Gewinnspiele locken mit lukrativen Preisen. Doch nicht alle sind echt. Lidl warnt vor einer Betrugsmasche, bei der das Lidl-Logo missbraucht wird. Auch Userinnen und User in Deutschland sollten beim Surfen im Netz aufpassen, worauf sie klicken.
Der Köder: Ein 500-Euro-Gutschein
Es klingt zu schön, um wahr zu sein. Gerade in Zeiten der Inflation, in der viele Menschen auf ihre Ausgaben genau achten müssen, sind Entlastungen gern gesehen. Da trifft sich doch ein 500-Euro-Gutschein für den Einkauf hervorragend. Zeigt sich Lidl etwa besonders spendierfreudig? Leider nicht.
Denn wie so oft handelt es sich bei dem vermeintlichen Gewinnspiel um eine fiese Betrugsmasche. Die ersten 500, die richtig liegen, sollten mit einem Gutschein belohnt werden. Diese könne „in all unseren Geschäftsstellen eingelöst werden“. Allerdings ist die Seite keineswegs von Lidl, es stecken Betrüger dahinter.
„Auf der Seite handelt es sich um ein sogenanntes Fake-Gewinnspiel. Unsere Kunden sollten ausschließlich an offiziellen Lidl-Gewinnspielen, zum Beispiel auf unseren offiziellen Social-Media-Kanälen, teilnehmen“, erklärte eine Sprecherin gegenüber „Correctiv.org“.
Wie die Betrüger vorgehen
Das Enten-Bild ist dabei ohnehin nur ein Köder. Nachdem man kommentierte meldeten sich die Betrüger. Zunächst soll man die vermeintliche Lidl-Seite liken und mit seinen Freunden teilen. Weitere Nachrichten erhältst du hier: Diese ist aber keine offizielle, sondern eine dubiose Fake-Seite, auf der Daten abgegriffen werden.
Fake-Shops erkennen: So schützen Sie sich
Lidl bittet seine Kundinnen und Kunden eindringlich, keine Links in solchen Webshops anzuklicken, keine persönlichen Daten einzugeben und nichts zu bestellen, da es sich um Betrug handelt. Ebenso sorgt ein weiterer Fake-Shop momentan für Aufsehen beim Discounter. Ein vermeintlicher Lidl-Link lockt sie auf eine gefälschte Seite, die ein Gewinnspiel mit der Chance auf 2000 Euro vorgibt. Doch auch hier sind skrupellose Cyberkriminelle am Werk.
Denn wie können Kundinnen und Kunden einen Fake-Shop von einem echten Shop unterscheiden, die sich täuschend echt sind? Die Verbraucherzentrale Bundesverband rät, folgende Punkte zu prüfen, bevor man auf einen gefälschten Shop im Internet hineinfällt.
Kriterien zur Erkennung von Fake-Shops:
- Auffällige Internetadresse? Dies wäre etwa eine Erweiterung der Adresse um weitere Domainendungen, wo eigentlich nur ein „.de“ stehen müsste. Ein Beispiel dafür ist „.de.com“.
- Unsichere Zahlungsart: Kundinnen und Kunden werden laut vzbv oftmals bis zum letzten Bestellschritt mehrere Zahlungsweisen angeboten. Bei der eigentlichen Bestellung gebe es dann nur noch die Option „Vorkasse“. Der Verband dazu: „Es sollte aber umgekehrt sein: erst die Ware, dann das Geld.“ Wenn keine kundenfreundliche Zahlungsweise angeboten werden, sollte man auf dieser Plattform besser nicht bestellen.
- Auffallend günstiger Preis: Wenn sich in einem Onlineshop auffallend niedrige Angebote häufen, sollten Kundinnen und Kunden auf jeden Fall genauer hinsehen, rät der vzbv.
- Falsche Gütesiegel: Sie können ein Hinweis auf einen Fake-Shop sein. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten daher auf das Siegel klicken und prüfen, „ob das Siegel mit einem Zertifikat des Siegel-Betreibers verlinkt ist.“ Häufig handele es sich ohne entsprechenden Link um eine Fälschung.
- Lobeshymnen bei Kundenbewertungen: Sie können ein zusätzliches Indiz für einen Fake-Shop sein. Interessant sind daher auch anderweitige Bewertungen, „die stark davon abweichen und vermehrt auf betrügerische Machenschaften hinweisen“, so der vzbv.
- Impressum: Fehlt das Impressum, ist immer Vorsicht angesagt. Meist gibt es auch einen Verweis auf das Handelsregister mit entsprechender Nummer. Diese lässt sich dort leicht überprüfen.
„Auf keinem Fall anklicken“: Betrüger nutzen das Lidl-Logo fälschlicherweise für ihre Zwecke. Manche Kundin bzw. mancher Kunde fragt daher nach - wie beispielsweise in diesem Fall. Links sollten nicht angeklickt und Anhänge nicht geöffnet werden. In keinem Fall sollten Sie persönliche Daten von sich preisgeben.“ Auch beim Discounter Aldi wird zur Vorsicht bei Gewinnspielen aufgerufen.
Die SHS-Regel der Polizei
Um sich vor Betrügerinnen und Betrügern zu schützen, sollten einige Regeln beachtet werden. Diese wurden von der Polizei entwickelt und unter dem Namen „SHS-Regel“ (Stoppen - Hinterfragen - Schützen) veröffentlicht.
- Stoppen: Oftmals werden Betroffene unter Druck gesetzt, schnell zu handeln. Die Betrüger haben schließlich Grund zur Eile, damit ihr Vorgehen nicht vorzeitig auffliegt.
- Hinterfragen: Betroffene sollten die Perspektive ändern und die Rolle des Gegenübers einnehmen. So der Tipp der Polizei. Warum handelt der Käufer/die Käuferin oder Verkäufer/die Verkäuferin so, wie er handelt?
- Schützen: Sie haben etwas Auffälliges beobachtet oder vermuten einen Betrugsversuch? Helfen Sie dabei, andere zu schützen, indem Sie auffällige Vorgänge melden, damit kriminelle Aktivitäten frühzeitig erkannt und andere gewarnt und geschützt werden können.
Für Menschen, die Probleme mit Rufnummern und unerwünschten Anrufen haben, bietet die Bundesnetzagentur eine Webseite mit Beschwerdeformularen an. Diese Formulare können beispielsweise für unerwünschte Werbeanrufe oder betrügerische Stromzähler-Anrufe genutzt werden.
Aktuelles Beispiel: E-Bike-Gewinnspiel
Unter einem offiziell aussehenden Logo der Discounterkette Lidl wird Nutzern im Internet ein Angebot vorgegaukelt: Wenn man einige Fragen beantwortet, habe man die Chance, ein E-Bike zu gewinnen. Nach den Fragen wird man zu einer zweiten Seite umgeleitet, auf der man seine persönlichen Daten angeben soll.
Es handelt sich nicht um ein Gewinnspiel von Lidl. Niemand, der dort mitmacht, wird ein E-Bike gewinnen. Bei dieser Webseite geht es darum, in betrügerischer Weise die persönlichen Daten von Nutzern abzugreifen.
Eine Sprecherin teilte mit, dass es sich um ein «Fake-Gewinnspiel» handelt: «Lidl steht damit in keiner Verbindung. Wir prüfen derzeit unsere Möglichkeiten, rechtlich dagegen vorzugehen.»
Datenfallen im Internet wie diese erkennt man oft an Rechtschreib- und Grammatikfehlern.
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