Beim Paragliding sind wir für euch in Luft gegangen, beim Mountaincart in Schladming benötigen Miri und ich hingegen maximale Bodenhaftung. Der verrückte Dreirad-Funsport aus den Alpen steht als nächstes auf unserem Programm. Bevor wir gemeinsam einen Berg runterfahren können, müssen wir ihn selbstverständlich erst einmal erklimmen.
In diesem Fall erledigt das für uns - ganz bequem - die Seilbahn an der Hochwurzen, einem Berg am nördlichen Rand der Schladminger Tauern. In wenigen Minuten bewältigen wir in einer Gondel spielend leicht mehr als 1.800 Höhenmeter und können dabei ungestört den atemberaubenden Ausblick auf das Dachsteinmassiv und Schladming genießen. Oben angekommen, führt mich der erste Weg aus der Gondel direkt zur nächsten Aussichtsplattform, um noch einmal ohne Glas vor der Nase das irre Panorama auszukosten. Das gegenüberliegende Dachsteinmassiv sieht von hier atemberaubend surreal aus. Wenn ich zukünftig ein Bild von Österreich in meinen Gedanken male, dann dieses.
Etwas Zeit bleibt uns aber noch, bevor heute die erste Gruppe waghalsiger Piloten startet. Wir vertreiben uns die Zeit bei einem Getränk auf der Terrasse der Hochwurzenhütte und Michi berichtet von seiner letzten Erfahrung mit dem Mountaincart. Dabei fällt immer wieder der Satz „Wir hätten uns fast umgebracht.“ Klingt nach Spaß, NOT! Jetzt bin ich doch ein wenig nervös, zumal Michi bereits Pläne schmiedet, wie er uns am besten zu einem Rennen herausfordern kann.
Diese sind auf der rund sieben Kilometer langen Abfahrt mit dem Mountaincart verboten und der Rest unserer Gruppe winkt folglich gleich ab. Es ist fast zehn Uhr und wir machen uns auf den Weg zum Start. Hier stehen dicht an dicht Mountaincarts in verschiedenen Größen. Aus einer großen Kiste am Wegesrand können sich die Teilnehmer einen Helm nehmen, mehr Sicherheitsausrüstung gibt es nicht.
Auf Empfehlung von Andrea haben wir darüber hinaus alle eine Sonnenbrille eingepackt. Diese soll unsere Augen nicht nur vor schädlicher UV-Strahlung schützen, sondern viel mehr vor umherfliegen Steinchen, die Vorherfahrende aufwirbeln. Zwei Angestellte des Veranstalters Mountain GoKart teilen uns ein Mountaincart in der richtigen Größe zu und erklären die Funktionsweise. Losrollen müssen wir per Fußantrieb, Pedale gibt es nicht.
Das Funsport-Gerät verfügt über einen tiefen Schwerpunkt, breiten Radstand, ergonomische Sitzposition und hydraulische Scheibenbremsen. Letztere werden - ähnlich wie bei Fahrrad und Motorrad - über Hebel links und rechts am Lenker bedient. Im Gegensatz zu genannten Zweirädern, bremst das Mountaincart aber nicht vorne und hinten, sondern links und rechts. Dadurch lässt sich das kleine Gefährt bei Bedarf querstellen und elegant um die Kurven driften.
Vor meinem inneren Auge sehe ich mich bereits mit Hochgeschwindigkeit durch enge Serpentinen driften, hinter mir nichts aus einer Wolke aus Asche und Staub. Der Guide gibt das Startsignal und die ersten Fahrer aus unserer Kolonne setzen sich in Bewegung. Michi lassen wir vorausfahren, damit er seine Geschwindigkeitssucht befriedigen kann. Ich robbe mit meinem Mountaincart vorwärts bis das Gefährt durch das natürliche Gefälle des Berges alleine Fahrt aufnimmt. Noch gemächlich nähere ich mich der ersten Kurve und passiere diese gekonnt.
Was mir sofort auffällt ist zu einem die direkte Lenkung des Dreirads, zum anderen die Empfindlichkeit gegenüber kleinsten Unebenheiten. Ich rolle auf eine lange Grade und nehme das erste Mal richtig Geschwindigkeit auf. Die kleine Kiste schüttelt mich ordentlich durch und ich erreiche die nächste Kurve, welche ich mutig fast ungebremst passiere. Es folgt eine weitere Grade, welche in einen U-Turn mündet, den ich mehr oder minder erfolgreich meistere in dem ich nur einseitig bremse und hindurch drifte.
Mit jeder noch schärferen Kurve und jeder noch steileren Abfahrt werde ich mutiger, was meinen Adrenalinspiegel ordentlich nach oben treibt. Michi lässt das kalt. Unser erfahrener Mountaincart-Pilot, der die Strecke in- und auswendig kennt, wartet gelegentlich auf die anderen Fahrer und mich, nur um uns anschließend fast doppelt so schnell zu überholen. Aber auch mir gelingen auf der sieben Kilometer langen Strecke einige gekonnte Überholmanöver. Nichtsdestotrotz ist Vorsicht geboten.
Umso näher ich dem Tal und Schladming komme, umso mehr werde ich „eins mit der Maschine“. Die letzten Passagen sind sehr schnell und grade als ich „im Tunnel bin“ ist es der Spaß auch schon vorbei. Ich nähere mich der Talstation, bremse wie der letzte Prolet im Driftmodus und muss mich schweren Herzens von meinem Mountaincart trennen. Was für ein Erlebnis! Ich will gleich noch mal! Doch für heute war’s das leider, da wir einen straffen Zeitplan für weitere Abenteuer in und rund um Schladming haben.
Ich gebe meinen Helm ab und werfe noch einen letzten Blick Richtung Gipfel der Hochwurzen. Von da oben bin ich mit einem besseren Dreirad runtergefahren? Das Moutaincart wird von Mountain GoKart an der Hochwurzen in Schladming, Österreich angeboten. Die ermäßigte Teilnahme ist mit der Schladming-Dachstein Sommercard möglich.
Die Basis für unsere Abenteuer war das Hotel TUI BLUE Schladming, wo die Mitarbeiter sich richtig gut mit den Abenteuersportarten der Umgebung auskennen. Die Schladming-Dachstein Sommercard gibt’s dort ab einer Übernachtung kostenlos dazu.
Weitere Mountaincart-Erlebnisse
Das Mountaincart hat, wie schon gesagt, drei Räder: vorn ist ein kleineres schmales Rad, mit welchem man lenkt, hinter sind zwei breite Reifen, welche das Gewicht des Fahrers tragen und welche zum Bremsen benutzt werden. Die Bremsen sind aber hier für die rechte und die linke Seite. Das heißt, wenn ihr rechts die Bremse zieht, bremst ihr das rechte Hinterrad und umgekehrt. Damit lässt sich so herrlich in den Kurven driften, das haben auch die Kids sehr schnell verstanden und wussten es auch einzusetzen.
Der Sitz ist eine Sitzschale aus Mesh, die sehr bequem ist. Die Carts gibt es an den Stationen in verschiedenen Größen von S bis XL. Es ist aber je nach Strecke unterschiedelich, ab welchem Alter, Größe oder Gewicht die Kids alleine fahren dürfen.
Unser erstes Mountaincart-Erlebnis hatten wir in St.Johann in Tirol. Hier haben wir ein paar wunderschöne aktive Urlaubstage am Kitzbühler Horn erlebt und waren unter anderem mit den rasanten Flitzern am Berg unterwegs. Ab der Mittelstation der Bergbahn St. Mountain Cart - St.
Die Strecke ist 5,76 km lang und führt durch Wald und über Wiesen. Sie hat immer wieder sehr enge und scharfe Kurven. Diese sind mit Holzbanden und Erhöhungen abgesichert. Ab und an quert man einen Wanderweg oder gar eine kleine Bergstrasse. Also hier aufpassen. Kinder bis 12 Jahre müssen mit einem Erwachsenen zusammen auf die Strecke gehen. Die Mountaincarts dürfen Kinder ab 12 Jahren und mit 1,50 m Körpergröße selbst steuern und in Begleitung eines Erwachsenen ist die Abfahrt bis zum 16. Lebensjahr vorgeschrieben.
Die Strecke mit den schönsten Aussichten hatten wir bisher in Gargellen im Montafon. Hier sind die Berge nochmal ein ganzes Stück höher und imposanter und wir hatten eine tolle Zeit im Montafon. Mit der Schafbergbahn gelangt man von Gargellen aus zum Start. Hier gibt es Helme zur Leihe, eine kurze Einweisung und die Rucksäcke können abgeben werden. Die Strecke ist mit 6 km Länge ausreichend für jede Mange Spaß am Berg. Die Kurven sind entspannter, aber mit viel Sand und Schotter und Platz zum driften. Das haben die Jungs hier sehr ausgekostet.
Kinder dürfen diese Strecke schon ab 1,40 m Körpergröße in Begleitung eines Erwachsenen fahren. Im Ziel gibt es Fotos von der Fahrt zu kaufen und die gefahrene Geschwindigkeit wird auf einem Monitor angezeigt.
Eine weitere sehr schöne Strecken haben wir in Mitterbach in Niederösterreich vorgefunden. In Mitterbach geht es die Gemeindealpe mit einem 4er-Sessellift hinauf bis zur Mittelstation. Die Strecke ist 4,6 km lang und hat breite sandige Kurven, welche perfekt zum driften sind. Die Kurven sind mit Fangnetzen wie bei Skipisten abgesichert. Kinder zwischen 4 und 8 Jahren müssen bei einem Erwachsenen mitfahren.
Tipps für ein sicheres Mountaincart-Erlebnis
Einen ersten Tipp, den wir euch geben wollen, ist auf das Wetter zu achten. Es ist nur bei gutem Wetter möglich auf die Strecke zu gehen. Bei schlechtem Wetter kann dann schon mal die Enttäuschung groß sein, wenn die Piste gesperrt ist.
Ein weiterer Hinweis von uns, sind Helme! Bringt eure eigenen Helme mit. Da reicht ein Fahrradhelm vollkommen. Wir haben sie in den Bergen immer im Kofferraum dabei, da wir eh gern Mountainbike fahren. Diese sind dann schnell am Rucksack verstaut, wenn es zum Mountaincartfahren geht.
Sehr gut sind auch Sonnenbrillen für die Abfahrt dabei zu haben. Es fliegt doch mal das ein oder andere Steinchen vom vorher fahrenden Cart nach oben. Da ist eine Brille absolut zu empfehlen.
Unser letzter Tipp… Rechnet damit, dass ihr nach der Fahrt ausseht wie Schweine. Wenn die Strecke staubig ist, seid ihr von oben bis unten gepudert. Wenn die Strecke leicht feucht ist, seid ihr mit Dreckflecken paniert. Ihr solltet also mit einer anschließenden Dusche oder einem Bad im See planen. Wir machen den Mountaincart-Spaß meist am Ende eines Tages.
Eines können wir euch auf jeden Fall sagen: Wenn ihr irgendwo die Möglichkeit habt, diese Dinger zu fahren, MACHT ES!!! Das macht so einen Spaß, das ist echt unglaublich. Wer gern GoKart fährt, wird hier richtig gefallen haben.
Und vergesst nicht, die Aussicht auf den Bergen zu genießen! Ich bin Thomas und schreibe seit vielen Jahren den Familien Reiseblog Fravely. Ich liebe es die Welt zu bereisen und mit meinen beiden Jungs Flo und Ben und meiner Frau Melanie wundervolle Abenteuer zu erleben.
Bedenken und Lösungen beim Dreiradfahren
Einige Leute äußern Bedenken bezüglich der Stabilität und des Fahrgefühls von Dreirädern, insbesondere beim Bergabfahren:
- Kippgefahr: "Leider kippen diese "Hochräder" alle relativ leicht..."
- Lenkung: "Wackelig und furchtbar zu lenken (man verdreht sich ziemlich dabei, weil man ja den Lenker sehr stark einschlagen muss)."
- Gewichtsverlagerung: "Man macht also wegen des Lenkens genau das falsche, was die Gewichtsverlagerung angeht."
Es gibt jedoch auch Lösungsansätze und positive Erfahrungen:
- Tiefer Schwerpunkt: Dreiräder mit tieferem Schwerpunkt sind stabiler.
- Übung: "Es ist reine Übungssache, und wird letztendlich im Kopf umgesetzt."
- Alternative Modelle: Liegedreiräder (Trikes) bieten oft ein agileres und bequemeres Fahrgefühl.
Dreiradfahren lernen als Erwachsener
Viele Erwachsene haben Bedenken, wenn sie zum ersten Mal auf einem Dreirad sitzen. Hier sind einige Tipps und Hilfestellungen:
- Keine Angst: "Sie schaffen das! Wenn Sie sich als Erwachsener erstmalig auf das Dreirad setzen und haben beim Lenken das Gefühl, dass das Dreirad nach rechts oder links zieht, ist das nicht tragisch."
- Oberkörper aufrecht halten: "Sie brauchen zum Lenken des Dreirades ausschließlich den Lenkbügel zu bewegen und nicht den Oberkörper zur Seite neigen."
- Üben: "Um den Erfolg zu erfahren, wäre es gut, wenn Sie mit dem Dreirad und einer Hilfsperson, zunächst auf einem größeren Platz, ohne Hindernisse üben können."
Praktische Tipps für das Dreiradfahren
- Ebene Fläche: "Zunächst stellen Sie das Dreirad auf eine ebene Fläche und ziehen die Feststellbremse fest."
- Einstellungen: "Nun sollte das Dreirad auf Ihre Körpermaße eingestellt werden."
- Vertrauensbildung: "Nun neigen Sie zur Übung und Vertrauensbildung, ohne zu fahren, mit angezogener Feststellbremse, mehrmals den Oberkörper weit nach rechts und links."
Mountaincart-Action: Ein rasantes Abfahrtserlebnis
Mit unseren Bocksbergcarts bringen wir Adrenalin und Fahrfreude auf ein ganz neues Level! Die gemütlichen Sitze, robusten Reifen und Scheibenbremsen lassen euch sicher durch die Kurven sausen. Oben auf dem Gipfel geht’s los - und dann ab über die 1,5 km lange Waldabfahrt bis zur Talstation des Sessellifts, wo ihr die coolen Dreiräder wieder abgebt! Macht euch bereit für den ultimativen Fahrspaß!
Ihr habt Bock auf ein rauschendes Abfahrtserlebnis mit heißen „Drifts“ und Go-Kart-Feeling? Ihr werdet mit dem Bus zum Startpunkt der Mountain Cart-Action gefahren, wo auf euch schon die heißen Gefährte warten. Jetzt heißt es ab zum Startpunkt. Nacheinander startet ihr los und begebt euch auf die Abfahrt.
Doch Vorsicht ist geboten! Ihr seid auf offiziellen Forststraßen unterwegs, auf der euch auch Wanderer auf dem Weg nach unten entgegenkommen. Mit einer voraussehenden Fahrweise könnt ihr aber das Gerät auch laufen lassen und austesten, wie die Drifteigenschaften in den Kurven sind. Ausgestattet mit guten Bremsen (beide Hinterreifen werden einzeln angesteuert), könnt ihr je nach eurem Gefühl schnittig oder sicher um die Kurven biegen.
Euch erwartet ein langer „Cruise“, auf dem gefährliche Stellen ausgeschildert und gekennzeichnet sind und die ihr ohne Problem meistern könnt. Unten angekommen heißt es sich mit einem dicken Grinser vom Fahrerlebnis, gegenseitig abzuklatschen und den Puls wieder langsam runter kommen zu lassen.
BOCKSBERGCARTS PREISE
| Leistung | Preis |
|---|---|
| Pro Fahrt | [Preis] |
| Einzelfahrt inkl. | [Preis] |
Kinder dürfen erst ab 140cm mit den Bocksbergcarts fahren. Max. Reservieren der Bocksbergcarts ist nicht möglich. Gruppen ab 15 Personen erhalten 10 % Rabatt. Bei Schulausflügen u.ä. Mindestgröße 140 cm, max. Bei evtl. Der Fahrer fährt auf eigene Gefahr und ist für sein verhalten verantwortlich!
Verwandte Beiträge:
- Unfallfrei und Sicher: Die Besten Tipps fürs Bergabfahren mit Dreirädern
- Kynast Dreirad Ersatzteile: Finden Sie die passenden Teile
- Dreirad für Erwachsene mit Gangschaltung: Test & Kaufberatung
- E-Dreirad mit Akku: Test & Vergleich der besten Modelle für Senioren & Erwachsene
- Fahrradreparatur Bremen Findorff: Werkstatt & Service in Deiner Nähe
- Motorrad fahren mit B-Führerschein: Alles, was Sie unbedingt wissen müssen!
Kommentar schreiben