Der Transport von Motorrad, Roller und Moped kann kostenintensiv sein. Es empfiehlt sich daher, die Transportpreise verschiedener Speditionen zu vergleichen, um bis zu 70 Prozent Versandkosten zu sparen. Nutzen Sie dafür am besten einen Versandkostenrechner.
Transportmöglichkeiten für Roller und Mopeds
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ihren Roller oder Ihr Moped deutschlandweit oder international zu versenden. Eine optimale Lösung ist der Zweiradtransport oder Palettenversand. Sie können einen Rollerversand deutschlandweit schon ab 115,- EUR buchen.
Sie brauchen Ihren Roller nicht zu verpacken oder für den Rollertransport vorzubereiten, da dieser direkt bei Ihnen vor Ort abgeholt wird, so wie er ist. Für die Berechnung der Versandkosten eines Rollers auf einer Palette können Sie einen Versandrechner verwenden. Wählen Sie zwischen den verschiedenen Optionen.
Optionen für den Transport
- 2radtransporte.de beauftragen: ab 129€
- Kurier beauftragen: ab 155€ bis 400km
- Anhänger mieten und selbst fahren: 48€ + Benzin/Diesel + Nebenkosten + Zeit
Die Angaben sind ohne Gewähr.
Ebenso ist der Transport via Zug durchaus möglich, aber vergleichsweise etwas teurer. Hier beginnen die Transportpreise ab 99 €. Der Motorradversand mit dem Zug hat sogar noch mehr Vorteile, da bei diesem Versandweg keine Mautkosten anfallen und Sie gemeinsam mit Ihrem Motorrad am Zielort ankommen.
Wer doch lieber darauf setzt, den Transport selbst zu organisieren und zu übernehmen, dem empfehlen wir einen Motorradhänger bzw. Transporter zu mieten. Sowohl ein Hänger als auch ein Transporter sind nahezu in jeder Stadt bequem und einfach für ein paar Tage auszuleihen. Je nachdem, ob der Anhänger geschlossen oder offen ist, und ob vielleicht sogar eine Verladerampe mit inbegriffen ist, variieren die Kosten. Grob kann gesagt werden, dass Sie mit mindestens 48 € pro Tag Leihgebühr rechnen müssen. Hinzu kommen Benzinkosten und eventuelle Kosten für die Ausrüstung zum Sichern, falls diese nicht schon vorhanden ist.
Kostenübersicht für den Motorradtransport
Bei der Preisgestaltung wird es einfach gehalten:
| Fahrzeugtyp | Bis 50 km | Bis 100 km | Bis 250 km | Bis 500 km | Bis 750 km | Bis 1000 km |
|---|---|---|---|---|---|---|
| E-bikes und Fahrräder | 89 € | 119 € | 149 € | 179 € | 199 € | 219 € |
| Roller, Mofa, Moped, Lastenrad (bis max. 130 kg) | 99 € | 129 € | 189 € | 219 € | 259 € | 279 € |
| Motorräder (bis 200 kg) | 119 € | 159 € | 229 € | 299 € | 349 € | 399 € |
| Motorräder (bis 250 kg) | 139 € | 179 € | 249 € | 329 € | 359 € | 469 € |
| Motorräder (bis 400 kg), C1 Roller, MP3 und Quadro (bis 400 kg) | 149 € | 199 € | 319 € | 399 € | 449 € | 519 € |
| Quad, ATV (max 230 cm lang und 145 cm breit bis 600 kg) | - | 249 € | 339 € | 439 € | 499 € | 599 € |
Alle Preise inkl. 19% MwSt. Strecken über 1000 km werden auf Anfrage berechnet.
Zusatzkosten und Optionen
Es können zusätzliche Kosten für Motorradzubehör anfallen:
- Montageständer: 20 €
- Reifensatz (ohne Felgen): 20 €
- Reifensatz mit Felgen: 50 €
- Rahmen ohne Reifen: 199 €
- Rahmen mit Reifen: 149 €
- Motor: 99 €
- Karton: 15-30 €
- Undichte Motorräder: 49 €
- Schwerbewegliche Motorräder (platte Reifen, Bremse fest o.ä.): 49 €
Bei der Beauftragung besteht die Möglichkeit, Express innerhalb von 7 Tagen (nach Geldeingang) zu buchen, wobei sich der Preis verdoppelt und nur Vorabüberweisung möglich ist.
Versand als Sperrgut
Nicht alles passt in ein Paket, daher können Sie auch sperrige Gegenstände verschicken. Ihre Päckchen und Pakete müssen immer eine formstabile, quaderförmige Kartonage aufweisen. Addieren Sie einfach die längste und die kürzeste Seite Ihres Paketes (inklusive herausragender Teile). Der Preis richtet sich nach den Maßen und nicht nach dem Gewicht.
Füllen Sie das Paketscheinformular einfach online aus. Wählen Sie dabei unter Zusatzleistungen die Option Sperrgut. Geben Sie Ihre Sendung anschließend im PaketShop ab oder lassen Sie sie an der Haustür abholen.
Verpackung und Vorbereitung
Eine Verpackung ist zum Versenden eines Fahrzeugs mit einer Spedition nicht nötig. Sollten Sie große Sorge um Ihr Zweirad haben, können Sie es mit Luftpolsterfolie einschlagen. Je nach Tarif wird teilweise eine Palettierung der Ware seitens der Spedition gefordert. Sollte dies nicht möglich sein, nutzen Sie einfach unsere Filteroption.
Für das Verpacken und Sichern von Motorradteilen sind Sie als Versender verantwortlich. Sollten Sie diese Aufgabe nicht übernehmen wollen, können Sie eine Spedition beauftragen, die diesen Service anbietet. Je nach Art, Beschaffenheit und Anzahl der Motorradteile haben Sie verschiedene Möglichkeiten, Ihr Transportgut zu verpacken.
Für einzelne und kleinere Teile wie beispielsweise Räder, Felgen oder Spiegel bietet es sich an, einen Karton zu wählen, das Versandobjekt darin zu platzieren und anschließend Hohlräume mit Verpackungschips aufzufüllen. Größere Teile können Sie in Luftpolsterfolie und/oder Kartonage sicher verpacken.
Besondere Umsicht ist beim Versenden von Motoren und Getrieben gefragt: Hier ist es wichtig, dass Sie vor dem Verpacken alle Flüssigkeiten entfernen, um ein Auslaufen zu verhindern und Transportgefahren zu reduzieren.
Möchten Sie schwere oder mehrere Motorradteile zusammen versenden, kann es sinnvoll sein, das Transportgut auf einer Palette zu fixieren. Da manche Speditionen Sendungen nur annehmen, wenn das Transportgut auf einer Palette gesichert wurde, sollten Sie bei der Buchung auf entsprechende Vorgaben achten.
Sichere Verladung und Transport
Entscheiden Sie sich für die Variante, Ihr Motorrad in Eigenregie mit einem Anhänger zu transportieren, ist bei der Transportsicherung und Verladung einiges zu beachten.
Als Auffahrhilfe dient eine Verladeschiene, Sie können aber auch ein stabiles Holzbrett verwenden. Die sicherste Variante wäre, sich eine geriffelte Verladeschiene mit hochgezogenen Seitenwänden zu besorgen. So minimieren Sie die Gefahr, dass Ihr Motorrad von der Schiene oder dem Brett rutscht und beugen somit Schäden am Motorrad und Verletzungen vor.
Nach dem Verladen gilt es nun, Ihre Maschine richtig zu sichern. Spanngurte und Halterungen sind dabei unverzichtbare Hilfsmittel beim Motorradtransport. Zwei Spanngurte braucht Ihr Motorrad mindestens, um fest zu stehen. Achten Sie darauf, dass das Vorderrad so gerade wie möglich steht und legen Sie anschließend die Gurte über das Motorrad. Vorne und hinten werden diese V-förmig angebracht. Bei nicht verkleideten Motorrädern bietet die untere Gabelbrücke eine Möglichkeit zum Sichern. Spanngurte so festziehen, dass die Maschine stabil steht. Metall- und Lackteile sollten Sie unbedingt abdecken, damit keine unschönen Scheuerspuren zurückbleiben. Wenn Sie mehr Sicherheit wünschen, können Sie zusätzlich noch einen Lenkerspanngurt anbringen. Leichtes Rütteln und Bewegen zeigt Ihnen, ob alles festsitzt.
Sie können Ihr Motorrad weiterhin mit einer zusätzlichen Standsicherung stabilisieren, um es beispielsweise beim Bremsen oder Abladen und Lösen der Spanngurte zusätzlich abzustützen.
Beim Verladen von Motorrädern kommen zwei Auffahrhilfen infrage: zum Einen die einteilige Verladeschiene. Diese gibt es für die Gewichtsklassen von 200 bis 400 kg. Sie können gerade und gebogen sein, lassen sich manchmal klappen und besitzen im Optimalfall eine Aufkantung, damit das Motorrad beim Verladen in der Spur bleibt. Zum Anderen gibt es die meist mehrteilige Verladerampe. Sie ist größer und komfortabler, weil für den Verlader mehr Platz bleibt. Auch hier finden Sie in der Regel eine Aufkantung, meist sind die Verladerampen bis 400 kg Gewicht geeignet.
Um das Fahrzeug zu sichern, müssen mindestens 2 - oft aber mehrere - Gurte angebracht werden, um das Motorrad in der Mitte festzustellen. Dabei sollte das Vorderrad so gerade stehen wie möglich. Legen Sie die Gurte über das Motorrad und ziehen Sie sie besonders fest. Sie werden nach vorne und hinten V-förmig angebracht und evtl. zusätzlich an der Seite. Man nennt sie auch Zurrgurte oder Spanngurte.
Es gibt darüber hinaus beispielsweise spezielle Lenkerspanngurte. Die Festigkeit kann man testen, indem man das Motorrad schüttelt oder bewegt.
Ergänzend kann man sich für eine Standsicherung entscheiden, und zwar aus mehreren Gründen. Beim Bremsen sollte das Zweirad abgestützt werden, damit es nicht nach vorne fliegt, damit es auch bei kräftigeren Manövern fest am Ort stehenbleibt und das Vorderrad nicht umschlägt. Auch gibt die Standhilfe beim Verladen dem Zweirad einen sicheren Stand. So steht das Motorrad im Prinzip schon stabil, bevor die Gurte angelegt worden sind - Letzteres wird dadurch einfacher. Eine Person kommt meist prima alleine damit zurecht. Auch wenn die Gurte wieder geöffnet werden, besteht nicht die Gefahr, dass das Bike umfällt.
Offener oder geschlossener Transport
Es stellt sich die Frage, ob der Transporter offen oder geschlossen sein soll. Wenn Sie sich für einen offenen Transport entscheiden, befindet sich das Motorrad auf einem Anhänger. Der geschlossene Transport wiederum sollte besonders bei sehr teuren oder empfindlichen Motorrädern angewendet werden, denn im geschlossenen Motorradtransporter ist das edle Teil nicht Wind und Wetter ausgesetzt. Auch bei etwaigen Verkehrsschwierigkeiten ist es besser geschützt. Meist können so mehrere Fahrzeuge aufgenommen werden. Wenn die Fahrt länger dauert, kann das Motorrad in Kisten verpackt werden. Auch hier ist die Ladungssicherung wichtig.
Bei einer kürzeren Fahrt mit absehbarem Wetter ist ein offener Transportanhänger sicherlich billiger. Dies bietet sich also bei knappen Kassen und kurzfristiger Planung an.
Nachdem Sie sich für einen Spediteur entschieden haben, steht noch die Frage offen, für welche Transportmöglichkeit Sie sich entscheiden. Auf einer Palette gesichert und in einem normalen LKW transportiert spricht man von einem Stückguttransport. Die Verpackung und das Be- und Entladen wird dabei von Ihnen selber vorgenommen. Dies empfiehlt sich eher für Erfahrene und Firmen, welche mit solchen Vorgängen vertraut sind. Für Privatleute ist der offene Transport zu empfehlen.
Wie es der Name schon vermuten lässt, wird Ihr Motorrad hierbei vom Spediteur Ihrer Wahl auf einen offenen Anhänger transportiert und ordnungsgemäß gesichert. In der Regel geschieht dies gemeinsam mit anderen Fahrzeugen. Diese Transportart wird nicht ohne Grund in Deutschland am meisten in Anspruch genommen.
Etwas mehr Geld kostet der geschlossene Transport, was vor allem für hochwertige und sensible Motorräder geeignet ist. Hier wird das Motorrad in einen geschlossenen LKW oder Sprinter geladen, sodass Witterungsbedingungen, wie Regen, Hagel oder Schmutz, das Fahrzeug nicht beschädigen können. Gestaltet sich die Transportstrecke etwas länger, werden die Maschinen oft auch in Kisten verpackt. Dabei gilt die Gleichung: Je kleiner die Kiste, desto kleiner die Kosten. Deshalb geben wir auch hier den Tipp, wie beim Fahrradversand, am besten alle Kleinteile, wie die Seitenspiegel, abzumontieren.
Internationaler Transport
Möchten Sie Ihr Motorrad ins Ausland transportieren, sollten Sie vorher die Höhe der Zollgebühren mit Ihrem Speditionsunternehmen abklären. Beispielsweise gibt es bei weiteren Strecken die Möglichkeit, das Motorrad per Luftfracht zu verschicken. Das ist eine relativ problemlose und rasche Transportmöglichkeit. Die Kosten der Luftfracht variieren sehr stark. Optimal ist es, wenn Sie die Abmessung und das Gewicht Ihres Motorrads wissen und dem Transportdienstleister vorab nennen können.
Interessant wird es bei einem Transport in Länder wie Australien oder Neuseeland. Was viele nicht wissen ist, dass diese Länder einen hohen Aufwand betreiben, um Schädlinge fernzuhalten. Ist Ihr Motorrad in einer Kiste aus Holz verpackt, wird diese oftmals in den Quarantänebereich des Zielortes gebracht und mit giftigen Gasen behandelt. Aus diesem Grund wird beim Versand von Neumotorrädern häufig auf Kisten aus Metall gesetzt.
Etwas günstiger verschicken Sie Ihr Motorrad als Seefracht ins Ausland. Zu bedenken ist hierbei aber, dass diese Methode sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Etwa sechs bis acht Wochen müssen Sie für diesen Transportweg einplanen.
Wichtige Vorbereitungen
Unbeschädigt und sicher soll Ihr Motorrad am Zielort ankommen. Hier sind einige wichtige Vorbereitungen:
- Übergabeprotokoll: Notieren Sie sich alle Kratzer und Schäden und inspizieren Sie es genau. Machen Sie am besten Fotos in Nahaufnahme.
- Transportversicherung: Denken Sie bei Bedarf darüber nach, ob eine Transportversicherung für Sie in Frage kommt und vergleichen Sie Angebote, bei denen diese inklusive ist.
- Transport vorbereiten: Alles, was nicht fest angebracht ist, sollten Sie entfernen, vor allem Wertgegenstände im Zubehörfach. Motorräder müssen für den Transport rollfähig oder auf Palette gesichert sein. Klären Sie mit dem Spediteur, wie er transportieren möchte!
- Zoll-Gebühren: Klären Sie einen Transport aus dem Ausland oder in das Ausland genau mit dem Spediteur.
Gründe, um einen Motorroller von A nach B zu transportieren, gibt es viele: Verkauf oder Neuanschaffung, Reparatur oder vielleicht auch ein Urlaub, in den das geliebte Zweirad mitgenommen werden soll. Wenn Sie sich dafür entscheiden, Ihren Motorroller mit einer Spedition zu versenden, geben Sie Ihr Fahrzeug in die Hände von Fachleuten.
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