Entdeckungstour auf dem Mittellandkanal-Radweg und den Sehenswürdigkeiten in Minden

Der Mühlenkreis bietet mit seinen vielfältigen Radrouten unzählige Möglichkeiten für Radfahrer. Elf besondere Routen wurden zusammengestellt, die sich in Länge, Schwierigkeitsgrad und Zielen unterscheiden. Einige Strecken führen entlang der Weser, durch Städte, vorbei an Parks und Cafés, während andere die Natur, Hofläden und Naturparks erschließen. Alle Routen sind durch das Knotenpunktsystem verbunden, was die Planung erleichtert.

Der Weser-Radweg und seine Schleifen

Der Weser-Radweg, einer der beliebtesten Fernradwege Deutschlands, bildet den Mittelpunkt der ersten drei Routen im Mühlenkreis. Diese "Weserschleifen" können einzeln oder kombiniert befahren werden. Die erste Route startet an der Rehmer Insel in Bad Oeynhausen und führt flussaufwärts, bevor die Weser überquert wird. Nördlichster Punkt ist die historische Stadt Minden, die mit ihren Sehenswürdigkeiten sowie Cafés und Restaurants zu einem Zwischenstopp einlädt.

Tipp: Verlassen Sie das Knotenpunktnetz am Knotenpunkt 48 für einen Abstecher zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal! Außerdem lohnt sich ein Abstecher am Knotenpunkt 51 in die Innenstadt und den Kurpark von Bad Oeynhausen. Ab KP 51 folgt man der ausgeschilderten LandART-Route zu den sehenswerten Spots in Bad Oeynhausen.

Die zweite Weserschleife beginnt am Knotenpunkt 32 an Kanzlers Weide in Minden, lädt zur Erkundung der Mindener Innenstadt ein und führt den Weser-Radweg folgend nach Petershagen und zurück. Mit 28 km ist diese Route relativ kurz, bietet einige Rastmöglichkeiten, führt an Hofläden und Cafés sowie einem Spielplatz vorbei und ist damit besonders familienfreundlich. Bitte beachten: Beim Überqueren der Weser auf dem Stauwehr in Petershagen sind einige Stufen zu bewältigen und die Öffnungszeiten zu berücksichtigen.

Die dritte Weserschleife startet am Rathaus in Petershagen und folgt dem Weser-Radweg. Man kommt hier schnell voran, dennoch lohnt es sich, einige tolle Ausflugsziele anzusteuern: Das LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim, das Scheunenviertel in Schlüsselburg, das Heringsfängermuseum Heimsen oder Windheim No. Abkürzen kann man die Tour, wenn man sich von Knotenpunkt 3 aus Richtung Hävern hält und dem KP 4 folgt, um die Weserfähre „Petra Solara“ nach Windheim zu nehmen.

Weitere Radrouten im Mühlenkreis

Die Route startet idyllisch am Café Waldkristall und führt entlang der Südseite des Wiehengebirges bis an die Weser an der Staustufe Schlüsselburg. An dieser Stelle lädt sie zu einem Abstecher in die Innenstadt und den Kurpark von Bad Oeynhausen ein. Das Staatsbad ist am einfachsten erreichbar, indem man nach dem Knotenpunkt 55 die KP 54 und 51 hinzufügt, bevor die Route entlang der Weser über den KP 50 zum Fähranleger nach Barkhausen führt. Von hier aus lohnt sich durch Verlassen des Knotenpunktnetzes am KP 48 ein Abstecher zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal.

Neben dem Freizeitbad Atoll mit seiner tollen Saunalandschaft und dem daran angrenzenden Waldfreibad führt die Tour auch am neuen Freibad Gehlenbeck und dem Badesee Mindenerwald vorbei. Die Route startet im Kurpark Bad Holzhausen und führt Richtung Lübbecke, weiter nach Nettelstedt. Während der Weg an dieser Stelle noch durch Wiesen und Felder führt, geht es auf der anderen Seite des Berges deutlich hügeliger zu, weswegen ein voller Akku des E-Bikes oder starke „Berg-Beine“ empfehlenswert sind.

Mit einem Abstecher in den Nachbarkreis Herford führt die Route stetig bergauf oder bergab. Die herrliche Aussicht sowohl auf das Wiehengebirge als auch in das Ravensberger Land sind jede Mühe wert. Insgesamt lädt nicht nur der Start in Bad Holzhausen mit dem wunderschön angelegten Kurpark zum Verweilen ein, sondern auch ein Stopp in Lübbecke lohnt sich, z.B. Will man die Tour abkürzen, kann dies am besten von Lübbecke aus am Knotenpunkt 78 durch das Ansteuern des KP 61 umgesetzt werden. Dabei ist ein Zwischenstopp an der Freilichtbühne Kahle Wart empfehlenswert.

Die Naturpark-Route verbindet die Naturparke „TERRA.vita“ und „Dümmer“. Im Süden geht es durch den Naturpark TERRA.vita entlang des Wiehengebirges über eher hügelige Abschnitte. Ab dem Mittellandkanal ändert sich die Landschaft, es geht flacher und durch Felder weiter, wobei einzig der Stemweder Berg herausragt. Da die Route entlang der vielbefahrenen Stemweder-Bergstraße führt, ist hier besonders Vorsicht geboten. Je nach Belieben kann die Route entweder vollständig abgefahren oder auf zwei Touren aufgeteilt werden.

Eine kürzere Route mit ca. 18 km u. Kurpark Bad Holzhausen im Naturpark TERRA.vita anhand der Knotenpunkt (KP) 17-15-18-16-17 gefahren werden. Eine etwas längere Rundtour mit ca. Benannt nach den beiden landschaftsprägenden Flüssen führt die Route vorwiegend durch Wiesen und Felder. Wem die Tour zu lang ist, kann sie auch auf zwei Rundrouten aufteilen. Mit 40 km und 40 hm kann eine Nordtour entlang der Knotenpunkte (KP) 95-94-93-97-98-2-1-19-99-96-95 gefahren werden. Von Preußisch Ströhen lohnt sich ein Abstecher zum Nordpunkt NRW: Dafür wird das Knotenpunktnetz zwischen den KP 97 und 98 verlassen.

Dabei ist ein Abstecher von Hille-Ort, ausgehend vom Knotenpunkte (KP) 71 über die KP 72 und 73 zum Großen Torfmoor auf jeden Fall empfehlenswert. Auf dem Weserradweg Richtung Norden geht es weiter nach Petershagen, von wo aus die Route durch Felder führt. Vorteilhaft sind vor allem die in der Regel verkehrsarmen Straßen! Eryks Tipp abseits der Route ist der Besuch der Biologischen Station und des Cafés Nordholz. Mit Startpunkt am NABU-Moorhus beginnt die Rundroute bereits mit einem sehenswerten Highlight.

Einen Sprung ins kühle Nass nach der Radtour bietet bei gutem Wetter das neue Freibad Gehlenbeck direkt nebenan: Badesachen nicht vergessen! Die Route selbst führt über kleinere Wege an der Bockwindmühle Wehe und dem Großen Stein von Tonnenheide vorbei bis nach Rahden. Naturschutzgebiet führt. Von der Großen Aue geht es weiter nach Espelkamp und anschließend zurück nach Lübbecke. In Holtrup wird die Weser verlassen und die Route führt leicht hügelig entlang verkehrsarmer Straßen und Felder, bevor in Eisbergen nach Norden in Richtung Wesergebirge abgebogen wird.

Eryks Tipp auf dieser Route ist es, auf jeden Fall einen längeren Stopp für eine Besichtigung des Besucherbergwerks in Kleinenbremen einzulegen. Eine weitere Empfehlung ist ein Abstecher zum Schloss Bückeburg. Bückeburg zu fahren. Nach der Rundtour lohnt sich ebenfalls ein Ausflug zum Kaiser-Wilhelm- Denkmal. Diesen kann man entweder bequem mit einem Shuttlebus (Linie 518), der vom Bahnhof (dem Zielort) abfährt, erreichen oder man radelt mit dem Fahrrad hoch.

Der Mittellandkanal-Radweg: Eine flache Route durch Deutschland

Wer quer durch Deutschland radeln und dabei kaum Steigungen überwinden möchte, orientiert sich am Mittellandkanal. Mit gut 320 Kilometern ist er die längste künstliche Wasserstraße Deutschlands. Quer durch Niedersachsen verbindet der Kanal Ems und Rhein im Westen mit der Elbe im Osten. Bereits vor mehr als 100 Jahren begannen die Bauarbeiten. Die Wege sind meist mit feinem Kies befestigt, stellenweise geteert. Autos begegnen einem nur in Ausnahmefällen. Obwohl es keine durchgängige Beschilderung gibt, können sich Radler kaum verfahren.

Langweilig wird es auf einer Kanaltour trotzdem nie. Die Route führt durch Wiesen und Felder, Naturschutzgebiete, an Häfen und Anlegestellen vorbei und in Hannover auch durch eine Großstadt. An vielen Stellen liegt der Kanal höher als die Landschaft ringsum und bietet so einen weiten Blick über das flache Land. Wer den Mittellandkanal in voller Länge mit dem Rad begleiten möchte, sollte im Westen starten, um den üblichen Westwind im Rücken zu haben. Bei Hörstel in Nordrhein-Westfalen beginnt der Kanal als Abzweig des Dortmund-Ems-Kanals.

Nach einigen Kilometern kommt er bei Bramsche nach Niedersachsen und führt nördlich des Wiehengebirges über Bad Essen nach Minden. Eine 341 Meter lange Brücke leitet den Kanal dort in zwei riesigen Trögen über die Weser. Der Weg am Kanal entlang verläuft mal im Norden, mal im Süden, stellenweise auch auf beiden Seiten. Ein Pumpwerk sorgt dafür, dass der Wasserstand im Mittellandkanal stets konstant bleibt. Da erhebliche Mengen Wasser verdunsten, wird regelmäßig Nachschub aus der Weser in den Kanal gepumpt.

Damit der Wasserstand der Weser in trockenen Sommern nicht zu weit absinkt, wurde um 1910 in Nordhessen die Edertalsperre gebaut. Am Schaumburger Wald entlang führt der Kanal weiter in nördliche Richtung fast bis zum Steinhuder Meer und nach Hannover. Nach rund 150 Kilometern überquert die Wasserstraße die Leine in einem weiteren Trog. Hier kann man mit dem Rad unter dem Kanal hindurchfahren. Dann geht es in einem Bogen durch die nördlichen Viertel Hannovers zur größten Schleuse am Kanal im Stadtteil Anderten.

Kurz vor Braunschweig zweigt bei Kilometer 213,5 einer der zahlreichen Stichkanäle ab und verbindet die Stahlstadt Salzgitter mit dem Wasserstraßennetz. Rund 20 Kilometer später mündet von Norden der Elbe-Seitenkanal in den Mittellandkanal. Im Wolfsburger Stadtteil Sülfeld steht die zweite Schleusenanlage. Das Niveau des Wassers sinkt dort wieder von 65 auf 56 Meter. Nördlich der Stadt trifft der Kanal auf die Elbe, mit der er über eine Schleuse verbunden ist.

Die Anlage senkt Schiffe, je nach Wasserstand der Elbe, um 10,5 bis 18,5 Meter auf das Niveau des Flusses ab. Der Kanal selbst führt in einem Trog über die Elbe und endet wenig später offiziell an der Schleuse Hohenwarthe. Erste Pläne für den Bau eines Schiffskanals, der das Ruhrgebiet mit der Elbe verbinden soll, kommen 1856 auf. 1905 fällt ein offizieller Beschluss, ein Jahr später beginnt der Bau im Westen mit dem Abschnitt von Bergeshövede nach Hannover.

1915 wird das erste Teilstück bis Minden an der Weser als Ems-Weser-Kanal eröffnet, 1916 die gesamte Strecke bis Hannover. Nach fünf Jahren Bauzeit wird am 20.6.1928 die damals größte Binnenschleuse Europas eingeweiht: die Hindenburgschleuse in Hannover-Anderten. Damit ist der Kanal bis Peine befahrbar.

Daten zum Mittellandkanal

Merkmal Wert
Länge 324 Kilometer
Verbundene Flüsse Weser, Elbe (direkt), Ems, Rhein (indirekt)
Wassertiefe 4 Meter
Wasserbreite 42 bis 55 Meter
Wasserhöhe über Normalnull 50,3 bis 65 Meter
Schleusen 3 (Hannover, Sülfeld/Wolfsburg, Hohenwarthe/Magdeburg)
Brücken über den Kanal 385 (inkl.

Das Wasserstraßenkreuz Minden: Ein Highlight am Mittellandkanal

Ein beliebtes Ziel für Radtouristen ist das Wasserstraßenkreuz in Minden, an dem der Mittellandkanal auf die Weser trifft. Nach langer Planung wurde 1906 mit dem Bau eines für die damalige Zeit gigantischen Projekts begonnen: Dem Rhein-Weser-Kanal. Eine 341 Meter lange Brücke führt den Mittellandkanal über die Weser und bildet damit eines der größten Wasserstraßenkreuze der Welt.

Um vom Mittellandkanal in die Weser zu gelangen oder umgekehrt, wurde 1914 die Schachtschleuse errichtet. Da diese den Anforderungen der heutigen Schiffe nicht mehr entspricht wurde 2017 direkt neben der Schachtschleuse die Weserschleuse eröffnet, die nun auch eine Schleusung für Großmotorgüterschiffe ermöglicht. Das Informationszentrum der Schachtschleuse hält mehr Informationen zum deutschen Wasserstraßennetz und den Verkehrssystemen der Binnenschifffahrt für Sie bereit.

Dieses ist von April bis Oktober Montags bis Samstags vom 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet. Des Weiteren gibt es vor Ort einen Erlebnispfad, der die Sehenswürdigkeiten am Oberhafen und das Wasserstraßenkreuz in einer Rundtour verbindet. Die Runde ist ca. 4km lang. Sie erleben neben den Schleusen das Sympher-Denkmal, den Segelmast des Schiffervereins Holfast, das große und kleine Pumpwerk und viele weitere spannende Attraktionen.

Informationen zum Wasserstraßenkreuz Minden

  • Adresse: Baushofstraße, Minden
  • Parkplätze: Vorhanden (Baushofstraße und Sympherstraße)
  • ÖPNV: Linie 7 und 600 (Haltestelle Windmühlenstraße), Linie 14 (Haltestelle Wago)
  • Eignung: Für Gruppen, Schulklassen, Familien, Kinder (jedes Alter)
  • Haustiere: Erlaubt
  • Eintritt: Frei

Minden: Mehr als nur ein Wasserstraßenkreuz

Verpassen Sie nicht Minden am Weser-Radweg! Egal ob Sie auf dem Weser-Radweg durch die Porta Westfalica kommen oder aus dem Norden von Bremen, vorbei an Petershagen. Direkt an der Weser wartet auf Sie die historische Stadt Minden. In der über 1200 Jahre alten Stadt können Sie Bauwerke aus vielen Epochen, Museen, Gastronomie und Einkaufsangebote erleben. Ein Bummel durch Mindens Ober- und Unterstadt ist so vielseitig und voller Abwechslung wie die Geschichte Mindens.

Lebendige Geschäftsstraßen und Einkaufspassagen wechseln sich ab mit stillen Gassen und weiten Plätzen. Mindens Pluspunkt: Vielfältigkeit. In Minden angekommen, lädt Sie schon von Weitem die Schiffmühle mit kühlen Getränken zum Verweilen ein. Schon hier können Sie die digitale Altstadtroute über den Browser Ihres Smartphones oder über Komoot starten. Sie führt Sie zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten im Herzen von Minden und zeigt Ihnen neben dem Dom und dem Domschatz, dem historischen Rathaus und dem sogenannten Schnurrviertel, viele weitere historisch geprägte Orte.

Mindens "Grüne Lunge", das Glacis, umschließt das Stadtzentrum Mindens. Die parkähnliche Anlage lädt zum Radfahren, Sport treiben und Spazieren ein. Bänke und Spielplätze bieten nette Möglichkeiten zur Rast. Viele unserer Touren führen Sie entlang der Weser, über grüne Strecken bis hin zu bunt bepflanzten Punkten wie den botanischen Garten. Entdecken Sie die kulturellen Highlights, die die Kulturszene unserer Stadt bereichern. Von fesselnden Konzerten über inspirierende Kunstausstellungen bis hin zu aufregenden Sportveranstaltungen - Minden hat immer viel zu bieten.

Ausgewählte Radtouren ab Minden

  • Minden - Hille: Diese abwechslungsreiche Tour führt Sie von Minden aus durch die weiten Landschaften des Mindener Landes bis ins idyllische Hille.
  • Minden - potts park: Diese familienfreundliche Tour führt Sie von Minden direkt zum beliebten potts park - einem Freizeitpark voller Spaß und Action für Groß und Klein.
  • Minden - Petershagen: Diese Tour führt Sie von Minden aus entlang der malerischen Weser bis in die charmante Stadt Petershagen.
  • Minden - Bückeburg: Diese Tour führt Sie von Minden in die historische Residenzstadt Bückeburg, die mit ihrem prächtigen Schloss und eindrucksvollen Bauwerken begeistert.
  • Minden - Porta Westfalica: Diese Route führt Sie von Minden zur beeindruckenden Porta Westfalica, wo sich das Wesergebirge majestätisch erhebt.

Der Weserradweg: Von Minden nach Verden

Der 520 Kilometer lange Weserradweg zählt zu den beliebtesten deutschen Fernradwegen. Er führt vom Weserstein in Hann. Münden bis nach Cuxhaven an die Nordsee durch eine vielfältige Flusslandschaft mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Der Streckenabschnitt an der Mittelweser zwischen Minden und Verden ist etwa 120 Kilometer lang und eignet sich gut für eine zweitägige Tour. Startpunkt der Tour ist das ostwestfälische Minden. Dort kreuzt der Mittellandkanal die Weser in einem sehenswerten Bauwerk, der Trogbrücke.

Nachdem der Radweg das Wasserstraßenkreuz passiert hat, geht es auf einem malerischen Weg dicht am Wasser entlang. Im ehemalige Bischofssitz Petershagen stehen eine alte Synagoge mit Informations- und Dokumentationszentrum sowie elf restaurierte Wind- und Wassermühlen. Vorbei an der Pottmühle, einer Turm-Windmühle aus Back- und Bruchstein, führt die Strecke auf einer alten Bahntrasse zunächst nach Gernheim. Auf den folgenden Kilometern entfernt sich der Radweg ein Stück von der Weser und führt über Ovenstedt nach Großenheersee, wo erneut eine Windmühle am Wegesrand steht.

Im Spätmittelalter war Nienburg ein wichtiger Handelsplatz. Kein Wunder, lag dort doch der damals bedeutendste Übergang über den Fluss. Zahlreiche Festungsanlagen und Bollwerke sind zum Teil noch erkennbar und zeugen von der einstigen Bedeutung der Stadt, die auch für ihren Spargel bekannt ist. Der Weserradweg verlässt die Stadt über einen Uferweg links des Flusses. Im weiteren Verlauf über Wienbergen und Magelsen entfernt sich die Strecke aber zunächst ein wenig vom Flusslauf. Schon aus der Ferne ist der Dom der Reiterstadt Verden gut zu erkennen.

Lassen Sie sich von unserer Sterntour 3 an der Weser entlang nach Petershagen führen und besuchen Sie als krönenden Abschluss einer fast 4-stündigen Tour das Wasserstraßenkreuz in Minden. Die Route führt weiter nach Petershagen zum Schloss und dem Industriemuseum Glashütte Gernheim. Von dort aus können Sie mit der Solarfähre "Petra Solara" zum Storchenmuseum in Hävern ablegen. Unsere Route mit allen Informationen finden Sie in digitaler Form bei Komoot, Outdooractive und im Teutonavigator. Die GPX-Datei zur Routenplanung auf einem GPS-fähigen Gerät können Sie direkt bei uns herunterladen.

Eine aussichtsreiche Radtour im westfälischen Weserbergland

Die aussichtsreiche Runde mit vielen Höhepunkten - auch im Wortsinn - startet in Minden. Von dort geht es weiter zu einem beeindruckenden Stück Industriekultur - das Weserkreuz am Mittellandkanal. Rund um Schloss Bückeburg tauchst du dann in die Welt des Adels ein. Wenn du noch Kraft in den Beinen hast, kannst du gegen Ende der Radtour noch zum Kaiser strampeln. Vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica liegt Besuchern das Wesertal zu Füßen. An der Weser entlang geht es zurück nach Minden.

Ausgangspunkt der Tour sind entweder der Bahnhof von Minden oder der Großparkplatz Kanzlers Weide. Vom Bahnhof radelst du auf der Kaiserstraße in Richtung Weser und biegst nach links in die Uferstraße zum Parkplatz ein. Von oben genießt du schon mal den herrlichen Blick auf Fluss und Schiffmühle und in der Ferne kannst du die Porta Westfalica mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal erspähen. Das Stadtzentrum von Minden liegt auf der anderen Weserseite und für eine kurze Runde durch die Weserstadt folgst du den Hinweisschildern zum Dom.

Über die Straßen Klausenwall, Grimperwall und Schlagde geht es auf den Radweg entlang der Weser Richtung Petershagen - unter der Eisenbahnbrücke und der Gustav-Heinemann-Brücke hindurch, wo schon der Mittelandkanal ausgeschildert ist. Dann liegt ein wahrlich beeindruckendes Monument vor dir: das größte Wasserstraßenkreuz Europas. Eine trogähnliche Brücke führt den Mittellandkanal hier über die Weser. Sein Spiegel liegt rund 13 Meter über dem des Flusses, der mit dem Kanal über zwei kurze Verbindungskanäle mit Schleusen verbunden ist.

Genug gesehen? Dann radelst du zurück auf den Weserradweg - unter der Brücke hindurch und dahinter gleich wieder links hoch, um auf die andere Seite des Kanals zu gelangen. „Wasserstraßenkreuz Minden, Besucherroute“ ist ausgeschildert. Du fährst links immer am Kanal entlang, wo meist einige Frachtschiffe ankern. Nach etwa 300 Metern biegst du links in die Bodestraße ab und durchquerst eine Siedlung. Bald schon geht es wieder links ab auf die schmale Werrestraße - ein Schotterweg, der zwischen Kornfeldern hindurchführt.

In Meisen nimmst du rechts den Abzweig in die Straße „An der Tränke“ und fährst schnurgerade durch eine stille Bauernlandschaft, in der sich Vögel sichtbar wohlfühlen. Jetzt einfach den Hinweisen nach Bückeburg folgen. Rechts erhebt sich schon das Kaiser-Wilhelm-Denkmal über der Porta Westfalica (Westfälische Pforte), dem übernächsten Ziel. Immer dem Radweg folgend erreichst du bald Bahngleise und schon nach wenigen Minuten läufst du in Bückeburg ein.

Erstmal einkehren? Rund ums romantische Schloss Bückeburg - eine wahre Schönheit in Ockergelb - locken bei schönem Wetter ein Pavillon oder die Schlossterrasse. Nach der genussvollen Pause - mit oder ohne Schlossbesichtigung - geht es nach links in den Schlosspark im Stil eines englischen Landschaftsgartens, wo du dein Rad schieben musst und nach Lust und Laune die Gartenpracht auf einer Parkbank auf dich wirken lassen kannst. Auf dem Weg zum Mausoleum blöken dir die Schlossschafe entgegen.

Du biegst links ab auf die Mindener Straße und gleich wieder links in die Straße Hasengarten ein, die am Segelflugplatz entlangführt. Wenn du auf die Rintelner Straße stößt, geht es rechts in Richtung Porta Westfalica. Dann biegst du links in die Straße Tannenkamp in Richtung St. Laurentius Kapelle ein. Es geht ein Stück langsam, aber stetig bergauf, bis du die winzige Fachwerkkapelle erreichst, die ein Einsiedler 1184 errichtet haben soll. Ein Kleinod! Auf der Straße nach Porta Westfalica geht es immer geradeaus bis zu den Bahngleisen.

Du folgst den Wegweisern und sammelst Kraft, denn nun geht es in sanften Kurven auf der Autostraße - der Beschilderung folgend - bergauf. Am Parkplatz angekommen, dürfen sich Radler freuen: Sie haben freie Fahrt bis zum Denkmal. Das war auch bitter nötig angesichts von so viel Pathos. Bergab rauscht du auf dem gleichen Weg zurück Richtung Weser, biegst aber links in den Weserradweg ein. Du folgst den Hinweisen nach Minden.

Das letzte Stück führt auf der Weserpromenade direkt am Fluss entlang. Hier wartet der letzte Höhepunkt der Tour: Deutschlands einzige mahlfähige Schiffmühle (April bis Oktober, täglich außer Montag geöffnet), die nach Plänen aus dem 18. Jahrhundert rekonstruiert wurde. Angegliedert ist das Restaurant Schiffmühle mit großem Biergarten, wo du bei Weserblick die Runde gemütlich ausklingen lassen kannst. Dann geht es über die Brücke zurück zum Ausgangspunkt. An Sommertagen lockt zum Finale Abkühlung am Weserstrand direkt am Parkplatz Kanzlers Weide, wo der Verein Weserfreunde einen Strand mit Beachbar angelegt hat.

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