Den Mountainbike-Lenker richtig einzustellen, ist eigentlich keine große Sache. Es kann aber etwas dauern, bis du die passende ergonomische Einstellung für dich gefunden hast. Moderne Enduros und Trailbikes sind auf Vorbaulängen zwischen 35 und 55mm ausgelegt. Um deinen Mountainbike Lenker richtig einstellen zu können, ist die Länge deines Vorbaus sehr wichtig.
Wir zeigen dir hier ein paar Tricks, wie du es schnell und einfach angehen kannst. So hast du einen guten Ausgangspunkt, um dein Mountainbike Lenker richtig einstellen zu können. Wer die Wahl des richtigen Lenkers vernachlässigt, lässt viel Fahrspaß liegen. Was ist mitunter das Beste an einem „New Bike Day”? Die edlen Parts perfekt auf sich einzustellen!
Erst wenn sich alles satt anfühlt, ist das Rad wirklich unseres. Und vieles spüren wir in unseren Händen. Am Bremshebel optimieren wir den Abstand zum Griff, die Position am Lenker und den Druckpunkt ganz nach Gusto. Schon der Trockentest zeigt, was sich gut anfühlt und was gar nicht geht. Auch bei den Griffen erkennt man sofort, welche gut in der Hand liegen.
Die richtige Lenkerbreite finden
Für die Lenkerbreite sind heute 780mm ein verbreiteter Standard. Es gibt sogar Lenker die 800mm breit sind. Doch ist das auch die Breite die für dich optimal ist? Wir Zeigen dir, wie du die passende Breite herausfinden kannst.
Strecke deine Arme nach vorne aus. Winkle dann deinen Ellenbogen 45° an. Der innere Abstand zwischen deinen Händen ist ungefähr die Breite für dein Lenker. Um die Breite gut ablesen zu können, kannst du das Prozedere noch einmal wiederholen. Nehme dabei einen Gliedermaßstab bzw.
Ein zentraler Schritt auf dem Weg zum perfekten Lenker ist, die für sich richtige Breite herauszufinden. Das braucht ein paar simple Tests, die aber kein Geld kosten, sondern nur einen vorhandenen Lenker und etwas Entschlossenheit erfordern. Ballert ihr am liebsten schnell und hart in der Falllinie, dann denkt euch ein paar Millimeter für mehr Stabilität dazu. Tänzelt ihr lieber verspielt durch enge Waldtrails, dann startet ein bisschen kürzer für extra Agilität.
Ja, eine breite, bullige Position der Hände am Lenker vermittelt zunächst Stabilität. Doch wer zu breit greift, verlässt den Bereich der optimalen Kraftentfaltung, belastet seine Handgelenke auf ergonomisch kritische Weise und riskiert sogar, dass sich Hände und Knie auf engen, technischen Trails in die Quere kommen. Außerdem verlangt ein längerer Lenker mehr Bewegung am Griff, um den gewünschten Lenkimpuls am Vorderrad zu erzeugen. Das Resultat ist, je nach eigener Empfindung und Fahrstil, ein angenehm stabiles oder aber ein unangenehm träges Lenkgefühl.
Die Bedeutung der Vorbaulänge
Sollte dein Vorbau zu lang sein, sitzt du zu weit nach vorne gebeugt auf dem Rad. Dadurch hast du viel Druck auf den Armen. Dies kann auf auf Dauer zu Ermüdungen im Oberkörper führen. Allerdings kannst du so auch mehr Grip am Vorderrad aufbauen. Das Lenkverhalten wird durch einen langen Vorbau etwas negativ beeinflusst. Genau gegenläufig verhält es sich mit einem kurzen Vorbau. Das Lenkverhalten wird sehr direkt aber der Grip am Vorderrad geht etwas zurück. Du sitzt aufrechter und bequemer auf deinem Rad.
Damit du dein Mountainbike Lenker richtig einstellen kannst, ist es hier wichtig etwas herum zu probieren. Eine pauschale Aussage über die richtige Vorbaulänge zu treffen ist schwer, da jeder von uns andere Vorlieben hat und auch unterschiedliche Körpermaße mitbringt.
Spacer und ihre Auswirkungen
Um deinen Mountainbike Lenker richtig einstellen zu können, kannst du mit den Spacern etwas herum probieren. Diese kleinen Ringe können einen großen Einfluss auf deine Sitzposition und den Fahrkomfort ausüben. Wie auch die Länge, wirkt sich die Höhe deines Vorbaus, auf den Grip am Vorderrad und das Lenkverhalten aus. Probiere dich hier ein bisschen aus und scheue dich nicht davor die Spacer hin und her zu tauschen.
Einen Tipp zum Thema Spacer haben wir noch für dich. Verbaue lieber ein paar Spacer mehr an deinem Cockpit, als einmal den Gabelschaft zu weit abzuschneiden. Das kann unter Umständen sehr teuer werden.
Armaturen und Feineinstellungen
Die Hauptarbeit ist geschafft. Jetzt fehlen nur noch die Armaturen, um dein Mountainbike Lenker richtig einstellen zu können. Bei der Position deiner Armaturen, geht es darum, dass du dich wohl fühlst. Wir können dir empfehlen mit der Position deiner Bremsen anzufangen. Ziehe die Lenkerklemmschellen so an, dass sie etwas fest sind aber du sie noch bewegen kannst. So kannst du sie optimal in die gewünschte Lage bringen.
Du solltest den Lenker außen festhalten und dann die Bremse so positionieren, dass du mit deinem Zeigefinger den Bremshebel außen greifen kannst. Der Zeigefinger soll dabei nicht nach innen oder außen abgewinkelt werden. So hast du den optimalen Kraftfluss, um deine Bremse zu betätigen. Als nächsten Schritt empfehlen wir dir die Höhe deiner Bremse einzustellen. Diese sollten als Verlängerung deines Unterarmes in einer Linie eingestellt werden. So ist dein Handgelenk in einer ergonomischen Position.
Sicherheitscheck
Den Mountainbike Lenker richtig einzustellen hast du jetzt geschafft. Ein kleines Detail solltest du jedoch noch checken, bevor du die Trails unsicher machst. Sind deine Lenkerstopfen montiert? Diese kleinen aber sehr wichtigen Teile können im Ernstfall große Schmerzen vermeiden.
Solltest du bei einem Sturz auf dein Lenkerende fallen, verhindern die Lenkerstopfen dass dein Lenker zum Locheisen wird. Neben dem Sicherheitsfaktor verhindern die Lenkerstopfen auch das Eindringen von Dreck. So bleibt dein Lenker auch von innen sauber. Dies sieht nicht nur besser aus, es ist auch leichter.
Weitere Aspekte der Lenker-Ergonomie
Ein Lenker ist viel mehr als nur seine Breite, seine Dicke und sein Werkstoff. Zu seinen Eigenschaften gehört außerdem, in welchem Winkel seine Enden vertikal nach oben (Upsweep) und horizontal zum Fahrer hin abgewinkelt sind (Backsweep). Diese Werte werden in Grad angegeben und das Optimum ist stark von persönlicher Vorliebe abhängig. Viele Modelle bewegen sich aber bei ähnlichen Sweep-Maßen. Solange ihr ohne Schmerzen oder auffällige Ermüdung in Händen, Armen oder Schultern unterwegs seid, müssen euch die Sweep-Werte eures Lenkers keine Sorgenfalten bereiten.
Heiß diskutiert wird aktuell der Rise von MTB-Lenkern, also der absolute Höhenunterschied von Klemmung zum Griffende. Wie auch beim Stack von MTB-Rahmen, also der Höhendifferenz zwischen Tretlager und dem oberen Ende des Steuerrohrs, ist auch bei Lenkern ein Trend zu mehr Rise zu erkennen. Je höher das Cockpit, desto aufrechter ist die Position auf dem Rad und desto weiter verschiebt sich der Körperschwerpunkt in Richtung Hinterrad. Das entlastet zum einen strapazierte Handflächen, zum anderen kann mehr Rise Sicherheit auf steilen Abfahrten bringen, weil er uns tendenziell hinter statt über dem Lenker aka dem Abgrund platziert.
Mehr Rise bringt vor allem in steilen Trail-Passagen zusätzliche Sicherheit. Wird es flacher, kann dieser Vorteil in einen Nachteil umschlagen. Denn ein sehr hoher Lenker bringt auch die Gefahr mit sich, nötigen Druck und damit Reifengrip am Vorderrad einzubüßen. Das macht sich vor allem auf flacheren Trail-Sektionen und in offenen Kurven bemerkbar.
Materialien und ihre Eigenschaften
„Aber Carbon ist besser als Alu, oder?” Darauf ein klares „Jein”. Aufgrund ihres mehrlagigen Aufbaus, ihres ganz spezifischen Lay-Ups also, können Carbon-Parts wie Lenker je nach Konstruktion von butterweich über genau richtig bis hin zu knüppelhart so ziemlich alles sein - ähnlich wie Aluminium, das je nach Materialeinsatz und Wandstärke ebenso unterschiedliche Steifigkeitswerte bietet. Einen eindeutigen Werkstoff-Sieger kann man bei Lenkern nicht benennen. Was wir aber wissen, ist, dass hochwertige Carbon-Lenker leichter, aber auch deutlich teurer sind als Metall-Alternativen. Testet daher lieber preiswert mit Alu und greift erst dann zur Kohlefaser, wenn ihr eine Vorstellung davon habt, welche Maße und Specs euer Wunschlenker haben sollte.
Labortests von MERIDA mit Lenkern verschiedener Brands haben gezeigt, dass die Steifigkeit mit jeder Kürzung um 20 mm recht gleichmäßig um jeweils 10 % zunimmt. Das gilt für Alu ebenso wie für Carbon. Das ist ungefähr vergleichbar mit einem Sprung auf ein Bett ohne Matratze. Aus genau diesem Grund sind Lenkerkürzungen um mehr als 20 mm bereits kritisch.
Weitere Tipps für die optimale Einstellung
Dass ein Lenkerwechsel hilfreich wäre, ist aber nicht immer so offensichtlich, weil man sich an vieles gewöhnt. Doch habt ihr den richtigen Lenker in der Hand, werdet ihr den Unterschied merken! Dieser gewisse Aufwand schreckt viele Rider bereits vom Testen ab - leider!
Dazu zählen taube Finger, schmerzende Handflächen oder Schultern, Armpump, das Bedürfnis, die Hände auszuschütteln, oder häufiges Umgreifen auf der Suche nach einer komfortablen Position. Es gibt einige deutliche Anzeichen dafür, dass ein Wechsel sinnvoll sein könnte.
Ergonomie und Körperanpassung
Was ich aber oft vermisse, ist die Frage danach, ob das Endprodukt dann auch zum Körper des Fahrers passt. Liegen gesundheitliche Einschränkungen vor? Ist das Verhältnis von Körperlänge zu Schrittlänge untypisch? Passt die Einstellbarkeit der Hebelweite der Bremse zur Größe der Hand?
Wissenschaftlich betrachtet möchte die Ergonomie eine Situation schaffen, in der ein Mensch besonders effizient arbeiten kann. Dazu gehört, dass der Mensch weder geschädigt wird noch frühzeitig ermüdet. Die gewonnenen Erkenntnisse führen zum Beispiel zu verbesserten Werkzeugen oder Schreibtischstühlen. Auch beim Biken leistet der Mensch etwas; er verrichtet Arbeit, erbringt eine Leistung. Das heißt: Ein optimal angepasstes Rad sorgt für mehr Leistung, spätere Ermüdung und somit einfach mehr Spaß beim Biken.
Die drei Kontaktpunkte
Ein zu großer oder zu kleiner Rahmen lässt sich schwer kompensieren. Doch auch, wenn das Bike sich gut anfühlt, kann ich nur empfehlen, sich die drei wichtigen Kontaktpunkte genau anzusehen. Diese sind: Cockpit (Griffe, Lenker, Vorbau), der Sitzbereich (Sattel und Sattelstütze) und der Antrieb (Pedale und Kurbel).
Faustregeln zur Lenkerhöhe
Als Faustregel gilt: Der Lenker sollte so tief stehen, dass immer genug Druck auf dem Vorderrad gewährleistet ist, zum Beispiel beim Klettern. Er sollte aber noch so hoch sein, dass in steileren Abfahrten nicht sofort Überschlagsgefühle aufkommen. Ich rate von der Paarung „kurzer Vorbau und schmaler Lenker“ bzw. „langer Vorbau und breiter Lenker“ ab. Ersteres macht die Lenkung sehr nervös, zweites sehr träge.
Lenkerwinkel und Komfort
Neben der Breite und Höhe der Lenkstange will der Winkel, mit dem die Lenkerenden sich von ihrer Mitte nach hinten biegen, beachtet werden. Etabliert ist ein Winkel um die acht Grad. Es gibt ausgefallene Modelle mit bis zu 16 Grad Backsweep. Wer sich hier unsicher ist, sollte Folgendes beachten: Ausgangsbasis sollte ein Backsweep um die acht Grad sein. Mehr als zehn sind gewöhnungsbedürftig, weniger als sechs Grad sind einfach unangenehm. Je breiter der Lenker, umso stärker der Backsweep.
Griffe und Handhaltung
Eine häufige Problemzone sind schmerzende Hände. Wenn der richtige Lenker bereits montiert ist und nicht zu viel Druck auf den Armen lastet, sollte man sich die Griffe genauer ansehen. Hier sind es vier Kriterien, die über Freud und Leid entscheiden: Breite, Dicke, Material, und Formgebung.
Geometrie des Mountainbikes
Die Hersteller geben ihre Rahmengröße bei Mountainbikes meist in Zoll an, z.B. 19,5 Zoll. Einige Hersteller geben ihre Rahmen auch in den Größen S, M, L und XL an, was auf den ersten Blick nichts über die tatsächlichen Maße aussagt. Stack und Reach erfassen als signifikante Kenngrößen des Rahmens die Maße zwischen Mitte Tretlager und Oberkante Steuerrohr in senkrechter und waagerechter Richtung.
Anhand der Angabe von Stack und Reach bzw. dem Quotienten daraus (StR) kannst du die Charakteristik eines Rahmens ableiten, beispielsweise ob er eher tief und lang oder hoch und kurz ist. Außerdem kannst du unterschiedliche Rahmen anhand dieser Werte genau miteinander vergleichen. Die modernen Rahmenformen, z.B. mit abknickenden Sitzrohren, lassen sich auch schwer mit einer Angabe des Reach erfassen, daher hat sich speziell im MTB-Bereich die Angabe der Effektiven Oberrohrlänge (OR) bei der Maßangabe der Rahmen etabliert.
Schritte zur perfekten Grundeinstellung
Um eine gute Sitzposition auf deinem (neuen) Mountainbike zu finden, kannst du dir mit simplen Hilfsmitteln wie Wasserwaage, Lot und Zollstock helfen. Folge ganz einfach den unten aufgeführten 7 Schritten für eine passende Grundeinstellung. Ein zentraler Wert deines Körpers ist die Innenbeinlänge, oder auch Schrittlänge genannt. Sie hilft bei der Ermittlung der richtigen Sattelhöhe.
Aus der Schrittlänge bekommst du einen sehr guten Anhaltspunkt für die Sitzhöhe, die das wichtigste Maß für eine optimale Kraftentfaltung ist. In der Standardeinstellung sollte dein Sattel beim Hardtail waagerecht stehen. Stelle das Fahrrad auf eine ebene Fläche und lege eine Wasserwage der Länge nach auf den Sattel, um eine waagerechte Position einzustellen. Bei einem Fully kann die Sattelnase minimal abgesenkt werden, damit der Sattel beim Einfedern im Fahrbetrieb waagerecht steht.
Die richtige Lenkerbreite wählen
Für eine bessere Kontrolle unter allen Bedingungen geht der Trend zu immer breiteren Lenkern. Wo früher noch Lenkerbreiten von 600 mm Standard waren, sind die heutigen MTB-Lenker im Durchschnitt 720 mm bis 780 mm breit. Im Zweifelsfall einen etwas breiteren Lenker wählen und verschiedene Griffweiten ausprobieren, gekürzt werden kann der Lenker immer noch.
Ergonomie-Check
Wenn du alles wie oben beschrieben eingestellt hast, ist das Handgelenk zum Unterarm etwa nur minimal angewinkelt. Der ausgestreckte Zeigefinger liegt in einer Linie mit der Oberkante des Bremshebels. Die Längsachse von Unterarm und Handgelenk sollte eine Linie bilden, der derzeit übliche Rise-Back-Winkel von 7 Grad pro Seite verhindert eine abknickende Haltung des Handgelenkes. Die Bremsweite deiner Griffe solltest du so einstellen, dass sich der Druckpunkt bei gezogenem Hebel am ersten Zeigefingergelenk befindet.
Überprüfung der Sitzposition
Du hast die beschriebenen Einstellungen vorgenommen und wenn du alle Schritte gewissenhaft durchgeführt hast, passt dir dein Mountainbike jetzt bereits sehr gut. Oftmals bildet sich nach den ersten Kilometern bzw. Trails erst das neue Fahrgefühl richtig aus und du kannst dein Empfinden beim Fahren genauer bewerten. In der Praxis erkennst du eine gute Sitzposition daran, dass du längere Zeit ohne nennenswerte Probleme oder Beschwerden fahren kannst.
Die Bedeutung der richtigen Einstellung
Die richtige Einstellung deines Mountainbikes ist entscheidend für dein Fahrerlebnis. Eine falsche Sitzposition kann nicht nur zu Schmerzen und Ermüdung führen, sondern auch deine Gesundheit langfristig beeinträchtigen. Besonders die Sattelhöhe und -neigung, sowie die Position des Lenkers und der Griffe spielen eine große Rolle. Hier sind einige Gründe, warum du dein MTB richtig einstellen solltest: Vermeidung von Schmerzen und Beschwerden, effiziente Kraftübertragung und bessere Kontrolle und Handling.
Die Sattelhöhe einstellen
Die Sattelhöhe ist einer der wichtigsten Faktoren für eine komfortables Fahrerlebnis und effiziente Kraftübertragung. So stellst du sie ein: Innenbeinlänge messen und Sattelhöhe berechnen. Stelle den Sattel so ein, dass der gemessene Abstand dem von der Mitte des Tretlagers zur Oberkante des Sattels entspricht.
Die horizontale Sattelverstellung
Die horizontale Position des Sattels beeinflusst deine Position im Verhältnis zum Tretlager und zum Lenker. Das erreichst du, imdem du ein Lot von der Kniescheibe nach unten fällst. Das Lot sollte durch die Pedalachse fallen. Verschiebe den Sattel so lange nach vorne oder hinten, bis diese Position erreicht ist.
Die richtige Lenkerhöhe und -position einstellen
Die Lenkerhöhe und -position beeinflussen deine Sitzhaltung und den Fahrkomfort. Die Höhe des Lenkers sollte so eingestellt sein, dass deine Arme leicht gebeugt sind. Ein höherer Lenker sorgt für eine aufrechtere Sitzposition, ein niedrigerer Lenker für eine sportlichere Haltung. Die Lenkerbreite sollte zu deiner Schulterbreite passen. Ein breiterer Lenker bietet mehr Kontrolle, ein schmalerer Lenker weniger Luftwiderstand. Stelle den Lenker so ein, dass deine Handgelenke in einer neutralen Position sind, um Überlastungen zu vermeiden.
Testfahrten und individuelle Bedürfnisse
Mache nach veränderten Einstellungen eine kurze Testfahrt und überprüfe, ob du dich wohlfühlst. Verändere die Einstellungen in kleinen Schritten und teste die Wirkung. Berücksichtige deine individuellen Bedürfnisse und Vorlieben.
Die Sattelhöhe einstellen (Formel)
Nimm ein Maßband und miss die Strecke vom Boden bis in den Schritt (Schrittlänge) und multipliziere diesen Wert mit 0,885. Das Ergebnis zeigt die Sattelhöhe an.
Die goldene Mitte finden
Für viele Biker liegt die Wohlfühlposition bei einer längeren Fahrt in der goldenen Mitte. Beim Fahren auf dem Rad sollte das Becken leicht nach vorne kippen. Gleichzeitig bildet der Rücken ein leichtes Hohlkreuz. In dieser Fahrposition hältst du die Wirbelsäule in der natürlichen S-Form.
Anleitung zur Lenkerhöhenverstellung
Die Variante mit Innenklemmung ist standardmäßig bei älteren Fahrradmodellen oder komfortablen Citybikes verbaut. Hier gestaltet sich das Fahrradlenkerhöhe einstellen denkbar einfach. Als Werkzeug benötigst du lediglich einen Inbusschlüssel. Wichtig: Wenn du die Vorbaustange herausziehst, also nach oben verschiebst, dann keinesfalls über die Sicherheitsmarkierung hinaus! Bei einem Fahrrad mit einem Ahead-Vorbau, der inzwischen bei den meisten sportlichen Fahrradtypen verbaut ist, gestaltet sich die Lenkerhöhenverstellung etwas umfangreicher. Zumal es hier zwei unterschiedliche Varianten gibt.
Lenkerbreite und Einsatzgebiet
Gerade, wenn du dein Fahrrad in schwierigem Terrain bewegst, wie beim Mountainbike, sind breite Lenker gefragt. Ein breiter Lenker verhilft dir zu mehr Kontrolle, Stabilität und Kurvendruck. Bei Mountainbikes sind Lenker mit einer Breite von ca. 820 mm keine Seltenheit. Für ein Trekkingbike oder Citybike gilt hingegen die Formel: Schulterbreite plus 2 x Handbreite. Aber versteife dich nicht zu sehr darauf.
Lenkerneigung und persönliche Vorlieben
Entweder direkt an der Lenkstange (aufgedrucktes Raster) oder am Ahead-Vorbau über eine Zahlenskala kannst du die Lenkerneigung einstellen. Dies erfolgt aber immer nach der Lenkerhöheneinstellung. Nur mit einer Probefahrt kannst du die perfekte Neigung für dich herausfinden.
Der Zusammenhang zwischen Sattel und Lenker
Letztendlich ergibt sich der Abstand zwischen Sattel und Lenker aus dem Zusammenspiel zwischen Sattelposition, Lenkerhöhe, Neigung und Biegung. Drehst du den Lenker, womöglich noch mit starker Biegung, nach innen, verkürzt sich der Abstand zwischen Sattel und Lenker erheblich.
Die Bedeutung von Backsweep, Upsweep und Rise
Mit kaum einem anderen Teil lassen sich so wirkungsvoll und gleichzeitig preisgünstig Fahreigenschaften, Komfort und Ergonomie verbessern. Der richtige Lenker am Mountainbike ermöglicht Dir, das Bike sicher und kontrolliert zu bewegen. Backsweep, Upsweep und Rise haben eine essenzielle Bedeutung für die Fahrdynamik im Gelände.
Die Lenkerbreite in verschiedenen Disziplinen
Der erste Schritt ist die Wahl der Lenkerbreite. Als Faustregel gilt: Je technisch anspruchsvoller und abfahrtslastiger der Einsatzbereich, desto breiter der Lenker. Cross-Country- oder Marathon-Racer sind oft mit Lenkerbreiten zwischen 700 und 740 mm unterwegs. An Trailbikes und Enduros wird gern zwischen 740 und 780 mm gefahren, während Downhill- und Freeride-Mountainbiker gern 780 mm und breiter fahren - bis hin zu 820 mm.
Rise, Upsweep und Backsweep
Mit dem Lenker-Rise kannst Du relativ einfach Deine gewünschte Cockpit-Höhe an Stack-Höhe, Steuerrohrlänge und Gabel-Einbauhöhe Deines Bikes anpassen. Allgemein sorgt ein niedriges Cockpit für viel Druck auf dem Vorderrad und verhindert, dass es beim Klettern steigt. Ein höheres Cockpit macht die Sitzposition entspannter und reduziert Überschlaggefühle, wenn es steil bergab geht.
Werte zwischen drei und acht Grad sind üblich. Beim Upsweep ähneln die meisten Lenker einander. Zu viel Upsweep kippt das Handgelenk stark nach innen. Ein Lenker mit einem geringen Backsweep zwischen 5° und 8° erleichtert eine dynamisch angewinkelte Ellenbogenposition direkt aus dem Fahrtechniklehrbuch und sorgt so für viel Kontrolle über das Vorderrad und viel Bewegungsfreiheit beim Wegschlucken von Wellen oder Drops.
MTB-Lenker aus Carbon
Er kann aber auch mit mehr Eigendämpfung entwickelt werden, um Vibrationen zu filtern, was zu weniger Ermüdung führt. Carbon ist leichter oder kann noch steifer gebaut werden. Carbon ist allerdings auch teurer als Aluminium. Da das Material empfindlich auf eingedrückte oder geknickte Fasern reagiert, ist ein Drehmomentschlüssel hier Pflicht. Außerdem ist Carbon-Montagepaste sehr nützlich, um die benötigten Klemmkräfte zu reduzieren.
Vor- und Nachteile von Aluminium-Lenkern
Mit Aluminium lassen sich bei vertretbarem Gewicht sehr steife Lenker bauen, die zudem bei Stürzen oder intensiver Belastung unempfindlicher sind. Wer etwa dauerhaft mit Lenkertaschen unterwegs ist, unter dessen Fixierungsbändern gern mal Dreck am Lenker reibt, ist mit Alu definitiv besser beraten. Zudem ist Aluminium nahezu beliebig oft recycelbar und damit trotz der relativ hohen Energiekosten bei der Herstellung ein recht umweltfreundlicher Werkstoff. Nicht zuletzt sind Aluminium-Lenker günstiger.
Lenker aus Stahl oder Titan
Lenker aus Stahl kommen wegen des relativ hohen Gewichts trotz ihrer hervorragenden Steifigkeits- und Komfortwerte eher im unteren Preissegment sowie im Tourenbereich zum Einsatz. Lenker aus Titan sind leicht, wunderschön, langlebig, begehrenswert und teuer.
Vorbaubauklemmungen und Durchmesser
Mountainbike-Lenker gibt es üblicherweise in drei Klemmdurchmessern: 25,4 Millimeter, 31,8 Millimeter und 35 Millimeter. Der Trend zu immer breiteren Lenkern hat historisch zu einer Vergrößerung des Klemmmaßes geführt. Ob 31,8 oder 35 Millimeter ist dagegen für die meisten Mountainbiker eher Geschmackssache. Wer das Maximum an Steifigkeit und Kontrolle sucht, ohne das Gewicht in die Höhe zu treiben, greift zum größeren Durchmesser.
Empfehlungen für Rise je nach Fahrstil
An den Mountainbikes des Branchenriesen MERDIA finden sich heute serienmäßig oft Lenker mit 30 mm Rise, wo bis letztes Jahr noch 18-20 mm Standard waren. Auch SQlab, Orbea und Race Face sehen Vorteile und bieten Optionen mit maßvoll erhöhtem Rise. Es brauchen ja nicht gleich Extreme sein.
Wichtige Kriterien für die Griffwahl
Hier sind es vier Kriterien, die über Freud und Leid entscheiden: Breite, Dicke, Material, und Formgebung.
Tabelle: Empfohlener Rise für verschiedene Fahrstile
| Fahrstil | Empfohlener Rise (mm) |
|---|---|
| Cross-Country | 25-30 |
| Trail | 30-35 |
| Enduro | 35-40 |
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