Mopedführerschein und Altersbeschränkungen: Was Sie wissen müssen

Jedes Jahr im Frühjahr, sobald die ersten Sonnenstrahlen erscheinen, beginnt die Zweiradsaison. Viele Menschen, insbesondere junge Leute, sind von Motorrädern fasziniert und wünschen sich ein eigenes Zweirad.

Mindestalter für den Mopedführerschein

Das derzeitige Mindestalter für den Erwerb einer Fahrerlaubnis der Klasse AM beträgt bundesweit 16 Jahre. Die Klasse AM erlaubt das Führen von leichten Kleinkrafträdern mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 Kilometern pro Stunde und einem Verbrennungsmotor mit einem Hubraum von nicht mehr als 50 Kubikzentimeter bzw. einem Elektromotor mit nicht mehr als 4 Kilowatt.

Mit der Klasse AM darf man Kleinkrafträder mit maximal 50 Kubikzentimetern Hubraum (bei Modellen mit Verbrennungsmotor), 4 kW Dauer-Nennleistung (bei Elektroantrieb) und 45 km/h Höchstgeschwindigkeit fahren. Folgende Fahrzeuge sind in der Führerscheinklasse AM enthalten:

  • zweirädrige Krafträder
  • dreirädrige Krafträder (z.B. Minitrikes)
  • vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge (sogenannte Minicars, Leermasse des Fahrzeugs max.

Ausnahmen und Sonderregelungen

Der Bund hatte mit der ‚3. Ausnahmeverordnung zur Fahrerlaubnis-Verordnung‘ das Mindestalter in einem Modellversuch bis 30. April 2020 in einigen Ländern auf 15 Jahre abgesenkt. Stattdessen hat er die Länder ermächtigt, abhängig von den örtlichen Verhältnissen selbst zu entscheiden, ob das Mindestalter herabgesetzt werden soll.

Die Landesregierung verbessert die Mobilität für junge Leute im ländlichen Raum. Die Verordnung über die Herabsetzung des Mindestalters für den Erwerb des Moped-Führerscheins von 16 auf 15 Jahre ist in Kraft getreten (31. Januar 2020). Die bisher erforderliche Fahrschulausbildung mit theoretischer und praktischer Fahrerlaubnisprüfung bleiben Voraussetzung für den Erwerb des Moped-Führerscheins für Krafträder mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h (Fahrerlaubnisklasse AM).

Der Moped-Führerschein ist bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres nur in Nordrhein-Westfalen und den Ländern gültig, die von der Möglichkeit zur Herabsenkung des Mindestalters Gebrauch gemacht haben.

Wer den Führerschein der Klasse AM schon mit 15 macht, der bekommt zusätzlich zur Klasse AM die Schlüsselziffer 195 in den Führerschein eingetragen. Die Schlüsselzahl bedeutet, dass man bis zum Erreichen des 16. Lebensjahres nur im Inland fahren darf. Fahrten ins Ausland sind mit 15 verboten.

Bayern: Einzelfallprüfung ab 15 Jahren

Der Mopedführerschein, Klasse AM, kann in Bayern voraussichtlich ab Herbst nach einer Einzelfallprüfung bereits mit 15 Jahren gemacht werden, wenn der oder die Jugendliche die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt. Für den Mopedführerschein ab 15 Jahren sollen die Fahrerlaubnisbehörden in jedem Einzelfall prüfen, ob ein individueller Bedarf vorhanden ist. „Bedeutsam wird unter anderem auch sein, welche ÖPNV-Anbindung vorhanden ist und ob der Jugendliche über die entsprechende Reife verfügt. Die Erziehungsberechtigten müssen den 15-jährigen Jugendlichen hierzu als verkehrsreif einschätzen.“ Laut Herrmann sei es nämlich nicht garantiert, dass jeder 15-Jährige automatisch in der Lage sei, ein Moped verkehrssicher zu steuern.

Der alte Führerschein der Klasse 4

Der alte Führerschein der Klasse 4 ermöglicht es, kleinere Motorräder zu führen. Je nachdem, wann und wo Sie Ihren Führerschein erworben haben, erhalten Sie unterschiedliche Entsprechungen. Beim Umschreiben der Fahrerlaubnisklasse 4 erhalten Sie unter anderem den L-Führerschein. Ergänzt wird dieser mit den Schlüsselzahlen 174 und 175.

Haben Sie Ihren Führerschein der Klasse 4 in der DDR erworben, erhalten Sie zudem die Erlaubnis, Lkw bis 7,5 Tonnen samt dreiachsigem Anhänger bis maximal 1,2 Tonnen zu führen.

Simson-Mopeds: Eine Besonderheit

Deutschland ist Autoland, doch gerade für Autobesitzer lohnt es sich, eine Simson für die Kurzstrecke in der Garage stehen zu haben. Eine Simson lässt sich bei jedem Wetter fahren, die großzügigen Schutzbleche verhindern eine Sauerei und sie wird sowohl bei Frost als auch bei Sommerhitze anspringen.

Eine Simson wirst du nur kaputt bekommen, wenn du sie komplett im Wasser versenkst. Schmutz, zu tiefe Pfützen, Schnee, Stürze - nichts kann deine Simson aufhalten. Sie lässt dich also auch nicht im Stich, sollte einmal etwas nicht so laufen wie geplant.

Mit einer Simson unterm Hintern gehörst du automatisch zu einer großen und eingeschworenen Community. Egal ob draußen auf der Straße oder im digitalen Raum, überall findest du Gleichgesinnte, Freunde und Hilfsbereitschaft.

Vorteile von Simson-Mopeds

  • Geschwindigkeit: Eine Simson fährst du legal viel schneller als andere Kleinkrafträder wie Roller oder Scooter.
  • Verfügbarkeit: Simson Zweiräder wurden millionenfach hergestellt.
  • Ersatzteile, Händler, Experten: Simson-Besitzer können auch heute auf ein riesiges Netz mit Händlern, Onlineshops und Fachwerkstätten zurückgreifen.
  • Robust, funktional, zeitlos: Fast jede Wartungsaufgabe lässt sich mit wenigen Handgriffen selbst durchführen.
  • Alltagstauglichkeit: Eine Simson ist nicht nur agil, robust und wartungsfreundlich, sondern auch im Alltag ein treuer und nützlicher Begleiter.
  • Niedrige Betriebskosten: Eine Simson zur Fortbewegung zu benutzen könnte sich kaum besser auf deinen Geldbeutel auswirken.
  • Mitglied einer großen Familie - die Simson-Szene: Mit einer Simson unterm Hintern gehörst du automatisch zu einer großen und eingeschworenen Community.
  • Wiederverkaufswert: Auch wenn die Kaufpreise für Simsons stetig steigen - der Wertverlust ist gering und ein Wiederverkauf jederzeit möglich.
  • Image und Exklusivität: Eine Simson zu fahren ist nicht nur wirtschaftlich klug, technisch vernünftig und finanziell günstig, sondern es ist auch cool.
  • Tuning-Potential: Wer es legal und gediegen halten möchte, findet zahlreiche Anbauteile, die zu Verkehrssicherheit und optischer Individualität beitragen.

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