Viele Motorradfahrer träumen von einer Tour durch Schottland. Die raue Landschaft, die kurvenreichen Straßen und die schottische Gastfreundschaft machen eine solche Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis. Dieser Reisebericht soll Ihnen einen Einblick in eine solche Tour geben und Ihnen bei der Planung Ihrer eigenen Schottlandreise helfen.
Die Anreise und die ersten Eindrücke
Für die Anreise nach Schottland gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine beliebte Option ist die Fähre von IJmuiden bei Amsterdam nach Newcastle upon Tyne in England. Entspannt spult man etwa 400 Kilometer Autobahn bis zum Fähranleger ab und träumt schon von den kleinen und menschenleeren Straßen der Highlands. Der Morgen fängt gut an: Schon beim Einlaufen der Fähre in die Flussmündung des River Tyne blitzt die Sonne durch den leichten Nebel, der eben noch über der Küste lag. Das verspricht ein schöner Tag zu werden. Und dazu passt, dass die englische Einreise-kontrolle heute ausgesprochen freundlich ist.
Nach etwa 17 Stunden Überfahrt spuckt einen die Fähre wieder aus und man darf die Einreiseprozedur am Zoll genießen -Brexit sei Dank. Die Zollbeamten sind zwar sehr nett und tiefergehend kontrolliert werden die Motorräder auch nicht aber da lediglich zwei Zollbeamte alle Fahrzeuge abfertigen dauert es halt eine ganze Weile. Immerhin regnet es nicht. Da man in einer langen Schlange im Freien wartet, wäre die Stimmung sicherlich sonst schnell im Keller und der Reisepass zu Pappmaché verquollen.
Nachdem wir uns durch den Stadtverkehr von North Shields und Newcastle gearbeitet haben, wird die Strecke erstaunlich schnell hübsch. Felder sind von kleinen Steinmauern und Knicks gesäumt, eine typisch englische Landschaft. Rechts ist ein römisches Camp ausgeschildert, aber die ollen Römer hatten Probleme, die Stellung gegen die Schotten zu halten. Es dauert nicht lang und wir haben die Grenze zwischen Nordengland und Schottland erreicht. Auf der Karte steht die Höhenangabe 1379 - aber das sind keine Meter, sondern Fuß. Umgerechnet etwa 420 Höhenmeter. Ein Parkplatz mit Kaffeebude und ein großes Schild mit der schottischen Flagge. Dutzende Motorräder auf beiden Straßenseiten, Holländer, Engländer mit historischen Maschinen und auch ein paar Deutsche.
Die schwierigste Umstellung, wenn man Linksverkehr fahren soll? Für mich klar der Kreis- oder Stadtverkehr. Da trifft es sich gut, dass man hinter der Zollschranke erstmal sechs (!) Kreisverkehre passieren darf, bis man auf der Schnellstraße stadtauswärts fahren kann.
Edinburgh: Ein Muss für jeden Schottlandbesucher
Damit mir die knappen 200 Kilometer nach Edinburgh nicht zu lang werden, schwinge ich mich zwischendurch über einige heckenumsäumte Landsträßchen nach Bamburgh Castle. Wer von euch die Netflix Serie „The last Kingdom“ kennt, wird diese Burg hier vielleicht unter dem Namen „Bebbanburg“ kennen. Das ist die Burg, die dort Uhtred von Bebbanburg gehört und die er versucht in der Serie zurückzuerobern.
Wenig später rolle ich wieder auf der Schnellstraße über die schottische Grenze und bilde mir ein, dass die Landschaft abseits der Straße direkt etwas dramatischer und mystischer geworden ist.
Nachdem in Edinburgh die Unterkunft bezogen ist, geht es noch in die kleine Stadt, die über der Stadt thront: Edinburgh Castle. Ich habe für den vorletzten Eintrittszeitslot Karten im Internet vorgebucht. Der Touristenmagnet ist daher schon schön leer. Die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Schottlands beheimatet unter anderem die schottischen Kronjuwelen, das National War Museum und den „Stone of Destiny“. Ein Besuch ist Pflicht wobei für mich die Lage und der Ausblick noch am beeindruckendsten an der Anlage sind.
Der Gastgeber an der Unterkunft, dem Ashgrove House, ist sehr um die Sicherheit unseres Motorrads besorgt, das auf dem Parkplatz vor dem Bed and Breakfast abgestellt ist. Für Motorräder hat er extra Metallanker in den Wänden verankert, an denen wir mit eigens dafür bereitgestellten Kettenschlössern die Motorräder zusätzlich anschließen sollten. Gerade die schottische Hauptstadt wird oft beschuldigt, dass hier gerne Motorräder gestohlen werden -besonders mit ausländischen Kennzeichen.
Dank weiser Voraussicht sind zwei Nächte gebucht und so ist noch ein ganzer Tag, um sich mehr aber bei weitem nicht alles von der Stadt anzuschauen. Einen großen Rundweg habe ich geplant und starte vor Edinburgh Castle. Statt in das Schloss schlenderte ich die Royal Mile abwärts mied sämtlichen Läden, die vermeintlich schottische Klassiker made in china feilboten. Die Royal Mile besteht eigentlich aus mehreren Straßen, die aber wie eine Straße wirkt. Wer vor dem Edinburgh Castle steht und immer bergab spaziert, bis er vor dem nächsten Schloss (Holyrood Palace) steht, ist goldrichtig. Im Zweifel ist es die Straße, auf der sich die meisten Touristen drängen. Wer das ausblenden kann und mag, kann sich an den zahlreichen gut erhalten historischen Bauwerken erfreuen. Im wahrsten Sinne herausragend ist sicher die St Giles’ Cathedral, die Hauptkirche der Church of Scotland. Das heutige vornehmlich gotische Gebäude entstand nach einem Brand 1385. Seit 1120 dürfte hier eine in ihrer Bedeutung vergleichbare Kathedrale gestanden haben.
Von der Royal Mile aus führen immer wieder kleinere Gassen, sogenannte Closes, ab. Es lohnt sich, hier und da einen Blick hineinzuwerfen, da sich liebevoll gestaltete Kleinode der Stille verbergen, wie zum Beispiel im Dunbar’s Close.
Am unteren Ende Edinburghs Zentralachse werfe ich einen Blick in das 2004 eröffnete schottische Parlament. Das kombiniere ich gleich mit einem Kaffee und einem großen Stück Karottenkuchen im Café im Inneren. Das moderne Gebäudeensemble sieht aus der Vogelperspektive nochmal deutlich spannender aus, als wenn man lediglich davorsteht. Der Architekt Enric Miralles verstarb leider schon im Jahr 2000 und konnte die Fertigstellung und Eröffnung nicht mehr miterleben.
Um mir die ganze Stadt fast aus der Vogelperspektive anschauen zu können, erklimme ich im Holyrood Park den Aussichtspunkt Arthur’s Seat. Der steile und schweißtreibende Aufstieg lohnt sich. Für ein besseres Panorama über die Stadt müsste man ein Fluggerät besteigen. Bis auf spärliche Gräser scheint die Vegetation hier nur aus Stechginster zu bestehen, der gerade jetzt in voller Blüte steht und halben Park in ein gelbes Blütenmeer verwandelt. Die Pflanze und ihr frühlingshafter Gelbton begleiten mich auf der gesamten Tour durch Schottland.
Nach dem Abstieg geht es noch schnellen Schrittes zum National Museum of Scotland, denn dieses schließt bald. Die kostenlose Ausstellung ist riesig und bietet eine Bandbreite, dass für jeden etwas dabei sein wird. Das Skelet eines Tyrannosaurus Rex nebst diverser weiterer lebensgroßer Tierplastiken, das ausgestopfte Klon-Schaf Dolly, eine Raumfahrtausstellung, das alte Ägypten, eine Ausstellung zur Mode im Verlauf der letzten Jahrzehnte, natürlich eine Ausstellung zur Geschichte Schottlands und vieles mehr. Ich hetze leider in einer Stunde etwas ziellos durch die Ausstellung aber hier könnte und sollte man spielend mehrere Stunden zubringen können.
Nah am Museum mache ich noch Greyfriars Bobby meine Aufwartung. Die Geschichte um Greyfriars Bobby ist zu rührend um komplett wahr zu sein: Mitte des Neunzehnten Jahrhunderts hatte der Polizist John Gray einen Skye Terrier namens Bobby. Nach dem Tod des Polizisten und seiner Beisetzung auf dem Friedhof der Greyfriars Kirche, wachte der Hund bis zu seinem eigenen Tod am Grab seines Herrchens. Er unterbrach seine Wacht lediglich für die Mahlzeiten, die ihm die nahegelegene Gaststätte bereitete. Nach seinem Ableben wurde er heimlich bei seinem Herrchen beigesetzt.
Auf den Spuren schottischer Geschichte
Weiter geht es auf dem Motorrad. Nächster Stopp ist das 67 Meter hohe Wallace Monument, welches seit 1869 auf einer Anhöhe bei Stirling thront. Es wurde errichtet im Gedenken an den schottischen Freiheitskämpfer William Wallace. Der wurde beispielsweise in dem Film Braveheart von Mel Gibson verkörpert, der die Besucherzahlen des Museums hier verdreifacht haben soll.
Hinter Stirling schrumpfen Fahrbahnbreite und Kurvenfrequenz auf der geplanten Route. Eine sonnendichte Wolkendecke hat sich am Himmel verankert, aber will glücklicherweise ihre Regenfracht nicht mit mir teilen.
Whisky-Destillerien und schottische Gastfreundschaft
Die malerische Edradour Destillerie habe ich als POI fest eingeplant. Anders als bei meinem letzten Besuch im Jahr 2018 ist sie leider nicht mehr für Besucher geöffnet und man kann sie nur noch vom Werkstor aus bewundern. Mit den weiß verputzten Wänden, den roten Türen und Fensterläden und dem namensgebenden Edradour Burn, der zaghaft durch das Gelände rieselt, dürfte sie Destille dennoch zu den hübschesten in Schottland zählen.
In den Highlands ist die Dichte an Whisky Destillerien unglaublich hoch. Aberfeldy mit dem Besucherzentrum Dewar's World of Whisky liegt an unserem Weg, auch die kleine Destille Edra-dour bei Pitlochry würde ich gerne sehen. Aber es ist Sonntag. Leider geschlossen. So genießen wir die Landstraße durch die Heidelandschaft, passieren Balmoral Castle, wo die Queen ihren Sommerurlaub verbringt und fahren durch den Cairngorms Nationalpark.
Wenig später rückte ich mich selbst gerade für ein Foto in Pose auf einer dieser urigen alten Steinbrücken, als einige Meter weiter ein Auto hielt. Ich dachte schon, ich würde hier einem Farmer die Zufahrt zu seiner Weide o. ä. blockieren und stellte mich innerlich darauf ein, mich zu entschuldigen und die Brücke zu räumen. „Ah, ich hätte wetten können, dass ihr aus Deutschland seid!“ begrüßte mich der bestimmt 70-jährige Herr in gutem Deutsch mit kantigem aber warmen schottischen Akzent. Als junger Mann, sei er in Deutschland stationiert gewesen, er habe Freude bei Nienburg, war früher öfter dort und spreche daher etwas deutsch (eine Untertreibung). Wir schnacken einige Minuten. Als er fährt, hinterlässt er mich einmal mehr begeistert von der schottischen Offenheit und Freundlichkeit.
Gute hundert Kilometer fahren wir, dann bremse ich spontan für eine Mittagspause in einem kleinen Museumscafé am Straßenrand. Was für ein Unterschied zum Loch Ness: Wir werden freundlich begrüßt, es gibt Tee und Kaffee, dazu Scones oder eine heiße "soup of the day" - zu sehr moderaten Preisen. Sie haben nur sechs Tische und alle sind besetzt. Es ist warm und gemütlich. Das ist die schottische Gastfreundschaft, die ich so mag. Vorhin ist ein Bus links rangefahren - nur um uns vorbeizulassen! Das erlebt man am Loch Ness nicht - von Deutschland mal ganz zu schweigen.
Balmoral Castle und die Royals
Von Braemar geht es immer entlang am Fluss Dee. Auf der Strecke liegt somit auch Balmoral Castle, einer der offiziellen Sitze der britischen Königsfamilie. Da das Schloss der weitläufigen Königsfamilie vorbehalten ist, kann man hier nur den legendären Ballsaal besichtigen. In diesem Schloss verbrachte Königin Elisabeth II oft und mutmaßlich sehr gerne Ihre Sommerurlaube. Auf diesem Schloss verstarb sie auch am Nachmittag den 8. September 2022.
Die weitläufigen Außenanlagen können besichtigt werden und man kann sich gut vorstellen, wie schon unzählige Mitglieder der Königsfamilie hier am Fluss mit der Fliegenrute den Lachsen oder Forellen nachstellten.
Mein Tag endet im kleinen Örtchen Ballater. Dieser glänzt mit viktorianischer Architektur und ist eng verbunden mit den Royals, deren Schloss gleich um die Ecke liegt. Im ehemaligen Bahnhof kam ihrerzeit Queen Victoria an, wenn sie zu ihrem nur 14 Kilometer entfernten Schloss wollte. Ich nächtige hier ähnlich spektakulär in einer ehemaligen Kirche, die liebevoll mit einem Auge fürs Detail zu einem Bed & Breakfast umgebaut wurde (The Auld Kirk).
Loch Ness: Ein Mythos mit Schattenseiten
Den Loch Ness lassen wir aus. Und das hat gute Gründe: Der Loch Ness ist nur ein See unter vielen in Schottland. Er ist weder schöner noch spektakulärer als alle anderen. Er ist durch die gute Zugänglichkeit nur über Jahrzehnte besser vermarktet worden. Alle kennen den Loch Ness und das Seeungeheuer Nessie - aber was kommt in der Praxis rum? Überhöhte Preise beim Eintritt in Urqu-hart Castle, überhöhte Preise in den Hotels bei schwachem Standard und ein Plastik-Seeungeheuer in einer Pfütze hinter dem Hotel in Drumnadrochit. Dazu viele Busse, Wohnmobile und Ausflügler auf der Straße, von der man nur an wenigen Stellen einen Blick auf den Loch Ness erhaschen kann.
Die raue Schönheit des Nordwestens
Wir halten uns nach Norden. Der Tag heute macht sich mit sehr tief hängenden Wolken wenig beliebt. Ist das nur eine feuchte Wolke oder schon Regen? Wir nutzen den Tag zu einer Besichtigung von Glenmorangie, die einen wunderbar weichen, runden Whisky herstellen. Getrunken habe ich ihn schon, aber in der Destillerie war ich noch nie. Auf der Führung sehen wir die höchsten Brennblasen Schottlands und die dunklen Warehouses, in denen die Whisky-Fässer lagern.
Nach einer Stunde Aufwärmen besteigen wir die Mopeds und überqueren die Hochebene nach Thurso. Rechts und links der Straße wird Torf gestochen, das ist gut zu erkennen. Aber sonst sehen wir kaum etwas, weil wir in der Wolke fahren. Bei Thurso reißt der Himmel auf und plötzlich ist unheimlich viel Verkehr. Uns kommen Ströme von Autos und Bussen entgegen, in unsere Fahrtrichtung ist aber nichts los. Das sieht aus, als sei gerade ein Champions-League-Spiel zuende gegangen. Unten am Meeresufer sehen wir den Grund: Neben dem stillgelegten Atomkraftwerk ist eine Basis der Royal Navy und ein großes Industriegebiet entstanden. Da war wohl gerade Feierabend oder Schichtwechsel. Kaum haben wir den Abzweig passiert, wird es wieder einsam. Für den Rest des Tages kommen uns vielleicht noch fünf Autos entgegen.
Der Nordwesten Schottlands beglückt uns am folgenden Tag mit strahlendem Sonnenschein und einer der schönsten Küstenstraßen, die ich jemals gefahren bin. Sandstrände! Türkis-blaues Wasser! Steilküste! Kurven! Wir fahren keine fünf Minuten und das nächste Fotomotiv ist da. Kleiner Nachteil: Wir kommen überhaupt nicht voran vor lauter Fotostopps. Aber es gibt wirklich schlimmere Probleme.
Mittag fällt aus, weil der Pub in Scourie um 14 Uhr schließt. Zu spät. Wir genehmigen uns noch einen Abstecher nach Lochinver und fahren auf allerkleinsten Straßen weiter gen Süden. Wir lernen, dass man schottische Verkehrsschilder ernst nehmen sollte. "Severe dip" statt einfach nur "Dip" heißt, dass die Delle in der Straße etwas heftiger ist. Nacheinander schlagen die Federungen der Guzzi, der BMW und der KTM durch. Über den Sprechfunk kommt von hinten nur ein gequältes "Oaah".
Aber genau das finde ich an Schottland so toll: Vor der einspurigen Brücke reicht das Wort "Slow". Der Vorteil der sparsamen Beschilderung in Schottland: Wir nehmen die Schilder ernst, denn sie stehen nur da, wo sie wirklich nötig sind. Und nicht einmal dort stehen sie immer: Auf der Insel Arran erwischen uns drei Kuppen hintereinander ohne Vorwarnung. Die erste geht noch, bei der zweiten haut es Björn aus dem Sattel, er steht auf der BMW und auf der dritten lernt die Guzzi fast das Fliegen. Hätte ich nicht gedacht, dass eine Stelvio so hoch kommt.
Die North Coast 500
Folge uns auf der berühmten „North Coast 500“ immer entlang der rauen Atlantikküste und durch das wilde Hochland Schottlands. Übersichtskarte alle Highlights entlang und auch etwas abseits der NC 500 zusammengestellt. Auch landschaftlich hat das raue Hochland Schottland so einiges zu bieten!
Das Wetter an diesem September-Wochenende ist so gut, dass mehr Motorräder als Autos unterwegs sind. Ich beneide die Schotten, die diese tollen Landstraßen als Hausstrecke mal eben so zwischendrin fahren können.
Unterkünfte in Schottland
Am Nachmittag erreichen wir das erste Hotel, das wir testen wollen. Es liegt in Kenmore am Loch Tay, nicht weit von Aberfeldy. Die Rezeptionistin entschuldigt sich, dass wir leider nur im Pub zu Abend essen können, weil eine Hochzeitsgesellschaft das Restaurant in Beschlag genommen hat. Aber uns ist das nur recht: Das Essen im Pub ist prima, der Abend so lau, dass wir (Mitte September) noch draußen essen können. Und die Zimmer? Ausnahmsweise mal breite Betten, aber die Dusche im Bad muss man per Zugschalter von außen erst einschalten. Wer das nicht kennt, sucht länger nach Warmwasser. Zusammen gehen wir unsere Bewertungskriterien durch: Die Lage ist schön, das Ambiente toll, Bäder sind sauber und funktionell; die Standard-Zimmer sind groß, die Betten breit und gut. Notendurchschnitt 2 minus, einen kleinen Abzug gibt es für den Riss in der Badewanne. Gekauft. So werden wir in den kommenden Tagen Hotel für Hotel durchgehen.
Aber da hier auch unsere Mitbewerber mitlesen, verzichten wir an dieser Stelle auf eine komplette Veröffentlichung unserer Testergebnisse.
Die Isle of Skye
Am nächsten Morgen packte ich meine Sachen und erkundete die Isle of Skye. Nochmals nordwärts am Old Man of Storr vorbei, heute war er sichtbar, bis zur Ortschaft Staffin. Dort nahm ich die Staffin Road. Diese Strecke wurde mir als Tipp empfohlen und war auch absolut toll zu fahren. Halt eine Single Track Road, das macht absoluten Spaß zu fahren. Danach besichtigte ich noch das „Skye Museum of Island Life“, ein Freilichtmuseum mit mehreren Reetdachhütten, welches das frühere Leben der Bewohner auf Skye zeigt. Hier gab mir ein deutscher Biker einen Tipp: Wenn ich bei der Zimmersuche Probleme hätte, solle ich einfach mal eine Touristeninformation besuchen.
Einige abschließende Gedanken
Neun Tage Zeit, ohne Planung durch Schottland. Ist das ratsam? Ja, absolut. Wäre ich nicht alleine unterwegs gewesen, hätte ich natürlich ganz anders planen müssen, zumindest das ewige Zelten wäre mir dann wohl erspart geblieben. Allerdings wäre auch die Spontanität auf der Strecke geblieben. Letztendlich sind neun Tage natürlich viel zu wenig Zeit für so ein wunderschönes Land und ich werde dort mit Sicherheit noch einmal hinfahren, vielleicht mit einem Wohnmobil? Ich werde bald 60, da verliert das Zelten etwas an Reiz.
Dieses Miteinander, wie die Schotten leben und die Touristen mit einbeziehen, ist einfach fantastisch. Auch zeigte sich hier, wie auch bei den Kindern die Traditionen weitergeführt werden.
Abschließend lässt sich sagen, dass eine Motorradreise durch Schottland ein unvergessliches Erlebnis ist. Die Landschaft, die Straßen und die Menschen machen diese Reise zu etwas Besonderem. Mit der richtigen Planung und Vorbereitung steht einem unvergesslichen Abenteuer nichts im Wege.
Verwandte Beiträge:
- Schottland mit dem Motorrad: Die ultimative Roadtrip-Planung
- Polo Motorradbekleidung: Test, Kollektion & Kaufberatung
- Motorrad Kostüm für Erwachsene: Die besten Outfits für Biker
- Angststreifen Motorrad entfernen: Tipps & Tricks
- Ducati Monster 696: Alles zu Technik, Top-Speed & spannender Modellgeschichte!
- Ultimative Anleitung zum Rennradreifen Wechseln: Einfach & Schnell Schritt-für-Schritt Erklärt!
Kommentar schreiben