Bei Mountainbikern und am Automobil längst etabliert, stößt der Begriff „Tubeless“ bei Rennradfahrern noch immer auf Skepsis. Dabei liegen die Vorteile der Tubeless-Technik auf der Hand: geringeres Gewicht bei gleichzeitig erhöhter Pannensicherheit, verbesserter Traktion, Kontrolle und Fahrkomfort. Klingt gut? Ist es auch!
Mavic und die UST-Technologie
Daher hat der französische Laufradspezialist Mavic sich nun dafür entschieden, im neuen Modelljahr alle Laufräder mit der Tubeless-Technologie „UST“ auszustatten. „UST“ steht hier für „Universal Standard Tubeless“ und ist die Bezeichnung für Mavics Tubeless-Technologie, die erstmalig im Rennrad-Sektor ein komplettes Tubeless-System bietet, bei dem Laufrad und Reifen zusammen entwickelt wurden. Das sorgt zum einen dafür, dass eine exakte Passung zwischen Felge und Reifen gewährleistet wird und zum anderen, dass die Vorteile des Systems durch die Harmonisierung von Felge und Reifen maximiert werden.
Gerade hohe Reifendrücke am Rennrad machten es bisher schwer, die Reifen auf Dauer abzudichten. Mavic löst das mit einer überdurchschnittlich exakten Felgenfertigung und einer sehr steifen Reifenwulst aus Kevlar, die keine Luft zwischen Felge und Reifen entweichen lässt. Mavic schafft somit ein Referenzprodukt für alle Rennradfahrer, von welchem ich mich in den letzten Wochen selbst überzeugen konnte - ich bin ab sofort begeisterter Tubeless-Fahrer am Rennrad!
Vorteile und Nachteile von Tubeless
Hier eine Übersicht über die Vor- und Nachteile der Tubeless-Technologie:
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Geringeres Gewicht | Bisher nur zwei Mavic UST-Road Reifen verfügbar |
| Erhöhte Pannensicherheit | |
| Geringerer Rollwiderstand | |
| Verbesserte Traktion | |
| Erhöhter Komfort |
Test: Mavic Ksyrium Pro UST WTS
Da ich ein Fan leichter, reaktionsfreudiger Aluminium-Laufradsätze bin, habe ich für das Testen des UST-Systems den Mavic Ksyrium Pro UST WTS Laufradsatz ausgewählt. Mit 1420 g ohne Reifen und 1940 g samt Mavic Yksion Pro UST Reifen in 25 mm ist der Klassiker in Mavics Portfolio genau das Richtige Laufrad für mich. Stabil, leicht und schnell!
Im Lieferumfang befinden sich neben dem Laufradsatz an sich noch die beiden Schnellspanner, vormontiertes Tubeless-Felgenband, ein Spacer, zwei Yksion UST Reifen, zwei Multifunktionswerkzeuge, zwei UST-Ventile und natürlich die Tubeless Milch inkl. Spritze für beide Laufräder. Also alles dabei - Kassette montieren und los geht’s!
Montage und Handhabung
Die Montage geht schnell und einfach: Felgenbänder, Ventile und Reifen sind schließlich bereits vormontiert. Somit schraubt man nur noch die Ventileinsätze aus den Ventilen heraus und füllt die Dichtmilch mit der mitgelieferten Spritze in die Reifen. Für die richtige Menge gibt Mavic eine Empfehlung von 30 ml pro Laufrad an. Anhand der Messskala auf der Flasche, kann man so genau die Menge bestimmen. Danach werden die Ventileinsätze wieder eingeschraubt, die Reifen aufgepumpt, eine Kassette montiert und schon sind die Laufräder einsatzbereit.
Nach dem Aufpumpen sollte man das ganze Laufrad einmal drehen, damit sich die Milch verteilen kann. Und Achtung beim Aufpumpen - Hier gibt Mavic einen Maximaldruck von 7 Bar an, mehr ist jedoch keineswegs nötig bei Tubeless-Systemen. Die Zeiten wo Rennradfahrer also mit Luftdrücken jenseits der 8 Bar unkomfortabel daher rollten sind also vorbei!
Viele werden sich jetzt bestimmt die Frage stellen, wie lange die Tubeless-Milch im Reifen fahrbar ist? Hier gehen die Meinungen auseinander, flüssig bleibt die Milch aber mindestens drei Monate. Danach sollte man die Milch nachfüllen, wenn man weiterhin die volle Pannensicherheit genießen möchte. Auch auf schlechten Straßen machen die Laufräder eine super Figur.
Fahrgefühl und Performance
Nach der Montage ging es sofort auf eine Probefahrt durch die nahegelegene Eifel. Schon nach kurzer Zeit vermittelt das UST-System Sicherheit, der Grip und die Traktion sind hervorragend und „trotz“ der für Rennradfahrer ungewohnten 6,5 Bar rollen die Reifen sehr schnell. Ich war wirklich überrascht, wie positiv sich die Umstellung auf Tubeless auf das Fahrgefühl und die Performance auswirkt. Ich hatte das Gefühl nichts verloren zu haben, dafür jedoch eine Menge Komfort und Sicherheit gewonnen zu haben. Das Fahrgefühl ist komfortabler, der Speed und (Kurven-)Grip sind jedoch voll da!
Nach der ersten Fahrt hieß es dann, Fahrrad einpacken und auf nach Spanien. Ich war gespannt, wie sich die Laufräder und das Tubeless-System auf langen Strecken und „schlechten“ Straßen mit einigen „Gravel“-Sektoren schlagen werden. Und hier hat das UST-System seinen für mich größten Vorteil ausgespielt. In 700 km auf teils sehr schlechten Straßen, scharfkantigem Schotter und dem ein oder anderem unvorhersehbaren Schlagloch habe ich es wirklich drauf angelegt, hatte aber nicht einen Defekt. Woran das liegt? Ganz klar an der Dichtmilch, denn nach der Tour konnte ich genau sehen, wo kleinere Löcher verschlossen wurden.
Mavic Cosmic Carbone Ultimate 45 Disc: Ein Neuanfang?
Die Neuauflage des Cosmic Carbone Ultimate 45 Disc soll der Startschuss für einen Neuanfang beim französischen Konzern sein. Der seit 1889 existierende Traditionshersteller will sich nach einem Eigentümerwechsel - seit 2020 gehört die Marke zur ebenfalls französischen Bourrelier Group - komplett neu aufstellen. Ausgemachtes Ziel der Übernahme war es seinerzeit, die angeschlagene Marke zu sanieren und die technologische Führerschaft bei Fahrrad-Laufrädern zurückzugewinnen. Dazu gehört auch eine stückweise Verlagerung der Produktion zurück nach Europa und die Modernisierung der Fertigungsstandorte in Annecy und Saint-Trivier.
Technische Details und Fertigung
Als erstes Ergebnis dieser Bemühungen stellt Mavic nun ein neues Flaggschiff im Rennradportfolio vor: Im Cosmic Carbone Ultimate 45 Disc steckt das konzentrierte Carbon-Knowhow der Franzosen. Bereits der 2006 eingeführte Vorgänger war ein technisches Meisterwerk: Felgen, Naben und Speichen aus Carbon waren zusammenlaminiert; die extrem leichte und aerodynamisch gute Konstruktion war die einzige ernstzunehmende Konkurrenz zu den luxuriösen Lightweight-Laufrädern aus deutscher Fertigung. Bis heute blieb das Cosmic-Modell unverändert und wurde nur als Schlauchreifenfelge angeboten.
Das neue Cosmic Carbone 45 Disc kommt mit einem modernen 19 Millimeter breiten Tubeless-Felgenbett und natürlich für Scheibenbremsen und Steckachsen. Die 45 Millimeter hohe Aero-Felge ist ein typischer Allrounder und ein guter Kompromiss zwischen guter Aerodynamik und geringem Gewicht. Der Laufrad-Verbund ist auf den ersten Blick ähnlich aufgebaut wir vom bisherigen Cosmic Ultimate bekannt: Felgen und Naben sind mit fest laminierten Carbonspeichen verbunden. Dabei bilden immer zwei gegenüberliegende Speichen einen zusammengehörigen Faserstrang. Die Speichen werden von Aluminium-Inserts in der Felge gehalten; der mit Carbon ummantelte Aluminium-Nabenkörper sitzen sie in gefrästen Nuten im Nabenflansch.
Das Laufrad wird überwiegend in Handarbeit in Frankreich gefertigt, nur zehn Mitarbeiter haben die Expertise, die Laufräder zu fertigen. Um die 71 Einzelteile zusammenzusetzen, dauert es etwa acht Stunden.
Gewicht und Aerodynamik
Zumindest beim Thema Gewicht rentiert sich der Aufwand: Mit 579 Gramm und 680 Gramm für Vorder- bzw. Hinterrad treffen die Mavic Cosmic Carbone Ultimate 45 das Gewicht der bislang konkurrenzlos leichten Lightweight Obermayer-Laufräder auf den Punkt. Entsprechend leichtfüßig fahren sich die Laufräder, sie lassen sich extrem gut beschleunigen und sind insbesondere am Berg eine Wucht. Auch auf das Ergebnis des TOUR-Windkanaltests dürfen die Franzosen zufrieden blicken. Das liegt mit 219 Watt im TOUR-Setup - gemessen bei 45 km/h in einem Komplettrad mit unserem tretenden Beindummy - auf Augenhöhe mit den besten klassischen Stahlspeichen-Laufrädern mit vergleichbarer Felgenhöhe.
Steifigkeit und Fahrergewicht
Unser TOUR-Test zeigt: Auch die Steifigkeiten sind mit 58 N/mm vorne und 47 N/mm hinten auf Top-Niveau, wenngleich Lightweight hier mit exorbitant hohen Steifigkeitswerten noch stabiler dasteht. Mit solchen Werten kommen selbst vergleichsweise schwere Fahrer gut zurecht. Ein hohes Selbstvertrauen scheinen die Ingenieure in die Konstruktion jedenfalls zu haben: Die Mavic Cosmic Carbone Ultimate Laufräder sind bis 120 Kilogramm Fahrergewicht freigegeben, auf die Laufräder gibt es zudem eine lebenslange Garantie. Sollte doch einmal etwas passieren, lassen sich die Laufräder konstruktionsbedingt nur eingeschränkt reparieren. Hier verspricht Mavic kulante aber Crash-Replacement-Regelungen.
Preis und Vergleich zur Konkurrenz
Bleibt der Preis für die Edel-Rundlinge: Der ist mit 3900 Euro für den Satz durchaus happig. In Anbetracht der Leistung und im Vergleich zur Konkurrenz sind sie aber fair kalkuliert: Die Lightweight Obermayer Evo, die technisch als einziges auf Augenhöhe sind, kosten atemberaubende 6500 Euro. Hochwertige, klassisch eingespeichte Rennrad-Laufräder mit Stahlspeichen kosten mindestens 1000 Euro weniger, sind aber rund 200 Gramm schwerer.
Aero-Laufräder im Test
Aero-Laufräder machen schneller - dies ist ein Fakt. Doch um wie viel und mit welchen Nachteilen? Letztlich geht es den meisten Radsportlern darum, bei den Laufrädern einen möglichst optimalen Kompromiss aus Aero-Vorteilen und einem in der Relation dazu niedrigen Gewicht und einer geringen Seitenwindanfälligkeit zu finden. Die „goldene Mitte“ bilden hier in der Regel die Varianten mit Felgenhöhen zwischen 45 und 55 Millimetern.
Testkriterien und Methodik
In diesem Aero-Laufräder-Test fokussierten wir uns deshalb auf Modelle mit Felgenhöhen zwischen 55 und 65 Millimetern. Die Preisrange: von 899 bis 2700 Euro. Alle getesteten Laufräder sind mit Carbonfelgen aufgebaut und für Scheibenbremsen ausgelegt. Auch mit diesen Aero-Laufrädern geht man Kompromisse ein: Bedingt durch die Felgenhöhe, können sie zum Beispiel nicht extrem leicht sein. Zudem nimmt die Seitenwind-Empfindlichkeit spürbar zu.
Die Aerodynamik-Messungen nahmen wir im GST-Windkanal in Friedrichshafen vor. Die beiden Parameter, die im Mittelpunkt standen: Luftwiderstand und Seitenwind-Empfindlichkeit. Deshalb verglichen wir die Test-Modelle auch mit einem „normalen“ Referenzlaufradsatz: den DT Swiss E 1800 Spline mit 23 Millimeter hohen Alufelgen und einem Gewicht von 1697 Gramm. Diese Laufräder sind häufig in Rennrädern im mittleren Preissegment um 3000 Euro verbaut. So etwa auch im Canyon Endurace CF SL, mit dem wir die Basismessung durchführten.
Der Fahrer nahm dabei die Position „Unterarme gestreckt im Unterlenker“ ein. In dem Rad waren die serienmäßigen Referenz-Laufräder eingebaut. Bei allen Windkanal-Tests nutzten wir einen 25 Millimeter breiten Continental-GP-5000-Reifen. Wir zogen immer den gleichen Reifen auf, da bei den Messungen die Serienstreuungen bei gleichen Reifenmodellen für Unterschiede von bis zu einem Watt sorgen können.
Ergebnisse der Windkanaltests
Bei der alleinigen Betrachtung der beiden Laufräder macht das Vorderrad rund 80 Prozent des gesamten Luftwiderstands aus - das Hinterrad dagegen nur 20 Prozent, da es sich im Windschatten des Sitzrohres dreht. Somit ist es für aussagekräftige Ergebnisse ausreichend, nur die Vorderräder im Windkanal zu messen, was auch den üblichen Testverfahren entspricht.
Die Messungen wurden mit einer Windgeschwindigkeit von 45 Kilometern pro Stunde durchgeführt, wobei die Räder mit der gleichen Geschwindigkeit durch eine Walze angetrieben wurden, um realistische Verhältnisse zu erhalten. Damit auch Seitenwindverhältnisse beurteilt werden können, dreht sich der Prüfstand während der Messung von plus nach minus 20 Grad.
Das Auswertungs-Programm von GST weist zunächst die benötigte Leistung aus, die bei einer reinen Frontal-Anströmung nötig ist, um den Luftwiderstand bei 45 km/h zu überwinden. Die Messwerte lagen hier zwischen 11,5 und 15,7 Watt. Je kleiner die benötigte Leistung ist, desto besser. Die 11,5 Watt wurden von dem „Aero-Sieger“-Modell dieses Tests erzielt, den Swiss Side Hadron² Ultimate 625 Disc.
Folgend berechnet das Programm die „gewichtete Leistung“ in Abhängigkeit vom Anströmwinkel. Dabei wird jeder einzelne Winkel mit der dazugehörigen Leistung in dem Maße prozentual gewichtet, wie er in Realität draußen auf der Straße vorkommt. Der Referenzlaufradsatz erzielte hier 19,4 Watt, der „Aero-Sieger“ Swiss Side 10,4 Watt - damit zeigte sich ein Leistungsgewinn von ganzen neun Watt bei 45 Kilometern pro Stunde.
Seitenwindanfälligkeit
Mit der Höhe der Felgen nimmt die Seitenwind-Empfindlichkeit zu - auch dies kann gemessen werden. Ursprünglich gehörte der GST-Windkanal zu den Dornier-Flugzeugwerken. Er wurde entwickelt, um Flugobjekte und Tragflügel zu messen.
Ein wichtiges Ergebnis: Die 65-Mililimeter-Modelle weisen gegenüber den flacheren Felgen mit 50 bis 55 Millimetern Höhe einen rund doppelt so großen Lenkmomentbeiwert auf, was auf der Straße bei böigem Seitenwind sehr deutlich spürbar und bei Stürmen teils kaum noch beherrschbar ist. Die DT-Swiss- und die Swiss-Side-Modelle erreichten jedoch mit ihren 62,5 Millimeter hohen Felgen in dieser Disziplin auffallend gute Werte, die sich kaum von den 55er-Felgen unterscheiden.
Gewicht und Steifigkeit
Ein wichtiges Testkriterium ist aber auch das Gewicht. Klar ist: Hohe Felgen belasten die Waage mehr als flache. Leichte Laufräder beschleunigen besser und haben bei höhenmeterreichen Touren und Radmarathons Vorteile. Das Gewicht aller Laufräder wurde einschließlich der aufgezogenen Felgenbänder ermittelt - dies erklärt teilweise die Differenzen zu den Herstellerangaben.
Testsieger beim Gewicht wurden die Aero-Laufräder von Newmen mit 1429 Gramm - gefolgt von den Engage-, 1487, und den Specialized-Roval-Modellen, 1503 Gramm. Die besten Seitensteifigkeiten lieferten die Modelle von DT Swiss, Edvelo und Swiss Side mit je 24 Speichen - sowie die Newmen mit ihren 21 Carbon-Speichen.
Fazit des Aero-Laufrad-Tests
Luftwiderstand, Gewicht, Seitensteifigkeit und Preis - dies sind in diesem Test die vier wichtigen Beurteilungskriterien. Nach dem Lesen und Durcharbeiten dieses Testberichtes wird klar: Den einen ultimativen Testsieger kann es nicht geben. Ein Aero-Laufradsatz kann nicht in allen Technik-Disziplinen „der Beste“ sein.
Sieben Carbon-Laufradsätze im Test (2023)
Testidee
Carbon-Laufräder, die unter der magischen Grenze von 1500 Gramm pro Set bleiben und weniger als 1500 Euro kosten. Der Vergleich zeigt: Die Unterschiede sind größer als erwartet. Junge Laufradmarken setzen die etablierten unter Druck - nicht nur in Sachen Preis/Leistung.
Marktbewegung
Mit Aerycs, Leeze, Newmen und Winspace unterbieten gleich vier junge Anbieter im Test die 1500-Gramm-Grenze deutlich - zu attraktiven Konditionen. Fulcrum, Mavic und Shimano halten mit Prestige, verzweigtem Händlernetz und - teilweise - nachhaltiger Produktion in Europa dagegen. Dass die Modelle der großen Anbieter im Handel oft günstiger zu haben sind, als es die unverbindliche Preisempfehlung vermuten lässt, relativiert den Preisvorteil der Herausforderer. Große Unterschiede gibt’s dagegen bei den Punkten Garantie, Crash Replacement und Lieferumfang.
Aerycs Aero WT 30
Die Felge wurde überarbeitet, Naben und Speichen stammen wie gehabt von DT Swiss. Trotz ihrer Breite wiegt die Hakenfelge nur 345 Gramm - der Laufradsatz aus Vorder- und Hinterrad bringt es so auf gerade mal 1321 Gramm. Das spürt man bei jedem Antritt: Wieselflink geht’s hier nach vorn, die Fahrdynamik begeistert.
Fulcrum Wind 42
Die Carbon-Hakenfelge kommt mit exakt den gleichen Dimensionen, verwendet aber etwas einfachere Naben, Lager und Speichen. Der Leistung schadet das so wenig wie das im Vergleich zu anderen etwas höhere Gewicht: Die sehr seitensteifen Laufräder gehen sportlich-agil nach vorn, lenken messerscharf ein und stehen auch im Wiegetritt und im Sprint wie eine Eins.
Leeze CC 38 Basic R
Die Felge wurde im Windkanal weiterentwickelt, bei den Naben setzt Leeze nun auf Straightpull-Einspeichung, und anstelle von Pillar- kommen neuerdings Sapim-Messerspeichen zum Einsatz. Dank des geringen Gewichts gehen die hervorragend aufgebauten Laufräder gut nach vorn, halten dank der aerodynamischen 38-Millimeter-Hakenfelge sehr gut hohes Tempo und bleiben dabei jederzeit fahrstabil.
Mavic Cosmic SL 32
In der Fahrpraxis gefällt vor allem der hohe Dämpfungskomfort. Dieser wird noch verstärkt durch die Tatsache, dass die Maulweite gegenüber früheren Ausführungen der Laufräder auf nun 21 Millimeter angewachsen ist und Reifen entsprechend breiter bauen und noch besser dämpfen können. Auf wenig Gegenliebe stieß hingegen die als träge, fast schwammig empfundene Beschleunigung.
Newmen Streem Climbing
Die neuen Streem Climbing-Laufräder von Newmen wiegen als Set unter 1200 Gramm! Und das, obwohl die Felgen 35 bzw. 38 Millimeter hoch und innen immerhin 22 Millimeter weit sind. Leicht wie eine Feder katapultiert man sich im Wiegetritt nach vorn, bergauf scheint man zu fliegen.
Shimano Ultegra WH-RS8170 C36
Der Laufradsatz überzeugt in der Praxis mit guter Kraftübertragung, stoischer Ruhe bei Seitenwind und angenehmem Dämpfungskomfort. Im Labor punktet er mit soliden Messwerten, im Dauertest mit Verlässlichkeit und Haltbarkeit.
Winspace Lún Grapid
Mit 1355 Gramm Set-Gewicht spielt er ganz vorne mit und gefällt mit sportlich-agilem Handling. Auf böigen Seitenwind reagieren die 38 Millimeter hohen Felgen allerdings recht sensibel.
Aluminium-Laufräder: Eine bewährte Alternative
Rennrad-Laufräder aus Aluminium haben sich bei einer Vielzahl von Radsportlern bewährt. Häufige Fragen betreffen die Langlebigkeit und Robustheit von Aluminium, den Vergleich mit Carbon, das relative Gewicht, die Brems-Performance und die Kompatibilität mit verschiedenen Reifentypen. Laufräder aus Aluminium haben das Vertrauen von Radsportlern in aller Welt durch ihre Robustheit und Stossunempfindlichkeit gewonnen. Abgesehen von ihrer Langlebigkeit sind sie für ihre hervorragende Brems-Performance bei Felgenbremsen bekannt. Sie bieten eine gleichmässigere und berechenbarere Bremswirkung als Carbon-Laufräder, besonders bei nassen Bedingungen.
Im Allgemeinen ist Aluminium schwerer als Carbon. Dank technologischer Innovationen gibt es mittlerweile aber auch sehr leichte Laufräder aus Aluminium. Dabei ist zu beachten, dass das Gewicht nur ein Aspekt der Performance eines Laufrads ist. Ein gut konzipiertes Aluminium-Laufrad kann ein sehr angenehmes Fahrerlebnis bieten, mit robuster Fahrstabilität und hervorragender Kraftübertragung.
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