Fahrradbeleuchtung Nachrüsten: Für Mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Eine gute Sicht und die schnelle Wahrnehmung durch andere Verkehrsteilnehmer sind für Fahrradfahrer essentiell. Daher ist eine funktionierende Beleuchtung am Fahrrad unerlässlich. In Deutschland regelt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) den Aufbau der Fahrradbeleuchtung. Front- und Rückstrahler sowie verschiedene Reflektoren sind Pflicht, aber es gibt viele Möglichkeiten, die Beleuchtung noch wirkungsvoller zu gestalten.

Aktive und Passive Elemente der Fahrradbeleuchtung

Bei der Beleuchtung für dein Fahrrad musst du zwischen aktiven und passiven Elementen unterscheiden. Aktive Elemente wie Front- und Rückleuchten erzeugen selbst Licht und werden durch einen Akku, Batterien oder einen Dynamo mit Strom versorgt. Passive Elemente hingegen reflektieren das Licht anderer Verkehrsteilnehmer.

Frontscheinwerfer

Frontscheinwerfer strahlen weißes Licht vor das Fahrrad aus. Als Lichtquelle nutzen Hersteller entweder eine herkömmliche Glühlampe, eine oder mehrere LED oder eine Halogenlampe. Zusätzlich findet sich oft ein integriertes Standlicht, das dein Fahrrad auch im Stand mit Licht versorgt.

Rückleuchten

Neben dem Frontscheinwerfer müssen Fahrräder, so heißt es in § 67 der StVZO, an der Rückseite mit mindestens einer Schlussleuchte für rotes Licht ausgerüstet sein. Auch die Rückleuchte wird per Dynamo, Akku oder Batterie betrieben. Du darfst sie nicht tiefer als 25 Zentimeter über dem Boden montieren.

Du kannst natürlich auch Sets aus Frontscheinwerfer und Rückstrahler erstehen. Beispiele sind das sehr leichte Sigma Sportster/Mono RL Beleuchtungsset mit langer Akkulaufzeit und zwei Helligkeitsstufen oder das Busch+Müller Ixon Core / Ixxi Dioden-Rücklicht Set mit Aluminiumgehäuse vorn und Rücklicht für die Sattelstütze.

Übrigens ist auch eine Bremslichtfunktion erlaubt. So erkennt die Busch+Müller Toplight Line Brake Plus Bremsmanöver über den Nabendynamo und zeigt sie an.

Abseits der Straße kannst du deine Beleuchtung am Fahrrad außerdem durch eine zusätzliche LED-Kopflampe am Helm optimieren. Mit der Sigma Buster 700 HL sorgst du so z.B. für ideales Kurvenlicht.

Dynamo, Akku oder Batterie?

Es gibt ihn noch - den klassischen Dynamo, der durch die Drehung des Rades angetrieben wird. Moderne Nabendynamos, z.B. von Shimano, liefern die Energie inzwischen mit wesentlich weniger Widerstand, sodass du nicht allzu schwer treten musst. Nie wieder ohne Licht: Ein Dynamo ist fest verbaut und daher bei jeder Fahrt dabei.

Viele Lampen bieten Sensorfunktionen. Diese schalten sich automatisch ein oder wechseln automatische von Tag- zu Nachtfahrlicht. Dieses Feature funktioniert am zuverlässigsten in Kombination mit einem Nabendynamo, da dieser Dauerstrom liefert.

Bist du eher ein sportlicher Fahrer? Dann empfindest du Leuchten mit Akku- oder Batteriebetrieb wahrscheinlich als Segen.

Wie du siehst, hat jedes System seine Vorteile. Die Entscheidung hängt also stark von dem gewünschten Einsatz deines Fahrrads ab.

Lux und Lumen: Was bedeuten die Werte?

Die im Straßenverkehr zugelassenen Leuchten liegen etwa zwischen 15 und 150 Lux, Leuchten für den Offroad-Einsatz oft auch darüber. Der vom Gesetzgeber minimal geforderte Wert beträgt 10 Lux - damit geht es aber mehr um das „Gesehen-Werden” als um die eigene Sicht bei Nacht. Gerade bei stärkeren Leuchten geben die Hersteller gerne den Lumen-Wert an. Aber was sagen Lux und Lumen aus?

Die Einheit Lumen (lm) beschreibt den sichtbaren Lichtstrom und stellt so dar, wie viel Licht eine Lichtquelle in alle Richtungen abstrahlt. Der Lumen-Wert hilft dir dabei, die Helligkeit einer Lampe einzuschätzen: Je höher der Wert, desto mehr Licht gibt eine Lampe ab.

Die Maßeinheit Lux (lx) ist dagegen die Beleuchtungsstärke. Sie beschreibt den Lichtstrom (gemessen in Lumen), der auf eine bestimmte Fläche fällt.

Weder Lux noch Lumen sagen etwas darüber aus, wie viel Licht deine Fahrradleuchte tatsächlich bietet. Auch Lampen- und Reflektordesign sind wichtig, denn sie bestimmen die Lichtverteilung.

Fällt die Lichtverteilung auf der Straße gerade so schmal aus wie der Fahrradweg? Leuchtet sie den Nahbereich in der Breite gut aus? Reicht das Lichtfeld 20 bis 40 Meter weit nach vorne? Wie gleichmäßig ist die Lichtverteilung?

Fernlicht für Pedelecs und Fahrräder

Einen besonderen Sicherheitsgewinn am Pedelec und an Fahrrädern bis 25 km/h bietet dir das Fernlicht, das der Gesetzgeber seit 2017 zugelassen hat. Damit bist du im Dunkeln wesentlich souveräner unterwegs. Das Fernlicht leuchtet oberhalb der für das Standardlicht vorgeschrieben Hell-Dunkel-Grenze weit voraus. Es hilft dir damit auch, Hindernisse wie herunterhängende Äste rechtzeitig zu erkennen. Mit dem „IQ-XM“ präsentiert Busch+Müller z.B. einen solchen Frontscheinwerfer mit Fernlicht. Über eine Taste am Lenker wechselst du zwischen dem Fernlichtmodus mit zusätzlichen 120 Lux und dem Abblendmodus als Standardlicht mit 80 Lux.

Reflektoren: Zusätzliche Sicherheit

Reflektoren ergänzen deine Beleuchtung am Fahrrad: Ein weißer Frontreflektor am Scheinwerfer sowie ein großer roter Reflektor hinten. Bei den Laufrädern hast du die Wahl: Entweder nutzt du Reifen mit einem durchgehenden Reflexstreifen auf der Flanke oder ganz klassisch zwei gelbe Speichenreflektoren pro Laufrad. Auch reflektierende Speichenclips sind möglich, wie etwa die 3M Sekuclip Compact Speichenreflektoren. Hier nimmt es der Gesetzgeber ganz genau: Tatsächlich muss jede einzelne Speiche einen solchen Clip erhalten.

Worauf du beim Kauf achten solltest

Eins ist klar: Bei so viel Auswahl, Sicherheitsgewinn, Lichtmenge und High-Tech-Ideen gibt es für eine unzureichende Beleuchtung am Fahrrad keine Ausreden mehr. „Sehen und gesehen werden” ist die oberste Regel. Abgesehen davon, dass die Helligkeit sicher ein wichtiger Faktor beim Kauf einer Beleuchtung ist, solltest du darauf achten, dass die Lampe StVZO-konform ist.

Denk auch daran: Die hellste Lampe nützt dir nichts, wenn das Licht nicht entsprechend deiner Fahrweise verteilt wird. In der Stadt genügt es, wenn deine Beleuchtung am Fahrrad das Nahfeld abdeckt. Führt dein Weg beim Pendeln oder nach der Abendrunde länger über unbeleuchtete Abschnitte und Feldwege? Dann sind nicht nur höhere Lux- bzw. Lumen-Werte empfehlenswert: Die Abdeckung weit entfernter Objekte ist besonders wichtig.

Eine beliebte Frontleuchte im höheren Lux-Bereich mit einer homogenen Fern- und Nahfeldausleuchtung ist etwa die IQ-X von Busch+Müller mit 100 Lux.

Günstig und kompakt? Wenn du dein Fahrrad mit einer Beleuchtung ausstattest, musst du deinen Geldbeutel nicht zwingend überstrapazieren: Kompakte Nabendynamo-Leuchten wie die Axa PICO30-T STEADY bieten dir heute ein Standlicht und eine automatische Umschaltung zwischen Tag- und Nachtfahrlicht. Beim energiesparenden Tagfahrlicht leuchten nur wenige LEDs und sorgen dafür, dass du gesehen wirst. Je nach Dunkelheit schaltet sich dann das Hauptlicht dazu. Die stärksten zugelassenen Frontleuchten verfügen über etwa 150 Lux. Ein Beispiel für die 150-Lux-Klasse ist die akkubetriebene B+M Ixon Space LED 150 Lux. Die Helligkeit kannst du bei dieser Frontleuchte per Fingersensor variieren, sodass du auf gut beleuchteten Abschnitten Strom sparen und im Dunkeln volle Lichtpower geben kannst. Damit diese starken Leuchten nicht blenden, ist eine blendfreie Einstellung und Fixierung wichtig. Eine Vorschrift zur Ausrichtung des Lichtkegels gibt es übrigens nicht mehr.

Nachrüstung am Kinderfahrrad

City- und Trekkingräder werden meistens direkt in der Fertigung mit einem Nabendynamo ausgestattet. Rennrädern und Mountainbikes musst du dagegen selbst mit einer Lichtanlage ausstatten oder nachrüsten.

Der Kinderfahrradfinder weiß aber, dass viele Eltern eigentlich gerne dynamobetriebenes Licht am Kinderrad hätten - es aber kaum ab Werk so ausgestattete, leichte Kinderräder gibt.

Ziel war, dem Grundsatz von woom folgend, auch bei der Beleuchtung keine Abstriche bei Qualität und Funktionalität zu machen, weil es "nur" ein Kinderrad ist. Denn verantwortungsbewusste Verkehrsteilnehmer werden erzogen. Im konkreten Fall waren Nabendynamo, Kabel, Rücklicht und Scheinwerfer noch aus einem älteren, nicht realisierten Projekt verfügbar. Ein Neukauf aller Komponenten hätte noch einmal ca.2/3 des Kaufpreises des Rades bedeutet.

Einbau des Nabendynamos

Der Einbau des Nabendynamos ist relativ einfach. Wenn man die Originalfelge weiter benutzen will, braucht man für den SONdelux 2mm-Speichen in 188mm Länge. Dazu, wie hinten, 16mm Messingnippel. Achtung! Weder der Schnellspanner des Nabendynamos noch der mitgelieferte Schnellspanner für das Woom 4 geben den Streben des neuen SNAP Steckschutzbleches von Woom vorne ausreichend Halt.

Hier kamen ein Lumotec IQ Cyo T senso plus als Scheinwerfer und ein SECULA PLUS Rücklicht zum Einsatz. Auch der Lampenhalter stammt von Busch+Müller. Der Anbau des Scheinwerfers ist Dank des Lampenhalters von BUM leicht bewerkstelligt. Da der zukünftige Besitzer des Rades Schutzbleche gewünscht hatte, wurde das Rücklicht entsprechend dort montiert.

Persönlich hätte ich einen Gepäckträger als Rücklichtträger favorisiert. Das erleichtert die Kabelführung nach hinten deutlich und das Rücklicht ist etwas besser vor Beschädigung geschützt.

Kabelführung

Nicht trivial ist tatsächlich nur die Kabelführung. Meine Hoffnung, Bohrungen im Rahmen verwenden zu können, zerschlug sich. Mit Hilfe von Schrumpfschlauch lässt sich das Kabel zwar durchaus sauber und elegant an den Bremszügen entlang verlegen, das erfordert aber deren teilweise Demontage. Das sollte man schon mal gemacht haben. Wenn man weniger anspruchsvoll ist, als ich es bin, kann man natürlich auch Kabelbinder nehmen.

Für die Führung des Kabels nach hinten habe ich innen am Rand des hinteren Schutzbleches kleine Stücke Schrumpfschlauch eingeklebt. Durch die wird das Kabel einfach durchgezogen. Dazwischen wurde das Kabel mit Heißkleber fixiert. Ob das hält, wird sich im Praxistest zeigen.

Nach einem ersten, sehr raubeinigen Praxistest stellte sich sehr schnell heraus, dass die Position des Scheinwerfers wie oben abgebildet nicht ratsam ist.

Neben den bekannten klemmbaren Akkuleuchten, gibt es mittlerweile auch Varianten, die man fest verbauen kann.

Der Handel bietet etliche Rücklichter an, die einfach an den Gepäckträger des Woom angeschraubt werden können. Hierbei sollte man darauf achten, dass der Abstand der Bohrlöcher 50mm beträgt, dass das Rücklicht nicht zu breit ist und dass der Schalter von einem Kind einfach bedient werden kann.

Wir haben an unser Woom 4 ein B+M Toplight Flat S permanent Batterierücklicht von Busch & Müller verbaut, was leicht zu bedienenden Schalter hat und mit 2 Mignon AA Batterien/Akkus betrieben wird.

Der Anbau eines Front-Scheinwerfer gestaltet sich schwieriger, da die dafür benötigte Bohrung am Woom 4 fehlt. Hier kann man sich aber mit einem Brake-Booster helfen, der oben eine Bohrung für einen Scheinwerfer aufweist. Die Brake-Booster mit dieser Bohrung sind zwar seltener, aber bei Amazon gibt es ein White-Label Produkt, der unter verschiedenen Namen vertreiben wird (z.B. Der Booster wird auf die V-Brake montiert und daran wiederum das Front-Licht.

Bei Rainer sieht man zusätzlich auch noch gut, dass mit den Leuchten auch gleich die nach StVZO in Deutschland vorgeschriebenen Reflektoren vorne und hinten an das woom bike kommen.

E-Bike Beleuchtung nachrüsten

Nicht nur die drei „Platzhirsche“ unter den Anbietern von Fahrrad Beleuchtungseinrichtungen, die Firmen Busch & Müller, Lupine und Supernova den Bedarf entdeckt und spezielle E-Bike-Beleuchtungen in ihrem Produktportfolio umgesetzt haben. Neben einer ausgezeichneten Lichtausbeute punkten diese teilweise mit Features wie einem Tagfahrlicht sowie mit speziellen Haltern, die eine nahtlose Integration des Scheinwerfers in bestehende Displaylösungen ermöglicht. Dass solche Lösungen „ihren Preis kosten“ erschließt sich beim näheren Blick auf die hochwertigen, verbauten Materialien und die realisierte Lichtausbeute, die so manchem PKW die Show stehlen würde.

Ja - eigentlich naheliegend - so ein E-Bike Akku hat ja genug Power - einfach eine schicke Lampe kaufen, anschließen, fertig - oder? So einfach ist es leider nicht. Wie schaut‘s also mit der Nachrüstung im Do-it-yourself-Verfahren aus?

Moment mal - da ist doch diese USB Buchse an deinem Display! Gute Idee, leider aber wird die geringe, dort anliegende Leistung deine Powerleuchte zum „Glühwürmchen“ deklassieren. Also - sonst irgendwo „bei klemmen“?

Leider……gibt es bei den E-Bike Motoren Herstellern (noch) keine Norm, die ein „Plug and Play“ ermöglicht. In der Regel muss die Spannung für die Leuchten direkt am Motor abgegriffen werden.

…kann der Aufwand hierfür vom Entfernen von Verkleidungsteilen hin bis fast zur kompletten Motordemontage reichen.

…haben manche Hersteller dem finalen Erfolgserlebnis (neben dem richtigen Werkzeug und entsprechendem handwerklichen Geschick - bis hin zu Lötarbeiten) noch eine weitere Hürde entgegengesetzt - die entsprechende Schnittstelle zur Spannungsversorgung muss eventuell erst noch freigeschaltet werden.

…kann eine Freischaltung (insofern erforderlich) nur durch den Fachhändler mit entsprechendem Equipment erfolgen…

…ist noch zu erwähnen, dass die von den Herstellern für den Betrieb von Beleuchtungseinrichtungen verfügbaren Spannungen und Leistungsabgaben gleichfalls nicht genormt sind. Das wäre nicht so schlimm - leider hängt aber auch die theoretische machbare Lichtausbeute davon ab.

Unsere Empfehlung

Die Nachrüster haben erstklassige Produkte am Start - der Einbau kann aber selbst für ambitionierte Schrauber zur echten Herausforderung werden.

Sprich die Anbindung an den Akku deines E-Bikes und die damit verbundenen Kosten unbedingt mit deinem Fachhändler ab. Möglicherweise kann er dir auch eine preisgünstigere Alternative aufzeigen - denn nach wie vor sind Pedelecs (bis 25 km/h) in Sachen Beleuchtungseinrichtung vom Gesetz her ja dem Fahrrad gleichgestellt.

Gesetzliche Regelungen

Seit der Aufhebung der Dynamopflicht 2013 haben Radfahrer neue Möglichkeiten bei der Wahl ihrer Fahrradbeleuchtung. Reparaturanfällige Lichtmaschinen gehören der Vergangenheit an. Sie werden von filigranen Akkus, hellen LED-Lampen und abnehmbaren Montagebändern oder -schellen abgelöst.

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Fahrradbeleuchtung sind in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) festgehalten. 2013 wurde der §67 StVZO erneuert und die allgemeine Dynamopflicht gekippt. Fahrradlampen dürfen seither auch mit einem Akku betrieben werden.

Anforderungen an die Fahrradbeleuchtung

  • Dein Fahrrad muss mit einem oder zwei noch vorn gerichteten Scheinwerfern für weißes Abblendlicht ausgerüstet sein.
  • Der Scheinwerfer darf andere Verkehrsteilnehmer nicht blenden und muss auf einer Höhe zwischen 40 und 120 Zentimetern angebracht werden.
  • Deine Fahrradbeleuchtung muss auch ein Rücklicht beinhalten. Oft kannst du deinen Frontscheinwerfer und dein Rücklicht als Set kaufen.
  • Die Beleuchtung muss auf einer Höhe zwischen 25 und 120 Zentimetern montiert werden.

Vor- und Nachteile verschiedener Beleuchtungssysteme

Akkubetriebene Fahrradbeleuchtung ist vergleichsweise leicht und oft preiswerter als eine Fahrradbeleuchtung mit Dynamo. Ein weiterer Vorteil ist, dass Modelle mit Akku permanent leuchten - auch wenn das Rad sich nicht bewegt.

Batteriebetriebene Fahrradbeleuchtung ist noch immer erhältlich, aber der ständige Neukauf von Batterien ist weder umweltfreundlich noch kosteneffizient. Moderne Beleuchtung wird im Set mit Akku und Ladezubehör verkauft.

LED-Fahrradbeleuchtung

Wer mit einem Liebhaberrad unterwegs ist, kann noch immer Fahrradbeleuchtung kaufen, die mit Batterien betrieben wird und Halogenstrahler benötigt. Alle anderen sollten zu einer LED-Fahrradbeleuchtung greifen, da LED-Lampen eine enorme Haltbarkeit aufweisen. LED-Modelle sind zudem besonders energieeffizient.

LED-Scheinwerfer sind in der Regel abnehmbar. Wie man die Lampe abnehmen kann, ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Die Entfernung und Montage der Lampe ist bei einer abnehmbaren Halterung innerhalb weniger Sekunden möglich. Du kannst deine Fahrradbeleuchtung dementsprechend auch problemlos an einem anderen Zweitfahrrad nutzen. Für das Aufladen des Akkus wird die Lampe ebenso mitsamt der Halterung vom Lenker entfernt.

Feste oder Abnehmbare Halterung?

Bei häufigem Gebrauch lockert sich die Halterung der Lampe tendenziell. Besonders auf unebener Fahrbahn kann es passieren, dass dein Scheinwerfer zu rutschen beginnt und sich seine Vorderseite nach unten neigt. Wir empfehlen Vielfahrern deshalb, eine feste Halterung für ihre Fahrradbeleuchtung. Bei diesen Fahrradlampen bleibt die Halterung fest am Lenker, während die Leuchte abgenommen werden kann. Die Halterung muss nur einmal ausgerichtet und montiert werden.

StVZO-Zulassung

Alle Komponenten deiner Fahrradbeleuchtung müssen eine Reihe von Anforderungen erfüllen, die vom Kraftfahrtbundesamt geprüft werden. StVZO-zugelassene Produkte erhalten eine K-Nummer, die auf dem Fahrradlicht zu finden ist. Der Grund für diese Anforderungen liegt zum einen in der Qualitätskontrolle, zum anderen soll sichergestellt werden, dass Fahrradlampen andere Verkehrsteilnehmer nicht blenden.

Regelungen für E-Bikes

Natürlich müssen auch E-Bikes mit Licht unterwegs sein. Für E-Bikes gelten jedoch gesonderte Regelungen, die ebenso in der StVZO festgehalten sind. Zum Beispiel müssen E-Bikes noch zwei Stunden lang Strom für das Fahrradlicht aufbringen, nachdem der Akku die Motorunterstützung bereits abgeschaltet hat.

Korrektes Einstellen des Fahrradlichts

Bevor es auf die Straße geht, solltest du dein neues Fahrradlicht korrekt einstellen, damit der Gegenverkehr nicht geblendet wird. Oft gelingt die Montage moderner Anstecklichter sogar werkzeuglos.

Nabendynamo nachrüsten

Eine moderne und sehr beliebte Form der Lichtgewinnung am Fahrrad ist die Verwendung eines Nabendynamos. Diesen können Sie auch an Ihrem alten Bike nachrüsten, so dass es nicht notwendig ist, ein komplett neues Fahrrad zu kaufen. Diese Variante ist mit deutlich weniger Arbeit verbunden, dafür aber insgesamt vermutlich ein wenig kostenintensiver.

Neues Laufrad mit Nabendynamo

Zunächst benötigen Sie ein neues Laufrad mit Nabendynamo. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf die passende Größe! Sie können nun Ihr altes Vorderrad ausbauen. Wenn Sie den Fahrradreifen wieder verwenden möchten, müssen Sie diesen mit einem Reifenheber herunterhebeln. Anschließend entfernen Sie auch den Schlauch und montieren beides danach in umgekehrter Reihenfolge an Ihrem neuen Laufrad. Dieses können Sie dann an Ihrem Fahrrad anbringen. Als letzter Schritt steht jetzt nur noch die Verkabelung mit Ihrer Fahrradbeleuchtung bevor.

Austausch der Fahrradnabe

Wenn Sie ausschließlich die Fahrradnabe austauschen möchten, ohne das komplette Laufrad zu wechseln, steht Ihnen mehr Arbeit bevor. Aber auch ein Gewinn an Erfahrung. Sie werden Ihr Bike dabei besser kennenlernen. Die alte Felge können Sie wiederverwerten, zusätzlich benötigen Sie natürlich eine neue Nabe mit Dynamo. Diese weist einen größeren Durchmesser als eine Nabe ohne Dynamo auf. Aus diesem Grund sind auch noch neue, kürzere Speichen mit passenden Speichennippeln erforderlich.

Schritte zur Montage

  1. Das Öl können Sie für die Speichenlöcher an Felge und Dynamo verwenden, damit sich die neuen Speichen leichter einführen lassen. Gehen Sie aber sparsam damit um. In dieses Loch wird die erste Speiche gesteckt.
  2. Nehmen Sie die neue Nabe in die Hand und stecken Sie in jedes zweite Loch eine Speiche. Schrauben Sie alle Speichen, die sich in der Nabe befinden an der Felge fest.
  3. Auf dieser Seite beginnen Sie mit dem Speichenloch am Dynamo, welches gegenüber der Speiche liegt, die als erstes auf der anderen Seite montiert wurde. Dieses befindet sich nicht genau gegenüber, sondern leicht links.
  4. Lassen Sie im weiteren Verlauf wieder jeweils ein Loch Abstand an der Nabe sowie drei Löcher Abstand an der Felge, um die Speichen dieser zweiten Seite zu montieren. Drehen Sie die Felge nicht.
  5. Stecken Sie weitere Speichen in die übrigen Löcher der ersten Seite von oben in den unteren Flansch.
  6. Drehen Sie die Felge nun wieder um. Widmen Sie sich der Speiche, die sich, von der zuerst montierten Speiche betrachtet, fünf Löcher links befindet (vier Löcher frei).
  7. Führen Sie diese Speiche unter der zuerst montierten Speiche hindurch und schrauben Sie sie zwei Löcher rechts von der ersten Speiche in die Felge ein.
  8. Nun werden die restlichen Speichen in die übrigen Löcher des unteren Flansch gesteckt.
  9. Drehen Sie das Laufrad wieder und verfahren Sie mit den Speichen genauso wie zuvor, aber in entgegengesetzter Richtung. Dann sind alle Speichen verbaut.

Vergleich von Beleuchtungssystemen

System Vorteile Nachteile
Dynamo Fest verbaut, immer einsatzbereit, umweltfreundlich Kann schwergängig sein, liefert nur Strom bei Bewegung
Akku Leicht, leuchtet auch im Stand, wiederaufladbar Muss regelmäßig aufgeladen werden, kann leer sein
Batterie Einfach austauschbar Nicht umweltfreundlich, verursacht laufende Kosten

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