Die Bikeindustrie steht seit dem ersten E-Bike vor der Herausforderung hoher Belastungen auf Komponenten, was vielen Herstellern Kopfzerbrechen bereitet. Der Wunsch des Kunden nach einer immer höheren Gewichtsfreigabe und einem höheren zulässigen Gesamtgewicht kommt verschärfend hinzu.
Mavic E-Deemax S: Speziell für E-MTB entwickelt
Mavic will dem vorzeitigen Verschleiß zuvorkommen und bringt die neuen E-MTB spezifischen E-Deemax S Laufräder mit 180 kg Freigabe auf den Markt. Die Laufradspezialisten von Mavic kennen das Problem und wollen mit dem neuen Mavic E-Deemax S 30 und S35-Laufrädern den Real-World Bedürfnissen von E-Mountainbikern gerecht werden.
Das neue Aluminium-Laufradset ist nach dem ASTM 5 Standard für E-Bikes zertifiziert und muss bei hausinternen Testbedingungen eine nochmals circa 12% höhere Belastung als ein Standard-Laufrad mit ASTM 5 Zertifizierung aushalten. In messbaren Größen ausgedrückt bedeutet das, dass die Laufräder für ein maximales Systemgewicht (Fahrer + E-Bike + Ausrüstung) von 180 kg freigegeben sind.
Über die Belastungen, die während der Fahrt auftreten, hätten 180 kg alleine zwar nur wenig Aussagekraft, in Kombination mit der ASTM 5 und damit auch Bikepark Freigabe versprechen die neuen Laufräder von Mavic zu den robustesten am E-MTB Markt zu gehören.
Technologien und Innovationen der E-Deemax S
Neben der hohen ASTM 5 Zertifizierung für E-Bikes auf dem Papier, zeichnen sich die Mavic E-Deemax S30 und S35 Laufräder durch eine erhöhte Wandstärke an besonders belasteten Stellen aus. Im Gegenzug wurde Material an Stellen abgetragen, wo die Belastungsspitzen keine kritischen Werte erreichen.
Mavic nennt diese Technologie Inter Spoke Milling (kurz ISM), bei der in den Bereichen zwischen den einzelnen Speichenlöchern die Wandstärke der Felge auf der Innenseite ausgedünnt wird. Damit lässt sich laut Mavic bis zu 17% Gewicht sparen, im Falle der E-Deemax S-Laufräder sind es 10% im Vergleich zu nicht bearbeiteten Felgen.
Eine weitere E-Bike spezifische Neuerung ist der vergrößerte Flanschdurchmesser an der Nabe, um den erhöhten Belastungen durch den Motor standzuhalten. Die neuen Mavic E-Deemax S-Laufräder sind natürlich mit Tubeless-Reifen kompatibel.
Dank der von Mavic eingesetzten Fore-Technologie wird für ein Tubeless-Setup laut Mavic nicht mal ein Felgenband benötigt. Die Speichen werden von außen direkt in die Speichenlöcher verschraubt, dadurch bleibt die untere Felgenbrücke intakt. Das soll die Felge steifer machen und Materialermüdung vorbeugen.
Ein weiterer Pluspunkt: Sollte man einen Speichennippel wechseln müssen, muss kein Felgenband von der Felge mehr abgezogen werden. Außerdem wurde das Felgenhorn verbreitert.
Verfügbarkeit und Preise
Die Mavic E-Deemax S werden ab Anfang nächsten Jahre für 650 € pro Laufradssatz verfügbar sein, sowohl in einer Ausführung mit 6-Loch-Aufnahme für Bremsscheiben als auch mit einer Center-Lock-Aufnahme. Das Mavic E-Deemax S30 Laufrad mit 30 mm Innenweite wird vorerst nur in 29” verfügbar sein, das Set wiegt laut Herstellerangabe 2.070 g.
Das Mavic E-Deemax S35-Laufradset mit 35 mm Innenweite wird nur in der Größe 27,5” ausgeliefert und wiegt laut Mavic 2.030 g.
Die neuen Mavic E-Deemax S30 und S35-Laufräder machen auf dem Papier alles richtig und könnten Bike Herstellern in Zukunft dabei helfen, das zulässige Gesamtgewicht von E-MTBs zu erhöhen. Ob sie auch unter realen Testbedingungen den Belastungen standhalten, wird sich zeigen. Mit einem attraktiven Preis von 650 € pro Laufradset sind wir zuversichtlich, dass sie den Weg an viele E-MTBs finden werden.
Mavic Cosmic Carbone Ultimate 45 Disc: Ein Neuanfang für Mavic
Die Neuauflage des Cosmic Carbone Ultimate 45 Disc soll der Startschuss für einen Neuanfang beim französischen Konzern sein. Ausgemachtes Ziel der Übernahme war es seinerzeit, die angeschlagene Marke zu sanieren und die technologische Führerschaft bei Fahrrad-Laufrädern zurückzugewinnen. Dazu gehört auch eine stückweise Verlagerung der Produktion zurück nach Europa und die Modernisierung der Fertigungsstandorte in Annecy und Saint-Trivier.
Technische Details und Fertigung
Im Cosmic Carbone Ultimate 45 Disc steckt das konzentrierte Carbon-Knowhow der Franzosen. Bereits der 2006 eingeführte Vorgänger war ein technisches Meisterwerk: Felgen, Naben und Speichen aus Carbon waren zusammenlaminiert; die extrem leichte und aerodynamisch gute Konstruktion war die einzige ernstzunehmende Konkurrenz zu den luxuriösen Lightweight-Laufrädern aus deutscher Fertigung.
Die Nachfolger nehmen dieses Konstruktionsprinzip unter modernen Gesichtspunkten wieder auf.Das neue Cosmic Carbone 45 Disc kommt mit einem modernen 19 Millimeter breiten Tubeless-Felgenbett und natürlich für Scheibenbremsen und Steckachsen.
Die 45 Millimeter hohe Aero-Felge ist ein typischer Allrounder und ein guter Kompromiss zwischen guter Aerodynamik und geringem Gewicht. Der Laufrad-Verbund ist auf den ersten Blick ähnlich aufgebaut wir vom bisherigen Cosmic Ultimate bekannt: Felgen und Naben sind mit fest laminierten Carbonspeichen verbunden.
Dabei bilden immer zwei gegenüberliegende Speichen einen zusammengehörigen Faserstrang. Die Speichen werden von Aluminium-Inserts in der Felge gehalten; der mit Carbon ummantelte Aluminium-Nabenkörper sitzen sie in gefrästen Nuten im Nabenflansch. Das Laufrad wird überwiegend in Handarbeit in Frankreich gefertigt, nur zehn Mitarbeiter haben die Expertise, die Laufräder zu fertigen. Um die 71 Einzelteile zusammenzusetzen, dauert es etwa acht Stunden.
Leichtgewicht und Aerodynamik
Mit 579 Gramm und 680 Gramm für Vorder- bzw. Hinterrad treffen die Mavic Cosmic Carbone Ultimate 45 das Gewicht der bislang konkurrenzlos leichten Lightweight Obermayer-Laufräder auf den Punkt. Entsprechend leichtfüßig fahren sich die Laufräder, sie lassen sich extrem gut beschleunigen und sind insbesondere am Berg eine Wucht.
Unser TOUR-Test zeigt: Auch die Steifigkeiten sind mit 58 N/mm vorne und 47 N/mm hinten auf Top-Niveau, wenngleich Lightweight hier mit exorbitant hohen Steifigkeitswerten noch stabiler dasteht. Mit solchen Werten kommen selbst vergleichsweise schwere Fahrer gut zurecht. Ein hohes Selbstvertrauen scheinen die Ingenieure in die Konstruktion jedenfalls zu haben: Die Mavic Cosmic Carbone Ultimate Laufräder sind bis 120 Kilogramm Fahrergewicht freigegeben, auf die Laufräder gibt es zudem eine lebenslange Garantie.
Preis und Reparatur
Der Preis für die Edel-Rundlinge: Der ist mit 3900 Euro für den Satz durchaus happig. In Anbetracht der Leistung und im Vergleich zur Konkurrenz sind sie aber fair kalkuliert: Die Lightweight Obermayer Evo, die technisch als einziges auf Augenhöhe sind, kosten atemberaubende 6500 Euro. Sollte doch einmal etwas passieren, lassen sich die Laufräder konstruktionsbedingt nur eingeschränkt reparieren. Hier verspricht Mavic kulante aber Crash-Replacement-Regelungen.
Mavic Cosmic SLR 45 Disc: Der Allrounder im Test
Mavic schickt mit den Cosmic SLR 45 Disc-Laufrädern einen echten Allrounder in den großen Laufrad-Vergleichstest. Doch wie kann sich der Klassiker am Laufrad-Himmel gegen die neuesten Performance-Laufräder behaupten? Mit cleveren Nippeln und ungebohrtem Felgenbett trumpft Mavic mit Innovationen auf.
Technische Details und Design
Zurück zu alter Stärke? Mavic geht mit den Cosmic SLR 45 nicht nur technisch neue Wege, auch optisch grenzen sich die Laufräder von der Konkurrenz ab. Die Felgengeometrie ist dagegen etwas oldschool. Mit knapp 20 mm Maulweite und 28 mm Felgenbreite passen die Cosmic SLR zwar noch für 28C-Reifen, breitere Reifen in Kombination mit der Mavic-Felge geben optisch aber kein schönes Bild und versprechen auch keine gute Aerodynamik.
Dafür verspricht der klassische Mavic-Haken viel Sicherheit und einen breiten Einsatzbereich der Felge mit Reifen- und Druckkombinationen. Das verspricht auch eine vielseitige Tubeless-Montage und so kommen die Cosmic SLR mit ungebohrtem Felgenbett - Ventil rein und die Felge ist bereit. Erreicht wird das durch die innovative Montage der Speichen und Nippel. Diese werden im Gegensatz zur klassischen Montage direkt in die Felge geschraubt. Einlaminierte Aluminium-Einsätze machen dies möglich.
Performance und Fahrverhalten
Mit 1.419 g sind die Laufräder zwar etwas schwerer als der Durchschnitt, bestechen aber vor allem durch ein sehr gutes Preisverhältnis. Denn preislich liegen die Räder mit 2.249 € am günstigen Ende des Testfelds. 45 mm hohe Felgen schreien praktisch nach Allround, doch was macht einen guten Allrounder aus? Gute Klettereigenschaften, durchschnittliche Effizienz, eine ausgewogene Compliance und hohes Maß an Fahrsicherheit? All das versprechen und liefern die Mavic Cosmic SLR 45.
Ähnlich der DT Swiss ERC sind die Mavic-Räder unglaublich ausgewogen, dabei aber weniger auf Endurance, sondern als Race-Allrounder ausgelegt. Mit der durchschnittlichen Compliance und dem richtigen Maß an Steifigkeit performt der Cosmic-Laufradsatz im Sprint und bei Antritten, ist dabei aber nicht zickig oder unberechenbar in Kurven oder schnellen Abfahrten. Auch entspannte Group Rides und Genießerrunden sind problemlos möglich. Dazu kommen die hohe Laufruhe und eine geringe Anfälligkeit für Seitenwind, bedingt durch die geringe Felgenhöhe und konservativ dimensionierte Messerspeichen.
Schon im Fahrtest bieten die Mavic Cosmic SLR 45 gefühlt nicht viel in Sachen aerodynamischer Performance. Zwar deutlich schneller und moderner als die Konkurrenz von Lightweight, doch schon die gleich hohen DT Swiss performen auf der Straße deutlich besser als die Räder von Mavic.
Fazit
Schmal, aber oho: Die Mavic Cosmic SLR 45 sind zwar etwas schmaler als die meisten modernen Laufräder, doch mit der cleveren Speichenmontage und dem ungebohrten Felgenbett stechen sie aus der Masse heraus. Dazu kommt ein ausgewogenes Fahrgefühl für praktisch jede Situation. Lediglich die Aero-Performance kann nicht mit der Konkurrenz mithalten.
Mavic Allroad S 2024: Neufassung für Gravel-Enthusiasten
Die Neufassung des Mavic Allroad ist mit breiterer Felge noch einmal stärker in Richtung „Gravel“ ausgerichtet. Seit Ende 2017 bin ich ein Fan dieser Laufräder. Zum einen war der neue Radsatz damals einer der innovativsten Produkte im Dropbar-Segment der traditionsreichen Franzosen. Und zum anderen war er speziell auf Tubeless-Systeme zugeschnitten und damit perfekt fürs Querfeldeinrad wie fürs Gravelbike.
Technische Details und Design
Mit dem Allroad S 2024 hat Mavic das Profil der Laufrad-Familie nun weiter geschärft. Der neue Radsatz verfügt über breitere Felgen mit 25 statt 22 mm Maulweite, womit er den Standard aktueller Gravel-Modelle aufnimmt und auf mindestens 30 mm breite Reifen zugeschnitten ist. Dabei sind die Felgen unverändert 22 mm tief, und auch ihre einzigartige Form haben sie behalten: Das Felgenbett ist nicht gebohrt, sodass kein Felgenband eingeklebt werden muss; die speziellen Speichennippel werden von außen eingeschraubt.
Weiterhin sind die Felgenflanken „hookless“ ausgeführt, verfügen also nicht über das nach innen ragende Felgenhorn. Bei Felgen dieses Typs fällt die Montage von Schlauchlosreifen erfahrungsgemäß sehr einfach, und auch die Mavic machen hier keine Ausnahme. Mavic gibt diesen Radsatz anders als die meisten Anbieter von hakenlosen Felgen für „Tube type“-Reifen frei, also solche, die nicht tubeless, sondern mit Schlauch gefahren werden.
Da Hookless-Systeme aber gemeinhin engere Toleranzen bei den Reifenmaßen erfordern, sollte man nur Reifen fahren, die vom Hersteller explizit für hakenlose Felgen freigegeben sind. Dank der schmalen Seitenwand schließt der Reifen noch glatter mit der Felge ab; der 40er Schwalbe G-One RS hält exakt die Nennbreite ein, wölbt sich also nur wenig über die knapp 28 mm breite Felge.
Mavic verwendet spezielle Aero-Speichen, die in die Nabenflansche eingelegt werden und nicht durch Bohrungen hindurchgefädelt werden müssen. Das ist natürlich praktisch, da man weder Kassette noch Bremsscheiben demontieren muss, wenn man eine Speiche austauscht. Praktisch ist auch, dass Mavic am kompletten Radsatz nur einer Speichenlänge verwendet, was durch die asymmetrische Felgenform möglich wird.
Fahrverhalten und Fazit
Im Fahrbetrieb erweisen sich die Allroad S als im besten Sinne unauffällig. Mit gefühlt hoher Steifigkeit reagiert der Radsatz direkt auf Antriebs- und Bremskräfte; im Wiegetritt verhält er sich neutral und bei zügigem Tempo wirkt er im vergleich zu Aero-Radsätzen mit tiefen Felgen keinesfalls „bremsend“. Über unebenen Untergrund rollen die mit schnellen Schwalbe-Reifen besohlten Mavic geschmeidig hinweg. Auch das Gewicht von 1.870 Gramm ist kein Grund, den Mavic Allroad S nicht zu mögen, wirkt er doch kein bisschen träge.
Wer einen Gravel-spezifischen Radsatz mit modernem Felgenquerschnitt und hoher Stabilität sucht, der rundum überzeugende Fahreigenschaften aufweist, ist bei Mavic an der richtigen Adresse. Mavic setzt auf den hauseigenen „Instant Drive“-Zahnscheibenfreilauf mit 40er Verzahnung, was einem Eingriffswinkel von 9° entspricht.
Ohnehin ist zu bedenken, dass dieser rundum zeitgemäße Radsatz gerade mal 529 Euro kostet und teils für deutlich weniger verkauft wird. Erfahrungsgemäß sind die Naben des französischen Herstellers sehr langlebig; hochwertige Dichtungen sorgen für dauerhaft geschmeidigen Lauf.
Gravel Laufräder im Test
Neben der Physis der Fahrer ist das „Material“ schon längst ein Sieg-Faktor bei den großen Gravel-Rennen. Schneller Radfahren mit der gleichen Leistung - das ist das, was die meisten Radprofis und Hobbysportler wollen. Mit die beliebtesten „Tuningteile“ sind in diesem Zusammenhang: die Laufräder.
Wir haben zehn verschiedene Laufradsätze im Labor und in der Praxis getestet. Wir wollten wissen: Machen hohe Felgen auch Gravel-Bikes klar schneller? Es kann sich aus mehreren Gründen lohnen, ein serienmäßig ausgestattetes Gravel-Bike mit einem neuen Laufradsatz auszurüsten und in den meisten Fällen aufzuwerten.
Gravelbikes im Preisbereich von 2500 bis 4000 Euro sind meist mit einem Carbon-Rahmen und einer hochwertigen mechanischen oder sogar elektronischen Schaltung ausgestattet. Serien-Laufräder wiegen oftmals zwischen 1900 bis 2100 Gramm - sie sind damit vergleichsweise schwer. Die beiden leichtesten Test-Laufradätze von Specialized und Leeze wiegen 1263 beziehungsweise 1363 Gamm.
Aktuelle Modelle weisen oft höhere Felgen im Bereich von 40 bis 45 Millimetern auf. Einige Hersteller wie DT Swiss und Scope haben inzwischen Laufräder mit 50 Millimetern Felgenhöhe und mehr im Portfolio. Als „aerodynamisch“ erachten wir Felgen ab 30 Millimetern Höhe. Die zehn Laufräder in diesem Vergleich weisen Felgenhöhen zwischen 18 und 42 Millimeter auf.
Aerodynamik im Windkanal
Im GST-Windkanal in Immenstaad am Bodensee prüften wir den Luftwiderstand der zehn Gravel-Laufräder, genauer: die benötigte Leistung bei 35 km/h. Alle Messungen wurden mit profilierten Continental-Terra-Speed-Gravel-Reifen mit 40 Millimetern Breite durchgeführt.
Für unsere zehn Testlaufräder ergaben sich bei 35 km/h gewichtete Leistungen von 15,6 bis 19,4 Watt. Niedrige Werte sind besser, da weniger Leistung benötigt wird, um die gleiche Geschwindigkeit zu halten. Die niedrigsten und damit besten Werte erzielen die 40 Millimeter hohen Leeze CC40 Allroad Evo Waso. Ihre gewichtete Leistung: 15,6 Watt. Es folgen, knapp dahinter, mit jeweils 16,3 Watt gewichteter Leistung, die Laufradsätze von DT Swiss und Swiss Side - beide sind 42 Millimeter hoch.
Grundsätzlich erzeugen breitere Reifen einen höheren Luftwiderstand, da sie dem Wind eine größere Anströmfläche bieten.
Seitenwindempfindlichkeit
Je höher die Felgen sind, desto „empfindlicher“ sind sie auch für Seitenwind. Dieser Effekt ist messbar.
Die niedrigsten und damit besten Werte erzielten die Modelle von DT Swiss und SwissSide - mit je 42 Millimetern Felgenhöhe sind sie die höchsten Modelle im Test. Sie stehen damit stellvertretend für einen Trend im Gravel-Race-Sektor zu höheren und damit aerodynamisch günstigeren Laufrädern.
Gewicht und Seitensteifigkeit
Weiter nehmen die Laufräder beim Beschleunigen eine Sonderstellung ein, da sie zwei Mal beschleunigt werden müssen: Erstens in die Vorwärtsbewegung des Systems aus Rennrad und Fahrer. Zweitens als Beschleunigung bei der Drehbewegung des Laufrades selbst. Auch gerade deshalb sind Laufräder besonders effektive „Tuningobjekte“.
Ein weiterer wichtiger Parameter ist die Seitensteifigkeit der Laufräder. Gute Werte liegen zwischen 30 und 35 Newton pro Millimeter, sehr gute darüber. Vorderräder mit einer hohen Seitensteifigkeit punkten hier durch ihre Lenkpräzision - und sie „laufen“ den Spurrillen weniger hinterher.
Maximales Systemgewicht
Auch das maximal zugelassene Gewicht ist für schwere Fahrer und Bikepacker ein zentraler Punkt. Die Mavic-Allroad-SL-Laufräder liefern mit einem maximal zulässigen Systemgewicht von 135 Kilogramm den höchsten Wert im Test.
Keramik-Lager
Je nach dem Fahrergewicht und der Geschwindigkeit können durch eine reduzierte Lagerreibung rund zwei bis vier Watt „eingespart“ werden.
Testübersicht
| Laufrad | Felgenhöhe (mm) | Gewicht (g) | Max. Systemgewicht (kg) |
|---|---|---|---|
| Mavic Allroad SL | N/A | N/A | 135 |
| Leeze CC40 Allroad Evo Waso | 40 | N/A | N/A |
| DT Swiss GRC 1400 Dicut | 42 | N/A | N/A |
| Specialized Roval Terra CLX II | N/A | 1263 | N/A |
Reifentests
Mavic Pulse Pro
Für 45 Euro wechselt der Mavic Pulse Pro den Besitzer und ist somit einer der günstigeren Reifen aus dem Testfeld. Mit 639 Gramm ist er auch einer der leichteren Kandidaten. Der Grip war auf der feuchten Strecke gut. Der Pneu vermittelt gutes Feedback, was sich im Fahrverhalten direkt bemerkbar macht.
Pirelli Scorpion E-MTB
Die Pirelli Scorpion E-MTB Kombi konnte uns auf ganzer Linie überzeugen. Die Reifen vermitteln enorme Sicherheit und wirken überaus stabil.
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