Eine Motorradreise durch Irland ist ein unvergessliches Erlebnis. Die Grüne Insel lockt mit atemberaubenden Küstenstraßen, kurvenreichen Strecken und einer einzigartigen Natur. Doch was kostet eine solche Reise? Dieser Artikel bietet Ihnen eine detaillierte Kostenübersicht und gibt Ihnen wertvolle Tipps für die Planung Ihrer Motorradtour.
Anreise nach Irland
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, nach Irland zu gelangen. Die Wahl der Anreise hat einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtkosten Ihrer Reise.
Fährverbindungen
Der Vorteil dieser Route ist, dass Sie direkt vom europäischen Festland nach Irland reisen. Sie reisen auch bequem mit dem Nachtboot und kommen ausgeruht an. Es gibt mehrere Fährverbindungen nach Irland:
- Direkt ab Frankreich: Die wichtigste Fährverbindung führt von Cherbourg in Frankreich über Nacht direkt nach Dublin in Irland. Sie eignet sich vor allem für Motorradfahrer aus Süddeutschland und der Schweiz. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit mit Brittany von Roscoff in der Bretagne nach Cork zu fahren.
- Über England: Wer aus dem Norden oder Westen Deutschlands kommt, ist meist mit den Landbridge genannten Verbindungen über England besser bedient. Um Zeit zu sparen, empfehlen sich die Nachtfähren von Hoek van Holland nach Harwich, wenn man weiter von Holyhead in Wales nach Dublin fahren möchte. Auch die Nachtfähre von Liverpool nach Belfast kann interessant sein.
- Über Schottland: Wer im Norden Irlands in die Motorrad-Rundreise einsteigen will, kann von Amsterdam nach Newcastle in Nordengland fahren, um dann von Cairnryan in Schottland weiter nach Belfast überzusetzen.
Wichtig: Aus Sicherheitsgründen müssen die Motorräder auf dem Autodeck gelascht werden, Spanngurte sind an Bord vorhanden.
Fluganreise
Vielleicht hast du einen guten Flughafen in deiner Nähe, mit einer guten Direktverbindung nach Irland? Der Flug dauert ca. 2 Stunden, oder ein klein wenig mehr und dann bist du in Dublin. Wir fliegen gerne Ryanair oder Aerlingus und buchen gut im voraus und dann zahlen wir etwa 60-100 Euro pro Flug.
Vorteile der Fluganreise:
- Zeitersparnis
- Oftmals kostengünstiger bei Kurzreisen
Nachteile der Fluganreise:
- Motorradmiete vor Ort erforderlich
- Transport zum Motorradvermieter
Unterkünfte in Irland
Bei den Übernachtungen gehen wir mal vom typisch irischen B&B aus. Manche Kunden gehen auf den Campingplatz und zelten, andere machen Home-Stays und Hostels und wieder andere gönnen sich teurere Hotels. Das B&B liegt so etwa in der Mitte.
Die irische Hotellerie hat sich von der Bankenkrise 2009 nur langsam erholt. Viele kleine, privat geführten Hotels mussten leider schließen. Überlebt haben vorwiegend größere Hotels. Der Standard ist fast überall in Ordnung, manchmal vielleicht etwas plüschig. Wir buchen gute Mittelklassehotels der Landeskategorie 3 bis 4 Sterne, soweit vorhanden gern auch kleinere Hotels. Auf Wunsch können auch B&B gebucht werden.
Verpflegung während der Motorradreise
Beim B&B ist ein üppiges irisches Frühstück in der Regel mit dabei.
Auf vielen Reisen - aber nicht auf allen - bieten wir Halbpension an. In Norwegen raten wir Euch, unsere Halbpensions-Pakete gleich mitzubuchen. Sie sind günstiger, als wenn Ihr vor Ort bezahlt. In manchen Ländern macht Halbpension wenig Sinn oder wird gar nicht angeboten. In Schottland geht Ihr am besten in den nächsten Pub und esst dort.
Routen und Sehenswürdigkeiten
Irland bietet unzählige reizvolle Routen für Motorradfahrer. Hier sind einige Highlights:
- Wild Atlantic Way: Mit dem eigenen Motorrad unterwegs auf dem Wild Atlantic Way, vielleicht sogar bis hinauf nach Malin Head, abends ein Besuch in einem der vielen, familiär geführten Pubs: Wer eine Motorradtour durch Irland plant, der kann sich auf abwechslungsreiche Routen und tolle Reiseerlebnisse freuen.
- Ring of Kerry: Die Iveragh-Halbinsel steht heute auf dem Programm! Der Ring of Kerry ist Irlands berühmteste Panoramastraße, die zwischen dem Atlantik und den höchsten Bergen Irlands, den Mcgillycuddy Reeks, entlang läuft. Der Ring bietet unvergleichliche Ausblicke und es lohnen sich immer wieder kleine Abstecher.
- Dingle-Halbinsel: An diesem Tag machen Sie keine Rundfahrt, sondern eine schöne Tour über die Halbinsel Dingle.
- Connemara: Vom gastlichen Galway aus machen wir eine Tagestour über die Halbinsel Connemara, die für ihre Ungastlichkeit bekannt ist.
- Cliffs of Moher: Von Dingle entlang der Cliffs of Moher bis zum einst verschlafenen kleinen Fischerdorf Doolin, das in den 1970er Jahren als Wiege des Irish Folk erwachte.
- Burren-Nationalpark: Wir verbringen fast den ganzen Tag durch das wunderschöne Naturschutzgebiet Burren.
- Wicklow Mountains: Für die letzte Etappe folgen Sie einer wirklich schönen Route durch den "Garten Irlands", die Wicklow Mountains.
Wir geben Euch ein Merkblatt mit, damit geht das ganz einfach. Dazu gibt es eine Streckenbeschreibung Tag für Tag mit Adressen und Tipps für Abstecher oder Sehenswürdigkeiten. Das ersetzt keinen Reiseführer, aber erklärt die Karte.
Weitere Kostenfaktoren
- Mautgebühren: Bitte beachten Sie, dass die Ringautobahn von Dublin (M50), aber auch andere Straßen und Tunnel in Irland mautpflichtig sind.
- Parkgebühren: Nicht alle Hotels haben eine eigene Garage. Auf dem Lande „übernachten“ die Motorräder auf einem Parkplatz am Hotel, in Städten in aller Regel in einem Parkhaus oder auf einem abgeschlossenen Stellplatz / Innenhof des Hotels. Dabei können Parkgebühren entstehen, vor allem, wenn private Betreiber im Spiel sind. Das kann von Land zu Land sehr unterschiedlich sein!
Die beste Reisezeit für eine Motorradreise nach Irland
Das milde, maritime Klima sorgt dafür, dass man fast das ganze Jahr in Irland Motorrad fahren kann. Der regnerische Winter sorgt aber dafür, dass die beste Zeit für Motorradtouren zwischen Mai und Oktober liegt.
Wichtige Hinweise für Motorradfahrer
- Linksverkehr: Grundsätzlich ist Linksverkehr mit dem Motorrad einfacher als mit dem Auto, weil auf dem Motorrad alles am gewohnten Platz ist.
- Straßenverhältnisse: Aber Irland ist für Motorradfahrer trotzdem eher anspruchsvoll, weil die schmalen Straßen immer volle Konzentration erfordern. Im Inland reichen die hohen Hecken bis an den Asphalt, so dass Kurven häufig schwer einzusehen sind. Für Fahranfänger und Gelegenheitsfahrer ist Irland nicht geeignet.
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