Mondraker E-Bike Erfahrungen und Test: Ein umfassender Überblick

Mondraker hat sich in der Mountainbike- und E-Mountainbike-Szene durch innovative Konzepte wie die Forward Geometry und das ZERO-Suspension-Hinterbaukonzept einen Namen gemacht. Der spanische Hersteller aus Alicante setzt voll und ganz auf fortschrittliche Technologien und eigene, patentreife Entwicklungen. Hier dreht sich alles um Mountainbikes.

Was macht Mondraker E-Bikes besonders?

Die favorisierte Antriebstechnik von Mondraker ist das Bosch Smart System inklusive Bosch Performance Line CX Mittelmotor und Powertube Akku mit entweder 625 oder 750 Wh. In punkto Aussehen unterscheiden sich die Modelle nicht allzu stark voneinander, da alle nach den Prinzipien der eigens entwickelten „Forward Geometry“ Rahmen gebaut wurden.

Forward Geometry: Das Kernprinzip

Die Forward Geometry basiert einerseits auf einem längerem Reach (dies ist der Abstand zwischen Vorbau und Fahrradmitte) und einem längerem Oberrohr, andererseits auf einen kurzen 30mm Vorbau. Diese drei ganz markanten Werte schaffen Balance aus direktem Handling und laufruhigem Fahrverhalten bei hohem Tempo.

Modelle und Varianten

Mondraker stellt Mountainbikes der Typen Urban-Cross, Hardtail, All-Mountain und Enduro her. Auch für Kinder und Jugendliche gibt es passende Modelle mit kleinerer Rahmengröße. Je nach bevorzugtem Fahrstil, Erfahrungslevel, verfügbarem Budget und Komfortanspruch stehen verschiedene Modelle zur Auswahl bereit.

Hardtail: Mondraker E Bike Prime 29

Das Mondraker E Bike Prime 29 ist eines von wenigen Hardtail Mountainbikes, die das Unternehmen im Angebot hat. „Hardtail“ deswegen, weil das E-Bike nur eine RockShox Recon Silver RL Federgabel mit 120 mm Federweg besitzt, aber keinen Dämpfer. Weiterhin ist das E-Bike mit einer Sram SX Eagle 12-Gang Kettenschaltung sowie mit Sram Level T Bremsscheiben (160 mm und 200 mm) ausgestattet. Der 625 Wh Powertube Akku von Bosch kann zum Laden entnommen werden.

All Mountain/Enduro: Mondraker E Bike Chaser 29

Das Mondraker E Bike Chaser 29 fällt in die Kategorie „All Mountain / Enduro“. Der zusätzliche Dämpfer von RockShox sorgt für optimalen Fahrkomfort, während dich die Sram DB8 200 mm Bremsscheiben auch bei steilen Abfahrten sicher zum Stehen bringen.

Super Enduro: Mondraker E Bike Level XR

Das Level XR E-Bike kennzeichnet sich als „Super Enduro“ mit hochverlässlichen Sram Code RSC Bremsscheiben (200 und 220 mm), einer Vollfederung von Öhlins (180 mm Federgabel + 170 mm Dämpfer) und einer vergrößerten Akkukapazität von 750 Wh. In diesem Fall ist der Powertube Akku nicht herausnehmbar, weshalb du das Level XR stets in der Nähe der Ladestation abstellen musst.

Preisgestaltung

Ein professionelles E-Mountainbike ist gewiss nichts, was man sich jeden Tag leisten kann! Deshalb solltest du deine Wahl sorgfältig treffen. Ein Hardtail Mountain E Bike wie z.B. das Prime 29 kannst du bereits für um die 3.000 € erstehen. Für das Crafty R und das Chaser 29 musst du allerdings schon mit Anschaffungskosten von etwa 5.500 € rechnen. Am teuersten sind die Modelle mit Carbonrahmen - wie das hochleistungsfähige Crafty Carbon RR SL für 13.500 €, welches die Preisliste anführt.

Alternativen und Vergleiche

Verglichen mit den Enduro E Bikes von Scott oder Cube scheinen die Preise von Mondraker absolut gerechtfertigt zu sein - deren vollgefederte Fahrräder kosten nämlich auch ab 4.000 € aufwärts. Die Hepha Bikes wären ein erster Vergleich zu den Mondrakrer Modellen. Der deutsche Hersteller Hepha baut extrem hochwertige leistungsstarke E Bikes für den Outdoor Einsatz.

Vergleich mit Zündapp

Vergleicht Ihr die Mondraker E Bikes mit der Traditionsmarke Zündapp, dann findet Ihr wesentlich günstigere Preise. Die Zündapp Modelle sind meist schon halb so teuer. Sie sind von der technischen Ausstattung nicht ganz so performed wie die Mondraker Bikes, aber vielleicht reicht euch ja die Ausstattung schon für das was Ihr vor habt.

Technische Details und Performance

Geschwindigkeit

Mountainbiker erreichen beim Bergabfahren durchaus Geschwindigkeiten von 50 km/h und darüber hinaus - dann allerdings brauchst du auch keine Motorunterstützung. Bei eingeschaltetem Motor erreichst du eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h.

Funktionsweise

Die meisten Modelle stützen sich auf das Bosch Smart System mit (1) LED Remote Steuerzentrale in Griffnähe, (2) Kiox 300 Display (dieses liefert die wichtigsten Kenngrößen im Überblick) und (3) eBike Flow App, wo du die aufgezeichneten Daten noch einmal nachvollziehen und die Fahrmodi individualisieren kannst.

Gewicht

Am leichtesten sind die Hardtail Mountain E Bikes sowie sämtliche Elektrobikes mit Carbonrahmen. Zum Vergleich: Das Crafty Carbon RR SL wiegt 22,7 kg, während das Mondraker E Bike Crafty R 2025 mit Aluminiumrahmen 25,6 kg schwer ist.

Akkuladezeit

Der 750 Wh Akku von Bosch benötigt für eine Vollladung etwa 6 Stunden, für eine Halbladung etwa 2,5 Stunden. Diese Angaben zur Ladezeit beziehen sich auf die 4A Ladestation.

Reichweite

Das fortschrittliche Bosch Antriebssystem bietet eine Reichweite von bis zu 140 km - zumindest theoretisch. In der Praxis sieht das oftmals ganz anders aus, weil du vielleicht eine sehr anspruchsvolle Strecke befährst und den Motor stark belastest.

Testberichte und Erfahrungen

Mondraker Chaser X: Das SUV E-Bike im Test

Mondraker ist bekannt für performance orientierte Mountainbikes wie das Crafty Carbon oder das ultraleichte Neat RR SL. Mit dem Chaser X und dessen großen Bruder, dem Chaser RX, greifen die Spanier im urbanen - oder, besser gesagt: SUV E-Bike-Segment an. Basis dafür ist das E-Enduro Chaser, dem Mondraker ein alltagstaugliches Kleid übergestreift und dabei den Federweg leicht reduziert hat.

Das Mondraker Chaser X ist das günstigste SUV E-Bike im Testfeld - mit 600 € Abstand zum CENTURION Lhasa R2000. Allerdings fällt auf: Das Chaser X ist das einzige Bike im Test, das ohne Dropper Post ausgeliefert wird. Dadurch spart das rund 5.000 € teure Aluminium-Bike etwas Gewicht und landet mit 26,6 kg knapp hinter dem Specialized Turbo Tero X 6.0.

Optisch geht das Mondraker Chaser X seinen eigenen Weg: Die Formensprache bleibt sportlich und minimalistisch. Dabei ist der Bosch Performance Line CX Gen5 Smart System-Motor schön ins Bike integriert. Positiv hervorzuheben ist das klare, aufgeräumte Cockpit. Der Akku wird per Schlüssel entriegelt und lässt sich nach oben aus dem Unterrohr entnehmen.

Fahrverhalten und Performance des Chaser X

Im Alltag überrascht das Chaser X mit einem souveränen Fahrverhalten auf Asphalt und Schotter. Wird aus Asphalt plötzlich Trail, zeigt das Chaser X sein zweites Gesicht. Leichte Steinfelder und Wurzelpassagen steckt das RockShox-Fahrwerk mit 150 mm Federweg vorn und 140 mm hinten locker weg. Das Chaser X fährt sich hier wie ein echtes E-MTB - laufruhig, stabil und berechenbar.

Das Mondraker Chaser X ist ein Bike für alle, die sportlich unterwegs sein wollen - egal ob auf Asphalt oder im Gelände. Pendeln, Einkäufe und gelegentliche Trail-Ausflüge meistert es ebenso. Wer allerdings regelmäßig längere Touren plant, sollte den 625-Wh-Akku im Blick behalten: Die begrenzte Kapazität kann für Nervosität sorgen - und schränkt das Tourenpotenzial ein.

Mondraker Crafty Carbon 2025: Ein umfassender Test

Mondraker verpasst dem neuen Crafty Carbon 2025 einen neuen Hinterbau. Ausgestattet mit dem Bosch Performance Line CX der 5. Generation und mit 160/150 mm Federweg (v/h) will das Full-Power-E-MTB als Allrounder glänzen.

Das Crafty rollt auf 29-Zoll-Laufrädern vorne und hinten und bietet 160 mm Federweg an der Front sowie 150 mm am Heck. Künftig setzt Mondraker beim Crafty ausschließlich auf Carbonrahmen, allerdings nicht bei allen Ausstattungsvarianten komplett aus Carbon. Die Einbaulage des verbauten Dämpfers wurde verändert, dieser geht jetzt durch das zweigeteilte Sitzrohr. Im Fokus dabei: die überarbeitete Version der bereits erwähnten ZERO-Suspension-Kinematik.

Technische Details und Ausstattung

Am Crafty kommt der brandneue Bosch Performance Line CX-Motor zum Einsatz, der elegant in den Rahmen integriert wurde. Das neue Bosch Purion 400-Display liefert alle wichtigen Infos, ohne überladen zu wirken. Dank des entnehmbaren Akkus kann der Akku bequem in der Wohnung geladen werden, ohne dass das Bike selbst eine Stromquelle benötigt. Wer das Crafty lieber direkt laden möchte, findet den Ladeport am Unterrohr direkt über dem Motor platziert.

Das Mondraker Crafty Carbon 2025 in der RR-Ausstattungsvariante ist mit einer Auswahl an hochwertigen Komponenten ausgestattet, die kaum Wünsche offen lassen und für eine starke Trail-Performance sorgen. An der Front arbeitet die FOX 38 Factory-Gabel mit 160 mm Federweg und der GRIP X2-Dämpfungskartusche, die zahlreiche Einstellmöglichkeiten bietet. Die SRAM MAVEN Bronze-Vierkolbenbremse mit SwingLink-Technologie erlaubt eine einfache Betätigung, sprich benötigt weniger Fingerkraft bei gleichbleibender Bremspower.

Fahrverhalten und Performance des Crafty

Sobald man auf dem Crafty Platz nimmt, fällt sofort die ausgewogene Sitzposition auf. Das vermittelt nicht nur ein Gefühl von Sicherheit, sondern ist auch angenehm und effizient, was das Crafty so auch für längere Touren geeignet macht. Bergauf, auf Forststraßen und technischen Climbs bekommt man mit dem Crafty guten Druck auf beide Reifen. Selbst bei steilen Anstiegen bleibt die Front fest auf dem Boden - kein nerviges Wheelie-Gefühl, sondern Kontrolle. Der Motor spricht sensibel an und liefert auch in steilen Passagen ausreichend Unterstützung.

Im Downhill punktet das Crafty mit einer gut ins Bike integrierten Position, die viel Sicherheit vermittelt. Trotz der 29-Zoll-Laufräder zeigt sich das Bike überraschend agil - die neue M/L-Größe trägt in unserem Fall spürbar zum guten Handling bei. Geradeaus den Berg runterballern gelingt mit dem Crafty - es bietet dabei eine gute Laufruhe und vermittelt genug Sicherheit, was einen die Bremse etwas länger offen lässt.

Mondraker Neat: Das Light E-MTB im Test

Das neue Neat soll sich sicher und ausgewogen statt maximal verspielt fahren. In puncto Einsatzbereich orientiert sich das neue Mondraker Neat am Modellen aus dem gleichen Haus: das Foxy ohne Motor und am E-Bike Crafty. Wie diese beiden kombiniert es 160 Millimeter Federweg an der Front mit 150 Millimetern am Heck. Das soll das Light-E-MTB auf moderaten Trails nicht zu behäbig machen, aber trotzdem Reserven in schwerem Gelände bieten.

Das Herzstück des neuen Mondraker Neat ist der Vollcarbonrahmen, den alle der drei Modelle miteinander gemein haben. Das nackte Chassis soll nur 2300 Gramm in Größe M wiegen. Das Mondraker Neat ist das erste E-Bike der Marke, bei dem der Dämpfer durch das Sitzrohr läuft. Die Konstrukteure haben das sogenannte “Zero-Suspension-System” erstmals seit 15 Jahren grundlegend überarbeitet.

Technische Details und Ausstattung

Im neuen Light-E-MTB von Mondraker steckt nicht etwa der neue Light-Antrieb von Bosch, sondern der minimalistische HPR 50 von TQ. Mit bis zu 300 Watt und 50 Newtonmetern liefert er nur etwa halb so viel Leistung wie ein klassischer E-Bike-Motor à la Bosch CX. Das Display auf dem Oberrohr und insbesondere die schlanke Remote sind gelungen, die echte Stärke des TQ ist aber die Geräuschkulisse.

Der 360-Wattstunden-Akku von TQ steckt natürlich vollständig integriert im Unterrohr, lässt sich beim Mondraker Neat aber auch entnehmen. Optional kann man die Reichweite des Bikes mit TQs Range Extender um fast 50 Prozent verlängern.Dank des Hinterbaus und flacher Fidlock-Halter passen ab Größe M sogar Extender und Flasche gleichzeitig in den Rahmen.

Fahrverhalten und Performance des Neat

Die Sitzposition ist einen Hauch lang und passt zum sportlichen Light E-MTB Konzept, bei dem der Fahrer selbst auch kräftig tritt. Wird es steiler, hilft die dezente aber gut dosierbare Power des TQ-Motors. Das Fahrwerk bleibt immer sehr aktiv und tastet den Untergrund feinfühlig ab. Selbst wenn der Trail bergauf mal ruppiger wird und sich dicke Wurzeln und Steine in den Weg stellen, flubbert der Hinterbau des Mondraker noch komfortabel darüber hinweg und bietet eine exzellente Traktion.

Die Geometrie mit langem Reach sorgt für viel Stabilität, das etwas längere Heck des Bikes bringt immer genug Druck auf das Vorderrad. Das Mondraker Neat lässt sich leicht in die Luft ziehen und tolieriert dank guter Endprogression im Hinterbau selbst in rauem Gelände noch ein hohes Tempo.

Tabellarische Übersicht

ModellFederweg (vorne/hinten)AkkuGewichtBesonderheiten
Prime 29120mm / -625 WhUnbekanntHardtail
Chaser 29Unbekannt / UnbekanntUnbekanntUnbekanntAll Mountain/Enduro
Level XR180mm / 170mm750 WhUnbekanntSuper Enduro, Akku nicht entnehmbar
Crafty Carbon RR SL160mm / 150mmUnbekannt22,7 kgCarbonrahmen
Chaser X150mm / 140mm625 Wh26,6 kgSUV E-Bike, kein Dropper Post
Neat RR SL160mm / 150mm360 Wh18,05 kgLight E-MTB, entnehmbarer Akku

Diese Tabelle bietet einen schnellen Überblick über einige der genannten Mondraker E-Bike Modelle und ihre wichtigsten Eigenschaften.

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