Anleitung zum Wechseln eines 4-Takt-Motocross-Kolbens

Jedes Mal, wenn du auf der Cross-Strecke unterwegs bist, muss dein Dirtbike schon ganz schön ordentlich leiden. Trotz Dreck, Hitze und Nässe muss das Moped erbarmungslos seine Arbeit verrichten, was auf Dauer eindeutig aufs Material geht. Um unliebsamen Überraschungen vorzubeugen und damit deine Maschine bei jeder Fahrt perfekt funktioniert, sollte eine grundlegende Wartung nach jeder Fahrt zum festen Ritual werden.

Die Langlebigkeit deiner Motocross, aber noch viel wichtiger, deine eigene Sicherheit hängt vom Wartungszustand deines Bikes ab und sollte deshalb niemals vernachlässigt werden. Viele Teile deines Dirtbikes haben lediglich eine begrenzte Lebensdauer, weshalb du immer als allererstes einen Stundenzähler montieren solltest, falls Keiner bereits von Werk aus installiert wurde, wie dass bei allen KTM und Husqvarna-Modellen der Fall ist.

Mit Hilfe eines entsprechenden Betriebsstundenzählers hast du die Betriebsdauer verbauter Komponenten stets im Blick und kannst mit dementsprechenden Notizen immer nachvollziehen, wann etwas an deiner Motocross überprüft, geschmiert oder getauscht werden muss.

Wartungsarbeiten nach jeder Fahrt

Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Wartungsarbeiten, welche du nach jeder Fahrt durchführen solltest, aber auch mit den Arbeiten, welche lediglich in regelmäßigen Abständen anstehen.

  1. Dirtbike waschen: Das Entfernen von Dreck und Sand hört sich vielleicht nicht direkt nach Wartung an, aber es verhindert übermäßigen Verschleiß und entsprechende Korrosion am Dirtbike. So manch einer musste sich schon mal darüber wundern, wie schnell bestimmte Schlammarten bei Aluminiumrahmen, Schwingen oder Motorblöcken für einen unschönen „Lochfrass“ sorgen, welcher sich im Grunde genommen auch nicht mehr oder nur mit sehr viel Mühen wieder entfernen lässt. Zudem sammelt sich Beispielsweise Sand gerne an der Kette, den Kettenrädern, zwischen Bremsbelägen und Bremsscheiben und allen anderen beweglichen Teil an und muss schnellstmöglich wieder entfernt werden. Tut man dies nicht, sorgt der Sand dafür, dass sich die genannten Teile überdurchschnittlich schnell abnutzen und verschleißen. Dies reduziert die Effizienz der Bauteile und ist letzten endlich immer mit Zeit und Geld verbunden, um alles wieder in Ordnung zu bringen.
  2. Alle beweglichen Teile ölen / fetten: Nachdem du dein Dirtbike gründlich gewaschen und die Kette von groben Verschmutzungen befreit hast, ist es wichtig, sie als Erstes mit hochwertigem Kettenöl einzusprühen. Dadurch schützt du die Kette vor Korrosion und sorgst dafür, dass sie reibungslos läuft. Falls dein Bike über eine Kupplung verfügt, die per Bowdenzug betätigt wird, solltest du den Nippel im Kupplungshebel regelmäßig fetten. Aber auch alle anderen beweglichen Teile wie die Fußrastenaufnahmen sowie Umlenk- und Drehpunkte der hinteren Bremse können hin und wieder von einem Sprüh-Öl wie WD40 oder einem vergleichbaren Produkt profitieren. Dadurch bleibt alles geschmeidig und funktioniert optimal. Achte jedoch darauf, nicht zu viel Öl oder Spray zu verwenden, da dies zu einer Schmierfilmablagerung auf den Reifen führen und die Haftung beeinträchtigen kann. Setze das Öl oder Sprüh-Öl daher sparsam und gezielt ein, um die beweglichen Teile optimal zu pflegen und die Lebensdauer deines Dirtbikes zu verlängern.
  3. Verschraubungen prüfen / nachziehen: Man hört es immer wieder, dass sich Schrauben am Bike hier und da mal gerne von selbst lösen. Und auch, dass man immer wieder mal alle Schrauben am Bike kontrollieren und nachziehen sollte. Aber ganz ehrlich: Wer macht das auch wirklich? Vermutlich nur die Wenigsten. Zu Unrecht, denn wie häufig habe ich schon beinahe mal ein Kettenrad oder eine Bremsscheibe verloren, nur weil sich die Schrauben trotz Schraubensicherung auf Dauer gelöst hatten. Empfehlenswert ist es die Verschraubung von Achsen, Gabelfäusten, Lenker und der Schwinge nach jeder einzelnen Fahrt zu kontrollieren. Für alle anderen Verschraubung gibt es den sogenannten Siegellack um Schrauben und Muttern damit zu markieren. Falls sich mal eine Schraube langsam lösen sollte, bricht der Lack am Übergang und man bemerkt die sich lösende Schraube spätestens beim nächsten Waschgang.
  4. Luftfilter reinigen / austauschen: Das Reinigen bzw. Austauschen des Luftfilters nach jeder Fahrt, gehört zu den absolut wichtigsten Wartungsarbeiten überhaupt. Denn ein einziges Sandkörnchen reicht aus, um eine Riefe in der Zylinderlaufbahn oder den Kolbenringen zu hinterlassen und auf diese Weise deinen Zylinder dauerhaft unbrauchbar zu machen. Und wenn du schon einmal dabei bist, solltest du auch den Luftfilterkasten auswaschen. Dabei solltest du eine passende Waschabdeckung verwenden, um ein Eindringen von Wasser in den Ansaugtrakt zu vermeiden.
  5. Reifendruck kontrollieren: Nachdem die Reifen abgekühlt sind, macht es Sinn den Luftdruck zu kontrollieren und gegebenenfalls anzupassen. Je nach dem, hast du den Luftdruck bereits auf die jeweiligen Verhältnisse der letzten Cross-Strecke eingestellt und solltest nun wieder auf den durchschnittlichen Wert von etwa 1 Bar aufpumpen. Dies ist ein guter Luftdruck von dem aus man sich bei der nächsten Fahrt, wieder zum optimalen Luftdruck für die jeweilige Strecke hinarbeiten kann.
  6. Nach Undichtigkeiten Ausschau halten: Wenn du deine Motocross immer sauber hältst, werden dir Undichtigkeiten am Motorrad schnell auffallen. Spätestens aber wenn du Tropfen und Flecken auf dem Boden finden solltest, wirf einen Blick auf die wichtigen Stellen am Dirtbike:
    • Ansaugtrakt
    • Benzinschlauch
    • Zylinder und Motorblock
    • Auspuffschellen und Verbindungen
    • Bremsflüssigkeitsbehälter und Bremssättel samt Leitungen
    • Kühler samt Schläuchen
  7. Kettenspannung / Antrieb prüfen: Die Kette ist beim Dirtbike extremen Anforderungen ausgesetzt und sollte somit vor jeder Fahrt kontrolliert und gegebenenfalls nachgespannt werden. Die Art und Weise der Prüfung variiert von Hersteller zu Hersteller ein wenig, weshalb du diesbezüglich am besten im Handbuch nachschaust. Ist die Kette zu lose vorgespannt, verschleißen die Kettenräder deutlich schneller und es besteht die Gefahr, dass die Kette im Fahrbetrieb abspringt. Sowas führt in der Regel immer direkt zum Unfall mit unnötigen Schäden an Mensch und Maschine. Ist die Kette zu stark vorgespannt, kann dies dazu führen dass die Vorgelegewelle Schaden nimmt oder die Vorgelegewellenlager aus dem Motorgehäuse brechen. Aber auch die Kette kann reißen und zu massiven Beschädigungen an Mensch und Maschine führen. TIPP: Wenn die Kette verschlissen ist und ersetzt werden soll, ist es ratsam direkt auch das Kettenblatt und Antriebsritzel auszutauschen.

Wartungsarbeiten in regelmäßigen Intervallen

  1. Ölwechsel: Bei 4-Taktern im Rennbetrieb wird empfohlen, dass Motoröl alle 5 Betriebsstunden auszutauschen. Der Ölfilter ist alle 10 Stunden zu ersetzen. Bei Hobbyfahrern ist ein Ölwechsel problemlos alle 10-15 Betriebsstunden gerechtfertigt. Bei 2-Taktern im Rennbetrieb beträgt das empfohlene Wechselintervall des Getriebeöls 6 Betriebsstunden. Bei Hobbyfahrern kann man auch hier das Wechselintervall problemlos auf 10-15 Betriebsstunden ausdehnen. Das Gabelöl gehört nach 25-30 Stunden ausgewechselt.
  2. Kolben und Kolbenringe austauschen: Die Lebensdauer eines Kolbens und der Kolbenringe hängt ganz stark davon ab, wie das Dirtbike bewegt wird. Fahrer, die auf Rennniveau unterwegs sind, verschleißen den Kolben deutlich schneller als Hobby- bzw. Wochenendfahrer, die einfach nur ihre Runden drehen. Aber auch die Streckenverhältnisse spielen eine gravierende Rolle beim Kolbenverschleiß. Fahrten auf Sand und feinem Staub verkürzen die Lebensdauer der Bauteile zum Teil erheblich, da sie in solch einer Umgebung leicht in den Motorraum gelangen können und für Riefenbildung auf der Zylinderlauffläche sowie dem Kolben sorgen.
    • 4-Takter: Wenn das Dirtbike für Rennen und schnelle Fahrten verwendet wird, ist ein Kolbenwechsel nach spätestens 30 Betriebsstunden empfehlenswert. Immer wieder hört man auf den Cross-Strecken, dass man einen 4-Takt-Kolben problemlos über 100 Betriebsstunden fahren könnte, wenn man das Motorrad nicht zu hart ran nimmt. Zu beachten wäre hierbei aber, dass eine zu lange Verwendung des Kolbens zu Materialermüdung und somit zum plötzlichen Motorschaden führen kann. Deshalb ist ein Kolbenwechsel auch bei Hobbyfahrern bei 50-60 Betriebsstunden sehr zu empfehlen.
    • 2-Takter: Aufgrund der bauartbedingten schlechteren Schmierung und höherer Drehzahl, muss der Kolben beim 2-Takter deutlich früher ausgewechselt werden. Wird das Motocross-Bike im Renneinsatz bewegt, sollte der Kolben spätestens nach 15-20 Stunden ersetzt werden. Bewegt man sich aber im Hobbybereich und dreht nicht ständig bis auf Anschlag auf, sind durchaus 40-50 Betriebsstunden als Wechselintervall vertretbar.
    TIPP: Bei jedem Kolbenwechsel solltest du auch das Pleuellager sowie die Zündkerze ersetzen!
  3. Lager kontrollieren / austauschen: Da man nie genau weiß, wann ein Lager das zeitliche segnet, sollten diese immer wieder mal geprüft und sobald ein gewisses Spiel festgestellt wird, auch direkt ausgetauscht werden.
    • Radlager: Motorrad aufbocken. Das Rad mit beiden Händen fest umgreifen und durch gegenläufige Bewegungen testen ob man ein Spiel bemerkt. Das Radlager ist defekt, wenn es sich anfühlt als wäre das Rad nicht richtig verschraubt.
    • Lenkkopflager: Setze dich auf deine Motocross und ziehe fest an der Vorderradbremse. Dabei versuchst du das Motorrad vor und zurück zu schieben/schwingen. Hörst du ein leichtes klackern, ist das Lenkkopflager defekt.
    • Schwingenlager: Bocke das Motorrad auf und bewege das Hinterrad bzw. die Schwinge auf der Schwingenachse hin und her, während jemand das Dirtbike festhält. Hörst du hier ein klackern oder fühlt es sich an, als wäre die Schwinge nicht richtig verschraubt, sind die Schwingenlager defekt.
    • Umlenklager: Bocke auch hier das Dirtbike auf, greife das Hinterrad an der Felge und versuche es hoch und runter zu bewegen. Hörst du hier ein klackern oder fühlt es sich an, als wäre die Schwinge nicht richtig verschraubt, sind die Umlenklager defekt.
  4. Flüssigkeiten kontrollieren / austauschen: Überprüfe hin und wieder die Kupplungsflüssigkeit und den vorderen sowie hinteren Bremsflüssigkeitsbehälter. Sorge immer dafür dass der richtige Füllstand eingehalten wird und verwende auch immer nur das im Handbuch empfohlene Hydraulik-Öl. Brems- und Kupplungsflüssigkeit nehmen mit der Zeit Feuchtigkeit auf und sollten deshalb jährlich getauscht werden. Kontrolliere auch deine Kühlflüssigkeit nach jeder Fahrt und korrigiere den Füllstand falls nötig. Aber verwende zum Nachfüllen immer nur ein entsprechendes Kühlmittel anstatt Wasser. Der Kühlkreislauf sollte jährlich einmal durchgespült und mit neuer Kühlflüssigkeit aufgefüllt werden.

Anleitung zum Kolbenwechsel

Hier eine allgemeine Anleitung zum Wechseln eines Kolbens. Beachte, dass spezifische Details je nach Motorradmodell variieren können. Es ist immer ratsam, das Reparaturhandbuch deines spezifischen Modells zu konsultieren.

  1. Verkleidungsteile entfernen, um ungehindert an Motor/Zylinder zu gelangen.
  2. Kühlwasser ablassen.
  3. Auspuff, Zündkerze ausbauen.
  4. Zylinderkopfschrauben lösen.
  5. Zylinderkopf runternehmen.
  6. Zylinderschrauben losdrehen und Zylinder abziehen.
  7. Lappen in Kurbelgehäuse stecken.
  8. Am besten beide Sicherungsclips des Kolbenbolzen mit nem kleinen Schraubenzieher oder Zange aus der Nut hebeln.
  9. Dann kannste auch schon den Kolbenbolzen mit der Hand bzw. mit einer kleinen dünnen Stange (Schraubenzieher) vorsichtig zu einer Seite ausschlagen. Kolben dabei festhalten.
  10. Dann Kolben abnehmen und das Bolzenlager aus dem Pleuel entnehmen.
  11. Dann Zylinder und Zylinderkopf von Dichtungsrückständen entfernen. Alles gründlich sauber machen, wenn du schon dabei bist auch eben ASS ausbauen und sauber machen.
  12. Dann guckste dir die Laufbuchse deines Zylinders an und guckst nach gegebenen Riefen oder Macken. Wenn alles i.O. ist einfach neuen Kolben nehmen und dann:
  13. Neue Fussdichtung einsetzen, Kolbenringe kannste so schonmal in die Nut setzen bei manchen Kolben hast du 2 verschiedene Ringe. Bei Vertex gewöhnlich 2 selbe Ringe, die dann vorsichtig einsetzen und dann kannst du auch schonmal einen Sicherungsclip in die Nut einsetzen.
  14. Dann das vorher kurz in Öl getauchte Nadellager in das Pleuel einsetzen und Kolben einsetzen.. dann Bolzen durschieben und 2. Sicherungsclip einsetzen.. dann Kolben und Laufbuchse mit öl einschmieren!
  15. Kolbenringe dann beim Aufbau des Zylinders in den Nuten zusammendrücken und drauf achten das sie richtig in der Nut sitzen!
  16. Dann über Kreuz Zylinderschrauben festziehen.. Drehmomentangaben findeste im Handbuch
  17. Dann Kopfdichtung richtig herum aufsetzen und Zylinderkopf aufsetzen und auch gut über Kreuz die Schrauben anziehen!
  18. Dann Auspuff und Verkleidung anbauen.. Kühlwasser einfüllen und vorsichtig ein-2 mal kicken.

Kolbenringe montieren

  1. Vor der Montage von neuen Kolbenringen sollten die Ringnuten von Ölkohle gereinigt werden und die Ringnuten auf Maßhaltigkeit überprüft werden.
  2. Bei modernen 4-Takt-Motoren werden heutzutage fast ausschließlich 3-teilige Ölabstreifringe zur Reduktion des Ölverbrauchs verwendet. Der Ölring wird als erster Ring montiert im Sinne von unten nach oben.
  3. Beim dreiteiligen Ölabstreifring wird erst der gewellte Spreizring montiert. Hierbei ist allergrößte Sorgfalt darauf zu legen, dass nach der Montage des 1. eigentlichen Ölabstreifrings der Stoß des gewellten Spreizringes auch tatsächlich Stoß an Stoß liegt und sich nicht eine Welle überlappt. Wenn dies sichergestellt und überprüft ist kann der zweite Ölabstreifring montiert werden.
  4. Ölschlitzringe und Schlauchfederringe sind stark bruchgefährdet während der Montage. Hier ist auf eine vorsichtige und gleichmäßige Dehnung über den gesamten Umfang zu achten. Hier gilt es mit Fingerdruck auf ca. 10Uhr und 2Uhr gegenzuhalten während die beiden Daumen auf 6Uhr die Spreizung ausführen - noch sicherer ist die Verwendung einer Kolbenringmontagezange.
  5. Nun kann der 2. Kompressionsring, in der Regel ein Minutenring oder Nasenminutenring, teils mit Innenfase, montiert werden. Generell gilt: Hat ein Kolbenring eine Markierung oder eine Kennzeichnung so muss diese Kennzeichnung immer von oben lesbar sein. Fehlt diese Bezeichnung so spielt der Einbau eines Kolbenringes entweder keine Rolle (weil z.B. rechteckig) oder bei z.B. einem Zweitaktmotor kann der Kolbenring wegen z.B. einer Trapezform oder der Verdrehsicherung (Flankensicherung) gar nicht anders als vorgesehen montiert werden.
  6. Wir sehen den Kolbenboden und wir sehen die Kennzeichnung. TOP heißt nicht dass dies der oberste Kolbenring ist! TOP ist eine Kennzeichnung um Kolbenringe richtig zu montieren. Dies kann aber auch N, 025 als Angabe der Übergröße oder je nach Hersteller eine andere Kennzeichnung sein.
  7. Eine Außennut, die Nase eines Minutenrings ist immer nach unten zeigend zu montieren, Innenfasen dagegen immer nach oben zeigend montieren. Die Nase eines Minutenringes soll das im Abwärtsgang des Kolbens abgestreifte Öl aufnehmen - Raum geben.
  8. Abschließend wird der erste Kompressionsring montiert. Bei den meisten Motoren mit Graugusslaufbüchse ist der erste Kolbenring auf der Lauffläche verchromt. Chrom ist an seiner silbernen Farbe zu erkennen. Manche Hersteller geben auch einem rechteckigen Chromring, auch ohne Innenfase, eine Kennzeichnung damit erst gar keine Frage nach dem „wie herum“ auftaucht. Hat der erste Kompressionsring eine Innenfase so ist diese nach oben zeigend zu montieren.
  9. Bei Nikasil oder Alusil oder ähnlichen Motoren verwenden wir vorwiegend DLC (Diamond Like Carbon) -beschichtete Kolbenringe. Deren Lauffläche ist fast schwarz während die geschliffenen Flächen hell sind. Diese Ringe haben keine Einbaurichtung und auch keine Kennzeichnung. Es gibt also kein oben oder unten sondern nur ein richtig montiert, egal wie herum. Entgegen allen anderslautenden Meinungen, die Japaner machen es uns vor, können auch Chromringe auf Nikasilzylindern verwendet werden. Hierfür ist nur eine sichere Ölschicht Voraussetzung.
  10. Wenn alle Ringe auf den Kolben aufgesetzt und montiert sind müssen die Stöße ausgerichtet werden. Hier gibt es verschiedene Lehrmeinungen. Wir empfehlen diese Version: Kein Ringstoß in Fahrtrichtung und kein Ringstoß quer zur Fahrtrichtung sondern:
    • 1. Stoß in Kurbelwellenlängsachse auf 10:30Uhr
    • 2. Stoß auf 16:30Uhr
    • Ölring oder 1.Ölring (3-teilig) auf 19:30Uhr
    • 2. Ölring auf 1.30Uhr

Hinweis

Die hier bereitgestellte Anleitung dient nur zu Informationszwecken. Es wird dringend empfohlen, für alle Wartungs- und Reparaturarbeiten einen qualifizierten Mechaniker zu konsultieren. Unsachgemäße Wartung kann zu Schäden am Motorrad oder zu Verletzungen führen.

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