und Pampa. Der Kinnschutz ist modulbar, und der Helm bietet eine maximale Belüftung, die für jede Version angepasst ist. Er ist mit Masken und Brillen kompatibel und verfügt über ein verstellbares Visier aus recyceltem ABS. Der Gringo entspricht den Normen CE1078, CPSC 1203 und AS/NZS 2063 und wiegt 790 g (412 g ohne Kinnschutz).

Sicherheit geht vor: Das solltest du beim Kauf beachten

In Frankreich ist das Tragen eines Fahrradhelms nicht für alle Radfahrer obligatorisch. Es wird jedoch dringend empfohlen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Das Tragen eines Helms ist eine einfache und effektive Maßnahme, um das Risiko schwerer Kopfverletzungen bei einem Unfall zu verringern. Wir empfehlen daher, einen qualitativ hochwertigen Helm zu wählen, der zu deiner Praxis (Straße, MTB usw.) und deiner Körperform passt. Es ist auch wichtig, sicherzustellen, dass der Helm richtig sitzt und korrekt befestigt ist, um optimalen Schutz zu gewährleisten. Schließlich wird empfohlen, den Helm nach einem heftigen Stoß oder alle 3 bis 5 Jahre zu ersetzen.

Das ist eine Frage, die sich beim Kauf eines Helms sicherlich jeder stellt. Werde ich genauso geschützt, wenn ich ein Modell für 30 Euro kaufe, wie wenn ich ein Modell für 200 Euro kaufe? Die Antwort darauf ist schnell gegeben: Der Preis hat theoretisch keinen Einfluss auf den Schutz, den der Helm bei einem Aufprall bietet. Alle Helme, die in Frankreich und sogar in Europa verkauft werden, müssen den geltenden europäischen Sicherheitsnormen (CE EN 1078) entsprechen.

Diese Norm ist in der Helmszene auch umstritten. Einige Fachleute finden sie zu vage, da sie nicht genug Informationen darüber bietet, welche Vibrationen beim Sturz auf das Gehirn übertragen werden. Viele Marken setzen sich dafür ein, eine Sicherheit weit über das erforderliche Maß hinaus zu bieten. Ein Beispiel ist die 360° Turbine-Technologie von Leatt oder die bekannte MIPS-Norm.

ADAC Fahrradhelm-Test: Ergebnisse im Überblick

Der ADAC hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest elf City- und Urban-Fahrradhelme sowie drei S-Pedelec-Helme in den Kategorien Sicherheit, Komfort, Handhabung und Schadstoffgehalt getestet. Die Ergebnisse im Überblick:

Hersteller/Modell Mittlerer Preis in Euro ADAC Urteil Handhabung & Komfort Unfallschutz Schadstoffe
Uvex Urban Planet LED 130 2,0 1,8 2,3 1,0
Alpina Gent MIPS 130 2,2 1,9 2,5 1,0
Limar Torino 90 2,2 1,9 2,5 1,0
Lazer Codax KinetiCore 165 2,6 2,6 2,7 1,0
Lidl Crivit - Fahrradhelm mit Rücklicht 31 2,6 1,9 2,9 1,9
Giro Fixture Mips II 110 2,8 2,5 2,9 1,0
Abus HUD-Y 120 3,0 2,8 3,0 1,0
Decathlon / B´Twin City 540 Bowl 15 3,1 2,9 3,1 1,0
Prophete ECO Urban 15 3,1 2,4 3,2 1,9
Cube Fleet 15 3,2 2,6 3,2 2,0
Casco E.Motion 2 120 5,5 1,9 5,5 1,6

Mit Ausnahme des Testverlierers erzielten alle Produkte erfreulicherweise eine ausreichende Schutzwirkung bei einem Stoß gegen den Fahrradhelm. Den besten Unfallschutz im Vergleich bot der Testsieger von Uvex. Das Modell Urban Planet LED erhielt im Vergleich Bestnoten beim Unfallschutz und in der Handhabung. Da der Helm zudem keine Schadstoffe aufwies, kam er mit der Gesamtnote 2,0 auf Platz eins. Der Anschaffungspreis des Urban Planet LED liegt mit 130 Euro im oberen Bereich des Testfeldes. Mit 385 Gramm ist der Uvex kein Leichtgewicht, dafür bietet er an der Rückseite ein aktives Licht mit drei unterschiedlichen Beleuchtungsmodi. Ebenfalls positiv fielen den Testern Reflektorstreifen in den Trageriemen und das Innenfutter auf - es dient gleichzeitig als Insektenschutz.

Gut geschlagen hat sich der günstigste Helm im Test: Mit einer Gesamtnote von 2,6 kann sich der Crivit-Fahrradhelm von Lidl im Vergleichsfeld behaupten. Von insgesamt elf Modellen belegt er einen Platz im Mittelfeld. Sein Preis von gerade einmal 15 Euro ist um den Faktor acht günstiger als beim Testsieger von Uvex und beweist, dass ein Kopfschutz beim Radfahren nicht teuer sein muss.

In einigen Testkategorien zeigt sich, dass die Hersteller von Fahrradhelmen noch großen Nachholbedarf haben. So zum Beispiel bei der Abstreifsicherheit der Helme. Hier wurde im Fahrradhelm-Test zusätzlich zur Normprüfung nach vorne auch die Möglichkeit des Abstreifens nach hinten geprüft. Diese wurde beim E.Motion 2 von Casco nicht erfüllt, da bei der Abziehprüfung das Gurtschloss brach. Hierbei wird gemäß der DIN-Norm EN 1078 versucht, den Helm von hinten nach vorne vom Testkopf abzuziehen. Die gleiche Schwäche zeigte sich auch bei der Kinnbandprüfung (ebenso eine Anforderung der geltenden Prüfnorm). Aufgrund dieses Mangels musste der Fahrradhelm abgewertet werden und erhielt das ADAC Urteil mangelhaft.

Weitere Tipps für den Helmkauf

  • Tragekomfort: Wie gerne ein Helm benutzt wird, hängt auch davon ab, wie komfortabel er sich tragen lässt. Hier punkten Uvex und Casco mit einem Netz an der Helminnenseite. In Kombination mit einem höhenverstellbaren Gurtband, das sich leicht und einfach bedienen lässt, ist in Sachen Komfort so bereits die halbe Miete erreicht. Drücken sollte ein Fahrradhelm beim Tragen allerdings nicht.
  • Sichtbarkeit: Immer öfter werden LED-Rücklichter auf der Hinterseite des Fahrradhelms integriert. Einige sind sehr schick und bieten einen zusätzlichen Sicherheitsgewinn.
  • Passform: Da sich jede Kopfform individuell darstellt, ist es empfehlenswert, den Helm vor dem Kauf anzuprobieren. So lassen sich Passform und Einstellmöglichkeiten des Wunschhelms prüfen und ein Fehlkauf vermeiden. Nehmen Sie am besten auch Ihre Brille zum Probetragen mit.
  • Pflege: Die Pflege des Helmes entscheidet über die Dauer der Einsatzfähigkeit. Denn die Schutzwirkung verliert auch ein in die Jahre gekommener Helm nicht wesentlich. Durch regelmäßige Pflege und Reinigung, trockene Lagerung sowie der Schutz vor äußeren Einwirkungen kann der Helm über längere Zeit genutzt werden.
  • Sichtbarkeit: Um eine möglichst gute Sichtbarkeit zu gewährleisten, sollte der Helm mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet sein. Da die Aktivierung vom Nutzer bzw. der Nutzerin jedoch oft vergessen wird, sollte der Helm auch über eine passive Sicherheitsausstattung in Form von reflektierenden Elementen an der gesamten Helmschale sowie im Kinnriemen verfügen. Ein helles Design in auffälligen Farben erhöht zudem die Sichtbarkeit bei Tag und Nacht.

Die ADAC Unfallforschung belegt, dass ein Helm beim Sturz effektiv vor vielen Kopfverletzungen schützen kann. Auch der schlechteste Helm im Test kann im Ernstfall Leben retten, wenn er richtig getragen wird.

Die Qual der Wahl: Konvertierbarer Helm vs. Fullface Helm

Ob ein konvertierbarer Helm oder einer mit festem Kinnbügel die bessere Wahl ist, kommt ganz darauf an, wie ihr ihn einsetzen wollt. Ein konvertierbarer Helm ist eine gute Wahl, wenn ihr in den allermeisten Fällen mit Halbschale fahrt, aber doch hin und wieder in den Bikepark geht oder einen harten Enduro-Trail bestreiten möchtet. Für diese gelegentlichen Einsätze reicht er komplett aus und ihr habt einen Helm für alles. Zudem könnt ihr natürlich bei langen Uphills den Kinnbügel entfernen und etwas frische Luft an euer Gesicht lassen.

Allerdings macht ihr dann klar Abstriche bei der Passform des Fullface Helms. Hier sitzt ein vollwertiger Fullface Helm einfach besser, verrutscht weniger und vermittelt ein höheres Sicherheitsgefühl, da die Passform hier ausschließlich für ein Tragen mit Kinnbügel ausgelegt ist.

Um die Sicherheit eines Fullface Helms bewerten zu können, kann man sich sowohl die offiziellen Normen als auch Tests von unabhängigen Prüfinstituten anschauen. Dabei gibt es verschiedene Abläufe und die Tests unterscheiden sich stark in Fallhöhen und maximal erlaubten resultierenden Kräften. Die beiden wichtigsten Normen sind die EU-Norm EN 1078 CE und die amerikanische Norm ASTM F1952. Beide testen jedoch nur lineare Krafteinwirkung. Rotationskräfte, die das Risiko für Gehirnerschütterungen erhöhen sollen, werden dabei nicht berücksichtigt. Hier kommen unabhängige Tests wie von Certimoov oder Virginia Tech ins Spiel.

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