Viele träumen davon, den "American Dream" zu leben, und für Motorradenthusiasten könnte das bedeuten, mit dem Motorrad von der Ostküste in Richtung Westküste zu fahren. Die Idee, mit dem Moped nach Las Vegas zu fahren, mag verrückt erscheinen, aber sie ist durchaus machbar, wenn man einige wichtige Faktoren berücksichtigt.
Planung und Vorbereitung
Die erste Frage ist, was man sehen möchte, wie das Budget aussieht und wie viel Sitzfleisch man hat. Mein Kumpel und ich haben uns schon lange überlegt mal in den USA Urlaub zu machen, da wir beide schonmal dort waren (ist schon ca. 10 jahre her) und es einfach klasse war. Jetzt sind wir auf die idee gekommen wir fangen an der Ostküste an und fahren mit den Motorrad richtung Westküste. Also den American Dream leben. Wir hätten ca 4-6 Wochen Zeit. Ich weiß es sind ziemlich viele meilen und ziemlich wenig Zeit und alles zu sehen. Was haltet ihr davon? Hat jemand von euch das schonmal gemacht? Würdet ihr eher mit dem Auto fahren? Was kann man alles falsch machen?
Budget: Ein realistisches Budget ist entscheidend. Ne die 5000-6000€ wären nur für unten. Motels, verpflegung, Sehenswürdigkeiten, Freizeitparks, Las Vegas etc ... Je nach Ort kosten Motels so von $30-$100/Nacht, natuerlich kann man auch mehr ausgeben. Wow, unser neighbor hat das gerade gemacht. Die waren 8 Wochen unterwegs, Fayetteville-Dallas-San Diego-Seattle-Chicago- Boston-Washington-Fayetteville... Rechne Dir Benzin/Oilchanges/Motel/Essen/Laundry usw usw aus und dann entscheide ob Ihr das wirklich machen wollt. Preise immer pro Zimmer. Würde 2 Queenbetten buchen. 6000,- sollten reichen.
- Motelübernachtungen
- Verpflegung
- Sehenswürdigkeiten und Freizeitparks
- Benzin und Ölwechsel
- Wäsche
Route: Ein grobes Roadbook ist unerlässlich. Entlang der 66 kann man viel mitnehmen - St. Louis, Santa Fe, Las Vegas, Grand Canyon, Petrified Forest, Painted Desert, Joshua Tree usw. ist alles recht einfach erreichbar. Grobes Roadbook wäre: New York einfliegen, paar Tage die Stadt angucken, vielleicht ein paar Tage durch die Neuenglandstaaten, dann über Buffalo nach Niagara Falls, weiter nach Chicago, dann Route 66 bis L.A. und von SFO zurück.
Die Route 66 und Alternativen
Ich bin damals die Route 66 gefahren, von Chicago bis Santa Monica, dann Highway No 1 hoch nach San Francisco. Ich fand's toll und würde es jederzeit nochmal machen. Aber ich hab auch gehört, dass die Route 66 so wie sie früher war, heute fast nicht mehr existiert. Die Route 66 existiert unter dem Namen schon lange nicht mehr. Die Strasse selbst ist aber schon noch da. Teilweise unter der Interstate 40 begraben, teilweise als Service Road direkt daneben, teilweise als state highway unter verschiedenen Nummern heute noch in Benutzung.
Alternativen zur Route 66: Wenn Ihr nicht so wild seid auf die Route 66, dann könnt Ihr auch ne Strecke weiter nördlich wählen. Ungesunde Ecken gibt's eigentlich nur in den Grosstädten. Da solltet Ihr Euren Reiseverlauf hier einstellen und gezielt fragen, wenn Ihr irgendwo tiefer einsteigen und länger bleiben wollt. New York ist heute kein grosses Problem mehr, Chicago und St. Louis schon eher.
Erfahrungen und Herausforderungen
Ein Mopedtrip in die Freiheit begeisterte die Besucher der Filmnacht in Bad Feilnbach. Ein bis zwei Stops am Tag kamen schon vor. War aber kein Problem - es war mehr Neugier als Argwohn. Julian und Thomas Wittmann aus Lengdorf (Kreis Erding) wollen in die USA - mit alten Mopeds! Am 25. August geht‘s los. MIT TEMPO 40 NACH LAS VEGAS! Die verrücktesten Typen wie Aussteiger, Waffennarren oder einem Hell Angels, der Menschen „umgelegt“ hatte, kreuzten ihre Wege. Pannen, Unfälle und ein Hurrikan waren Wegbegleiter. Mopeds der beiden Abenteurer rollten über die Manhatten-Brigde, heißen Asphalt der kultigen „Route 66“ und durch die Wüste Nevadas zum „heiß“ ersehnten Ziel.
Herausforderungen:
- Pannen und Unfälle
- Extremes Wetter
- Begegnungen mit ungewöhnlichen Charakteren
Mit dem eigenen Moped oder mieten?
Damals hatte die Lufthansa ein Fly & Bike Program - da konnte man das eigene Motorrad mitnehmen. War damals ab 3 Wochen Reisedauer deutlich billiger als in den USA eins mieten. Eventuell sollte man so was dann aber doch lieber mit dem eigenen Moped machen. Zum Budget: Was kosten denn 5 Wochen Motorradmiete? Einweg mit so vielen Meilen? Der Fakt, in den USA mit nem deutschen Kennzeichen rumzufahren, war ein unglaublicher Kommunikationsbringer und brachte einige nette Kontakte - leider auch mit den Cops. Wir wurden doch öfter rausgezogen als uns lieb war.
Inspiration und Motivation
Die Geschichte von Julian und Thomas Wittmann, die mit Zündapp-Mopeds nach Las Vegas fuhren, zeigt, dass solche Abenteuer möglich sind. Thomas: Wir wollen den Leuten damit sagen: Traut euch! Macht‘s einfach. Julian: Es geht um das Ausbrechen aus dem alltäglichen Hamsterrad. Deshalb wollten wir jeden, der Bock hat, mitnehmen auf so eine Reise und den Mut geben, auch mal auszubrechen. Ob jetzt mit dem Moped nach Las Vegas oder etwas anderes. Wir haben immer wieder die Entscheidung gehabt, fahren wir jetzt links oder rechts. Das war einfach schön.
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