Main-Radweg: Eine umfassende Entfernungstabelle für Ihre Radreise

Eine Radreise durch die idyllische Landschaft des Mains beginnt idealerweise in Bayreuth und verläuft über Bamberg und Aschaffenburg nach Mainz. Die gut ausgeschilderte Route des Main-Radwegs mit seinem flachen Relief, führt zwischen Weinreben und Hopfen hindurch und begeistert Jung und Alt mit einer abwechslungsreichen Landschaft. Dichte Wälder wechseln sich mit den charakteristischen Weinanbaugebieten ab.

Planung Ihrer Reise

Die Anreise nach Bayreuth plant man am besten individuell mit dem eigenen Fahrzeug oder mit der Bahn. Eine frühzeitige Anreise ist empfehlenswert, um sich in der Stadt noch ein bisschen umzusehen, bevor es mit dem Rad weiter geht. Bayreuth liegt in Bierfranken - also im bayerischen Teil Frankens und ist somit auch besonders prädestiniert, um den lokalen Gerstensaft in der prachtvollen Innenstadt zu verkosten. Wer in Bayreuth die Tour auf dem Mainradweg beginnt, fährt zu Beginn Richtung Lichtenfels und kann einen Abstecher nach Kulmbach einlegen. In der oberfränkischen Stadt wird seit über 600 Jahren Bier gebraut - ein Besuch im Bayerisches Brauerei- und Bäckereimuseum lohnt sich also. Über der Stadt thront die Plassenburg.

Etappen des Main-Radwegs

Etappe 1: Bayreuth nach Bamberg

Nach einem Frühstück in der Kreisstadt Lichtenfels ist Hallstadt schnell erreicht. Kurz vor den Toren Bambergs liegt Hallstadt. Im beschaulichen Fachwerkstädtchen Bamberg, das seit 1993 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt, gibt es viel zu sehen. Zum Beispiel eines der schönsten Rathäuser Deutschlands. Die gemütlichen engen Gassen laden zu einem Spaziergang ein. „Klein Venedig“ wird das Wasserviertel der Stadt auch liebevoll genannt. Im historischen Brauereiausschank der Stadt kann man das „Schlenkerla“, das berühmte Rauchbier, sowie ein „Schäuferle“, einen zarter Braten aus der Schweinsschulter, probieren und mit diesen oberfränkischen Spezialitäten auch die kulinarische Entdeckungsreise am Main fortsetzen.

In dieser Etappe fließt der Main zunächst zwischen den Haßbergen und dem Steigerwald nach Westen und erreicht das weitläufige, ebene Schweinfurter Becken. Durch die einzigartige Kulturlandschaft entlang des Mains geht es über Bad Staffelstein und Rattelsdorf weiter bis in das durch den Krieg nicht behelligte Bamberg.

Etappe 2: Bamberg nach Haßfurt

Die dritte Etappe führt durch das zunächst weite Tal des Mains, ehe sich die Hänge des Steigerwaldes und der Haßberge immer mehr dem Fluss nähern. Kurz nachdem Eltmann passiert ist, öffnet sich das Maintal erneut und das Fränkische Weinland breitet sich aus. Mit der fränkischen Leichtigkeit im Rücken führt es die Radfahrer auf der Route an den traumhaft gelegenen Regionen der Weinberge vorbei, wobei es vereinzelt Gelegenheit zu einer Weinprobe gibt. Die Wallfahrtskirche Maria Limbach, kurz hinter der Ortschaft Eltmann, ist ein erstes kulturelles Highlight des Tages. Auf dem weiteren Weg zum Etappenziel radelt man noch durch das malerische Winzerstädtchen Zeil. Auf dem malerischen Marktplatz findet sich im Sommer bestimmt ein schattiges Plätzchen für eine Erfrischung. Sehenswert sind außerdem die gut erhaltenen Teile der Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert und der markante Stadtturm mit dem ehemaligen Jagdschloss von 1695. In Haßfurt angekommen, empfiehlt sich noch ein Rundgang durch die Altstadt mit der sehenswerten Stadtpfarrkirche St.

Etappe 3: Haßfurt nach Schweinfurt

Auf halbem Weg nach Schweinfurt bietet sich das Örtchen Theres für eine erste Pause an. Zu den Sehenswürdigkeiten von Theres gehören das Historische Rathaus, das ehemalige Kloster und das Schloss Theres. Gemütlich geht es anschließend bis Schweinfurt, einem wichtigen Industriestandort Frankens. Die Stadt hat erstaunlich viele Gesichter und besitzt Sehenswürdigkeiten vergangener Jahrhunderte, aber auch moderne Industriekultur. In der Altstadt sind das Rathaus, die Heilig-Geist-Kirche und der Pulverturm am östlichen Teil der Stadtmauer von besonderer Bedeutung. Typisch für das Schweinfurter Umland sind die sogenannten “Heckenwirtschaften”.

Etappe 4: Schweinfurt nach Volkach

Heute nähert man sich immer mehr dem Zentrum des Fränkischen Weinlandes und zahlreiche Rebhänge sind ständiger Wegbegleiter. Auf dem Weg liegt das kleine und geschichtsträchtige Wipfeld, das vor allem durch seine berühmte Weinlage Zehntgraf bekannt ist. Hier lohnt sich eine Pause inmitten historischer Gebäude. Nach dem Mittag wird auf dem weiteren Weg nach Volkach zunächst Fahr, die Stadt des Bocksbeutels passiert. Volkach wurde ebenfalls durch seine Weine sehr berühmt und liegt direkt im mainfränkischen Weinanbaugebiet. Im August findet seit mehr als 60 Jahren regelmäßig das Weinfest statt. Auch hier, wie im gesamten Weinland, wartet die eine oder andere Rebensaftprobe auf die Radler, nachdem ein Spaziergang durch die romantische Altstadt innerhalb der gut erhaltenen Stadtmauern unternommen wurde. Volkach ist besonders bekannt für die Mainschleife, an deren Scheitelpunkt der Ort liegt. Auf dieser Höhe des Mains wurde durch den Bau eines 6 km langen Kanals, die sogenannte Weininsel geschaffen, auf der sich die Orte Sommerrach und Nordheim befinden. “Das Beste, das uns Gott gesandt, ist edler Wein vom Frankenland” - lautet ein Spruch auf einer Mauer in der Nordheimer Innenstadt.

Etappe 5: Volkach nach Kitzingen

Heute führt der Main-Radweg zunächst am Mainkanal entlang, bevor man in Schwarzach wieder auf den Fluss trifft. Auf Höhe der Schleuse Gerlachshausen vereinigt sich der Kanal wieder mit dem Fluss und die Fahrradreise geht entlang des Mainufers weiter. Ein erster Höhepunkt des Tages ist, das von einer Stadtmauer umgebene, Dettelbach. Innerhalb der von 30 Türmen und zwei Stadttoren gekrönten Mauer befindet sich das mittelalterliche Zentrum, das zum Verweilen einlädt. Die romantischen Gassen und versteckte Winkel erzählen genauso wie der Pranger an der Kirche die Geschichte(n) längst vergangener Zeiten. Unbedingt sehenswert sind die Stadtpfarrkirche St. Augustinus mit ihren zwei unterschiedlichen Türmen und die europaweit bekannte Wallfahrtskirche Maria im Sand. Anschließend geht es auf ebener Strecke nach Kitzingen. Highlights dieser sehenswerten Stadt sind der historische Marktplatz und Deutschlands ältester Weinkeller. Im Deutschen Fastnachtmuseum dreht sich alles um den Karneval. Historisch bedeutend ist außerdem die Alte Mainbrücke in Kitzingen.

Etappe 6: Kitzingen nach Würzburg

Auf dem Weg bis in die alte Universitätsstadt Würzburg passieren die Radfahrer kleine idyllische Orte in Unterfranken. Geprägt ist das fränkische Weinland nicht nur durch den Weinanbau - die Radfahrer passieren auch weitläufige Agrarflächen, auf denen im Frühjahr der Spargel wächst. Es bieten sich immer wieder reizvolle Perspektiven und Aussichten, besonders für Fotoenthusiasten. Doch bevor das heutige Etappenziel Würzburg erreicht ist, radeln die Urlauber durch Marksteft, Segnitz sowie Randersacker. Bei der Ankunft in der Residenzstadt Würzburg erblicken die Radfahrer zuerst die Festung Marienburg, die stolz über der Stadt thront und einen wunderbaren Ausblick bietet. Mit zahlreichen Museen und Galerien bietet die Stadt Tag für Tag ein anderes Bild. Die imposante Fassade des Kiliansdoms mitten in der Altstadt wirkt nicht nur auf den ersten Blick mächtig. Besucher haben auch im Dom viel zu entdecken. Die Würzburger Residenz ist einer der Touristenmagnete der Stadt und zählt zu den wichtigsten Bauten des süddeutschen Barocks. Im Treppenhaus des Versailles von Franken, wie die Residenz auch gerne genannt wird, befindet sich das größte zusammenhängende Deckenfresko der Welt zu bestaunen. 1981 nahm die UNESCO das Hauptgebäude, den Residenzplatz und alle Nebengebäude in die Liste des Weltkulturerbes auf.

Etappe 7: Würzburg nach Gemünden/Lohr

Heute betrachtet man zunächst in nördlicher Richtung den Main abwärts. Nach etwa 5km erwartet die Radfahrer die erste Sehenswürdigkeit des heutigen Tages: das Kloster Oberzell. Nachdem die Uferseite gewechselt wurde, sind es nur noch wenige Kilometern bis in das Örtchen Veitshöchheim. In Veithöchheim lohnt sich ein Abstecher zum Schloss und ein Spaziergang durch den herrlichen Rokokogarten, der nach französischem Vorbild angelegt, auch tatsächlich den Flair Frankreichs versprüht. Gegen Mittag gelangt man nach Karlstadt. Die Stadt “Karscht”, wie sie im mainfränkischen Dialekt heißt, beeindruckt mit seinem historischen Stadtbild, zu dem auch zahlreiche Fachwerkhäuser und das historische Rathaus mit Treppengiebel gehört. Allmählich hat sich auch das Landschaftsbild entlang des Main Radwegs gewandelt. Die lieblichen Weinberge des Fränkischen Weinlandes haben die Radfahrer hinter sich gelassen und nähern sich den bewaldeten Höhenzügen des Spessarts. Schon bald ist nun das Tagesziel in Gemünden erreicht. Die Stadt präsentiert sich als Drei-Flüsse-Stadt. Hier trifft die Sinn auf die Fränkische Saale und anschließend auf den Main. Vielleicht bleibt noch Zeit für einen Ausflug auf das Huttenschloss Gemünden. Wer noch nicht aus der Puste ist, kann die heutige sechste Etappe auch in dem zehn Kilometer weiter entfernten Lohr ausklingen lassen, das an den östlichen Ausläufern des Spessarts liegt. Die Stadt selbst bezeichnet sich als “Schneewittchenstadt”, ob sie jedoch tatsächlich Heimat der schönen Königstochter aus dem Grimmschen Märchen ist, bleibt offen. Die Altstadt eignet sich hervorragend für eine kleine Erkundungstour am Abend. Dabei wird den Urlauber auch das kleine verwunschene Schloss auffallen.

Etappe 8: Gemünden/Lohr nach Wertheim

Etappenstart dieser flachen Tour ist die herrliche, historische Stadt Wertheim. Die Stadt am Zusammenfluss von Tauber und Main hat eine sehr schöne Innenstadt und eine mächtige Burgruine. Der Radweg überquert in Wertheim den Main und führt rechts des Flusses weiter. In "Faulbach" müssen Sie unbedingt das über einem Torbogen erbaute Rathaus anschauen. Auf dem weiteren Weg liegt nun die schönste Ruine am Main, die "Henneburg" oberhalb der historischen Innenstadt von "Stadtprozelten".

Etappe 9: Wertheim nach Aschaffenburg

Bei "Freudenburg" überqueren Sie den Main und durchradeln die schöne Innenstadt bevor Sie wieder dem Uferradweg folgen. In dem bekannten, wunderschönen "Miltenberg" werden Ihnen wahrscheinlich Heerscharen von Bus-Touristen begegnen. Also Vorsicht. Aber die Stadt ist wirklich ein Kleinod. Hübsche Orte wie "Kleinheubach" und "Wörth am Main" begleiten den tief eingeschnittenen Radweg zwischen Odenwald und Spessart.

Etappe 10: Aschaffenburg nach Offenbach

Aschaffenburg mit Schloss Johannisburg, Altstadt und Kirchen lädt wieder zu einer längeren Radpause ein. Von Seligenstadt sagt man, zeige seine schönste Seite von der Fähre aus. Hier lohnt auf jeden Fall die Besichtigung der Einhardsbasilika mit den Nebengebäuden und der historischen Altstadt. Hanau musste sehr durch Angriffe der Alliierten leiden, trotzdem sind noch einige Highlights erhalten. Hier wurden übrigens die Gebrüder Grimm geboren.

Etappe 11: Offenbach nach Mainz

Offenbach war einst sehr reich, Teile der Befestigungen und der Schlösser (Isenburgisches Schloss) sind noch erhalten. Frankfurt - die von Kaiser Karl gegründete Stadt - kommt nun in Sicht. Die große moderne Metropole hat nicht nur Hochhäuser zu bieten. Kaiserdom, Römerberg, Paulskirche, Alte Oper und die zahlreichen Kirchen und sehenswerte Häuserzeilen sind es wert, besichtigt zu werden. Die Stadt Höchst, kaum zehn Kilometer weiter, wurde von den Mainzer Fürstbischöfen zur Festung gegen das große Frankfurt ausgebaut. Viele Türme, die mittelalterliche Altstadt und die Kirche St. Justinus sind noch erhalten geblieben. Aus späterer Zeit stammt der prächtige Bolongaropalast mit Park. Im Weinort Flörsheim beginnt der Rheingau und die Weinberge werden größer. Rüsselsheim liegt nicht weit davon auf der anderen Mainseite und ist stark auf Automobilbau spezialisiert. Sehenswert ist die mehrfach zerstörte und wieder aufgebaute Festung. Nun ist es nicht mehr weit zur Kaiserstadt Mainz, bei der sich Main und Rhein vereinigen.

Entfernungen auf dem Main-Radweg

Hier ist eine Tabelle mit den ungefähren Entfernungen zwischen den wichtigsten Etappenorten des Main-Radwegs:

Etappe Von Nach Entfernung (ca.)
1 Bayreuth Lichtenfels [Distanz] km
2 Lichtenfels Bamberg [Distanz] km
3 Bamberg Haßfurt [Distanz] km
4 Haßfurt Schweinfurt [Distanz] km
5 Schweinfurt Volkach [Distanz] km
6 Volkach Kitzingen [Distanz] km
7 Kitzingen Würzburg [Distanz] km
8 Würzburg Gemünden / Lohr [Distanz] km
9 Gemünden / Lohr Wertheim [Distanz] km
10 Wertheim Aschaffenburg [Distanz] km
11 Aschaffenburg Offenbach [Distanz] km
12 Offenbach Mainz [Distanz] km

Hinweis: Die genauen Entfernungen können variieren, abhängig von der gewählten Route und den örtlichen Gegebenheiten. Es ist ratsam, die Strecken vorab genau zu planen und sich über aktuelle Bedingungen zu informieren.

Weitere Informationen

Der Main-Radweg ist ca. 500 Kilometer lang. Auf dem Mainradweg habt ihr die Gelegenheit, dem Fluss entlang seiner gesamten Fließstrecke zu folgen. So kurvenreich die Strecke durch Wälder und entlang von Weinhängen und Hopfenanbaugebieten ist, so flach ist sie auch. Auch vom Wettergott ist diese Route gesegnet. Denn der Mainradweg führt durch klimatisch begünstigte Regionen mit teils mediterran anmutendem Klima. All das macht diese Radreise zu einer idealen Tour für Radler und Radlerinnen jeden Alters.

Beschilderung und Infrastruktur

Eine einheitliche und gut sichtbare Beschilderung des Mainradweges in beide Richtungen sorgt dafür, dass ihr jederzeit wisst, wo es langgeht. Besonders praktisch: Auf den Schildern stehen neben den Namen der nächsten Orte auch immer Kilometerangaben, wie weit diese Orte entfernt sind. Natürlich kann es auch auf einem Radweg - etwa durch Baustellen oder Hochwasserereignisse - zu Sperrungen und Umleitungen kommen. Da die zwölf Etappen des Mainradweges allesamt von Ortschaft zu Ortschaft führen und der Start- und Endpunkt jeweils eine größere Stadt ist, gestaltet sich die Anreise denkbar einfach. Das gleiche gilt für die Übernachtungsmöglichkeiten in der Region. Sie sind überall zahlreich und etwas abseits der Großstädte auch oft speziell auf Radreisende eingestellt.

Der MainRadweg führt durch eine einzigartige europäische Flusslandschaft, die Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten bietet.

Die Strecke verläuft abschnittsweise neben Hauptverkehrsstraßen (straßenbegleitender Radweg), zumeist jedoch auf echten Radwegen direkt am Mainufer, vereinzelt auch auf unbefestigten Wegen. Durch die großteils asphaltierte Fahrbahndecke und die wenigen Steigungen eignet sich der Weg hervorragend für Familien.

Der Main hat zwei Quellflüsse, den Weißen und den Roten Main. Der Weiße Main entspringt im Fichtelgebirge und der Rote Main in der Fränkischen Alb. Beide bilden ab ihrem Zusammenfluss am westlichen Stadtrand von Kulmbach den Main, der von dort 472 Kilometer lang ist und mit einigen größeren Schlängeln von Ost nach West fließt, um als der längste rechte Nebenfluss in den Rhein zu münden. Der Flusslauf berührt mehrere fränkische Mittelgebirge, das fränkische Weinbaugebiet und zahlreiche historische Stadtkerne.

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