Shimano Mineralöl ist die geeignete Bremsflüssigkeit für alle hydraulischen Scheibenbremsen von Shimano, egal ob MTB, Road, Gravel oder Trekking. Da es kein Wasser bindet, hat Mineralöl gegenüber DOT den Vorteil einer länger konstant bleibenden Qualität - man muss es nicht so oft austauschen.
Spezifikationen
- Bezeichnung: Hydraulic Mineral Oil
- Anwendungsbereich: Bremsflüssigkeit
- Kompatibilität: hydraulische Scheibenbremsen von Shimano
- Gebinde: Flasche 100 ml, 500 ml-Flasche oder 1-Liter-Kanister
Ein Trichter-Entlüftungskit M5, ein Trichter-Entlüftungskit M7 für die Gebereinheit und ein Profi-Entlüftungskit für die komplette Scheibenbremse sind separat erhältlich.
Gefahrstoffkennzeichnung
- Signalwort: Gefahr
Gefahrbestimmende Komponenten:
Destillate (Erdöl), mit Wasserstoff behandelte leichte paraffinhaltige; Basisöl - nicht spezifiziert; Destillate (Erdöl), lösungsmittel-entwachste schwere paraffinhaltige; Basisöl - nicht spezifiziert
Gefahrenhinweise:
- H304 Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein.
- H412 Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.
Sicherheitshinweise:
- P102 Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
- P273 Freisetzung in die Umwelt vermeiden.
- P301+P310+P331 BEI VERSCHLUCKEN: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM, Arzt anrufen. KEIN Erbrechen herbeiführen.
- P405 Unter Verschluss aufbewahren.
- P501 Inhalt und Behälter einer anerkannten Abfallentsorgungsanlage zuführen.
Hersteller: SHIMANO EUROPE B.V.
Wichtiger Hinweis
Bitte achte bei der Bremsenwartung darauf, dass kein Öl auf die Bremsscheiben gerät.
Prüfung der Bremsscheiben
Um an der Bremsanlage arbeiten zu können, müssen natürlich die Laufräder vom Rad abmontiert werden. Vorher aber kannst Du noch prüfen, ob die Bremsscheiben gerade oder eventuell verzogen sind.
- Eine verzogene Scheibe erkennst Du daran, dass sie bei Rotation im Bremssattel seitlich “taumelt“.
- Ein leichter Verzug ist zu verschmerzen und kann mit einem Richtwerkzeug begradigt werden.
- Dieser Verzug kann im Fahrbetrieb teils auffallen - Du spürst während des Bremsens ein leichtes, frequentes Pulsieren.
- Wenn Dich das nicht sonderlich stört, kann die Scheibe ruhig so weitergefahren werden.
- Ist die Scheibe stark verzogen, so dass der Bremssattel nicht mehr schleiffrei einstellbar ist, kann es sein, dass sie nicht mehr zu begradigen ist und ausgetauscht werden muss.
Nun wird noch die Reibfläche der Scheiben geprüft. Diese unterliegt natürlich, genau wie die Beläge, einem gewissen Verschleiß, auch wenn dieser aufgrund der Härte des Stahls deutlich langsamer fortschreitet als bei den Bremsbelägen.
- Nimmst Du Dir die Scheibe vor, kannst Du mit dem Fingernagel am Übergang zwischen Reibfläche und Trägerarmen oft eine „Stufe“ spüren. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass die Reibfläche bereits dünner geworden ist.
- Mit dem Messschieber kannst Du die genaue Dicke messen. Ist sie nahe der Verschleißgrenze oder gar darunter, muss sie getauscht werden. Diese Verschleißgrenze ist auf der Scheibe aufgedruckt.
Wenn die Scheibe rot- bis bläuliche Verfärbungen aufweist, ist dies ein Indiz dafür, dass sie mindestens einmal auf einer Abfahrt sehr heiß geworden ist. Das darf aber durchaus sein und ist kein Grund zum Austausch - es sei denn, die Scheibe sieht komplett „verglüht“ aus.
Schau Dir auch die Reibfläche genauer an: Siehst Du dort eingebrannte Fragmente der Beläge, hat sich Material dieser gelöst und mit der Scheibe unter Hitzeeinwirkung „verbunden“. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass die Bremsbeläge an ihre Belastungsgrenze gekommen sind. Falls Du organische Beläge nutzt, wäre der Umstieg auf Sintermetall-Beläge ratsam, da diese mehr Hitze vertragen.
Um nichts auszulassen, empfiehlt es sich, noch die Verschraubung der Scheiben an den Naben zu prüfen, idealerweise mit dem Drehmomentschlüssel. Die Drehmomentwerte sind jeweils auf der Scheibe bzw. auf dem Center Lock-Verschlussring aufgedruckt. Findest Du keine Angabe auf der 6-Loch-Scheibe, sind 6-7Nm ein guter Anhaltspunkt. Bei Center Lock ist ein Wert von 40Nm vorgesehen.
Sind die Bremsscheiben verölt oder stark verdreckt, müssen sie gereinigt werden. Hierzu nimmst Du einen herkömmlichen Bremsenreiniger, der auf einen Öl- und fettfreien Lappen gesprüht wird. Damit werden beide Seiten der Bremsfläche gründlich abgewischt. Anschließend empfehlen wir, noch einmal mit einem in Wasser getränkten Lappen nachzuwischen, denn Bremsenreiniger hinterlässt Rückstände auf der Scheibe, die den Reibwert verringern und somit temporär die Bremsleistung verschlechtern.
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