Insolvenzen und Schwierigkeiten in der Fahrradbranche: Aktuelle Entwicklungen

Die Fahrradbranche gerät im Winter 2024/25 immer stärker unter Druck. Die Verkäufer überbieten sich mit Rabatten, gleichzeitig müssen immer mehr Bike-Firmen nun Insolvenz beantragen. Schließlich hatten die Corona-Jahre einen regelrechten Bike-Boom ausgelöst.

Ursachen der aktuellen Lage

Allerdings beklagten Hersteller immer wieder Schwierigkeiten mit Lieferengpässen und steigenden Preisen. Die Verkaufszahlen erreichten für 2022 einen Rekord und die Nachfrage blieb zunächst weiter hoch. Zuletzt überschwemmte zu allem Übel auch noch die verspätete Ware aus Bestellungen von 2022 und 2023 den schon schwächelnden Markt.

Die Folge: Bei Händlern und Herstellern sind die Lager voll wie nie, verkauft wird in der Nebensaison und der aktuellen Konsum-Flaute aber kaum noch etwas.

Betroffene Unternehmen und Maßnahmen

Accell Group

Accell hat angekündigt, den Produktions- und Gründungsstandort Heerenveen in den Niederlanden als Teil ihres Transformationsprogramms umzugestalten. Der Standort wird sich künftig auf strategische Funktionen wie Design, Ingenieurwesen und Support konzentrieren. Die Fertigung wird bis Ende des ersten Quartals 2026 eingestellt und auf bestehende Produktionsstätten verlagert. Diese Entscheidung ist Teil eines umfassenden Plans, die Effizienz zu steigern und die Produktionsprozesse zu vereinfachen.

Zukünftig wird die Produktion in Ungarn zentralisiert, unterstützt durch die Endmontage in Dijon, Frankreich. Die Schließung in Heerenveen wird rund 160 Arbeitsplätze betreffen, weshalb ein Sozialplan zur Unterstützung der betroffenen Mitarbeiter in Kraft tritt. Die Umstellung soll im September beginnen, wobei Heerenveen aktuell etwa 20 % der Gesamtproduktion von Accell ausmacht.

Die Accell Group versammelt unter sich zahlreiche Marken wie Haibike, Winora, Ghost und Lapierre sowie Batavus, Koga, Raleigh, Sparta, Babboe und Carqon.

YT Industries und 7Anna (NS Bikes, Rondo)

Nachdem Anfang August schon Kult-Versender YT Industries ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet hatte, trifft es nun den nächsten. Die polnische 7Anna-Gruppe bekannter durch ihre Dirt- und Gravity-Marke NS Bikes sowie Rondo (Gravel) Octane One und Creme Cycles (Urban) hat beim Bezirksgericht in Danzig Insolvenz angemeldet.

Als Grund für die finanzielle Schieflage nennt Szymon Koblynski von 7Anna eine ganze Reihe an Ursachen, mit denen derzeit auch viele andere Marken zu kämpfen haben: Lieferprobleme während Corona und Distributionsprobleme im Nachgang, außerdem seien kurz nacheinander sowohl der wichtigste Zulieferer, Sprick, und der größte Distributor für Westeuropa pleite gegangen.

Sports Nut, der deutsche Vertriebspartner der 7Anna Group, verkündete, dass die jahrelange Zusammenarbeit bereits zum 31. Juli 2025 beendet wurde. Die SAZ zitiert die Tübinger, dass es schon in den Monaten zuvor Anzeichen für die Schwierigkeiten von 7Anna gegeben haben soll. Daher habe Sports Nut keine Vororder mehr für 2026 getätigt und aufgrund der anhaltenden Lieferprobleme sowie fehlenden Zukunftsaussichten die Zusammenarbeit gekündigt.

Pierer Mobility Gruppe

Die Pierer Mobility Gruppe treibt ihren Ausstieg aus dem Fahrradgeschäft schneller voran als ursprünglich geplant. Während das Unternehmen im ersten Halbjahr 2025 noch über 50.000 Fahrräder absetzte, sollen die Lagerbestände der Marken Husqvarna und Gasgas bis Ende des Jahres vollständig abverkauft sein.

Bereits Ende 2024 berichteten wir über die kuriose Meldung, dass das zu Pierer gehörende Unternehmen KTM tausende E-Bikes an die Belegschaft verschenkte, um Lagerkosten zu sparen. Trotz des Rückzugs versichert Pierer Mobility, dass sämtliche Garantie-, Service- und Ersatzteillieferungen gemäß den gesetzlich vorgeschriebenen Gewährleistungserfordernissen weitergeführt werden.

Die Fahrradmarke Felt bleibt von den Ausstiegsplänen unberührt. Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Sanierungsverfahren richtet Pierer Mobility seinen strategischen Fokus wieder verstärkt auf das Kerngeschäft mit Motorrädern.

UVEX Group

Die Uvex Group, ein traditionsreiches Familienunternehmen aus dem fränkischen Fürth, positioniert sich für die Zukunft mit einem neuen Mehrheitseigentümer. Der US-amerikanische Private-Equity-Investor Warburg Pincus übernimmt die Mehrheit an dem Spezialisten für Schutz- und Sicherheitsausrüstung.

Mit dem Einstieg von Warburg Pincus verfolgt Uvex ambitionierte Expansionspläne. Die Uvex Group vereint unter ihrem Dach eine Reihe bekannter Marken, darunter Uvex Safety, Alpina, Hiplok und Filtral.

Canyon

Wie zahlreiche Wirtschaftsnachrichtenmedien berichten, hat offenbar auch der deutsche Direktversender Canyon mit schlechten Zahlen zu kämpfen. Die Investmentgesellschaft Groupe Bruxelles Lambert (GBL) hat als Mehrheitseigentümerin von Canyon aufgrund der nach wie vor schwierigen Marktsituation eine deutliche Korrektur des Unternehmenswerts vorgenommen.

Im jüngsten Geschäftsbericht bewertete die GBL ihre Mehrheitsbeteiligung von 49,8 % am Unternehmen Canyon mit 261 Millionen Euro. Im Vorjahr lag der Wert nach dem ersten Quartal noch bei 454 Millionen Euro. Das bedeutet ein Minus von etwa 42,5 % oder 192 Millionen Euro, die die GBL jetzt abschreiben muss.

Als Gründe werden von GBL die nach wie vor schwierige Marktlage mit hohen Lagerbeständen und den darauf folgenden dramatischen Rabattschlachten angeführt, aber auch Qualitätsmängel bei einzelnen E-Mountainbikes.

Auch wenn die finanzielle Lage in Teilen der Fahrradbranche aktuell sehr schwierig scheint: Canyon bleibt zuversichtlich und wird mit einem Store in München sogar sesshaft.

BMC Group

Die BMC Group hat heute weitreichende Maßnahmen zur Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit angekündigt. Angesichts der anhaltend herausfordernden Marktlage sieht das Unternehmen nun weiteren Handlungsbedarf, um die wirtschaftliche Stabilität langfristig zu gewährleisten. Teil der geplanten Maßnahmen ist eine Reduzierung des Personalbestands um circa 40 Stellen weltweit.

Im Zuge der strategischen Neuausrichtung plant die BMC Group, sich künftig auf ihre Kernsegmente zu konzentrieren. Der Fokus soll dabei auf Rennrädern und Gravelbikes liegen.

Rocky Mountain

Der kanadische Fahrradhersteller Rocky Mountain wurde von einer Gruppe kanadischer Investoren übernommen. Die neuen Eigentümer wollen die Marke weiterentwickeln und dabei ihren Wurzeln treu bleiben. Forschung und Entwicklung sollen weiterhin in North Vancouver bleiben.

Zweirad Hackmann GmbH & Co. KG

Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland steigt weiterhin an. Nun hat auch der emsländische Fahrradhändler Zweirad Hackmann GmbH & Co. KG beim Amtsgericht Meppen Insolvenz beantragt. Ziel ist es, die aktuelle Absatzkrise im Zweiradhandel zu bewältigen und das Unternehmen zu restrukturieren, heißt es in einer Mitteilung der Kanzlei BBORS Kreuznacht.

Als Grund für die Insolvenz werden die allgemein schlechten Verkaufszahlen und Umsatzeinbrüche im Fahrradmarkt genannt.

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Kundenbewertungen

Die Bewertungen der Kunden der MHW Bike-House GmbH sind gemischt:

  • Einige Kunden loben den guten Service, die schnelle Lieferung und die gute Betreuung.
  • Andere bemängeln die nicht immer detaillierte Produktbeschreibung und vereinzelt Mängel an gelieferten Produkten.
  • Einige Kunden berichten von Problemen mit der Gangschaltung, die nicht richtig eingestellt war.
  • Es gibt auch vereinzelte Berichte über lange Lieferzeiten und unzuverlässigen Service.

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