Der Maas-Radweg durchquert die drei Länder Frankreich, Belgien und die Niederlande. Er begleitet die Maas von der Quelle auf dem Langres-Plateau in Nordfrankreich und folgt dem Verlauf des Flusses über 1.080 Kilometer durch Belgien bis nach Hoek van Holland, wo die Maas in die niederländische Nordsee mündet. Nicht nur die abwechslungsreiche Landschaft und die idyllischen Dörfer und Städtchen, sondern auch die kulturhistorischen Schätze entlang des Weges lassen eine Radtour auf dem Maas-Radweg zu einem einmaligen Erlebnis werden.
Streckenverlauf und Landschaft
In 9 Tagen, mit Start in der französischen Festungsstadt Sedan in den Ardennen, radeln wir auf dem Maas-Radweg durch drei Nachbarländer Deutschlands: Frankreich, Belgien und die Niederlande. Ziel ist Rotterdam, kurz vor der Mündung des Rhein-Maas-Deltasystems in die Nordsee. Die Maas, längster Nebenfluss des Rheins, verlief jahrhundertelang durch eine Grenzregion zwischen dem romanischen und germanischen Kulturraum mit zum Teil spektakuläre Burgen und Festungen. Heute ist die Maas-Region in Frankreich eine dünn besiedelte Mittelgebirgslandschaft (Ardennen), in Belgien eine wichtige Siedlungs- und Industriezone (Namur / Lüttich) und in Holland eine halb urbanisierte Parklandschaft.
Vor Maasmechelen folgt ein besonders idyllischer Abschnitt: links und rechts des Flusses erstrecken sich grüne Auen, die natürlichen Überflutungsgebiete der Maas. Die Radwege sind von Blühstreifen gesäumt und alte Flussarme glitzern bei Dilsem-Stokkem in der Sonne. Die Wegmarkierungen für die alternative Hochwasserroute lassen erkennen, wie weit die Maas hier über die Ufer treten darf. Faszinierend sind die weiten Ausblicke mit grasenden Konik-Pferden und kleinen Rinderherden auf den Kiesbänken mitten im Fluss. Unterwegs mögen manche beim Anblick von Weinreben in der flachen Landschaft überrascht sein.
Tatsächlich befinden sich entlang der Maas mehrere Weingüter, die den Beweis für das milde Klima und die vielen Sonnenstunden in der Region liefern. Bei der ein oder anderen Radpause sorgen sie zudem für eine köstlich-fruchtige Erfrischung, im ansonsten für seine Bierbraukunst bekannten Belgien.
Historische Orte und Sehenswürdigkeiten
Vorbei an Maasmechelen passiert die Maasroute eines der schönsten Dörfer Flanderns, Oud-Rekem, mit seinem altertümlichen Stadttor, schmalen Gassen und dem Wasserschloss d' Aspremont-Lynden. Hier wie auf der gesamten zweiten Hälfte der Maasroute gibt es viele historische Orte und stille Zeitzeugen zu entdecken, z. B. die Ruinen der Waterburcht Pietersheim.
Praktische Informationen für Radfahrer
Völlig steigungsfrei ist der Maas-Radweg nicht, aber ab Lüttich verläuft er flach. Problem kann allenfalls steifer Gegenwind sein, besonders auf der holländischen Strecke. In Frankreich und Belgien ist der Radweg teilweise auf Straßen geführt, ungeschützt aber nur bei geringem KFZ-Verkehr. Ab Dinant (Belgien) besteht immer Bahnanschluss, für Notfälle.
Wir starten in der Nähe der Kirche in Horn, fahren in südlicher Richtung nach Thorn und durchstreifen etwas später Maas-Auen und Naturschutzgebiete, u.a. mit wild lebenden Tierherden. Auf unserem ca. 65 km langen Weg lernen wir eines der wenigen Maas-Weingebiete kennen und erleben sehr schöne Innenstädte, sei es bei einem Kaffee mit Kuchen oder einer Portion Eiscreme. Nicht zu vergessen, die lebhaften Beaches und Beach Clubs, die uns unterwegs auf ein kühlendes (Fuß)Bad einladen. Vielleicht finden wir eine Gelegenheit für ein paar Schwimmzüge (wer mag, bitte Badekleidung einpacken).
Streckenbeschaffenheit und Fahrzeit
Die einfach bis mittelschwer zu fahrende Radtour, in flachem Gelände, ist ca. 65 km lang, mit ca. 190 Höhenmetern. Die Fahrzeit inkl. kurzen Pausen/Besichtigung beträgt geschätzt ca. 5+ Std. (ohne Einkehr-/Aufenthaltszeiten). Sofern wir unterwegs einkehren oder/und baden, würden wir ab Start ca. 6,5 - 8,5+ Std.
Wir fahren überwiegend auf befestigten Radwegen, jedoch auch auf unebenen Wald- und Feldwegen sowie ein paar Off-Road Passagen (ggf. auch kurze Single-Trails, z.T. Die Tour kann mit herkömmlichen Trekking-, Gravel- oder MT-Bikes (inkl.
Teilnahmebedingungen und Sicherheit
Die Teilnahme erfolgt grundsätzlich in Eigenverantwortung, auf eigene Gefahr, unter Einhaltung behördlicher Vorgaben (u.a. StVO, StVZO der Niederlande und Belgien) und darin unabhängig vom Verhalten der Tourenleitung oder anderer Teilnehmender. Dies gilt auch für die Anreise mit Fahrgemeinschaften & privatem Fahrradtransport.
Teilnehmende müssen technisch, gesundheitlich und konditionell in der Lage sein, die gesamte Tour eigenständig und fahrsicher in der Gruppe zu Ende zu fahren, ggf. sollte vorher eine ärztliche Empfehlung eingeholt werden. Kinder unter 16 Jahren können nur zusammen mit einer berechtigten Begleitperson teilnehmen (sie sollen keinesfalls allein fahren!).
Teilnehmende können von einer Tour ausgeschlossen werden, wenn ihr Fahrrad nicht der StVZO entspricht, oder wenn sie Hinweise der Tourenleitung, die der Sicherheit aller Teilnehmenden, der Einhaltung behördlicher Auflagen und dem ordnungsgemäßen Verlauf der Tour dienen, nicht befolgen.
Je nach Witterung oder veränderten behördlichen Auflagen, sowie bei zu geringer Teilnehmerzahl oder unvorhersehbarer Verhinderung der Tourenleitung, können Touren auch kurzfristig ausfallen oder die Strecke, aufgrund besonderer Erfordernisse, im Verlauf geändert werden.
ADFC Düsseldorf und Radverkehr
Wenn du in Düsseldorf Fahrrad fährst, dann ist der ADFC deine Stimme. Wir setzen uns gegenüber Behörden, Ausschüssen, Medien, Verbänden und Parteien für gute und sichere Radverkehrsbedingungen ein; für Radfahrende aller Altersgruppen, für aktiven Klimaschutz, für zukunftsfähige Mobilität. Als verkehrspolitischer Verein und als Fahrradlobby setzen wir uns für die konsequente Förderung des Fahrradverkehrs ein. Dabei arbeiten wir mit allen Vereinen, Organisationen und Institutionen zusammen, die sich für mehr Radverkehr und für mehr Sicherheit und Umweltschutz im Verkehr einsetzen.
Der ADFC ist parteipolitisch neutral, aber parteilich, wenn es um die Interessen Rad fahrender Menschen geht. Wir haben in Düsseldorf fast 3.000 Mitglieder. Der ADFC Bundesverband ist mit bundesweit mehr als 200.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.
Vorteile einer ADFC-Mitgliedschaft
Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür - auch Dank deiner Mitgliedschaft - nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und natürlich auch in Düsseldorf für die Interessen von Radfahrer*innen ein. Für dich hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: du kannst egal, wo du mit deinem Fahrrad unterwegs bist, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhälst du mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin "Radwelt" und der zweimal im Jahr erscheinenden Düsseldorfer Zeitschrift "Rad am Rhein" Information rund um alles, was dich als Radfahrerin und Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt.
Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben.
Verkehrssicherheit des Fahrrads
Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben.
Verhalten im Straßenverkehr
Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.
Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.
Pedelecs und E-Bikes
Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer oder die Fahrerin in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter, bzw. schaltet sich ab. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben.
Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle.
Empfohlene Radtouren des ADFC
Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir dir die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt dir mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennst du auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.
Für Tagesausflüge in die nähere Umgebung bietet der ADFC Düsseldorf geführte Radtouren an. Alle unsere Touren findest du hier im Tourenportal. Auf dieser Seite suchen und finden Sie Ihre Wunsch-Radtour. Ganz egal, ob Sie dabei lieber von A nach B radeln oder ein festes Quartier als Ausgangspunkt Ihrer Touren bevorzugen.
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