Lidl überrascht mit dem Crivit Urban X.2 - ein stylisches City-E-Bike mit solider Ausstattung und sogar einem Carbon-Riemen für unter 1.600 Euro. Sogar der Experte staunt, wenngleich es auch Qualitätsmängel im Labor gibt. Ein urbanes E-Bike vom Discounter? Das klingt zunächst wie ein Kompromiss zwischen Funktion und Design. Doch LIDL mischt den E-Bike-Markt auf!
Neben E-Bikes von Zündapp, Fischer und Prophete will Lidl in seinem Online-Shop und immer wieder auch in seinen Läden E-Bikes seiner Eigenmarke "Crivit" an den Mann und die Frau bringen. So auch das Crivit Urban E-Bike von Lidl, das derzeit im Onlineshop erhältlich ist.
Mit dem Crivit X.2 bringt der Discounter ein urbanes E-Bike in der zweiten Generation auf den Markt, das in verschiedenen Tests* als echter Preis-Leistungs-Kracher gilt. Hochwertige Komponenten, ein durchdachtes Konzept und ein Preis von rund 1.600 Euro setzen die Konkurrenz unter Druck. Doch wie schlägt sich das 1.599-Euro-E-Bike im Alltag? Ein Tester bringt es auf den Punkt: „Richtig geil!“
Design und Verarbeitung des Crivit Urban X.2
Das Crivit Urban E-Bike X.2 All Black setzt auf einen leichten Aluminiumrahmen und kommt mit einem Gewicht von rund 21 Kilogramm daher. Auf eine Federung verzichtet das Modell, doch der ergonomische Sattel mit Memory-Foam-Polsterung will für angenehmen Komfort auch bei längeren Fahrten sorgen. Saubere Verarbeitung bis ins Detail: Schweißnähte fügen sich nahezu unsichtbar ins Design ein, und das clever verlegte Kabelmanagement lässt störende Leitungen einfach im Rahmen verschwinden. Ein aufgeräumter Look, der Technik elegant versteckt.
Der Akku verschwindet unauffällig im Sattelrohr, sodass das X.2 auf den ersten Blick wie ein klassisches Fahrrad wirkt. Doch wer in die Pedale tritt, spürt sofort die Power des Miweis M080 Hinterradnabenmotors. Mit 45 Nm Drehmoment und sensibler Drehmomentsteuerung liefert er genau die richtige Unterstützung - so mühelos, als hätten die Beine plötzlich Profi-Niveau.
Technik und Komponenten
Die Urban Bikes sind ab Werk für den Stadtverkehr bestens gerüstet. Das X.2 rollt mühelos durch den Großstadtdschungel und bringt Dynamik in den Alltag. Pannensichere Reifen schlucken Schlaglöcher und Bordsteinkanten mit Leichtigkeit, während der leistungsstarke Mivice M080 Hinterradmotor mit 250 Watt und 45 Nm Drehmoment jede Pedalbewegung in spürbaren Schub verwandelt. Ein präziser Drehmomentsensor dosiert die Unterstützung so feinfühlig, dass jede Fahrt wie mit eingebautem Rückenwind wirkt. Und mit einer Reichweite von bis zu 100 Kilometern bleibt keine Abkürzung nötig - das X.2 hält auch auf langen Touren durch.
Für das E-Bike spricht der Carbonriemen "SideTrack" von Gates, der als wartungsfrei und langlebig gilt. Das Lidl-E-Bike überzeugt mit guter Ausstattung, prima Fahrleistung, schickem Look und starkem Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Ausstattung inkludiert hydraulische Shimano-Scheibenbremsen, pannensicheren Schwalbe-Reifen und einen praktischen Gepäckträger von AtranVelo, der ein Klicksystem bietet. Dazu gibt es eine LED-Beleuchtung - sogar mit Bremslichtfunktion, ergänzt durch Reflektoren, eine Klingel und Schutzbleche.
Fahrgefühl und Handling
Das System unterstützt sofort, ohne spürbare Verzögerung - richtig geil, ein sehr gut abgestimmter Drehmomentsensor! Das Crivit Urban E-Bike X.2 verspricht relaxte Sportlichkeit. Das zahlt sich im Test nicht nur beim Tragen über Treppen aus, sondern auch beim Fahren ohne Motorunterstützung. Die 27,5-Zoll Schwalbe Big Ben Ballonreifen mit Pannenschutz bieten hohen Komfort und rollen geschmeidig über Asphalt und Kopfsteinpflaster.
Drei Fahrmodi - Eco, Tour und Race - liefern genau das richtige Maß an Unterstützung, egal ob es entspannt über lange Strecken geht oder mit voller Power zum nächsten Ziel. Ein echtes Highlight: der Boost-Modus. Für 20 Sekunden entfesselt er die maximale Motorleistung und sorgt für den entscheidenden Vorteil beim Überholen oder für einen kraftvollen Start an steilen Anstiegen. Die Sitzposition fällt zwischen sportlich und entspannt aus und trifft damit einen gelungenen Mittelweg.
Sicherheit und Features
Die integrierte Beleuchtung, bestehend aus einer 80-Lux-Frontlampe und einer Bremslicht-Funktion am Rücklicht, garantiert beste Sichtbarkeit. Ein weiteres cleveres Detail ist das versteckte Fach unter dem Rahmen, das Platz für einen GPS-Tracker oder Apple AirTag bietet - ein einfaches, aber effektives Diebstahlschutz-Feature.
Laborergebnisse und Alltagstauglichkeit
Im flachen Ludwigsburg zeigt das Crivit Urban E-Bike X.2 im Test eine solide Leistung. Dirk Zedler kommt schnell voran und ist überrascht, wie gut sich das günstige E-Bike fährt. Der Motor liefert konstante Unterstützung, ohne nachzuschieben, was oft ein Problem bei preiswerteren Modellen ist. Auch beim Fahrverhalten und den Bremsen gibt es keine Schwächen.
Im Labor führt Zedler eine Reihe standardisierter Tests durch, darunter den Lenkerbelastungstest und den Impact-Test, der einen Bordsteinaufprall simuliert. Hier entstehen jedoch kleine Risse in der Gabel und die Sattelstütze zeigt Anzeichen von Materialermüdung. Lidl reagiert auf die Laborergebnisse und erklärt, dass während der intensiven Tests vor und während der Produktion keine Auffälligkeiten festgestellt wurden. Auch die Prüfungen vor dem Verkauf bestätigen die Verkehrstauglichkeit des E-Bikes.
Das Crivit Urban E-Bike X.2 All Black stellt eine praktische und günstige Lösung für städtische Fahrten dar. Mit einer Ausstattung von renommierten Marken wie Shimano und einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis bietet es eine solide Performance. Anstelle einer Gangschaltung sorgt ein Drehmomentsensor für eine feinfühlige Motorunterstützung.
Crivit Peak 709 E-Mountainbike im Test
Lidl lohnt sich: Mit diesem Spruch macht der Supermarktriese im Radio Werbung - auch für deren neues E-Mountainbike Peak 709 von der Eigenmarke Crivit. Für 1799 Euro ist es auf den ersten Blick ein echter Schnapper: Angetrieben von einem Mittelmotor mit 100 Newtonmetern Drehmoment, dicker 709 Wattstunden Akku, Shimano-Schaltung und vieles mehr haben uns neugierig gemacht. Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein - also auf zum Test!
Technische Daten und Ausstattung
Statt auf Bosch oder Shimano setzt der Discounter auf ein Aggregat von Mivice. Im Crivit steckt nun der neueste Streich, X700 heißt er. Mivice gibt für den Mittelmotor satte 100 Nm Drehmoment und 500 Watt Spitzenleistung auf dem Papier an, was ihn auf das Niveau des neulich aufgefrischten Bosch CX Gen 5 bringt.
Shimano liefert gleich Antriebsstrang und Bremse, ersteres aus der Einsteiger-Klasse namens "Deore" mit zehn Gängen, letzteres aus der "Gruppenlosen" MT200-Baureihe. Auch die Reifen haben einen gut klingenden Namen: Gummi-Spezi Maxxis liefert Rekon-Gummis mit Exo-Karkasse - für Forstwege und erste, leichte Trails eine probate Wahl.
Fahrverhalten und Alltagstauglichkeit
Geradeauslauf? Top! Wendigkeit? Sehr gut! Im Alltag gefahren macht das Crivit schlicht und ergreifend Spaß. Der Mivice-Mittelmotor schiebt kräftig an, muss sich bei Ampelsprints aber klar gegen teurere Mitbewerber geschlagen geben.
Auf leichten, eher "flowigen" Trails macht aber das Bike an sich keine schlechte Figur. Die Suntour-Gabel schluckt herbe Schläge auf dem Trail befriedigend weg, ist jedoch kein Feedback-Wunder und neigt selbst bei voller Vorspannung zum Durchschlagen. Die Maxxis-Gummis grippen unter trockenen Bedingungen gut, bei matschigen Verhältnissen sind sie aber schnell überfordert. Die kleinen Shimano-Anker haben dafür das E-Hardtail gut im Griff und stoppen zuverlässig.
Kritikpunkte
Wo das Crivit wirklich patzt, ist jedoch bei der Zuladung: Bei einem Radgewicht von 27 Kilo in Größe L mit Pedalen bleiben nur 93 Kilo für Fahrer und Gepäck über. Was uns für den Alltag fehlt: Licht, ein Gepäckträger und Spritzschützer. Details, die den günstigen Preis für Alltagsradler nach oben verschieben.
ADAC Testurteil zum Crivit Urban Y.2 Tiefeinsteiger Pedelec 2024
Der ADAC hat das Crivit Urban Y.2 Tiefeinsteiger Pedelec 2024 getestet und ein Testurteil von 2,8 vergeben. Besonders hervorgehoben wurden das harmonische Fahrverhalten, die wirksamen Bremsen und das cleane Design durch innenverlegte Kabel und integrierte Lichter.
ADAC Testergebnisse im Detail
| Kategorie | Gewichtung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Fahren | 35 % | 2,6 |
| Antriebssystem und Motor | 25 % | 3,6 |
| Handhabung | 20 % | 2,3 |
| Sicherheit und Haltbarkeit | 20 % | 2,6 |
| Schadstoffe in den Griffen und Sattel | 0 % | 1,0 |
Vor- und Nachteile laut ADAC
- Vorteile: Leicht, schlicht, gute Bremsen
- Nachteile: Singlespeed benötigt gesteigerte Trittfrequenz, Ergonomie durch festen Vorbau vorgegeben
Fazit
Das Crivit Urban E-Bike X.2 überzeugt mit einem außergewöhnlichen Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Discounter-Pedelec bietet viel fürs Geld, hat aber auch Nachteile. Elektrofahrräder sind oft sehr teuer, die Versuchung, ein günstiges Modell zu kaufen, groß. Wir haben ein Elektrorad von Lidl für 1.599 Euro ausprobiert und haben sowohl Licht als auch Schatten gefunden. Es kombiniert hochwertige Markenkomponenten, ein minimalistisches Design und durchdachte Features mit einem unschlagbaren Preis. Perfekt für urbane Pendler, die ein stylishes, wartungsarmes und kraftvolles E-Bike suchen, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen.
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