Monte Argentario: Radfahren auf der Halbinsel in der Toskana

Die Toskana mit dem Fahrrad erkundenDie Toskana bietet enorm viel Abwechslung für Radfahrer: Über sanfte Hügel gleiten, am Meer entlang cruisen oder Berge hinaufstrampeln. Es gibt eigentlich kein besseres Fortbewegungsmittel als das Fahrrad, um die Vielfalt der Region zu erleben und ihre landschaftliche Schönheit zu genießen.Monte Argentario: Eine Halbinsel mit Insel-FlairMonte Argentario war in der Antike eine richtige Insel ohne Verbindung zum Festland und ist heute eine Halbinsel. Durch Schlamm-Anschwemmungen vom Meer entstand dann über die Jahrhunderte die nördliche Landbrücke. Ein Großteil der Halbinsel ist naturbelassen und die einsamen Strandbuchten an der felsigen Küstenlinie sind nur zu Fuß erreichbar. Der Insel-Flair ist allgegenwärtig.

Radtouren auf dem Monte Argentario

Ein erster Weg führt in die Nähe von Grosseto, genauer gesagt zum Camping Orbetello auf der kleinen Landzunge bei Albinia. Hier ein Bericht der Toskana Wohnmobil-Reise und der Bike-Tour auf den Monte Argentario.

Mit dem Fahrrad nach Porto Santo Stefano

Nach der Anreise kann man sich im Camping Orbetello einen Platz aussuchen. Die Wahl fällt auf einen halbschattigen Stellplatz. Um die eingerosteten Knochen zu bewegen, bietet sich eine Tour zur Halbinsel Monte Argentario an.

Vom Campingplatz aus hält man sich in Richtung Orbetello, immer der Landzunge entlang. Am Ende der schmalen Landbrücke biegt man rechts in Richtung Porto Santo Stefano ab. Jetzt radelt man schon auf dem Monte Argentario.

Die hügelige Straße führt gleich zur ersten wunderschönen Bucht. Nach einem kurzen Fotostopp geht es weiter bis nach Porto Santo Stefano. Dieser hübsche kleine Ort liegt auf der nördlichen Inselseite am Hang und erinnert an kroatische Hafen-Städtchen. Der malerische Hafen wird von einer gepflegten Uferpromenade umrundet. Ein Teil des Hafens ist für Yachten und Sportboote reserviert, der andere Teil ein Fischereihafen, bei dem es täglich frischen Fisch zu kaufen gibt. Die bunten Häuser reihen sich bis zur alten Festung hinauf. Von einem Einheimischen erfährt man, dass dort oben die Panoramastraße des Monte Argentario beginnt.

Steil hinauf zur Panoramastraße Monte Argentario

Man kämpft sich durch den Ort steil bergauf. Oben biegt man rechts auf die Panoramastraße ab. Von nun an gehts bergauf. Immer wieder lenkt man sein Bike in Parkbuchten, um die wunderschönen Aussichten zu genießen. Das Meer spielt alle Farben von türkis bis tiefblau. Die Felsen und die grüne Vegetation bilden den perfekten Rahmen. Je weiter man nach oben klettert, desto mehr Feedback bekommt man von den anderen Panorama-Guckern, die alle mit dem Auto oder dem Roller unterwegs sind.

Man entdeckt kleine Ferienhäuser mit Pool auf dem Felsen. Fast am höchsten Punkt öffnet sich dann der Blick auf den grünen Monte Telegrafo. Noch ein Stück muss man hinauf treten, bis - nach rund 9 Kilometern bergauf - die Abzweigung wieder hinunter nach Porto Santo Stefano weist. Runter gehts natürlich um einiges schneller. Die ganze Tour verläuft zwar auf der Straße, aber es ist wirklich wenig los. In der Hauptsaison macht das wahrscheinlich nicht so viel Spaß.

Abkühlung am schönen Sandstrand

Durch Porto Santo Stefano kehrt man auf dem gleichen Weg, den man gekommen war, zurück zum Camping Orbetello. Der hat einen eigenen Strand, den man über einen Zebrastreifen erreicht. Man radelt bis vor - stelle mein braves Crossbike ab und werfe mich in die angenehm warmen Fluten. 36 Kilometer hat man auf dem Tacho. Der Strand ist immer noch gut besucht und einige Meter südlich tollen auf dem Hundestrand die felligen Gesellen durch die Wellen.

Nach einer Dusche in den sehr modernen und top gepflegten Sanitäranlagen legt man noch ein paar Runden im genialen Swimmingpool des Camping Orbetello zurück. Die chice Badelandschaft ist wirklich einladend. Schwimmbecken, Kinderplanschbecken, Whirlpool und Relaxbecken sind mit einem Fuß-schmeichelnden Holzboden verbunden. Übrigens gibt es im Camping Village Orbetello auch Mobilheime zu mieten. Trotzdem lockt ein romantischer Sonnenuntergang nochmals zum Strand zurück.

Weitere Radrouten in der Toskana

Neben dem Monte Argentario gibt es viele weitere lohnende Radrouten in der Toskana:

  • Val d’Orcia: Eine Bilderbuchlandschaft mit ebenmäßigen Hügeln, Weinbergen und Zypressenalleen. Besonders empfehlenswert ist die SP 146, die Pienza mit San Quirico d’Orcia verbindet.
  • Via Francigena: Eine über 1.500 Jahre alte Pilgerstraße, die durch die Toskana führt. Highlights sind Lucca, Siena sowie etliche Burgen und Klöster.
  • Versilia-Küste: Eine entspannte Tour entlang der Küste von Marina di Massa über Forte dei Marmi bis nach Viareggio.
  • Saturnia-Thermen: Eine Radtour zu den türkisen Thermalflüssen und Wasserfällen. Besonders schön ist die Strecke von Manciano über Montemerano zu den Thermen.

MTB Camping Reise Monte Argentario & Giglio

Die anspruchsvollste BUCKETRIDE MTB Camping Reise der Toskana führt uns an den Monte Argentario und auf die Insel Gilgio. Technische Abfahrten durch dschungelartige Landschaften und Ridgelines mit Blick aufs offene Meer stehen hier auf der Tagesordnung. Charakteristisch für die Insel Gilgio ist der plattenförmige Granit, welcher auf vielen Trails zu finden ist. Gebaute Strecken findet man hier vergeblich.

Die Trails bei unserer MTB Camping Reise Monte Argentario & Giglio sind sehr abwechslungsreich und anspruchsvoll - von typischem mediterranen Untergrund, über alte Militärwege bis zum klassischen Waldboden ist bei den Mountainbike Reisen in der Toskana alles mit dabei. Auch dem ein oder anderen technischen Uphill mit dem Mountainbike solltest du positiv entgegen sehen.

Für die MTB Camping Reise Monte Argentario & Giglio wird ein vollgefedertes Mountainbike, im Idealfall mit 150-160mm Federweg empfohlen. Die Teilnahme mit dem E-MTB ist möglich.

Bei der MTB Camping Reise Monte Argentario & Giglio übernachten wir auf einem Campingplatz am Strand von Feniglia bei Porto Ercole. Die Kulinarik der jeweiligen Region soll nicht zu kurz kommen. Daher organisieren wir die Abendessen in unterschiedlichen Restaurants etc. in der Umgebung. Die Kosten dafür müssen selbst getragen werden.

E-Mountainbike-Touren auf dem Monte Argentario

Die atemberaubendsten Ausblicke auf Argentario erwarten Euch, bei einer E-Mountainbike-Tour könnt Ihr Euren Körper schonen! Die Entfernung und die Höhenlage der Tour können abhängig von den Bedürfnissen der Gruppe variieren.

Man trifft sich zur vereinbarten Zeit an unserem Hotel in Porto Santo Stefano, wo Ihr Euren Guide trefft, Euren Helm aufsetzt und die gemieteten Fahrräder übernehmen könnt. Wenn Ihr mit dem Auto anreist, zeigt Euch einer unserer Mitarbeiter, wo sich der nächste kostenlose Parkplatz befindet.

Tourentipps

Das Trekkingbike-Team hat drei Tourenvorschläge recherchiert, zwischen Erzhügeln, heißen Quellen, Weinbergen und Kastanienwäldern.

Tour 1: „Durch die Colli Metallifere“

  • Leicht bis mittelschwer
  • 60 km
  • Meist wenig befahrene Nebenstraßen
  • Massa Marittima - Ghirlanda - Niccioleta - Prata - Tatti - Collacchia - Lago dell’Accesa - Capanne - Massa Marittima

Tour 2: „Um den Monte Argentario“

  • Mittelschwer
  • 40 km
  • Überwiegend wenig befahrene, aber z.T. steile Inselsträßchen, einige Kilometer auf Schotter
  • Orbetello - (ggf. Abstecher an den Strand von Bocca dell’Albegna) - Porto Santo Stefano - Punta Lividonia - Porto Ercole - Orbetello

Tour 3: „Südtoskana-Highlights“

  • Leicht bis mittelschwer
  • 45 km (Stichtour; als Rundtour besser auf zwei Tage verteilen)
  • Wenig bis mäßig stark befahrene Landstraßen
  • Saturnia - Poggio Capanne - Catabbio - San Martino sul Fiora - Sovana - Sorano - Pitigliano

Beste Reisezeit

Mai/Juni sowie September/Oktober. Im Hochsommer ist es zu heiß für lange Radtouren.

Anreise

Mit dem Pkw über den Brenner oder durch die Schweiz nach Modena, von dort über die A1 nach Bologna und Florenz. Über die mautfreie Autostradale Firenze-Siena bis zur Ausfahrt Poggibonsi, weiter über die Landstraßen 541, 73 und 441 nach Massa Marittima.

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