Mit dem Fahrrad über die Alpen: Routen und Tipps für eine unvergessliche Transalp

Einmal über die Alpen - das zählt zu den absoluten Traumtouren vieler Tourenradler. Und nie war die Überquerung einfacher als heute. Die neue Lust am Aktivurlaub und das digitale Zeitalter haben einiges verbessert: Transalp-Strecken wie die Via Claudia Augusta an der alten Römerroute von der Donau nach Venedig und die Ciclovia Alpe-Adria von Salzburg nach Grado wurden entlang fahrradfreundlicher Wege grenzüberschreitend beschildert und erhielten vorbildliche Internetauftritte. Etappen lassen sich mittels interaktiver Karten und GPS-Tracks relativ unkompliziert planen.

Beliebte Alpenüberquerungsrouten

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, mit dem Fahrrad über die Alpen zu fahren. Wo du vor einigen Jahren noch mühsam deine Strecke planen musstest und schließlich auf Wegen unterwegs warst, die kaum als solche bezeichnet werden konnten, gibt es heute eine ganze Menge an bekannten Routen, die bestens ausgeschildert sind. Ob gemütliche oder schweißtreibende Touren, ob komplett mit dem Rad oder zum Teil in der Gondel und im Bus: Du findest bestimmt die passende Route, auf der du deine Alpenüberquerung mit dem Fahrrad rundum auskosten kannst. Viele Strecken sind sogar für E-Bikes geeignet.

Hier eine Übersicht einiger beliebter Routen:

Radweg Besonderheit Länge
Transalp-Rhone Radweg von Andermatt nach Genf Anspruchsvolle Tour durch raue Bergwelten, romantische Bergdörfer, mondäne Städte & malerische Weingärten Ca. 350 km
Via Claudia Augusta von Donauwörth nach Ostiglia Mittelschwere historische Strecke auf alten römischen Handelswegen Ca. 740 km
Transalp von München nach Venedig Mittelschwere Tour durch die Dolomiten entlang von Seen und Bergen Ca. 580 km
Ciclovia Alpe Adria Radweg von Salzburg nach Grado Mittelschwere Tour durch zahlreiche Tunnel und entlang von alten Bahnstraßen Ca. 410 km
Der Innradweg von St. Moritz nach Passau Mittelschwere Tour durch historische Altstädte und vorbei an Naturschauspielen Ca. 520 km
Der Etschradweg von München nach Meran Mittelschwere Tour mit fantastischen Ausblicken auf das Karwendel- und Wettersteingebirge Ca. 315 km

1. Ciclovia Alpe Adria Radweg: Von Salzburg nach Grado

Sowohl kulturell wie kulinarisch lohnt sich die Route von Salzburg nach Grado. In puncto Kondition lässt sie sowieso genügend Puste für die Schönheiten am Wegesrand, denn dieser Radweg ist mehr eine Alpendurchquerung als eine Alpenüberquerung. Schon kurz nach dem Start mitten in der Domstadt Salzburg bestimmen die Berchtesgadener Alpen die Kulisse. Hinter Golling geht es zum ersten Mal richtig bergauf zum Pass Lueg, aber nur kurz. Vom Salzachtal wechselt der Weg ins Gasteinertal. Kurz darauf hat man das Anstrengendste der Route schon hinter sich, denn der Alpenhauptkamm wird bequem mit der Bahn durch die Tauernschleuse überwunden. In Kärnten folgt der Alpe-Adria-Radweg der Drau an die italienische Grenze nach Tarvisio. Nach langen Strecken beeindruckender Berglandschaft steht in den Städtchen Udine, Palmanova und Aquileia an der historischen Via Julia Augusta nochmals die Kultur im Fokus.

Der Ciclovia Alpe-Adria Radweg von Salzburg nach Grado hat sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2012 zu einer der bekanntesten Alpenüberquerungen mit dem Fahrrad entwickelt. Bei einem grenzüberschreitenden Projekt wurden bestehende Radwege miteinander verbunden und neue Abschnitte gebaut. Für dich bedeutet das: Du kannst auf fahrradfreundlichen, grenzüberschreitend gut beschilderten Wegen die Alpen überqueren und gelangst in acht Etappen von der Stadt Mozarts an die wundervolle Adria - dank des acht Kilometer langen Eisenbahn-Tauerntunnels ohne große Steigungsstrecken.

  • Besonderheit: Kulturelle, sportliche und kulinarische Erlebnisse entlang alter Bahnstraßen und zahlreicher Tunnel
  • Highlights: Der 140 Meter lange Klammstein-Radtunnel im Gasteinertal, Römerstadt Aquileia
  • Charakter: Sanft hügelige Strecke, das anspruchsvollste Stück zwischen St.

➥ StartpunktSalzburg➳ EndpunktGrado↔ DistanzCa. 410 km🕑 DauerCa.

2. Via Claudia Augusta: Von Donauwörth an die Adria

Was die Römer vor 2000 Jahren geschafft haben, wird einen geübten Freizeitradler, der sich auch auf nicht asphaltierten Wegen wohlfühlt, kaum vor unlösbare Probleme stellen. Immerhin gilt die Route von der Donau an die Adria als die leichteste Alpenüberquerung per Fahrrad. Allerdings bedarf in diesem Fall das Wort "leicht" einer Erklärung. Es beruht nämlich darauf, dass von Mai bis Oktober für die steilen Anstiege und Passstraßen entlang der Route mehrere Bus-Shuttles zur Verfügung stehen. Auf das mehr oder weniger sanfte Einrollen im Lechtal über 160 Kilometer von Donauwörth bis Füssen verzichten viele Alpenradler schon aus Zeitgründen. Wobei ein bisschen Warmfahren im herrlichen Alpenvorland nicht schaden kann, denn hinter der Tiroler Landesgrenze warten gleich einige Höhenmeter über Reutte hinauf in die Zugspitzregion, unmittelbar danach die Auffahrt zum Fernpass, wo gute Kondition und Fahrtechnik von Vorteil sind. Nach dem grandios gelegenen Fernsteinsee folgt erst einmal sorgenfreier Alpengenuss. Die Auffahrt über 500 Höhenmeter vom Inn zum Reschenpass will aber wieder getreten sein. Wer den versunkenen Turm am Reschensee passiert hat, hat das Ärgste geschafft: An der Etsch entlang geht es praktisch nur noch bergab durch Südtirol und Trentino nach Trento. Hier beenden viele ihre Transalp-Reise, einige rollen noch weiter bis zum Po.

Die Via Claudia Augusta gilt als eine der leichteren Alpenüberquerungen und führt dich in 717 km in 12 Etappen von Donauwörth in Bayern bis nach Italien. Je nachdem, für welche Radroute du dich entscheidest, beendest du deine Alpenüberquerung in Altino bei Venedig oder in Ostiglia. Kaiser Claudius ließ die Via Claudia Augusta zur ersten richtigen Straße über die Alpen ausbauen. Sie verband den Adriahafen Altinum mit der Donau. Der Radweg durch die Alpen führt dich unter anderem nach Augsburg, zum malerischen Schloss Neuschwanstein und weiter in die Bergwelt Tirols bis hin zum Reschenpass. In Südtirol geht es vorbei am idyllischen Reschensee nach Meran, Bozen, Trento und schließlich zum Endpunkt der Radroute. Der Weg besteht dabei aus asphaltierten oder geschotterten Radwegen und ruhigen Nebenstraßen.

➥ StartpunktDonauwörth➳ EndpunktAltino oder Ostiglia↔ DistanzCa. 740 km🕑 DauerCa.

3. München-Venezia: Durch die Dolomiten zur Adria

Der Radfernweg München-Venezia führt von der bayrischen Landeshauptstadt über Achenpass und Brenner nach Südtirol und weiter vom Pustertal durch die Dolomiten bis in die berühmte Lagunenstadt an der Adria. Die Strecke zählt zu den landschaftlich attraktivsten, aber auch anspruchsvollsten Transalp-Routen für Tourenradler, zumindest für diejenigen, die alle Passauffahrten im Sattel zurücklegen. Der erste Teil der Strecke verläuft auf der Via Bavarica Tyrolensis bis ins Inntal. Dort wartet Bergprüfung Nummer eins mit der Auffahrt vom Tegernsee zum Achenpass oder auf der Alternativroute vom Isartal zum Sylvensteinstausee. Nach einer gemütlichen Passage am Inn entlang bis Innsbruck folgt die Königsetappe hinauf zum Brenner. Kurz vor dem Pass muss man mangels Radweg noch für rund sechs Kilometer auf die Bundesstraße ausweichen, dafür rollt es sich anschließend umso angenehmer auf der ehemaligen Bahntrasse hinunter Richtung Sterzing. Hinter Toblach im Pustertal folgt der faszinierendste Teil der Reise: mehr als 60 Kilometer durch das Unesco-Welterbe Dolomiten, und das sogar recht angenehm zu treten auf der ehemaligen Trasse der Dolomitenbahn. Das Thema Kultur kommt auch auf dieser Transalp-Route nicht zu kurz.

Bei dieser Radtour über die Alpen radelst du in 8 Etappen auf rund 580 km von München über Cortina d’Ampezzo bis nach Venedig. In Sterzing kannst du dann den ersten italienischen Cappuccino genießen, bevor du begleitet von majestätischen Gipfeln durch die Dolomiten nach Belluno fährst und letztendlich nach Venedig gelangst.

➥ StartpunktMünchen➳ EndpunktVenedig↔ DistanzCa. 580 km🕑 DauerCa.

4. Transalp-Rhone-Radweg: Von Andermatt nach Genf

Die anspruchsvolle 350 km lange Radtour durch die Alpen führt dich in 8 Etappen vor imposanter Bergkulisse auf ruhigen Wegen an der Rhone entlang und endet in der Weltstadt Genf. Zunächst geht es über baumlose Alpweiden des Urserentales hinauf auf den Furkapass, bevor eine angenehme Abfahrt vorbei an den schmelzenden Eistürmen des Rhonegletschers folgt. Einen Zwischenstopp wert sind auf jeden Fall das Naturreservat “Pfynwald” und der Lac Lèman, ein See, der von schneebedeckten Gipfeln und den Reblandschaften von Lavaux und La Côte umgeben ist.

Tipp: Die Schönheit des Furkapasses hat sich herumgesprochen: Der Schweizer Straßenpass, der am ersten Tag auf deiner Strecke liegt, ist daher auch bei Auto- und Motorradfahrern beliebt.

5. Innradweg: Von St. Moritz nach Passau

520 km quer durch die Alpen: St. Moritz - Innsbruck - Passau Die Alpen vom Fahrrad aus zu erleben. Das wäre was! Aber die Überquerung von Alpenpässen steht diesem Wunsch etwas im Wege. Wie wäre es dann mit dem Innradweg? Er macht es einfach das Erlebnis Alpen vom Fahrrad aus zu genießen. Er folgt dem Fluss von der Quelle zur Mündung - 520 km mit Gefälle. Vom rauen mystischen Alpenpanorama der Schweiz und des Tiroler Oberlandes, durch das breite Tiroler Inntal immer mit den grandiosen Bergen links und rechts im Blick, hinein in das flache, manchmal auch hügelige Alpenvorland Bayerns und Oberösterreichs, um durch eine grandiose Aulandschaft dem Ziel, dem faszinierende Passau, entgegen zu radeln. Dort wo die drei Flüsse Inn, Ilz und Donau zusammenfließen, liegt der krönende Abschluss einer abwechslungsreichen Radreise mit vielen Eindrücken. Zum Entdecken gibt es Vieles und durch die gute Anbindung an regionale Radwegenetze lohnt sich auch der eine oder andere Abstecher. Kommen Sie doch mit auf eine spannende Reise durch drei Länder mit faszinierender alpiner Landschaft. Lernen Sie unterschiedliche Kulturen, Baustile, Bräuche sowie Traditionen kennen und genießen Sie authentische Küchenspezialitäten. Alles das finden Sie am Innradweg mit jedem Pedaltritt. Bequem radeln Sie mit dem Fluss auf gut ausgeschilderten, Großteils eigenen Radwegen. Eine Radreise mit purem Alpenerlebnis vom jungen sprudelnden Flusslauf zum breiten gemächlichen Strom: Die Leichtigkeit des Flussradelns wird Sie verzaubern!

Der Innradweg führt dich auf ca. 520 km in 6 Etappen von St. Moritz über Innsbruck nach Passau. Er folgt dem Inn von der Quelle bis zur Mündung, wobei du durch das Gefälle auch einige schöne Strecken bergab vor dir hast. Vom rauen Bergpanorama in der Schweiz und dem Tiroler Oberland geht es durch das breite Tiroler Inntal in das hügelige bis flache Alpenvorland Bayerns und Oberösterreichs. Der krönende Abschluss deiner Alpenüberquerung mit dem Fahrrad ist in Passau, wo die drei Flüsse Inn, Ilz und Donau zusammenfließen.

➥ StartpunktSt. Moritz➳ EndpunktPassau↔ DistanzCa. 520 km🕑 DauerCa.

6. Etschradweg: Von München nach Meran

Die Radtour auf dem Etschradweg ist genau das Richtige für dich, wenn dich eine Alpenüberquerung reizt, du es aber lieber etwas gelassener angehen lassen möchtest oder noch nicht ganz so geübt im Fernradfahren bist. Die Route startet in der bayerischen Landeshauptstadt München. Von dort aus gelangst du direkt am ersten Tag durch den Forstenrieder Park zum wundervollen Starnberger See. So traumhaft wie er vor dir liegt, ist es nur zu gut, dass er dich auch auf der nächsten Etappe noch begleitet. Du radelst am Ufer entlang durch das Naturschutzgebiet Murnauer Moos, das größte Moorgebiet Mitteleuropas. Bei der Fahrt durch das sonnige Hochtal lassen dich die Panoramen auf das Karwendel- und Wettersteingebirge sicherlich hin und wieder etwas langsamer in die Pedale treten. Es folgen Imst, das „Meran Nordtirols“, das Kloster Zams und Landeck. Um die Strecke zum Reschenpass abzukürzen, steht dort ein Bus bis nach Nauders bereit.

➥ StartpunktMünchen➳ EndpunktMeran↔ DistanzCa. 315 km🕑 DauerCa.

Vorbereitung ist alles: Tipps für Ihre Alpenüberquerung

So eine Alpenüberquerung mit dem Fahrrad ist definitiv nichts Alltägliches. Damit du das Abenteuer auf zwei Rädern zwischen grünen Almen, kristallklaren Seen und sanften Meereswellen so richtig genießen kannst, ist etwas Vorbereitung gefragt.

  • Beste Reisezeit:In den Sommermonaten ist das Wetter in den Bergen am konstantesten.
  • Dauer:Je nach deiner Route und deinem Fitnesslevel kannst du unterschiedlich lange unterwegs sein. Im Allgemeinen solltest du zwischen vier und zehn Tagen einplanen.
  • Die richtige Route finden:Berücksichtige dein Fitnesslevel und deine technischen Fertigkeiten.Verschaffe dir einen Überblick über die unterschiedlichen Routen in Bezug auf Länge der Etappen, Beschaffenheit der Wege und Höhenunterschiede.
  • Das richtige Fahrrad:Wähle ein für die Strecke geeignetes Fahrrad, das auf alpine Touren abgestimmt ist.Stelle sicher, dass dein Bike einwandfrei funktioniert.
  • Erforderliche Fertigkeiten:Deine Kondition und Fähigkeiten sollten der Strecke angemessen sein, du solltest (kleinere) Reparaturen an deinem Fahrrad ausführen können und dich mit Karte und GPS-Gerät auskennen.
  • Training:Beginne mindestens drei Monate vor deiner Radreise mit längeren Radtouren mit ähnlichen Anforderungen und kombiniere dazu Kraftübungen für Beine und Rumpf.
  • Übernachtungsmöglichkeiten:Überlege, ob du lieber in traditionellen Hütten oder komfortableren Hotels oder Pensionen übernachten möchtest.Buche insbesondere in der Hauptsaison im Voraus.
  • Packliste:Wichtig sind atmungsaktive Funktionskleidung, wasserdichte Regenkleidung, ein Reparaturset, Kartenmaterial, Erste-Hilfe-Set, Ausweisdokumente, Bargeld & EC-Karte, Verpflegung.

Ausrüstung: Was gehört in den Rucksack?

Eine Faustregel, die dafür sorgen sollte, dass die Packlust nicht überhandnimmt, lautet: Maximal acht Kilo sollte der Rucksack (25-30 Liter reichen) für eine Transalp wiegen. Angenommen, man hat Helm, Radhose, Trikot, Buff, Radschuhe, ggf. Handschuhe und Sonnenbrille an und Trinkflaschen und Navigationsgerät am Rad, sollten folgende Dinge in den Rucksack (mit Regenhülle):

  • Hose, Oberteil, Unterwäsche für die (Hütten-)Abende
  • Optional: Ersatz-Trikot und -Radhose, Wechselsocken
  • Regenjacke
  • Isolierende (Wärme-)Schicht (in den Bergen kann es auch im Sommer schnell frisch werden)
  • Erste-Hilfe-Set
  • Biwaksack für Notfälle
  • Smartphone, Lademöglichkeit
  • Karte digital (wenn möglich im Offlinemodus nutzbar) und Papier
  • EC-Karte, Bargeld, Personalausweis, ggf. DAV-Mitgliedsausweis
  • Ggf. Hüttenschlafsack
  • Energieriegel, Snacks
  • Funktionshandtuch (schnelltrocknend)
  • Duschgel/Shampoo
  • Zahnbürste und -pasta
  • Deo
  • Sonnencreme
  • Ohropax
  • Ggf.

Das richtige Fahrrad für die Alpenüberquerung

Wer ein eigenes Mountainbike besitzt, wird dieses vermutlich auch für die Transalp nutzen. Wer sich ein Rad leiht oder sogar eine Neuanschaffung erwägt, kann die Wahl des Fahrrads auf die geplante Route abstimmen. Sind technisch eher leichte Touren geplant, reicht ein verhältnismäßig leichtes Cross-Country-Hardtail, bei höherem Trail-Anteil ergibt ein Fully Sinn und wer technisch wirklich anspruchsvoll unterwegs ist, wird vielleicht sogar zum Enduro greifen.

Fully: Vor- und Nachteile

Ein Fully eignet sich für alle Fahrer, die auch abseits von befestigten Wegen nicht auf komfortables Fahren verzichten wollen. Größere Hindernisse und Höhenunterschiede lassen sich mit einem Fully leichter als mit einem Hardtail überwinden. Ein Fully bietet besonders auf längeren Strecken mehr Komfort und Fahrspaß. Mit 140 Millimeter Federweg ist es auch für die härtesten Abfahrten und Strecken geeignet. Durch die Federgabel und die Hinterbaudämpfer ist selbst in steinigem Gelände eine bessere Bodenhaftung vorhanden. Für die Wartung und richtige Eistellung der Dämpfungselemente braucht der Fahrer jedoch mehr technisches Verständnis als bei einem Hardtail. Auch ist ein Fully schwerer als ein Hardtail und meist etwas teurer im Preis.

Hardtail: Vor- und Nachteile

Ein Hardtail eignet sich für Fahrer, die größtenteils auf befestigten Wegen fahren und kaum Unebenheiten überwinden müssen. Ein Hardtail ist im Gegensatz zum Fully unkomplizierter, da es weniger Wartung braucht. Der Nachteil eines Hardtails liegt jedoch darin, dass Stöße durch die minimale Federung direkt auf den Körper übertragen werden.

Fazit

Allgemein haben Sie mit einem vollgefederten Mountainbike mehr Kontrolle und Stabilität, eine bessere Traktion und können höhere Geschwindigkeiten erreichen als mit einem Hardtail. Ob Sie sich jedoch für ein Hardtail oder Fully entscheiden, sollten Sie auch von Ihrer körperlichen Verfassung, Ihrem Fahrverhalten und den Anforderungen Ihrer ausgewählten Strecke abhängig machen. Lassen Sie sich dazu von einem Fachmann beraten.

Sicherheit geht vor: Gefahren und Risiken bei einer Transalp

Dass das Wetter in den Bergen schnell umschlagen kann, ist kein Geheimnis. Daher sollte man auf alles vorbereitet sein: Hitze, Kälte und die damit verbundenen Gefahren von Hitzschlag oder Unterkühlung oder Gewitter genauso wie Schnee, der im Hochgebirge bis in den Sommer liegenbleiben kann.

Auch bei akribischer Planung kann es unterwegs zu Erschöpfung oder Überforderung kommen. Was tun? Generell sollte man von Beginn der Tour an dafür sorgen, nicht in einen Erschöpfungs- oder Überforderungszustand zu kommen. Dazu gehört, langsam zu starten und ausreichend Pausen mit Energiezufuhr einzulegen. Aber auch, wenn es dafür zu spät ist, kommt man meist unbeschadet aus der Situation heraus, wenn man ein paar Dinge beachtet. Bei akuter Erschöpfung macht man das Naheliegende: eine Pause, während der man die Energiereserven auch durch Essen und Trinken wieder auffüllt. Bei Überforderung sollte man hingegen versuchen, sich immer nur auf das zu konzentrieren, was direkt vor einem liegt - und alles andere mal kurz ausblenden. Auch hier helfen kurze Auszeiten, z. B. ein Atemzug mit geschlossenen Augen. Selbstverständlich darf und sollte man sich auch aus der Gruppe Unterstützung holen.

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