Viele Anfänger träumen von einem fehlerfreien Start ins Motorradfahren. Wer möchte nicht aufsteigen, die Maschine beherrschen und mit Haltung die Kurven nehmen, um ein Kompliment von erfahrenen Bikern zu hören? Um wie ein Profi im Sattel zu sitzen, braucht es vor allem viel Übung und Routine!
Dieser Artikel behandelt die häufigsten Anfängerfehler und gibt Tipps, wie man diese vermeiden kann. Zudem werden wichtige Aspekte wie Sicherheit, Fahrtechnik und mentale Vorbereitung beleuchtet.
Häufige Anfängerfehler und wie man sie vermeidet
1. Unterschätzung der Geschwindigkeit in Kurven
Anfänger passen die Kurvengeschwindigkeit oft nicht korrekt an oder wählen Fahrtlinie und Blickführung nicht optimal. Grund hierfür ist die fehlende Erfahrung. Achte darauf, nicht auf die Gegenfahrbahn zu geraten, wenn die Straße in eine Kurve übergeht. Um Kurven richtig zu fahren, fahre mit einer angemessenen Geschwindigkeit in die Kurve ein, indem zuvor gleichmäßig abgebremst wird. In der Fahrschule lernen Motorradfahrer, auf welcher Linie sie die Kurve durchfahren sollen.
2. Mangelnde Schutzkleidung
Sicherheit ist beim Motorradfahren das A und O. Kein verantwortungsvoller Biker würde ohne seine robuste Motorradkombi aufs Motorrad steigen - auch nicht im Sommer. So mancher Anfänger scheint seine Maschine oder sein Können jedoch zu überschätzen. Man hat sie schon gesehen: Neulinge mit kurzen Shorts, T-Shirts oder sogar Flip-Flops auf der schweren Maschine. Egal, wie kurz die Routine ist oder wie sehr die Sonne euch zum Schwitzen bringt: tragt feste Motorradschuhe oder Motorradstiefel sowie passende Motorradkleidung. Zu empfehlen ist entweder eine Kombi oder eine Motorradjacke in Kombination mit einer langen Motorradhose. Selbstverständlich gehört zu jeder Ausfahrt ein Motorradhelm, egal ob einem Jethelm, Klapphelm oder Motocrosshelm auf den Kopf, der vor Stürzen schützt. Denkt immer daran: Motorrad Sicherheit geht vor!
3. Schwierigkeiten beim Rangieren
Das eigene Motorrad nicht rangieren zu können, ist ein unangenehmer Fehler, der vor allem Neulingen schnell passiert. Sie fühlen sich von den erfahrenen Bikern beobachtet, wenn das Motorrad aus der Parklücke geschoben werden soll und wollen es schnell hinter sich bringen. Ein falscher Winkel und das Motorrad verliert seine Balance.
4. Fehler beim Blinken
So konzentriert Neulinge auch fahren, mit dem Blinker stehen sie häufig auf Kriegsfuß. Die einen vergessen komplett zu blinken, die anderen stellen den Blinker nach dem Abbiegevorgang nicht wieder aus. Fahranfänger auf dem Motorrad sollten unbedingt darauf achten, sich das korrekte Blinken anzugewöhnen.
5. Überschätzung der eigenen Fähigkeiten
Der Führerschein ist bestanden und das Motorrad steht parat - und nun gehört die Straße euch? So mancher Fahranfänger hat eine genaue Vorstellung von sich und seinen Fahrkünsten, die allerdings nicht immer zu 100 Prozent mit der Realität übereinstimmt. Auch wenn die Fahrstunden gut liefen und die Prüfung bestanden ist, solltet ihr nun zunächst Erfahrungen in der Fahrpraxis sammeln, bevor ihr lange Touren auf eurem Motorrad plant.
6. Verkrampfte Körperhaltung
Ob beim Bremsen oder beim Einfahren in Kurven - auf die richtige Körperhaltung kommt es an. Motorrad-Neulinge verkrampfen schnell in einer unbequemen Position, weil sie nicht an ihre Sitzposition denken.
7. Fahren mit Beifahrer ohne Übung
Zu zweit ist jedes Hobby schöner. Wenn die Freunde kein eigenes Motorrad besitzen, besteht für euch die Möglichkeit, sie als Beifahrer mitzunehmen. Eine Idee, die Fahranfänger vor eine besondere Herausforderung stellt, weil sich das Verhalten der Maschine komplett ändern wird. Auch das Fahren mit Beifahrer sollte trainiert werden, bevor ihr zu einer längeren Ausfahrt startet.
8. Unsicherheit im Kreisverkehr
Der Kreisverkehr ist eine gute Übung für sauberes Fahren. „Kurven sind das Salz in der Suppe“ lautet eine Motorradweisheit. Damit Anfänger nach dieser Weisheit fahren können, gehört zunächst noch eine Prise Übung in die Suppe - oder besser noch mehrere. Beim Durchfahren eines Kreisverkehrs sind die Kurven eine große Herausforderung, die sich aus der Rechts-links-rechts-Kombination ergibt. Um die nötige Lockerheit im Kreisverkehr zu erreichen, sollten Anfänger auf eine flüssige Linie achten.
Weitere Tipps für Fahranfänger
- Regelmäßiges Training: Nach dem Training ist vor dem Training. Absolviert regelmäßig ein Motorrad-Fahrsicherheitsstraining.
- Vertrautheit mit dem Motorrad: Bei einem neuen Motorrad macht ihr euch vor der Fahrt genau mit den Bedienelementen vertraut.
- Kontrolle über das Fahrzeug: Nimm dein Gerät vom Ständer und schiebe es ohne Motor ein paar Meter. Du musst auch imstande sein, dein Eisen bei abschüssigen Parkplatzsituationen kontrolliert ohne Motor zu bewegen.
- Feinmotorik verbessern: Nutze auch beim Schieben die Bremshebel zum kontrollierten langsamer Werden oder Stoppen der Fahrzeugmasse. Schon bei dieser Übung kannst du die Feinmotorik und Feinsensorik deiner Finger verbessern. Jede Bremsung sollte weich und bewusst erfolgen.
- Fahrzeugauswahl: Passt du zum Fahrzeug? Passt das Fahrzeug zu dir? Wenn sich dein Körper oder dein Kopf gegen das Fahren in Schräglage wehrt, dann musst du daran arbeiten, es ist nämlich absolut notwendig sich in die Kurve zu legen!
- Automatik oder Gangschaltung: Schaltgetriebe sind schwieriger zu bedienen, weil man während der Fahrt viel mehr zu tun und zu kontrollieren hat. Absolute Anfänger sollten vielleicht mit einem Automatikroller beginnen, um die grundlegenden Erfahrungen zu machen und sowohl das Hirn als auch den Körper an das kontrollierte Bewegen auf der Straße zu gewöhnen.
- Kontrolliertes Wegfahren: Übe das so lange, bis jede Aktion absolut selbstverständlich passiert! Das heißt, du darfst nicht probieren und reagieren. Du solltest bald einmal vorwegnehmen: Wenn ich den Gasgriff so viel drehe, dann beschleunigt das so und so viel.
- Füße auf den Rasten: Außerdem solltest du dir ziemlich bald abgewöhnen, die Füße zum Abstützen während der Fahrt zu verwenden! Die Füße gehören während der Fahrt beim Motorrad auf die Fußrasten oder beim Roller auf das Trittbrett!
- Mentale Vorbereitung: Motorradfahren passiert zu 90 Prozent im Kopf. Ein freier Kopf beim Motorradfahren garantiert uns, den Fokus auf das zu legen, was wichtig ist. Und was ist das? Natürlich der Spaß am Motorradfahren selbst.
- Positive Einstellung: „Du kannst mehr als du denkst! Glaube an dich und deine Fähigkeiten. Gönn‘ dir diesen Erfolgsmoment. Morgen schaffst du es noch ein bisschen besser.
- Feedback annehmen: Feedback bedeutet auch so viel wie Rückübermittlung von Informationen. Das setzt allerdings voraus, dass der Empfänger zuvor eine Nachricht gesendet hat, dass eine solche Rückübermittlung erwünscht ist.
- Eigene Grenzen erkennen: Sich drängen zu lassen, führt zu Fehlern. Fehler, die du vermeiden kannst, wenn du deinen Weg auf deine Weise gehst. Es ist keine Schwäche, offen zu sagen, dass es dir zu schnell geht. Es ist eine Stärke, zu dir selbst zu stehen.
- Entspannungstechniken: Irenes Tipp mit der 8-4-8 Atemtechnik hätte mir vermutlich damals viel Stress erspart. Diese Atemtechnik ist eine aktive Entspannungsmethode, die Blockaden lösen kann. Im Endeffekt basiert sie auf tiefem Ein- und Ausatmen.
- Bewegungen entkoppeln: Entkopple alle deine Bewegungen, mache jeden Schritt bewusst und getrennt vom Nächsten. Führe bewusst jede Bewegung aus.
- Glaubenssätze hinterfragen: Schreibe dir auf, wie du sein willst. Wie willst du als Motorradfahrerin gesehen werden? Wie willst du dich fühlen? Da neue, positive Glaubenssätze, viel gemeinsam haben mit der Formulierung von Zielen, ist es ratsam diese realistisch und positiv auszuformulieren.
- Ablenkung nutzen: Kaugummi kauen, Bonbon lutschen, Lieder singen, alles das lenkt uns von unseren Stressoren beim Motorradfahren ab.
- Zweite Meinung einholen: Manchmal erkennt man seinen Fehler nicht selbst. Suche dir Vertraute, gute Freunde oder wende dich an einen Experten, um einen Blick auf deine Fahrkünste zu werfen.
ADAC Fahrtipps für Motorradfahrer
- Sorgen Sie für ausreichende körperliche Fitness.
- Die Technik des Motorrads muss zu 100 Prozent funktionieren.
- Stellen Sie alle Bedienelemente passend ein.
- Testen Sie zu Beginn jeder Fahrt die Bremsen.
- Achten Sie darauf, dass das Abblendlicht beim Fahren immer brennt!
- Fahren Sie sich und das Motorrad deshalb zu jedem Fahrtbeginn "warm".
- Bleiben Sie positiv lernfähig.
- Verbessern Sie Ihre Fähigkeiten auf dem Motorrad vor allem durch ständige bewusste Wahrnehmung und die Anwendung des Gelernten.
- Lassen Sie keine Ablenkungen und Störungen zu.
- Achten Sie auf eine entspannte und gesammelte Sitzhaltung.
- Achten Sie auf entsprechende körperliche Signale wie einen angespannten Schulter-/Nackenbereich oder zusammengepresste Zähne.
- Überwinden Sie die Angst vor dem Bremsen, trainieren Sie es bis zum Maximum.
- Trainieren Sie die spezielle Blickführung für Kurvenfahrt.
- Trainieren Sie den schnellen und ausgeprägten Schräglagenwechsel.
- Trainieren Sie deshalb das Zusammenspiel von Gas, Kupplung, Vorderrad- und Hinterradbremse bei zügiger Kurvenfahrt und in Schräglage.
- Lassen Sie sich also nicht zu Aktionen provozieren, die nicht zu Ihnen und Ihrem Fahrstil passen.
- Achten Sie auch auf kleine Fehler, die Ihnen unterlaufen.
- Spielen Sie in vergleichsweise harmlosen Verkehrs- und Fahrsituationen im Geiste durch, welche Möglichkeiten Sie in einer tatsächlich schwierigen Situation gehabt hätten.
- Schauen Sie so weit wie möglich nach vorn, ohne die Details direkt vor Ihnen zu übersehen.
- Verzichten Sie deshalb auch auf mögliche Vorrechte.
- Überwachen und erahnen Sie so oft und so gut es geht die Beschaffenheit der Straße sowie den Verkehr um sich herum, auch wenn kein Spur- und Richtungswechsel ansteht.
- Erwarten Sie stets das Unerwartete.
- Bringen Sie sich so zu den anderen Verkehrsteilnehmern in Position, dass Sie auch gesehen werden können.
- Reagiere schnell, sehr schnell, entschlossen und für andere berechenbar.
- Ärgern Sie sich also nicht über diese Fahrer.
- Halten Sie Abstand und erhalten Sie sich damit die Möglichkeit, Unfälle zu vermeiden oder Situationen zu entschärfen.
- Wählen Sie die Fahrlinie auf Ihrem Fahrstreifen möglichst rechts, vor allem in Linkskurven.
10 Tipps für Motorrad-Neulinge
- Sei streng mit deinem Motorrad, lass nicht jeden drauf.
- Fahre erst alleine, bevor du einen Sozius mitnimmst.
- Sieh deine Kupplung als deinen Freund und Helfer.
- Mach das Runterschalten entspannter.
- Sei vorsichtig beim Spurwechsel.
- Achte auf ABS beim Bike-Tausch.
- Trag immer deine Schutzkleidung.
- Fahre nie in Hektik.
- Beschäftige dich mit deinem Motorrad.
- Übe Hangin off nur als erfahrener Fahrer.
Wo darf man das Mopedfahren üben?
Auf Ihrem eigenen Privatgrundstück können Sie in der Regel Motorrad fahren lernen, solange Sie die Sicherheit und den Lärmschutz beachten. Um sicherzustellen, dass Sie die örtlichen Bestimmungen einhalten, ist es ratsam, die Vorschriften und Gesetze in Ihrer Region bezüglich des Fahrens auf Waldwegen zu überprüfen.
Moped fahren üben mit 12, 13 oder 14 Jahren?
In Deutschland beträgt das Mindestalter für das Führen eines Mopeds mit einer gültigen Fahrerlaubnis der Klasse AM 15 Jahre. Mit 12, 13 oder 14 Jahren dürfen Sie offiziell kein Moped auf öffentlichen Straßen fahren oder üben. Allerdings können Sie unter Aufsicht und mit Zustimmung Ihrer Eltern möglicherweise auf privatem Gelände, wie z.B. dem eigenen Grundstück, Moped fahren üben.
Motorrad Führerscheine: Unterschiede, Fahrzeuge & Alter
In Deutschland gibt es verschiedene Ausführungen der Fahrerlaubnis für Motorräder. Die meisten davon werden mit Fahrstunden und Prüfung in Fahrschulen angeboten. Diese kannst du ab verschiedenen Altersklassen von 16 Jahren bis 24 bestehen. Die Fahrerlaubnis gibt vor, welche Fahrzeuge du fahren darfst.
Technische Daten erklärt: Hubraum, Motorleistung & Leermasse
Bevor wir aber mit den technischen Daten starten, findest du hier einmal ein paar von diesen und ihre Bedeutung zusammengefasst, sodass du darauf bei der Auswahl deines Führerscheins und Motorrads achten kannst.
- Fremdzündung: Kraftstoff (Beispielsweise Benzin) & Luft werden bereits vor der Zündung im Motor vermischt
- Hubraum: Volumen, das ein Kolben im Zylinder eines Motors herunterdrückt um Leistung zu erzeugen
- Kleinkraftrad: Motorisierte Zwei- & Dreiräder
- Leermasse: Gewicht des Motorrads ohne Zubehör und Tankfüllung
- Leistung/Leergewicht-Verhältnis: Wie viel Leistung benötigt wird, um einen kg des Leergewichts zu bewegen
- Motorleistung in kW: Beschreibt die Zeit, in der ein Antrieb ein Gewicht in einer bestimmten Zeit bewegen kann
- Nutzleistung: Einheit um die Leistung von Motoren zu beschreiben
- Selbstzündung: Kraftstoff & Luft werden ohne Zündquelle entflammt, beispielsweise durch Verdichtung im Motor
- Zweirad: Fahrzeug mit zwei Rädern hintereinander
Fahrerlaubnis Klassen im Überblick
| Fahrerlaubnis | Mindestalter | Fahrzeugtypen | Details |
|---|---|---|---|
| AM | 16 Jahre | Leichte Zwei- & Dreiräder, Leichte vierrädrige Straßen Quads | Höchstgeschwindigkeit unter 45 km/h, Hubraum unter 50 cm³, Nutzleistung unter 4 kW, max. Leermasse unter 270/425 kg |
| A1 | 16 Jahre | Krafträder | weniger als 125 cm³ Hubraum, Motorleistung unter 11 kW und Leistung/Leergewicht-Verhältnis bis 0,1 kW/kg (dreirädrige Kraftfahrzeuge bis 15kW) |
| A2 | 18 Jahre | Krafträder | weniger als 35 kW Leistung, Leistung/Leergewicht-Verhältnis bis 0,2 kW/kg (kein Motor, der ähnlich einem mit mehr als 70 kW Motorleistung ist) |
| A | 24 Jahre (Direkteinstieg) | Alle Krafträder | Alter für dreirädrige Kraftfahrzeuge mit mehr als 15 kW: 21 Jahre, Alter bei Vorbesitz von A2 von mindestens 2 Jahren: 20 Jahre |
Motorrad fahren: entspannt die Umgebung genießen
Auf deiner Motorradtour kannst Benzin sparen, da Motorräder einen geringeren Verbrauch haben, als beispielsweise Autos. Sie benötigen auch weniger Platz, sodass du sehr flexibel auch auf und außerhalb des Campingplatz parken kannst. Bei einem Motorrad fallen oft auch weniger Reparaturen und diese sind auch oft günstiger.
Beim Motorradfahren bist du auch wesentlich näher an der Natur und dem Geschehen auf der Straße dran. Es geht besonders um das Fahrerlebnis während der Tour. Du kannst dadurch den Wind spüren, Gerüche und Temperaturen wahrnehmen. Dabei treibt dich bequem der Motor an und du musst nicht alles aus eigener Kraft stemmen, wie beim Fahrrad fahren.
Darum Motorradfahren:
- Benzin Sparen
- Flexibel (Parken)
- Weniger Reparaturen
- Erlebnis für alle Sinne
Motorrad fahren: Tipps für das Fahren & erste Tour
Nach frisch bestandener Fahrerlaubnis für das Motorrad, solltest du dich genau mit deinem Fahrzeug auseinandersetzten. Verständnis von der Technik, kann dir im Ernstfall helfen, aber auch für kleinere Reparaturarbeiten günstiger sein. Vor allem mit den Systemen, musst du dich auseinandersetzten. Beispielsweise haben einige Motorräder kein ABS-Bremssystem, welches die Bremsbewegung ausgleicht, sodass du weniger schnell rutscht. Hast du aber mit einem solchen gelernt, ist es wichtig, das vorsichtige Bremsen ohne vorher zu üben.
Hier noch einmal auf einen Blick:
- Technik des Motorrads lernen
- Mit Systemen beschäftigen
Ohne Fahrlehrer: Anfangen nach bestandener Prüfung
Fange mit dem Fahren langsam an. Vor allem, da du jetzt in der Regel keinen Fahrlehrer mehr an deiner Seite hast. Überschätze dich nicht! Achte besonders in Kurven darauf, dass du diese langsam anfährst und heftiges Abbremsen und Beschleunigungen vermeidest. Achte in Kurven aber auch generell auf die Abstände zu anderen Verkehrsteilnehmern und lasse dich am besten nicht hetzen.
Gerade im Anfang, ist es sinnvoll, besonders auf das Kuppeln zu achten. Dabei kannst du gerade in schwierigen Situationen rasch den Antrieb rausnehmen und frühzeitig bremsen. Dabei ist es wichtig, den Verkehr genau zu beachten. Das gilt auch für den Spurwechsel auf der Straße. Hier lohnt es sich auch, wenn du zügig, aber sicher vorgehst, sodass Auffahrunfälle mit Autos vermieden werden können.
Darauf solltest du vor deiner ersten Fahrt achten:
- Langsam und besonnen anfangen
- Heftiges Beschleunigen/Abbremsen in Kurven vermeiden
- Abstände beachten
- Nicht hetzen lassen
- Kuppeln nicht vergessen
- Zügiger Spurwechsel
Erste Tour: Länge, Gelände, Navi & Co.
Für die Planung ist es trotzdem wichtig, Länge der Strecke und Fähigkeiten der Mitreisenden abzuschätzen und mit einzuplanen. Damit alle Beteiligten ein schönes Reiseerlebnis haben. Körperliche Kraft und Ausdauer spielen eine Rolle, trotz des Motors. Auch die Konzentrationsfähigkeit im Straßenverkehr, lässt mit der Zeit natürlich nach. Daher ist es wichtig, dass alle Mitreisenden, gerade für längere Strecken, schon einiges an Erfahrung mitbringen.
Wenn die Route dann geplant ist, macht es Sinn über eine geeignetes Navigationsgerät nachzudenken. Navis für das Motorrad gibt es, diese sind aber oft recht teuer. Das Handy zu bedienen ist nicht erlaubt, genauso wie im Auto. Allerdings darf man es in einer Handyhalterung verwenden, wenn man es während der Fahrt nicht bedient. Auf diesem Weg hast du deine Route immer vor Augen.
Das hier sind Tipps für die erste Tour:
- Fähigkeiten aller beachten
- Für längerer Strecken: mehr Erfahrung
- Navigation & Route abklären
Camping mit Motorrad: Mieten direkt am Campingplatz
Ein Motorrad kannst du an eigentlich jedem Campingplatz parken. Damit kannst du flexibel alle Reiseziele in der Nähe besuchen. Oder du reist mit einem Auto und einer anderen Schlafmöglichkeit, wie einem Dachzelt oder Zeltanhänger an. Dann kannst dir in der Nähe deines Reiseziels auch mit dem entsprechenden Führerschein ein Motorrad mieten. Für Gelegenheitsfahrer ist das günstiger.
Bei einer Tour mit dem Motorrad musst natürlich darauf achten, dass du die richtige Ausrüstung mitnimmst. Neben der richtigen Unterbringung, sind auch Campingstühle, eine Heizdecke oder eine Campinglampe beliebte Reisegadgets. Gerade bei der Pause zwischendurch, können diese dir die Tour wesentlich angenehmer machen.
Packliste: Ausrüstungstipps - Warnweste bis Sonnencreme
Weitergehend solltest du auch immer auf deine Schutzkleidung achten. Helm, Warnweste, Motorradkombi mit Protektoren, Motorradhandschuhe und Motorradstiefel, können dich in gefährlichen Situationen entscheidend schützen. Daher ist es wichtig, diese zu tragen und regelmäßig auf Abnutzung zu überprüfen.
Vom Helm bis zu den Schmerztabletten, hier sind ein paar Inspirationen, die dir bei deiner Reiseplanung helfen können.
- Helm
- Warnweste
- Motorradkombi (Jacke & Hose)
- Motorradbrille
- Motorradhandschuhe
- Motorradstiefel
- Motorradtasche oder Motorradkoffer
- Regenbekleidung
- (internationaler) Motorradführerschein
- Fahrzeugschein
- Mietmotorradunterlagen
- Hotel- oder Campingplatzunterlagen
- Impfausweis & Allergiepass
- Reifenpannenset
- Multitool
- Panzertape
- Kettenspray
- Navigationsgerät
- Halterung
- Straßenkarte
- Verbandmaterial / Pflaster
- Mücken- & Zeckenschutz-Spray
- Sonnencreme
- Fieberthermometer
- Schmerztabletten
Reiseziele: Bayern, Italien, Schwarzwald & Co.
Motorrad fahren funktioniert auf fast allen befestigten Straßen. Besonders beleibt sind diese Regionen.
- Allgäu
- Bayern
- Bayerischer Wald
- Berlin
- Harz
- Italien
- Mecklenburgische Seenplatte
- Ostsee
- Schleswig-Holstein
- Schwarzwald
Verwandte Beiträge:
- Ultimative Anleitung: Moped Fahren Lernen Leicht Gemacht für Anfänger!
- Dumm und Dümmer Moped: Kult-Moped im Film & im Leben
- Moped Schwalbe elektrisch umbauen: Kosten, Vorteile & Tipps
- Moped Kennzeichen Folie: Schutz, Design & Montageanleitung
- Reiten vs. Motorradfahren: Vergleich der Gefahren
- Ultimativer Gehörschutz fürs Motorradfahren: Die besten Lösungen im großen Test!
Kommentar schreiben