Der Maare-Mosel-Radweg zählt zu den bekanntesten und schönsten Bahntrassenradwegen in Deutschland. Er verbindet das Moseltal mit den Bergen der Vulkaneifel und führt auf der alten Bahntrasse zwischen Bernkastel-Kues und Daun entlang.
Streckenverlauf und Beschaffenheit
Die Strecke führt ohne große Mühe auf dem asphaltierten und weitgehend verkehrsfreien Radweg durch vier lange, beleuchtete Tunnel und über zwei große Viadukte. Zu den Maaren muss man den Radweg verlassen, nur das Holzmaar liegt direkt neben der Strecke. Da es keine starken Steigungen und Gefälle gibt (mit Ausnahme der Bereiche an den fehlenden Brücken) ist die Strecke für alle Radler geeignet.
Bei der Gestaltung des Radwegs hat man sich viel Mühe gegeben, sowohl im Hinblick auf die Sicherheit und Familientauglichkeit (Vorsicht ist in den Ortsdurchfahrten und Straßenquerungen geboten), als auch in der Einbeziehung der Relikte der ehemaligen Bahnstrecke. Zum Schutze der Fledermäuse in den Tunneln hat man Zwischendecken eingezogen, so dass lange Sperrungen der Durchfahrt, wie zum Beispiel am Milseburgradweg, vermieden werden konnten.
Aufgrund der Länge von fast 60 Kilometern wird nicht jeder Radler die Strecke hin und zurück fahren wollen, so steht ein Radshuttle zur Verfügung (RegioRadler MaareMosel - RegioLinie 300, zwischen Bernkastel-Kues und Daun). Die Anfahrt mit der Bahn ist nach Wittlich möglich.
Stationen entlang des Radwegs:
- Bernkastel-Kues
- Lieser
- Maring/Noviand
- Platten
- Wittlich
- Plein
- Greimerath
- Hasborn
- Laufeld
- Wallscheid
- Manderscheid/Pantenburg
- Eckfeld
- Holzmaar
- Gillenfeld
- Udler/Saxler
- Schalkenmehren
- Mehren
- Daun
Geschichte des Maare-Mosel-Radwegs
Die Bahnstrecken Wittlich (ehemals Wengerohr) - Daun und Wittlich - Bernkastel-Kues sind die stillgelegten Bahntrassen, die der Maare-Mosel-Radweg nutzt. Schon 1885 ging der erste Abschnitt in Betrieb, 1909 und 1919 folgten weitere Teilstücke. Zwischen 1981 und 1983 wurden die relevanten Abschnitte für den Gesamtverkehr stillgelegt. Der Radweg wurde in zwei Abschnitten im Mai 1998 bzw. August 2000 fertiggestellt.
Sehenswürdigkeiten entlang des Weges
Entlang des Maare-Mosel-Radwegs gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu entdecken:
- Dauner Burg
- Eifel-Vulkanmuseum Daun
- Schalkenmehrener Maar
- Lavabombe & Vulkanhaus Strohn
- Manderscheider Burgen & Maarmuseum Manderscheid
- Wittlich (ehemalige Synagoge, Historischer Marktplatz, Altes Rathaus und Römische Villa u.v.m.)
- Bernkastel-Kues (Weinkulturelles Zentrum , Cusanus Geburtshaus, Marktplatz)
Rund um Daun und Manderscheid können Sie auf acht Raderlebnisschleifen die Gegend "erfahren". Während einer Bootstour auf dem Pulvermaar können Sie das glasklare Wasser und die natürliche Ruhe genießen. Kurz darauf können Sie auf der Erlebnisschleife "Lavabomben-Route" im Vulkanhaus Strohn vorbei fahren, einem bekannten Museum im Vulkaneifel European Geopark. Hier besteht die Möglichkeit die mächtigen Lavaspalten zu bestaunen, an Vulkangasen zu riechen sowie die begehbaren Erlebnisräume zu erkunden.
Alljährlich findet am letzten Augustwochenende hier das Manderscheider Burgenfest statt. Ein weiteres Highlight bietet Manderscheid mit dem Maarmuseum. Kinder und auch Familien begeistert das begehbare Model eines Maares sowie der Fossilien-Bereich.
Der Radweg führt direkt am Holzmaar vorbei. Ein altes Vorsignal steht an der Strecke.
Der Radweg im Detail
Wir starten an der Mosel in Bernkastel-Kues. Am südwestlichen Ortsende Richtung Lieser findet man auch einen Parkplatz, falls man mit dem Auto anreist. Gut 6 km sind es von der Innenstadt von Bernkastel zum Abzweig in Lieser. Jetzt geht es auf der Bahntrasse an Maring vorbei. Die Reste des ehemaligen Haltepunkts sind noch erhalten. Die Brücke der K58 überquert den Radweg.
Nächster Haltepunkt ist Siebenborn. Der alte Bahnhof gehört heute zu einem Sägewerk. An der Klostermühle steht dieses originelle Warnschild: Inliner Vorsicht, Buckelpiste. Weiter geht es durch die blühende Landschaft. Nächster Halt ist der alte Bahnhof von Platten.
Durch die Stadt Wittlich muss man gut auf die Beschilderung achten, die Wegweisung ist auch auf den Boden gemalt! Am Nordende von Wittlich geht es langsam aufwärts. Auch hier findet man die Reste der Kilometrierung. Wir erreichen ein großes, baufälliges Viadukt, dessen Bögen durch Stahlanker gehalten werden. Betreten verboten! Einsturzgefahr! In einem kleinen Schlenker wird das Hindernis umfahren.
Dann taucht der erste Tunnel auf: Der Grünewaldtunnel, 126 m lang. Der Unkensteintunnel ist sogar 140 m lang. Auf den Unkensteintunnel folgt das Pleiner Viadukt, 98 m lang, 31 m hoch! Auch hier hat man Geschick bewiesen: Das Geländer des mächtigen Bauwerks wurde harmonisch gestaltet und nicht mit störendem Gitterwerk versehen.
Der Pleiner Tunnel taucht auf: Mit 585 m Länge ein ordentlich langer Tunnel! Zum Schutz der Fledermäuse hat man eine Zwischendecke eingezogen, eine geniale Idee. Nach dem Tunnel erreicht man den alten Bahnhof von Plein, heute Privathaus. Hier ist auch ein Rastplatz eingerichtet. Zwischen Greimerath und Hasborn wir die Autobahn A1 unterquert. Dann geht es am Bahnhof Hasborn vorbei.
Es folgt ein schönes Wegstück mit dieser tollen Brücke über einen Einschnitt. An einigen Straßenkreuzungen wurde die Trasse zerstört. Den tiefen Einschnitt vor Gillenfeld überspannt eine Brücke. Der Bahnhof Gillenfeld wurde hübsch restauriert. Die Infotafeln zeigen Bilder aus einer vergangenen Zeit! Hier beginnt der Kinderradweg nach Daun: Hier findet man Infos für Kinder, auch zur Eisenbahngeschichte.
Der Haltepunkt Udler/Saxler mit Rastplatz. Noch einmal steigt die Strecke an, bald wird der Scheitelpunkt erreicht. Der Bahnhof Schalkenmehren taucht auf. Auf dem Bahnhofsgelände befinden sich einige Eisenbahnrelikte.
Dann ein weiterer Höhepunkt, genauer gesagt der höchste Punkt der Strecke: Das "Große Schlitzohr": 560 m lang, beleuchtet, mit "Fledermauswohnung". Jetzt geht es abwärts nach Daun: über das große Viadukt! Einfahrt in den Bahnhof von Daun. Das Gebäude dient als "Haus der Jugend"......und der alte Waggon als Bistro.
Praktische Informationen
Der RadBus pendelt in der Saison mehrmals täglich zwischen Daun und Bernkastel-Kues mit Station in den dazwischenliegenden Ortschaften. Vorherige Platzreservierung wird auf Grund der großen Nachfrage empfohlen. Weiter Informatioen zum RadBus sowie Buchungsmöglichkeiten unter: www.radbusse.de.
Auf der ehemaligen Bahntrasse radelt man gemütlich von der Vulkaneifel bis an die Mosel. Für Freizeitradler, Familien mit Kindern & Inlineskater in beide Richtungen zu empfehlen. Für Bahntrassenradler ein Muss!
Flache, durchgängig asphaltierte Strecke auf ehemaliger Bahntrasse (Daun-Lieser) mit Steigungen von durchschnittlich 2,5 Prozent; selten auf verkehrsarmen Straßen, daher sehr gut für Familien mit Kindern/Inline-Skater geeignet.
Anschlüsse:
- Daun: Eifel-Ardennen-Radweg, Kosmosradweg, Mineralquellen-Route
- Bernkastel-Kues: Mosel-Radweg
- Auf der Strecke Daun - Manderscheid: acht Raderlebnisschleifen um Daun und Manderscheid (Längen: 3 - 16 km)
Sicherheitshinweise
Jedes Jahr am letzten Samstag im August findet zwischen Daun und Gillenfeld der "Maare-Mosel-Lauf" statt. Die Nutzung des Radweges ist an diesem Tag nur eingeschränkt möglich! Der Radweg ist zwischen Daun und Gillenfeld in der Zeit von 16.00 Uhr bis 21.00 Uhr gesperrt!
Ganztägig gesperrt ist der Radweg jährlich am zweiten Septemberwochenende, wenn der "Vulkan-Bike-Eifel-Marathon" stattfindet.
Zu Ihrer Sicherheit: Meiden Sie verkehrsreiche Straßen. Achten Sie gegebenfalls auf den Verkehr. Bleiben Sie wenn möglich auf den ausgewiesenen Wegen.
Ausrüstung
Bestens gerüstet für die Tour sind Siemit einem verkehrssicheren Fahrrad,einem Fahrradhelm, dem Wetter angepasster Kleidung,genügend Wasserund ein wenig Verpflegung.
Attraktive Rad-Pauschalen mit Übernachtung, Frühstück, Tourenbeschreibung und vielen weiteren Optionen: www.eifel.info und www.wittlicherland.de Oder als Tagestour in Kombination mit dem RadBus MaareMosel (Linie 300 oder Linie 555).
Mit dem RadBus MaareMosel (Linie 300) können Sie die Anstiege zwischen Mosel und Eifel überbrücken. Der Bus ist zwischen Bernkastel-Kues und Daun unterwegs und bindet auch Wittlich und Manderscheid an. Die RadBusse fahren täglich von morgens ca. 7 Uhr bis abends ca. 22 Uhr und bieten damit ein sehr umfassendes Angebot, das Ihnen eine flexible Tourengestaltung ermöglicht.
Der RadBus Maare-Mosel-Express (Linie 555) bedient ähnliche Haltestellen wie der RadBus Maare-Mosel (Linie 300). Der Linienweg führt allerdings auch über die Autobahn. Somit entfallen einige Haltestellen und Sie erreichen schneller Ihr Ziel. Alle zwei Stunden fährt der Maare-Mosel-Express und verbindet Bernkastel-Kues und Daun von ca. 9 Uhr morgens bis 17 Uhr.
Eifel/Mosel - Streckenlänge: 58,5 km - Dauer: ca. 45 Min.
Fahrradfreundliche Gastgeber
Planen Sie eine Übernachtung? Die fahrradfreundlichen Gastgeber der Eifel können Sie bequem bei der Eifel Tourismus GmbH Ihren Wünschen entsprechend suchen und online buchen. www.eifel.info
Ebenso die fahrradfreundlichen Gastgeber an der Mosel.
Leihausrüstung
Zur Verfügung stehen zwei E-Bike- und zwei Bio-Bike-Varianten der Marken Haibike und Winora, sowie ein Tandem-Modell - jeweils passend zur Körpergröße. Auch Fahrradhelme sowie Kinder- und Hunde-Anhänger können ausgeliehen werden.
Verpflegung
In Daun findet man in der Nähe der Haltestelle eine nette Bäckerei, in der man sich vor der Abfahrt mit belegten Brötchen eindecken kann. Zudem steht am Bahnhof ein alter Eisenbahnwagon, der heute eine Gaststätte beherbergt. Zum Beispiel lohnt ein Stopp im Bauernhofcafé in Eckfeld. Und in Siebenborn liegt das Restaurant Klostermühle unmittelbar am Mosel-Maare-Radweg.
Zusatzleistungen
Die Reiseunterlagen und die Leistungsgutscheine erhält der Reiseanmelder für alle Reiseteilnehmer ca. 14 Tage vor Anreise per Post - vollständig gezahlter Reisepreis vorausgesetzt.
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