Kinder-Laufräder sind eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Balance für späteres Radfahren zu erlernen. Sie bieten nicht nur eine spielerische Möglichkeit, die motorische Koordination zu trainieren, sondern helfen auch, das Gleichgewicht zu kontrollieren und ein Gefühl für Geschwindigkeit zu entwickeln. Dieser Artikel zeigt, worauf Sie beim Kauf eines Kinder-Laufrades achten sollten und wie sie sicher zu benutzen sind.
Früh übt sich: Die Vorteile von Laufrädern
Laufräder sind eine gute Möglichkeit, die nötige Balance zu erlernen und machen zudem großen Spaß. Sie bieten den Vorteil, dass Kleinkinder ihre motorische Koordination trainieren und außerdem lernen, ihr Gleichgewicht zu kontrollieren. Auch entwickeln sie durch das Laufradfahren ein besseres Gefühl für Geschwindigkeit und Bremsen, wodurch den Kindern bereits wichtige Fähigkeiten für das normale Fahrradfahren beigebracht werden.
Der Umstieg auf das Fahrrad
Der Umstieg auf das normale Fahrrad gestaltet sich daher meist sehr leicht für die Kinder, wodurch oftmals sogar direkt auf Stützräder verzichtet werden kann. Ein weiterer Vorteil ist natürlich der Spaß, den das Herumdüsen mit Laufrädern für die Kinder birgt.
Die besten Laufräder im Test
Im Folgenden werden einige der getesteten Laufräder detaillierter vorgestellt:
Puky LR Light
Das Puky LR Light wiegt 3,3 kg, hat Alurahmen, Luftreifen, tiefen Einstieg, verstellbare Komponenten und ist für Kinder ab 2,5 Jahren (90-120 cm) geeignet. Die empfohlene Körpergröße liegt zwischen 90 und 120 cm, die passende Schrittlänge zwischen 35 und 48 cm. Die maximale Belastung beträgt 25 kg. Es ist mit luftbereiften Speichenrädern im Skinwall-Design ausgestattet.
Der tiefe Einstieg sollte gerade kleinen Kindern das Auf- und Absteigen erleichtern, die leicht gestreckte Rahmengeometrie unterstützt ein agiles Fahrverhalten. Der Bananensattel des Puky ist auf die kindliche Laufbewegung abgestimmt und verfügt über einen integrierten Tragegriff. Lenker und Sattel sind höhenverstellbar.
Bandits & Angels Starter Kinder-Laufrad
Das Bandits & Angels Starter Kinder-Laufrad wiegt 3 Kilogramm und ist bis zu 25 Kilogramm belastbar. Es hat einen Metallrahmen, der Einstieg ist tief. Sein Sattel lässt sich zwischen 29-39 Zentimeter verstellen, der Lenker von 49-55 Zentimeter. Es ist für Kinder ab etwa zwei Jahren geeignet.
Der Rahmen besteht aus Metall, was dem Rad Stabilität verleiht. Der Einstieg ist niedrig gehalten und wird durch ein integriertes Trittbrett ergänzt. Der Sattel lässt sich in der Höhe zwischen 29 und 39 cm verstellen, der Lenker zwischen 49 und 55 cm. Damit kann das Laufrad über eine gewisse Zeit mit dem Kind mitwachsen.
Je nach Modell sind entweder wartungsfreie PU-Reifen oder luftgefüllte Reifen verbaut. PU-Reifen sind pannensicher und pflegeleicht, Luftreifen bieten mehr Komfort auf unebenem Untergrund. Einige Varianten verfügen über einen Lenkerkorb oder Schutzbleche. Sicherheitslenkergriffe sind bei allen Ausführungen vorhanden.
Early Rider Superply Bonsai 12 Zoll Laufrad
Das Early Rider Superply Bonsai 12 Zoll Laufrad wiegt 3,75 Kilogramm und ist für eine maximale Belastung von 20 Kilogramm ausgelegt. Es richtet sich an Kinder im Alter von etwa zwei bis vier Jahren mit einer Innenbeinlänge ab 33 Zentimetern. Der Rahmen und die Gabel bestehen aus horizontal laminiertem Birkenholz, das eine gewisse natürliche Dämpfung bietet.
Die Sitzhöhe lässt sich zwischen 35 und 45 Zentimetern einstellen. Die Laufräder sind aus Aluminium gefertigt, verfügen über hohle Achsen und abgedichtete Kugellager. Die Reifen haben eine Größe von 12,5 mal 1,75 Zoll. Der Lenker ist 40 Zentimeter breit, hat einen Rise von 20 Millimetern und ist wie der Vorbau aus Aluminium, beide stammen von Ritchey. Die Überstandshöhe beträgt 33 Zentimeter. Der Sattel ist mit Kunstleder bezogen und fest mit der Sattelstütze verbunden. Bremsen sind nicht verbaut.
Kaufberatung: Worauf Sie achten sollten
Bei der großen Auswahl an Modellen kann man das Wesentliche leicht aus den Augen verlieren. Doch welche Eigenschaften sollte ein Laufrad mit sich bringen? Erwägen Sie den Kauf eines Laufrades, sollten Sie auf folgende Kriterien achten:
- Alters- und Größeneignung: Das wohl wichtigste Kaufkriterium ist, dass das Laufrad für das jeweilige Kind geeignet ist - sowohl hinsichtlich Größe als auch Alter. Die meisten Laufräder sind für Kinder ab einer Körpergröße von 93 cm geeignet. Die maximale Körpergröße beträgt in der Regel je nach Modell 108 cm, 112 cm oder 115 cm. Daneben sind die Laufräder für Kinder bis zu einem Alter von vier, viereinhalb oder fünf Jahren geeignet. Auch hier variiert die Eignung.
- Material: Ein weiteres wichtiges Kriterium stellen die verwendeten Materialien dar. Während der Rahmen aus Stahl, Holz oder Kunststoff hergestellt ist, besteht der Reifen in der Regel aus einem Kunststoff- oder Gummimaterial. Hierbei ist es wichtig zu beachten, dass insbesondere Gummireifen oftmals hohe Schadstoffwerte mit sich bringen.
- Gewicht: Gerade für kleine Kinder, die ja in der Regel nicht allzu viel Kraft haben, ist auch das Gewicht als entscheidender Punkt anzuführen. Die Laufräder weisen je nach Modell ein Gewicht von circa 2,7 bis zu 4,9 kg auf. Je leichter das Modell ist, desto einfacher fällt es dem Kind damit umzugehen und es leicht aufzuheben.
- Ausstattung: Die verschiedenen Laufräder sind natürlich auch unterschiedlich ausgestattet. Es gibt Laufräder mit Trittbrett, Ständer, Lenkeinschlag oder eben ohne diese Ausstattungen. Insbesondere ein Trittbrett sowie ein Lenkeinschlag konnten sich im Test jedoch als sehr nützliche Komponenten erweisen.
- Preis: Beim Kauf eines Laufrades ist natürlich auch der Preis nicht außer Acht zu lassen. Die Preisspanne für Laufräder reicht von 30 bis über 200 Euro. Die Preise variieren insbesondere in Hinblick auf Hersteller, Ausstattung und die verwendeten Materialien.
Verschiedene Arten von Laufrädern
Es gibt verschiedene Arten von Laufrädern. Im Wesentlichen können Sie sich an den folgenden drei Kategorien orientieren:
- Material: Laufräder bestehen entweder aus Metall, Holz oder aus Kunststoff.
- Ausstattung: Auch ist zwischen Laufrädern mit und ohne Trittbrett und mit oder ohne Ständer zu unterscheiden.
- Größe: Auch sind die Laufräder für verschiedene Körpergrößen und Alter geeignet - beim Kauf sollte daher auf die Eigenschaften des Kindes geachtet werden.
Sicherheitshinweise
Kinder können mit den Laufrädern hohe Geschwindigkeiten erreichen und bei jeglichen Hindernissen immer wieder Gefahren ausgesetzt sein. Eltern müssen daher beachten, dass sie immer ein wachsames Auge auf die Kleinen haben, wenn diese mit dem Laufrad umherflitzen. Ein Helm ist dabei ebenfalls unverzichtbar, um die Sicherheit des Kindes nicht zu gefährden.
Gerade am Anfang, wenn die Kleinen das Laufradfahren lernen, sollten Eltern sie ein wenig anleiten und gegebenenfalls durch Hilfestellungen unterstützen. Hierbei ist es natürlich auch wichtig, in geschützten Bereichen ohne große Gefahren und Hindernisse zu beginnen.
Wann ist ein Kind bereit für das Laufradfahren?
Wann ein Kind bereit für das Laufradfahren ist, müssen ebenfalls die Eltern einschätzen. Kinder entwickeln sich unterschiedlich, weshalb der Beginn zum Laufradfahren nicht auf ein Alter fixiert werden sollte. Vielmehr gilt es für Eltern zu entscheiden, ob das Kind hinsichtlich geistlicher, körperlicher und motorischer Entwicklung bereit dazu ist oder nicht.
Daneben sollten Eltern allgemein darauf achten, dass sowohl der Lenker als auch der Sitz auf die Körpergröße des Kindes richtig eingestellt sind. Insbesondere ist dabei wichtig, dass die Kleinen aufrecht sitzen, das Lenkrad gut erreichen und mit den Füßen natürlich den Boden berühren können, um fahren und auch gut bremsen zu können.
Grundausstattung und nützliche Extras
Grundsätzlich muss ein Laufrad nur zwei Reifen, einen Rahmen, Sitz und Lenkrad mit sich bringen. Ausstattungen wie ein Trittbrett oder Ständer können jedoch nützliche Extras sein. Gerade Laufräder mit Trittbrettern kamen bei den Testkindern sehr gut an. So konnten sie unter dem Fahren ihre Füße darauf abstellen und mussten sie nicht unbequem in der Luft halten. Ständer hingegen stellten sich beim Test eher als überflüssig heraus.
Ein Lenkeinschlag bietet für die Kinder etwas mehr Sicherheit, da sie beim Fahren den Lenker so nur bis zu einem gewissen Grad einschlagen können. Anstatt den Lenker also um 360 Grad drehen zu können, beschränkt sich das Einschlagen nach links und rechts. Vor allem unsicheren Kindern kann dadurch ein sichererer Halt gegeben werden.
Laufrad (Holz) Vergleich 2025
Die besten Laufräder aus Holz im Vergleich (Stand: 08/2025):
| Modell | Altersempfehlung | Sitzhöhe | Belastbarkeit | Gewicht | Reifen | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bandits & Angels Mint Angel 4 in 1 | ab 1 Jahr | 26 - 30 cm | 15 kg | 2,2 kg | Massiv | Zum Laufdreirad umbaubar, besonders leicht |
| Loopiloo Kinder Laufrad | ab 1,5 Jahren | 30 - 34 cm | 30 kg | 3,9 kg | Luftreifen | Gepolsterter Sattel, integrierte Tragegriffe, höhenverstellbar |
| Bino und Mertens Flobi | ab 3 Jahre | 39 - 43 cm | 30 kg | 4,0 kg | Luftbefüllt | Sehr stabil, integrierte Tragegriffe, rutschfester Lenker |
| Tiny Love Holz Laufrad | ab 1,5 Jahren | nicht höhenverstellbar | keine Herstellerangabe | 1,6 kg | Gummierte Reifen | Mit vier Rädern, gummierte Reifen, schon ab 1,5 Jahren |
| Pinolino Laufrad Vespa | 3 bis 5 Jahre | 28 - 36 cm | 20 kg | 4 kg | Massiv | Sehr stabil, niedrig gehalten für die Kleinsten, rutschfester Lenker |
| leg&go Laufrad | ab 1 Jahr | 25-47 cm | keine Herstellerangabe | 3,3 kg | Luftreifen | Rad umfangreich umbaubar, wächst bis zum 5. Lebensjahr mit |
| small foot 11610 | ab 1 Jahr | 3-fach höhenverstellbar | keine Herstellerangabe | 2,9 kg | Gummierte Reifen | Vom Dreirad zum Laufrad ummontierbar, mit abnehmbarer Lenkertasche, schon ab 1 Jahr |
| Navaris 55781.01_m000859 | ab 1,5 Jahre | 24 cm | 50 kg | 3 kg | Massiv | Sehr stabil, inkl. Anhänger, besonders hohe Belastbarkeit |
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