Du willst dein Bike zur Supermoto umbauen? Dann ist das Thema Felgen einer der ersten und wichtigsten Punkte. Denn ohne die richtigen Supermoto-Felgen wird das nichts - egal ob Wheelies oder Ballern.
Die richtigen Felgen
Für den Supermoto-Umbau deines Motorrads brauchst du 17-Zoll-Felgen - das ist Standard. Die 5.00er Hinterradfelge ist super für Kurven & Wheelies - nicht umsonst ist sie serienmäßig auf der KTM 690 SMC-R & Husqvarna 701 montiert. Aber Achtung: Sie muss außermittig eingespeicht sein, sonst kann die Kette am Reifen schleifen.
Jedoch hast du ohne ruckgedämpfte Nabe ein direkteres Ansprechverhalten, was für Wheelies & Co. Wenn du mehr Kurven fährst & keinen Schabanack auf der Straße veranstaltest - gleich mit Ruckdämpfung bestellen, wenn du dir neue Felgen holst.
Schlauch vs. Tubeless
Beides hat Vor- und Nachteile. Für die meisten Supermoto-Fahrer ist ein Schlauch völlig okay - vor allem wenn du Felgen & Reifen selbst montierst. Das passiert meist bei 5.00×17 Felgen, wenn sie nicht außermittig eingespeicht sind.
Unser Rat: Am besten löst du das Problem an der Felge selbst - alles andere sind Kompromisse. Bei uns bekommst du hochwertige und legale Supermoto-Felgensätze - z. B. mit originalen Excel-Felgenringen & ggf. mit Ruckdämpfung, wie sie auch im Racingbereich gefahren werden.
Die richtigen Supermoto-Felgen machen den Unterschied - nicht nur in Sachen Style, sondern auch bei Grip, Fahrverhalten und Haltbarkeit. Investier in Qualität und wähle Felgen, die zu deinem Fahrstil passen.
Die passenden Reifen
Beim Thema Reifen gibt es kein klares „richtig“ oder „falsch“.
- HWK-Einschätzung: Super als Einsteigerreifen oder für Fahrer, die hauptsächlich entspannt auf der Straße unterwegs sind.
- HWK-Einschätzung: Einer unserer Favoriten. Die 160er Reifendimension ist bei vielen Supermoto-Modellen (z. B. 701/690 SMC-R) ab Werk verbaut - aus gutem Grund.
Wichtig: Spare nicht an den Reifen! Sie sind deine einzige Verbindung zur Straße - also lieber ein paar Euro mehr investieren, als mit einem unpassenden Reifen ins Rutschen zu kommen.
Upgrade der Bremsanlage
Die Frage nach der passenden Bremsanlage für deine Supermoto gehört zu den häufigsten überhaupt. Wir raten dir, die originale Endurobremse direkt zu wechseln oder zu modifizieren, da sie nur eine 260-mm-Bremsscheibe besitzt, was zu einer sehr geringen Bremskraft auf der Straße führt.
Aber: Sobald du deine Bike regelmäßig auf der Straße oder Supermoto-Strecke fährst, reicht diese Kombination nicht mehr aus. Unsere ganz klare Empfehlung: Investiere direkt in eine vollständige Racing-Bremsanlage von Moto-Master.
Entlüften der Bremsanlage
Ein bekanntes Problem bei Motomaster Bremsanlagen ist, dass sich trotz korrekt durchgeführtem Entlüften immer wieder Luft im System sammelt, was zu Druckverlust und mangelhafter Bremsleistung führt.
- Betätige den Bremshebel (5) und halte den Bremsflüssigkeitsstand über der MIN- Markierung am Behälter (4).
- Pumpe die Bremssattelzylinder (7) durch den Bremshebel (5) aus dem Bremssattel (8), bis sich die Bremsbeläge (9) berühren.
- Verschließe den Behälter (4) mit dem Deckel (1).
- Drücken Sie die Bremsbeläge (9) und die Bremskolben (7) zurück in den Bremssattel (8).
Die Bremsleitung kannst du vor oder hinter der Gabel verlegen. Unsere Empfehlung: Hinter der Gabel.
📌 TÜV-Hinweis: Die StVZO gibt keinen exakten Verlauf vor. Wichtig ist, dass alles sicher befestigt ist und keine Gefahr besteht.
Left Hand Brakes
Du willst maximale Kontrolle beim Stuntfahren, Driften etc.? Mit unserer HWK Left Hand Brakes für KTM, Husqvarna, GasGas & Beta holst du dir die Hinterradbremse direkt an den Lenker - für noch präzisere Kontrolle in jeder Fahrsituation.
Die Left Hand Brakes sind ausschließlich für den Einsatz im Stuntbereich, auf der Rennstrecke oder auf Privatgelände gedacht.
Übersetzung
Die Übersetzung bestimmt, wie schnell deine Supermoto beschleunigt und welche Endgeschwindigkeit du erreichst. Wir persönlich wollen ein drehfreudiges Setup, mit dem wir in Kurven schnell wieder rausbeschleunigen können - Top-Speed ist eher zweitrangig. Deshalb: Gehen beim Ritzel nicht unter 14 Zähne. Lieber hinten ein paar Zähne variieren.
Wenn du deine Übersetzung änderst, passt die vorhandene Kette eventuell nicht mehr. Achte auf ausreichende Länge und passende Teilung (z. B. 1 Zahn am Ritzel = ca. 0,5 Kettenglieder).
Sturzpads
Deine KTM EXC sieht nicht nur geil aus - sie ist auch verdammt teuer. Wir können dir aus eigener Erfahrung sagen: Sturzpads haben uns schon mehrmals den Arsch gerettet. Nach einem Rutscher war der Schaden minimal - Felge, Bremse und Schwinge blieben unversehrt, weil die Sturzpads den ersten Kontakt mit dem Asphalt übernommen haben.
Seitenständer kürzen
Wenn du deine Enduro auf Supermoto-Räder umgebaut hast, wirst du es schnell merken: Der originale Enduro-Seitenständer ist zu lang. Warum? Ganz einfach - deine neuen Supermoto-Felgen sind kleiner (17 Zoll) als die originalen Enduro-Felgen (21 Zoll vorne / 18 Zoll hinten).
Wenn du handwerklich fit bist, kannst du den Ständer einfach selbst kürzen.
- Position des Ständerfußes markieren: Zeichne mit einem feinen Strich die Ausrichtung des Fußes an.
- Ständer kürzen: Verwende eine Metallsäge und achte auf einen geraden Schnitt. Kürze zunächst nur ca. 2-4 cm.
- Fuß einsetzen: Die Bohrung muss meist leicht nachgearbeitet werden (z. B. mit einem Bohrer).
LED-Blinker
Die originalen Halogenblinker von KTM & Co sind groß, klobig und wirken auf einem Supermoto-Umbau oft fehl am Platz. Kleine, sportliche LED-Blinker passen deutlich besser zum Look - außerdem sind sie meist heller, moderner und langlebiger.
LED-Blinker haben einen viel geringeren Stromverbrauch als Glühlampen. Ohne Anpassung führt das meist zum bekannten „Hyperblinken“ - also einer viel zu schnellen Blinkfrequenz.
- Lastwiderstände: Diese simulieren den Stromverbrauch der alten Glühbirnen. Unsere LED-Blinker kommen direkt mit passenden Widerständen - du brauchst also nichts selbst zu berechnen.
- LED-Blinkrelais: Noch einfacher ist es, ein lastunabhängiges Relais zu verbauen, das korrekt mit LED-Blinkern arbeitet. Das Relais wird anstelle des Originals eingesetzt - bei der EXC meist hinter der Lichtmaske.
Adapter nutzen: Unsere LED-Blinker passen nicht direkt in die originalen KTM-Stecker.
Kontrollleuchte (Kombiinstrument): Wenn die Blinkeranzeige im Cockpit spinnt oder mitleuchtet, hilft es oft, die Birne zu entfernen und den Stecker z. B. mit Isolierband abzukleben.
Vorne: min. 210 mm; Hinten: min. 170 mm.
LED-Scheinwerfer
Neben den Blinkern ist auch der Scheinwerfer ein zentrales Element beim Umbau. Wer tagsüber sichtbar und nachts sicher unterwegs sein möchte, sollte sich einen modernen LED-Scheinwerfer gönnen. Unsere Modelle sind hell, leicht, sehen top aus und machen dein Bike endgültig zur echten Supermoto.
Viele KTM/Husqvarna-Modelle bis Baujahr 2023 (Beta überhaupt nicht) haben am Scheinwerferstecker keinen 12 V Gleichstromausgang - was du für LED-Scheinwerfer jedoch brauchst. Unsere Lösung: das 12V Direktanschluss Batteriekabel!
Kennzeichenmontage
Bei der Kennzeichenmontage an der EXC hast du leider nicht viele Optionen. Viele schrauben ihr Kennzeichen direkt unter das Rücklicht an das kurze Plastikstück.
Laut StVZO darf das Kennzeichen maximal 30 ° von der Senkrechten abweichen. Wenn du diese Variante trotzdem fahren möchtest, kannst du das Heckteil (inkl. Kennzeichen) mit einem Heißluftfön vorsichtig erwärmen und leicht nach unten biegen. Das funktioniert, sieht gut aus und hält. Aber auch dann fehlt noch immer eine funktionierende Kennzeichenleuchte.
Das Fahrwerk
Neben Rädern und Bremsanlage ist das Fahrwerk einer der wichtigsten Punkte beim Supermoto-Umbau deines Bikes.
- Sicheres Kurvenverhalten: Ein präzises Feedback am Vorderrad und gute Traktion am Hinterrad sind entscheidend, gerade bei Schräglagen.
- Weniger Sturzrisiko: Ein zu weiches Fahrwerk kann bei harten Bremsmanövern oder schnellen Kurven instabil werden - besonders mit Supermoto-Reifen.
- Reduzierter Federweg: Statt 300 mm und mehr (wie im Gelände üblich), reichen im Supermoto-Einsatz ca. 250 mm.
Ein Supermoto-Fahrwerk sollte nicht einfach auf gut Glück verstellt werden. Wir empfehlen dir einen professionellen Fahrwerksumbau z. B. bei ORS Suspension.
Wir wissen: Ein kompletter Fahrwerksumbau ist nicht billig. Tausche zumindest die Federn gegen welche, die zu deinem Gewicht passen.
Ein angepasstes Fahrwerk ist keine Spielerei, sondern ein echter Performance- und Sicherheitsgewinn deiner Supermoto. Wer es ernst meint, lässt sein Fahrwerk professionell abstimmen.
Gabelbrücke
Wer seine Motorrad zur Supermoto umbaut, sollte unbedingt über eine spezielle Gabelbrücke nachdenken. Warum?
- Einstellbarer Offset (Gabelvorspannung): Bei der Supermoto-Gabelbrücke kannst du den Offset - also die Ausrichtung der Gabelrohre zum Steuerrohr - typischerweise zwischen 14 mm und 16 mm einstellen.
- Bessere Rückmeldung & Frontkontrolle: Mit präziser abgestimmter Brücke steuerst du das Vorderrad direkter - Feedback und Grip am Vorderreifen werden klar spürbar.
- Vermeidung von Gabelverzug: Viele moderne Gabelbrücken, wie die von Xtrig, sind split-clamp designed, das heißt, sie drücken die Gabelholme gleichmäßig, ohne Materialverzug.
Gabelschoner bearbeiten
- Schleifstelle ermitteln: Drehe das Vorderrad vorsichtig mit der Hand und beobachte, wo es an den Gabelschonern schleift.
- Gabelschoner (ggf. Gabel) ausbauen: Jetzt kannst du das Vorderrad wieder ausbauen.
- Bearbeitungsbereich markieren: Übertrage die Markierungen auf die Gabelschoner. Da die Rundung das exakte Anzeichnen erschwert, empfehlen wir: Markiere die Eckpunkte und verbinde sie mit Klebeband.
Wheeliebar
Mit einer stabilen Wheeliebar kannst du deinen Fuß sicher abstellen und so deutlich einfacher und kontrollierter Stand-Up Wheelies & Co. fahren.
Rahmen pulverbeschichten
Beim Supermoto-Umbau merken viele erst beim Zerlegen: Der Rahmen sieht schlimmer aus als gedacht. So ging es uns früher häufiger - daher und weil es einfach geil aussieht haben wir uns schon öfters zum Pulverbeschichten entschieden.
- Rahmen komplett demontieren: Alle Anbauteile wie Motor, Gabel, Steuerrohr, Kabelbaum etc. demontieren.
- Beschriftung & Dokumentation:
- Mach Fotos vom Kabelbaum & Steckern
- Beschrifte identische Stecker - so vermeiden Fehler beim Zusammenbau.
- Nutze Explosionszeichnungen, z. B. von KTM, um alles richtig zuordnen zu können.
- Lenkkopflager raus - und Loch schützen: Schraub’s vorsichtig raus (Hammer/Ausdrücker). Dann unbedingt mit Gewindestange + hitzebeständigen Unterlegscheiben/Muttern verschließen - sonst fließt Pulver hinein und zerstört das Lager.
- Fahrgestellnummer sichern: Wichtig: Die Nummer wird sonst vom Pulver verdeckt.
- Der Rahmen wird chemisch entlackt, gestrahlt und bei ca. 200 °C mit Kunststoffpulver beschichtet.
- Pulverbeschichten ist mehr als ein optischer Boost - es macht deinen Rahmen widerstandsfähiger und langzeitfit.
Dekor
Mit einem Dekor hast du die beste Möglichkeit, deine KTM EXC optisch einzigartig zu machen. Das sind die Unterschiede zwischen Semi Custom und Full Custom Dekoren und geben dir wichtige Tipps zur sauberen Verklebung.
Das Full Custom Dekor ist komplett individuell gestaltet - ganz nach deinen Vorstellungen.
Einzelteile später nachbestellbar (z. B. nach einem Sturz).
Ein Supermoto-Umbau ist teuer - deshalb sollte das Dekor richtig und ordentlich verklebt werden.
Viele Anbieter bieten gegen Aufpreis an, das Dekor direkt auf einen neuen Plastiksatz zu kleben - das spart Zeit und Nerven.
Tipp: Verklebe das Dekor, während die Plastikteile montiert sind.
Trägerfolie nur mittig einen Streifen (ca. 5 cm) abziehen.
🕒 Wartezeit: Nach dem Verkleben mind. 24-48 Stunden nicht fahren oder waschen. Nach einem Tag nochmal kontrollieren und ggf. nachföhnen.
Du willst’s einfach halten? Wir bieten exklusive HWK-Dekore von Bolddesignz an, die du als Vorlage nutzen kannst.
Sitzbankbezug
Mit einem hochwertigen Sitzbankbezug bringst du nicht nur Style, sondern auch einen deutlich besseren Grip, was bei Wheelies machen, Stunten oder Kurven ballern entscheidend sein kann.
Eloxierte Parts und Titanschrauben
Eloxierte Parts gehören einfach zu jeder echten Supermoto! Ob Fußrasten, Schalthebel oder Brems- Kupplungshebel & Co.
Titanschrauben sind das i-Tüpfelchen für jede Supermoto. Sie sparen Gewicht, rosten nicht und sehen einfach extrem hochwertig aus.
Softwareoptimierung
Du willst mehr Leistung, besseres Ansprechverhalten und das volle Potenzial aus deiner KTM oder Husqvarna holen? Dann ist unsere Softwareoptimierung genau das Richtige für dich!
Quickshifter nachrüsten
Mit unserem FLAWLESS Quickshifter GP kannst du deine KTM oder Husqvarna ganz easy nachrüsten - ohne Sensor, ohne Aufwand.
Auspuff
Kaum etwas verändert den Charakter deiner Supermoto so sehr wie ein fetter Auspuff. Wir selbst fahren auf unseren Supermotos am liebsten FMF - weil sie einfach brutal klingen, mega leicht sind und super zur Optik von umgebauten EXCs passen. Aber auch Akrapovic, Remus und Co. liefern Topqualität.
LeoVince vor allem bei den 690ern und 701ern.
Beim Einbau von Krümmer oder Endschalldämpfer müssen meist Zugfedern eingesetzt werden. Wir empfehlen dir unbedingt einen Federspanner bzw. Federhaken zu verwenden - damit geht’s nicht nur leichter, sondern auch sicherer.
Wartungsintervalle
Die Wartung ist höher da die Belastung entsprechend ist. Schmutz und Staub im Luftfilter zbsp.
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