Die Hobbys von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher bergen ein gewisses Risiko. Der zweifache Familienvater ist passionierte Fallschirmspringer. Zudem fährt Schumacher leidenschaftlich gerne Motorrad.
Sein Hang zu den PS-starken zweirädrigen Maschinen bescherte Schumacher vor fast fünf Jahren einen schweren Unfall. Am 11. Februar 2009 war der damalige Formel-1-Pausierer im spanischen Cartagena gestürzt.
Der Unfall und seine Folgen
„Ich habe bei dem Motorradunfall nichts mitbekommen“, sagte Schumacher einige Wochen später, als er ein Comeback für Ferrari wegen der gesundheitlichen Nachwirkungen des Unfalls hatte absagen müssen. „Ich weiß nur, dass ich wachgeworden bin und meine Probleme hatte“, ergänzte Schumacher. Er wisse nicht, ob man sagen könne, dass die Verletzungen lebensbedrohlich gewesen seien.
Schumacher hatte sich bei seinem Abflug eine Fraktur des 7. Halswirbels und der ersten Rippe links zugezogen. Die Verletzungsfolgen vom Motorrad-Unfall im Februar, als ich mir Brüche im Bereich Kopf und Hals zugezogen habe, sind leider noch immer zu schwer", erklärte Schumacher nun seine Absage an Ferrari.
Sprecherin Sabine Kehm gab gegenüber 'N24' sogar an, dass Schumacher "Verletzungen an der Arterie" davongetragen habe. Die Folgen der Verletzungen seien "so schlimm, dass Michael die Extrembelastung, die die Formel 1 darstellt, einfach nicht kompensieren kann", erklärte Kehm weiter. Angesichts dieser Aussagen wird deutlich, wie schlecht es um die Gesundheit des 40-Jährigen bestellt gewesen sein muss.
Erst im Zuge der aktuellen Absage des Comebacks wird auch in der Öffentlichkeit deutlich, wie brutal der Abflug gewesen sein muss. "Es war der schwerste Unfall, den Michael in seiner Motorsportkarriere hatte", meint Manager Weber gegenüber der Nachrichtenagentur 'dpa'. Schumacher trainiert auf dem Superbike, als ihm bei Tempo 110 km/h beim Anbremsen das Bike außer Kontrolle gerät.
Der Kerpener fliegt ab, landet benommen im Kies. "Vorsichtshalber sind wir ins Krankenhaus gefahren", gibt der Rekordweltmeister auf seiner Internetseite bekannt. Weiter: "Mir geht es gut, deshalb bin ich abends nach Hause geflogen." Dies alles war wohl eine harmlose Beschreibung eines deutlich heftigeren Geschehens.
Weitere Details zum Unfall
Der Unfall war beim Anbremsen auf Bodenwellen am Ende der Start-Zielgeraden passiert. Schumachers Sprecherin Sabine Kehm relativierte Berichte spanischer Medien, wonach der siebenmalige Weltmeister bewusstlos gewesen sei.
„Er war sicher etwas benommen, und für den direkten Moment nach dem Sturz kann niemand ausschließen, dass er nicht kurz bewusstlos war“, sagte Kehm dem sid: „Aber die Meldungen, er sei bewusstlos abtransportiert worden, gehen zu weit.“
„Danke für die vielen Genesungswünsche, aber mir geht es auch heute gut“, schrieb der 40-Jährige am Donnerstag auf seiner Homepage: „Ich bin vielleicht nicht so gelenkig wie sonst, aber alle Checks haben ergeben, dass mir ansonsten nichts passiert ist.“
Schumachers Leidenschaft für Motorräder
Neben der Formel 1 hatte Michael Schumacher noch eine weitere Passion: Motorräder. Als Hobby-Racer fuhr er mit einer KTM 990 Duke. Doch auf der Rennstrecke war Schumacher weiter unterwegs.
Im August 2010 war Michael Schumacher mit der Honda Fireblade auf dem Hockenheimring unterwegs. In diesem Jahr kam zudem ein Helm des Rekordweltmeisters unter den Hammer. Ein Formel-1-Ferrari von Schumacher erziehlte sogar einen Rekordpreis.
Versteigerung eines IDM-Motorrads
2008 und 2009 ging er in der IDM an den Start - sein Bike wurde nun versteigert und übertraf alle Erwartungen. Die Honda CBR 1000 RR FIreblade SC59 mit der Startnummer 77, die Holzhauer Racing Performance für Schumacher aufbaute, wurde nun im Rahmen einer Auktion von RM Sotherby‘s beim Concours of Elegance Germany am Tegernsee versteigert.
Die Maschine hat laut dem Auktionshaus grade einmal 3.752 Kilometer auf der Uhr und gilt damit noch als neu, RM Sotherby‘s rechnete mit runde 35.000 Euro. Am Ende wurde deutlich übertroffen. Satte 64.800 Euro brachte das Motorrad des Rekordweltmeisters ein.
Damit wurde auch der Neupreis des Bikes von rund 45.000 Euro übertroffen. Wohl auch, weil es zu dem Motorrad auch einen Schuberth Helm sowie ein Paar von Schumacher signierte Motorradhandschuhe gibt. Auch zahlreiche andere Sammelerstücke von Michael Schumacher und anderen Formel-1-Stars wurden versteigert.
Es scheint also wahrscheinlicher, dass Holzauer Racing Performance Schumacher nach dessen Formel-1-Comeback mit Mercedes eine neue Maschine für Testfahrten aufgebaut hat. Diese wurde optisch an die Honda Fireblade angelehnt ist, die der Kerpener in den Jahren 2008 und 2009 in der IDM pilotierte.
Weitere medizinische Aspekte
Bei Schumis Ski-Unfall wurde die rechte Hirnhälfte beschädigt. Seit fast vier Jahren ist allerdings auch die Versorgung der linken Hirnhälfte beeinträchtigt. Das ist die Folge eines schweren Motorrad-Sturzes 2009.
Dr. Johannes Peil, Leiter der Sportklinik Bad Nauheim (Hessen), der ihn schon damals behandelte: „Die linke Arterie Vertebralis wurde damals zerschlagen. Davon hat man nur zwei. Die Arterien versorgen u.a. das Kleinhirn.“
Peil weiter: „Damals, beim Motorrad-Unfall, war es schon ein glücklicher Umstand, dass die rechte Arterie anlagebedingt von größerer Kapazität ist als die linke. Dadurch kann der Ausgleich besser erfolgen.“
Chronologie der Ereignisse
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 11. Februar 2009 | Michael Schumacher stürzt bei Motorrad-Testfahrten in Cartagena. |
| Wenige Wochen später | Schumacher sagt Comeback für Ferrari wegen Nachwirkungen des Unfalls ab. |
| August 2010 | Schumacher fährt mit Honda Fireblade auf dem Hockenheimring. |
| Später | IDM-Motorrad von Michael Schumacher wird für fast 65.000 Euro versteigert. |
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