Moped Kennzeichenhalterung Montage: Eine detaillierte Anleitung

Die Montage eines Kennzeichenhalters an Ihrem Moped kann auf verschiedene Weisen erfolgen. Hier finden Sie einige Tipps und Tricks, um die Montage erfolgreich durchzuführen.

Grundlagen der Kennzeichenbefestigung

Ein neues Motorrad hat selbstverständlich kein Kennzeichen. Aber es hat eine (Kennzeichen-) Halterung. An dieser wird das Kennzeichen mit 2 Schrauben befestigt. Ein neues Kennzeichen hat keine Löcher, diese kannst du dir aber dort machen lassen, wo du das Kennzeichen bekommst. Da bekommst du auch einen Satz Schrauben.

Oder du lässt dir das Kennzeichen dort anbringen, wo du das Mopped gekauft hast. Der Kennzeichenhalter ist in der Regel direkt vorhanden. Theoretisch musst du es nur anschrauben, wobei ich es die letzten paar Male mit doppelseitigem Klebeband fest gemacht habe. Bekommt man kaum noch ab, bzw. hab mir dabei das komplette Kennzeichen verbogen.Die Löcher zum Festschrauben musst du halt selbst noch Bohren, daran denken.

Optionen für die Montage

  • Anschrauben: Die traditionelle Methode mit Schrauben.
  • Kleben: Mit doppelseitigem Klebeband oder Karosseriekleber.
  • Magnete: Gummierte Neodyn-Magnete für eine einfache Befestigung.
  • Klettverschluss: Breite Klettverschlüsse bieten eine gute Haltekraft.

Kennzeichenhalter kaufen und montieren

Ein Kennzeichenhalter muss am Motorrad vorhanden sein, manchmal hat man auch die Wahl (seitlich neben dem Hinterrad zb), je nachdem wie man es bestellt.

Seitliche Montage

Einfach zu befestigende Nummernschildhalterung zur seitlichen Montage für Mofa, Moped, Scooter und Motorrad aus langlebigem Edelstahl zum Anbau vom Nummernschild (linke Fahrzeugseite). Der abgewinkelte, flexibel verstellbare sowie optisch sehr coole SRD-PRO Nummernschildhalter kann durch das schon vorhandene Befestigungsloch (Durchmesser 12,00 mm) direkt an der Radachse oder Radachsenmutter montiert werden und dient als feste, vollständige Unterlage zum Kennzeichen. Das Produkt ist aus rostfreiem Edelstahl gefertigt.

Alternative: Kennzeichen direkt anschrauben

Viele bevorzugen es, das Kennzeichen direkt anzuschrauben, um zusätzliche Träger zu vermeiden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Montage mit Schrauben

Wenn du es selbst montieren willst, solltest du dir am besten vorher überlegen, wo im kennzeichenhalter bereits löcher sind oder wo sie sein sollten. vier schrauben sind besser als drei, das problem dabei ist, dass sie nicht überall im kennzeichen sein dürfen.

Die dafür vorgesehenen schrauben haben farbige abdeckkappen, schwarze, weisse und blaue, allerdings dürfen sie nicht an einer stelle sitzen, wo sie den klaren eindruck des kennzeichens verunklaren. damit ist zb eine position gemeint, die halb in einem buchstaben, halb im weissen hintergrund liegt. da würdest du das (geprägte) kennzeichen verbiegen (und könntest auch nur schlecht bohren).

Auch im übergang des blauen feldes mit EU kreis und länderbezeichnung darf nicht so gebohrt sein, dass man das D nicht mehr erkennt. keinesfalls dürfen die schraublöcher da sitzen wo die TÜV plakette oder das siegel sitzen.

Praktisch ist, sich vorher eine schablone zu machen, auf der du einzeichnest, wo die schraublöcher sitzen, damit der kennzeichenpräger ggf rücksicht darauf nehmen kann bzw derjenige, der TÜV und siegel draufklebt. ein wunschkennzeichen kann die anzahl der buchstaben und zahlen gering halten, dann ist die befestigung leichter.

Es ist also ein bischen abstimmung und vorsicht nötig, wenn du das selbst machst. zudem zerbohrst du unter umständen deinen kennzeichenhalter. kauft man ein gebrauchtes fahrzeug, sehen die manchmal aus wie ein schweizer käse.

Alternative Befestigungsmethoden

Kleben mit doppelseitigem Klebeband

Theoretisch musst du es nur anschrauben, wobei ich es die letzten paar Male mit Doppelseitigem Klebeband fest gemacht habe. Bekommt man kaum noch ab, bzw. hab mir dabei das komplette Kennzeichen verbogen.

Kleben mit Karosseriekleber

Wie wäre es, solch einen Kennzeichenhalter mit Karosseriekleber zu befestigen. Dann hat das Kennzeichen eine plane Auflagefläche. Das Kennzeichen selber dann mit doppelseitig klebendem Schaumstoffband fixieren.

Verwendung von Magneten

Gummierte Neodyn-Magnete halten bis Tempo 100 prima. Am Auto kann man es mit Klett machen. Hat gegenüber zb spiegelklebeband den vorteil, dass man nicht beim wechseln den lack strapaziert.

Aluminiumblech zur Verstärkung des Kennzeichens

Eine mögliche Lösung für handwerklich minimal begabte Menschen ist, eine dünne Tafel Aluminiumblech als Verstärkung auf die Rückseite zu verpassen, weil das Kennzeichenblech sich grundsätzlich wie die Silberfolie aus Zigarettenschachteln verbiegen lässt. Aluminiumbleche gibt es u.a. im Baumarkt in 20 cm x 100 cm Größe.

Überaus praktisch, weil die neuen kleinen Kennzeichen 18 cm x 20 cm Abmessung haben, da spart man schon mal einen Zuschnitt auf das 20 cm Maß. Den Zuschnitt auf das 18er Maß bekommt man, nach Anzeichnen, mit halbwegs ruhiger Hand, einer kleinen Flex mit 1mm Metalltrennscheibe, auch hin.

Die Ecken des Blechs schneide ich nur minimal mit der Flex ab. Die Rundungen werden mit einer Metallfeile und Schmirgelpapier, das man auch zum Entgraten des Zuschnitts verwenden sollte, nachgearbeitet. Im Idealfall hat man jetzt ein deckungsgleiches Blech für die Kennzeichenrückseite.

Gewindeeinschlaghülsen verwenden

Wer ein wenig mit Holz/Möbeln arbeitet, der kennt sie ... "Gewindeeinschlaghülsen". Die Dinger sehen aus wie eine breite Unterlegscheibe mit mittig aufgesetzter Gewindehülse! Außerdem ist die Scheibe eingeschnitten und vier Zacken stehen vor, die sich bei angedachter Verwendung in das Holz krallen, um ein Mitdrehen beim Verschrauben zu verhindern.

Dieses Wunderwerk der Technik erhält man auch im Baumarkt. Normal sollte die Wahl auf ein M6 Gewinde fallen! Alles andere ist "Pussikram" oder völlig übertrieben! Die vier "Krallen" unserer Gewindeeinschlaghülse sind für unsere Zwecke eher hinderlich und werden mit einer kleinen Wasserpumpenzange wieder flach in die Form der Scheibe gedrückt.

In das Aluminiumblech können wir jetzt an beliebiger Stelle unsere Haltelöcher bohren. Bei M6er Hülsen bietet sich für die Löcher im Blech ein 8er Metallbohrer an. Mit kleinerem Bohrer vorbohren, damit das Loch auch grob an der Stelle sitzt, an der wir es haben wollen.

Die Hülsen in die Löcher des Blechs stecken und jeweils mittig auf einen z.B. Ringschlüssel mit Innendurchmesser der Scheibe der Einschlaghülse legen. Mittig! Jetzt können wir etwaigen Frust, der sich bei vorangegangenen Arbeitsschritten aufgebaut haben könnte, abbauen.

Die Scheibe/Hülse mit ein paar gezielten Schlägen so gut es geht im Blech versenken. Bevor wir jetzt die Teile verkleben, kontrollieren wir noch mal, ob das auch wirklich passt ...also, wie ursprünglich angedacht ... von den Bohrungen her am Moped sitz.

Alles gut? Dann verkleben wir die Hülsen in den Löchern/Mulden des Aluminumblechs. Ich nehme dazu zwei Komponenten Kleber (Stabilit Express). Rund um den Scheibenrand auch etwas Kleber verteilen. Kaffee trinken!

Ist der Kleber angezogen, verkleben wir Blech und Kennzeichen. Zum Verbinden der Bleche trage ich um die Scheibe der Einschlaghülsen wieder zwei Komponentenkleber auf (nicht in der Nähe des Gewindes), damit die beim späteren Verschrauben wirklich nicht mitdrehen kann.

Auf die Fläche der Bleche kann man Montagekleber verteilen. Sollte man sich mit der Menge nicht so sicher sein, bietet sich ein vorheriges Abkleben der Ränder des Kennzeichens und des Aluminiumblechs an. Das sieht sonst hinterher sehr unschön aus! Die beiden Bleche mit Plastikklemmen oder Zwingen an den Rändern zusammenpressen.

Vergewissern, dass kein Kleber in die Gewinde gepresst wurde. Trocknen lassen ... fast fertig. Zum absorbieren/montieren sollten Gummiunterlegscheiben über die herausstehenden Gewindehülsen geschoben werden. Die verwendeten Schrauben zur Befestigung dürfen natürlich nur so lang sein, dass sie sich später nicht über die Länge der Hülsen durchs Kennzeichen drücken! Schrauben passend kaufen, oder einkürzen und mit einem Tröpfchen "leichte Schraubensicherung" benetzen.

Wichtige Hinweise

  • Lesbarkeit: Das Kennzeichen muss vollständig lesbar sein.
  • Position: Die StVZO gibt vor, wo das Kennzeichen zu befestigen ist. Es müssen gewisse Maße und Winkel eingehalten werden.
  • Neigungswinkel: Das Versicherungskennzeichen darf bis zu einem Vertikalwinkel von 30 Grad in Fahrtrichtung geneigt sein.
  • Höhe: Der untere Rand des Versicherungskennzeichens darf nicht weniger als 200 mm über der Fahrbahn liegen.
  • Beleuchtung: Ein Versicherungskennzeichen muss nicht beleuchtet sein.

Zusammenfassung

Die Montage eines Moped-Kennzeichenhalters erfordert sorgfältige Planung und Ausführung. Ob Sie sich für das traditionelle Anschrauben, Kleben oder magnetische Befestigung entscheiden, achten Sie darauf, dass das Kennzeichen sicher und gesetzeskonform angebracht ist. Mit den richtigen Werkzeugen und etwas Geduld können Sie die Montage problemlos selbst durchführen.

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