Akku-Luftpumpen für Fahrräder im Test

Das Aufpumpen von Fahrradreifen ist eine regelmäßige Aufgabe für Radfahrer, die jedoch auf Touren lästig sein kann. Akku-Luftpumpen versprechen hier Abhilfe, indem sie den Reifen schnell und mühelos mit Luft füllen. Dieser Testbericht untersucht verschiedene Akku-Kompressorpumpen, um festzustellen, ob sie ihr Versprechen halten.

Wichtige Kriterien für Akku-Luftpumpen

Bei der Auswahl einer Akku-Luftpumpe sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen:

  • Akkukapazität: Eine hohe Akkukapazität ist wichtig, um mehrere Reifen aufpumpen zu können, ohne den Akku aufladen zu müssen.
  • Handhabung: Eine angenehme Handhabung erleichtert die Bedienung der Pumpe.
  • Maximaldruck: Der Maximaldruck ist entscheidend, insbesondere für Rennräder, die einen höheren Druck benötigen.
  • Kompaktheit und Gewicht: Kompakte Abmessungen und geringes Gewicht sind vorteilhaft für den mobilen Einsatz.

Akku-Luftpumpen für den mobilen Einsatz

Der Hauptvorteil einer akkubetriebenen Luftpumpe ist ihre Unabhängigkeit von Steckdosen, was sie ideal für den mobilen Einsatz macht. Einige Modelle bieten Rahmenhalterungen oder Taschen zur Befestigung am Fahrrad. Für mehrtägige Radreisen ist eine USB-C-Ladebuchse praktisch.

Individuelle Anforderungen an Akku-Kompressorpumpen

Die Anforderungen an Akku-Kompressorpumpen sind vielfältig, daher gibt es Modelle mit analoger oder digitaler Anzeige sowie kompakte Modelle ohne Anzeige. Auch die LED-Anzeigen variieren in Größe und Beleuchtung, was die Ablesbarkeit beeinflusst. Die Auswahl hängt von den individuellen Bedürfnissen ab.

Testkriterien

Die Bewertung basiert auf Kriterien wie einfache Handhabung, Ablesbarkeit und Genauigkeit der Anzeige. Ein drehbarer Schlauch und die Möglichkeit, einen Sollwert einzustellen, erleichtern die Handhabung. Alle getesteten Pumpen eignen sich für normale Fahrrad-, Gravel- und Mountainbike-Reifen, während Rennradreifen besondere Anforderungen stellen. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurde immer der gleiche Reifentyp verwendet.

Einzelne Modelle im Test

Bosch EasyPump

Die Bosch EasyPump überzeugt durch ihr kompaktes Design und innovative Funktionen. Sie punktet mit einem ergonomischen Design, das eine entspannte Handhabung ermöglicht. Das gut ablesbare LCD-Display zeigt wichtige Informationen wie den aktuellen Luftdruck, den Maximaldruck und den Akkustand an. Die Anzeige kann in bar, PSI oder KPA erfolgen. Der integrierte 3,6 Volt Lithium-Ionen-Akku wird bequem über USB-C geladen, das Ladekabel ist im Lieferumfang enthalten. Praktisch ist die Aufbewahrung der Ventilaufsätze im Handgriff. Ein weiteres Highlight ist die zuschaltbare LED-Leuchte.

Mit einem Gewicht von 422 Gramm ist die Bosch EasyPump leicht zu handhaben. Der um 360° drehbare Textilschlauch ermöglicht ein einfaches Aufdrehen auch an schwer zugänglichen Ventilen. Allerdings kann beim Abdrehen des Ventils etwas Luft entweichen, was die Messwerte leicht verfälscht. Besonders hervorzuheben ist die Autostop-Funktion, die den Pumpvorgang automatisch beendet, wenn der gewünschte Druck erreicht ist.

Bosch EasyPump im Überblick

Merkmal Details
Spannung 3,6 Volt Lithium-Ionen Akku, fest verbaut
Max. Druck 10,3 bar / 150 PSI
Anzeige LCD Display, wahlweise bar, PSI oder KPA
Autostop-Funktion

Osram Tyre Inflate 2000

Die Osram Tyre Inflate2000 ist eine vielseitige, wiederaufladbare Reifenluftpumpe mit digitaler Anzeige und zahlreichen Funktionen. Zu den Highlights gehören die Auto-Stopp-Funktion, vier programmierbare Sollwerte und eine integrierte Taschenlampe für Nachteinsätze.

Mit einer Länge von 17 Zentimetern und einem Durchmesser von 6,5 Zentimetern gehört die Osram Tyre Inflate2000 zu den größeren Modellen im Test. Auch das Gewicht von knapp 500 Gramm ist beachtlich. Dennoch sorgt die Riffelung im Griffbereich für eine gute Handhabung. Die Bedienung erfolgt über Tasten unterhalb des Displays, das die Druckwerte in bar, KPS oder PSI anzeigt. Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit, vier Sollwerte zu speichern, wodurch sich die Pumpe von anderen Modellen abhebt. Eine Halterung für die Montage am Fahrrad ist im Lieferumfang enthalten, das Aufladen erfolgt über ein USB-C Ladekabel.

Die Pumpe liegt trotz ihrer Größe gut in der Hand. Der Pumpschlauch muss vor Gebrauch abgenommen und in das Gehäuse eingeschraubt werden, wobei die Schlauchlänge mit 14 Zentimetern etwas kurz ausfällt. Die kleinen, eng beieinander liegenden Tasten erfordern präzises Drücken, was bei Dunkelheit durch die fehlende Hintergrundbeleuchtung des Bedienfeldes erschwert wird.

Osram Tyre Inflate 2000 im Überblick

Merkmal Details
Spannung 3,7 Volt / 5200 mAh Akku
Max. Druck 8,3 bar
Anzeige Digital-Display beleuchtet, bar, PSI, KPA
Autostop-Funktion
Beleuchtung
Lademöglichkeit USB-C
Gewicht 497 g
Schlauchlänge 14,3 cm

Fischer Akku-Kompressor

Der Fischer Akku-Kompressor verspricht problemloses Aufpumpen vom Fahrrad- bis zum Autoreifen. Die vier integrierten 500 mAh-Akkus sorgen für die Energieversorgung, während der maximale Druck von 10,3 bar besonders für Rennradfahrer interessant ist. Die Pumpe ermöglicht die Einstellung eines individuellen Maximaldrucks mit automatischer Abschaltung. Das LCD-Display zeigt Reifendruck und Akkustatus an. Die Pumpe kann über ein 12-Volt-Ladekabel für den Zigarettenanzünder oder über Micro-USB aufgeladen werden. Ein weiteres Highlight ist die Nutzung des Kompressors als Powerbank.

Der Pumpenschlauch ist mit 14 Zentimetern recht kurz, was in Kombination mit dem starren Ventilkopf die Handhabung erschwert. Der Power-Knopf startet und stoppt den Pumpvorgang, während der Set-Knopf das Gerät einschaltet. Mit den Pfeiltasten kann die Autostop-Funktion eingestellt werden. Im Test erweist sich der Fischer Akku-Kompressor als äußerst leistungsstark: Ein 700x23C-Reifen wird in nur 34 Sekunden auf 4 bar aufgepumpt, für 8 bar benötigt er 1:46 Minuten.

Fischer Akku-Kompressor im Überblick

Merkmal Details
Spannung DC 15 Volt4 x 500 mAh Akku
Max. Druck 10,3 bar / 150 PSI
Anzeige Digital LCD-Display beleuchtet, bar, PSI, KPA und kg/cm²
Autostop-Funktion

Fumpa Pumps Fumpa

Die Fumpa sticht im Kompressorpumpen-Test durch ihre Exklusivität und ihr Design hervor. Mit einem Preis von 129,00 Euro ist sie deutlich teurer als die anderen Modelle, bietet aber eine erstklassige Verarbeitung und Materialqualität. Die kompakten Maße von 88x75x43 Millimetern und das Gewicht von 363 Gramm machen sie transportabel, aber für schnelle Rennradtouren etwas schwer.

Die Fumpa ist mit einem digitalen Manometer ausgestattet, das den Luftdruck in bar, PSI oder KPA anzeigt. Ein beleuchteter Schalter startet den Pumpvorgang, ein separater Schalter dient zum Ein- und Ausschalten. Der 550 mAh Akku wird über einen USB-C-Anschluss geladen. Trotz des hohen Preises fehlt eine automatische Abschaltung bei Erreichen eines frei wählbaren Maximaldrucks.

Die Fumpa beeindruckt im Test durch ihre Geschwindigkeit: Ein 700x23C-Reifen wird in nur 12 Sekunden auf 4 bar und in 37 Sekunden auf 8 bar aufgepumpt, womit sie die schnellste Pumpe im Test ist. Allerdings ist der Geräuschpegel hoch und die Wärmeentwicklung stark.

Fumpa Pumps Fumpa im Überblick

Merkmal Details
Spannung 11,1 Volt / 550 mAh Akku
Max. Druck 8,3 bar
Anzeige LED Display, bar, PSI, KPA
Autostop-Funktion ⛔️

Cycplus Tiny Pump Cube

Die Cycplus Tiny Pump Cube zeigt im Test, dass Fahrrad-Akku-Kompressorpumpen nicht nur praktisch, sondern auch tourentauglich sein können. Mit der abnehmbaren Silikonhülle wiegt sie nur 115 Gramm, ohne diese sogar nur 97 Gramm. Der Ventilaufsatz ist abschraubbar und austauschbar, wodurch die Kompatibilität mit Schrader- und Presta-Ventilen gewährleistet ist. Die Bedienung erfolgt über einen einzigen Schalter, der auch den Ladezustand durch verschiedene Farbmodi anzeigt. Allerdings bietet die Pumpe keine Möglichkeit, den Reifendruck abzulesen oder einen Zielwert einzustellen.

Die Bedienung des Cycplus Tiny Pump Cube ist denkbar einfach. Trotz ihrer geringen Größe steht die Pumpe den größeren Modellen in nichts nach. Ein Reifen der Größe 700x23C wird in 48 Sekunden auf 4 bar aufgepumpt, für den Maximaldruck von 6,9 bar benötigt die Pumpe 2:30 Minuten. Der Akku ermöglicht, je nach Luftdruck und Reifentyp, das Aufpumpen von zwei Gravel- oder Mountainbike-Reifen, was für eine Tagestour in der Regel ausreicht.

Cycplus Tiny Pump Cube im Überblick

Merkmal Details
Spannung 7,4 Volt / 300 mAh Akku
Max. Druck 6,9 bar / 100 PSI
Anzeige ⛔️
Autostop-Funktion ⛔️

Fumpa Pumps MiniFumpa

Die Fumpa Pumps MiniFumpa präsentiert sich als kompakte Alternative zu CO2-Kartuschen und Minipumpen. Mit ihren Maßen von 68 x 57 x 34 Millimetern passt sie problemlos in Sattel- oder Trikottaschen. Die hochwertige Verarbeitung und das elegante Design sind auch bei diesem Modell hervorzuheben. Ein Nachteil ist der freiliegende Einschaltknopf, der z.B. beim Transport versehentlich aktiviert werden kann. Der 400 mAh Akku wird über ein USB-C Ladekabel aufgeladen, der maximale Luftdruck bleibt bei 8,3 bar.

Wie bei der FUMPA muss der Ventilaufsatz je nach Ventiltyp angepasst werden, was bei ungünstigen Witterungsverhältnissen umständlich sein kann. Trotz ihrer kompakten Größe ist die MiniFumpa schnell: Ein 700x23C-Reifen erreicht in 20 Sekunden 4 bar und in 65 Sekunden 8 bar. Der Akku reicht allerdings nur für zwei Reifen, daher sollte die...

Weitere getestete Modelle

  • Zoruman 150 PSI
  • Xiaomi Portable Electric Air Compressor 2
  • Cycplus Airpump A8
  • Bosch Easy Pump
  • Heyner AkkuPressor PRO
  • Neakhmer Akku-Luftpumpe
  • Toolcraft Akku-Luftpumpe

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