EinleitungMotocross ist ein Sport, in dem Millisekunden und Millimeter über Sieg oder Niederlage entscheiden können. Das Fahrwerk deines Bikes spielt dabei eine zentrale Rolle; es ist das Bindeglied zwischen dir, deinem Motorrad und dem unberechenbaren Terrain. Ein gut abgestimmtes Fahrwerk absorbiert nicht nur Stöße und gewährleistet die Traktion, sondern gibt dir auch das notwendige Feedback, um instinktiv und mit Präzision auf unterschiedliche Streckengegebenheiten zu reagieren. Dieser Artikel hat das Ziel, dir das komplexe Thema der Fahrwerksabstimmung zu eröffnen.
Grundlagen des Motocross-Fahrwerks
Um im Motocross nachhaltige Erfolge zu erzielen und deine Fähigkeiten auf der Strecke voll auszuschöpfen, ist es essenziell, jedes Element deines Motorrades bis ins Detail zu verstehen. Besondere Aufmerksamkeit verdient dabei das Fahrwerk, das zentrale Element für das Handling deines Bikes. Dabei ist ein perfektes Zusammenspiel aller Fahrwerkskomponenten nicht nur für die Leistung, sondern auch für deine Sicherheit entscheidend.Die Gabel
Beginnen wir mit der Gabel, dem vorderen Teil deines Fahrwerks. Sie stellt eine entscheidende Verbindung zwischen Lenker und Vorderrad her und besteht typischerweise aus zwei parallel angeordneten Gabelrohren, die in der Gabelbrücke fixiert sind. Moderne Motocross-Gabeln erweisen sich oft als Upside-down-Gabeln, welche die Steifigkeit und das Feedback erhöhen. Im Inneren der Gabel befinden sich spiralförmige Federn und hydraulische Dämpfer, die die vertikalen Bewegungen kontrollieren und Stöße absorbieren. Durch die Anpassung der Federhärte, der Federvorspannung, der Druck- und Zugstufendämpfung kannst du die Ein- und Ausfedergeschwindigkeit der Gabel und somit das Fahrverhalten deines Bikes präzise einstellen.- Gabelhöhe: Ein wichtiger Faktor, der das Handling und die Stabilität deines Motorrads beeinflusst.
- Gabelbrücke Drehmoment: Das Drehmoment auf der Gabelbrücke sollte auch überprüft werden, da eine falsche Einstellung zu Problemen führen kann.
- Ausrichtung des Vorderrads: Die Ausrichtung des Vorderrads ist ein weiterer wichtiger Faktor, den du beachten solltest, wenn du dein Fahrwerk nicht sabotieren willst.
Der Stoßdämpfer (Federbein)
Am Heck des Motorrads befindet sich das Federbein, welches für die Kontrolle der Hinterradschwingungen zuständig ist und essenziell zur Fahrstabilität beiträgt. Es kombiniert eine Feder und einen Dämpfer in einem Zylinder, der mit der Schwinge verbunden ist. Die Schwinge überträgt die Kräfte zwischen dem Rahmen und dem Hinterrad. Beim Stoßdämpfer wird meist eine progressive Feder verwendet, die härter wird, je mehr sie zusammendrückt wird, und die Vorspannung ist ebenso einstellbar, was einen wesentlichen Einfluss auf die allgemeine Fahrwerkshärte hat. Mit anpassbarer High- und Low-Speed-Druckstufendämpfung regulierst du die Reaktionsweise auf verschiedene Untergründe und beeinflusst somit das Beschleunigungs- und Kurvenverhalten.Verbindungselemente und Lager
Die Verbindungselemente und Lager dürfen nicht unterschätzt werden, denn sie sorgen für die nötige Festigkeit und Flexibilität des Fahrwerks. Schrauben, Muttern, Bolzen, Buchsen und Kugel- oder Rollenlager sind entscheidend für die reibungslose Bewegung und Lenkpräzision. Ein einwandfreier Zustand ohne Spiel oder ungleichmäßiges Bewegen ist für die Haltbarkeit und eine konsistente Performance entscheidend.Wie funktioniert ein Motocross-Fahrwerk?
Ein Motocross-Fahrwerk muss unter extremen Bedingungen eine präzise und reibungslose Fahrperformance liefern, um Stabilität und gleichzeitig ausreichende Flexibilität zu bieten. Du musst dein Motorrad jederzeit unter Kontrolle halten und intuitiv steuern können. Dieses Kapitel erklärt die zugrundeliegenden physikalischen Prinzipien und wie du die Leistung deines Fahrwerks optimieren kannst.Dämpfungssysteme erklärt
Die Dämpfung kontrolliert die Bewegungen deiner Federn. Stelle dir diese als bremsende Kraft vor, die unerwünschte Schwingungen nach Überfahrten von Bodenwellen oder Sprüngen minimiert. Sie ermöglicht eine schnelle Rückkehr in eine stabile Lage und gewährt Fahrstabilität sowie Bodenhaftung. Im Wesentlichen gibt es zwei Arten von Dämpfungen - die Druckstufen- und die Zugstufendämpfung. Die Druckstufendämpfung regelt, wie schnell die Feder zusammengedrückt werden kann, vor allem bei hohen Kräften, wie beim Landen. Die Zugstufendämpfung hingegen steuert, wie schnell die Feder in ihre Ausgangslage zurückkehrt - ist sie falsch eingestellt, kann das Bike entweder unkontrolliert aufspringen oder die Bodenhaftung verlieren.Dein Fahrwerks-Dämpfungssystem besteht typischerweise aus einem Öl durchströmten Kolben im Zylinder, wobei die Größe der Durchlässe für das Öl justierbar ist. Dies ermöglicht eine präzise Einstellung der Dämpfung, damit diese die Federbewegungen optimal kontrolliert und den Fahrkomfort verbessert. Druck- und Zugstufendämpfung können meist unabhängig voneinander sowohl im Low-Speed- als auch im High-Speed-Bereich konfiguriert werden. Hingegen beeinflussen zu harte oder zu weiche Einstellungen das Fahrverhalten negativ und können zu Problemen wie Aufschaukeln oder Durchschlagen führen.- High Speed Druckstufe: Vor allem bei so Dingen wie Sprüngen oder Bordsteinkanten wichtig, also wenn harte Impulse das Federbein treffen.
- Low Speed Druckstufe: Hier geht es eher um langsame und gleichmäßige Bewegungen.
Federn und deren Charakteristik
Motocross-Bikes nutzen in der Regel Schraubenfedern, die entscheidend für die Reaktion des Bikes auf Stöße sind. Federn speichern Energie und geben diese frei. Ihre Federkonstante definiert, welche Kraft sie bei Verformung ausüben. Die Federhärte hängt unter anderem von Gewicht und Fahrstil sowie der Streckenbeschaffenheit ab und wird in Newton pro Millimeter angegeben. Federn sind meist progressiv gestaltet und härten zunehmend mit der Kompression. Falsche Einstellungen können die Fahrzeugbalance und Geometrie beeinflussen und das Fahrverhalten beeinträchtigen.Die Rolle von Öl und Luft im Fahrwerk
Öl im Fahrwerk sorgt für hydraulischen Widerstand und kontrollierte Bewegungen der Feder. Je viskoser das Öl, desto stärker die Dämpfung. Luft unterstützt das Federsystem, besonders in modernen Luftgabeln, die ohne traditionelle Federn auskommen. Der Luftdruck beeinflusst dabei fein abgestimmt das Fahrverhalten. Es gibt diverse Arten von Dämpfungssystemen wie die offene oder geschlossene Kartusche und die Emulsion im Stoßdämpfer, die unterschiedlich mit Öl und Luft arbeiten. Entscheidend ist, dass Öl und Luft nicht durch Temperatur beeinflusste Schaumbildung verursachen, welche die Dämpfung verringern könnte.Die Physik des Fahrwerks beim Motocross
Ein tiefgreifendes Verständnis der Funktionsweise des Motocross-Fahrwerks ermöglicht es dir, Anpassungen gezielt vorzunehmen, um die Kontrolle über dein Motorrad zu maximieren. Die Funktionsweise und Physik des Fahrwerks sind entscheidend, wenn du beschleunigst, Hindernisse überwindest oder durch die Luft fliegst.Kräfte auf das Fahrwerk
Zahlreiche Kräfte wirken auf das Motocross-Fahrwerk ein. Das sind zum einen statische Kräfte, die durch die Schwerkraft repräsentiert werden und das Motorrad nach unten ziehen. Sie bestimmen die Länge, die die Gabel und der Stoßdämpfer haben, wenn das Motorrad auf festem Untergrund steht, und werden von der Federhärte und der Vorspannung beeinflusst. Zum anderen wirken dynamische Kräfte, die entstehen, wenn du beschleunigst, bremst, lenkst oder dich über Sprünge und bei Landungen in der Luft befindest. Diese Kräfte - einschließlich Trägheits-, Zentrifugal- und Auftriebskräfte - beeinflussen die Federbewegungen und sorgen für Fahrstabilität und Komfort. Beim Überfahren von Buckelpisten beispielsweise wechseln sich komprimierende Erhebungen und entspannende Vertiefungen ab, während bei Landungen nach Sprüngen zusätzliche horizontale Kräfte einwirken, die je nach Art der Landung das vordere oder hintere Fahrwerk verschieden stark belasten können. Damit deine Fahrt stabil und sicher ist, müssen diese dynamischen Kräfte durch das Fahrwerk präzise kontrolliert werden.Einfluss der Bodenbeschaffenheit
Der Untergrund spielt eine wesentliche Rolle für die Performance deines Fahrwerks. Unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten - von weichem Sand bis zu hartem Lehm oder Fels - haben unterschiedliche Auswirkungen auf die Kräfte, die auf dein Motorrad einwirken. Weiche Böden absorbieren mehr Bewegungsenergie und führen zu einer tieferen Kompression der Federung, während bei hartem Untergrund das Fahrwerk effizient und schnell arbeiten muss, um Durchschläge zu verhindern und die Traktion zu maximieren. Jede Bodenart, sei es Sand, Lehm, Erde, Gras, Stein oder Asphalt, hat eigene Charakteristika wie Härte, Rauheit, Haftung und Elastizität, die das Fahrverhalten beeinflussen. Diese Eigenschaften bedingen die Kraft und Art der Feder- und Dämpfungsbewegungen, tragen dazu bei, Sprungweite und -höhe bei Sprüngen zu kontrollieren und beeinflussen die Beschleunigung, Bremsung sowie Kurvenfahrten. Die Interaktion mit diesen komplexen physikalischen Bedingungen erfordert ein gut abgestimmtes Fahrwerk, das anpassungsfähig und robust zugleich ist. Es gibt dabei nicht „die eine“ perfekte Einstellung für alle Szenarien - vielmehr ist es eine ständige Herausforderung, ein Setup zu finden, welches sich an die sich verändernden Bedingungen und deine eigene Fahrweise optimal anpasst.Dynamisches Verhalten des Fahrwerks
Das Fahrwerk eines Motocross-Bikes ist weit mehr als nur ein Puffer zwischen dem Fahrer und dem Boden. Es trägt entscheidend zum dynamischen Verhalten des Motorrads bei und beeinflusst das Handling in kurvenreichen Passagen, auf Geraden und über Sprünge. Eine Schlüsselrolle spielen dabei das Einlenkverhalten, die Fahrstabilität sowie Traktion und Grip. Jedes dieser Elemente wird maßgeblich von der Fahrwerkseinstellung beeinflusst.Einlenkverhalten
Das Einlenkverhalten bestimmt, wie agil und präzise das Motorrad auf Lenkbefehle reagiert. Wichtige Parameter hierfür sind die Fahrgeometrie, Federhärte, Dämpfung, Gabelhöhe, Bodenbeschaffenheit und der Reifendruck. Eine steile Fahrgeometrie resultiert in einem agilen, jedoch weniger stabilen Bike, während eine flachere Geometrie Stabilität auf Kosten der Wendigkeit bietet. Die richtige Federhärte sorgt dafür, dass das Fahrwerk den Fahrbahnunebenheiten nachgibt, ohne zu wallen oder die Lenkpräzision zu verlieren. Bei der Dämpfung geht es darum, eine Balance zu finden, die eine schnelle Reaktion erlaubt, ohne dass das Fahrzeug zu unruhig wird. Die Einstellung der Gabelhöhe beeinflusst die Position des Vorderrads und somit das Fahrzeugverhalten in Kurven. Je nach Untergrund kann die Oberflächenbeschaffenheit die Haftung des Reifens verändern - härtere Untergründe bieten in der Regel mehr Grip. Ein angemessener Reifendruck unterstützt eine stabile Lenkreaktion und optimiert die Haftung.Fahrstabilität
Die Stabilität deines Bikes ist fundamental, besonders bei hohen Geschwindigkeiten und wenn du nach Sprüngen wieder auf den Boden kommst. Eine korrekte Fahrwerksabstimmung hilft, Erschütterungen zu absorbieren und ein sicheres Fahrverhalten zu gewährleisten. Auch hier spielen Faktoren wie Fahrgeometrie und die Härte bzw. Anpassungsfähigkeit der Federung eine Rolle, zusätzlich kommt die Auslegung der Schwinge ins Spiel, welche die Stabilität des Hinterrads maßgeblich beeinflusst. Bodenbeschaffenheit und Reifendruck sind ebenfalls kritische Faktoren, die sich auf die Fahrstabilität auswirken.Traktion und Grip
Traktion bezieht sich auf die Kraftübertragung zwischen Motorrad und Boden, Grip beschreibt das Haftvermögen der Reifen. Ein feinjustiertes Fahrwerk maximiert den Grip, indem es den kontinuierlichen Bodenkontakt sicherstellt. Eine Überprüfung der Federhärte, der Dämpfung und der Gabelhöhe kann dazu beitragen, das Feedback sowie die Reaktion des Motorrads auf Beschleunigung und Bremsen zu verbessern. Reifenprofil und -druck sind entscheidend, um den richtigen Grip für deine Fahrumgebung zu gewährleisten und die Leistung beim Beschleunigen, Bremsen und in den Kurven zu optimieren. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Verständnis und die richtige Anpassung von Einlenkverhalten, Fahrstabilität sowie Traktion und Grip wesentlich für ein erfolgreiches Fahrerlebnis im Motocross sind. Ein geschickter Fahrer weiß, wie er die Einstellungen seines Fahrwerks feinjustiert, um auf unterschiedlichen Streckenbedingungen ideale Performance zu erreichen. Jeder Faktor im Zusammenspiel des kompletten Fahrwerkssystems trägt dazu bei, dass das Motorrad reaktionsschnell und handlich bleibt, ohne an Stabilität zu verlieren. Individuelle Anpassungen und ein umfassendes Verständnis für die technischen Möglichkeiten des Fahrwerks sind Schlüssel für die optimale Anpassung an die persönlichen Bedürfnisse und die jeweiligen Fahrumstände.Grundlegende Einstellungen des Fahrwerks
Bevor wir in die Feinheiten der Fahrwerkabstimmung eintauchen, müssen wir die Basiseinstellungen verstehen und korrekt justieren. Diese Grundanpassungen sind entscheidend, um einen Ausgangspunkt zu schaffen, von dem aus du dann Feineinstellungen vornehmen kannst. Zu den Basiseinstellungen gehören der Gabelüberstand, der SAG (Federweg), die Druck- und Zugstufendämpfung sowie die Federvorspannung.Gabelüberstand
Der Gabelüberstand bezieht sich auf den Teil der Motorradgabel, der über die obere Gabelbrücke hinausragt. Veränderungen an diesem Überstand können das gesamte Fahrverhalten deines Bikes beeinflussen. Indem du den Gabelüberstand veränderst, justierst du effektiv die Fahrzeughöhe und den Neigungswinkel der Gabel - und letzteres hat direkten Einfluss auf das Einlenkverhalten und die Stabilität beim Fahren. Wenn du den Gabelüberstand erhöhst, also mehr von der Gabel über die obere Gabelbrücke ragen lässt, neigt sich die Front deines Motorrads etwas nach unten. Das Ergebnis ist eine steilere Gabelneigung. Dein Bike wird dadurch wendiger, was dir hilft, schneller in Kurven einzulenken. Allerdings kann dies auch zulasten der Stabilität auf der Geraden gehen, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten oder beim Überfahren von Bodenwellen. Reduzierst du hingegen den Gabelüberstand, indem du die Gabel tiefer in die Brücken schiebst, vergrößert sich der Radstand und die Gabel st...Einstellen des Durchhangs (SAG)
Der Durchhang wird in zwei verschiedenen Stellungen gemessen. Während dein Bike auf einem Motorradständer steht und mit beiden Rädern in der Luft ist, misst du als erstes den vertikalen Abstand eines markanten Punktes auf dem Heck (z.B. unterer Rand der Auspufföffnung) zur Hinterradachse deines Motorrads. Danach nimmst du das Bike vom Ständer und drückst ein paar mal auf das Heck, um es einzufedern. Nun misst du ein weiteres Mal den Abstand der beiden Punkte - dies nennt man den statischen Durchhang. Die Werte können und sollen aber auch deutlich variieren. Eine Umlenkung hat einen anderen statischen Durchhang als ein System, bei dem der Dämpfer gleich auf der Schwinge aufgesetzt ist. Deine Fahrweise spielt des Weiteren auch eine große Rolle bei der Einstellung des richtigen statischen Durchhangs. Bist du ein aggressiver Motocross Sportler, so empfiehlt sich den Durchhang deutlich auf teilweise unter 15mm zu reduzieren. Den statischen Durchhang kannst du mittels der Mutter einstellen, auf der die Feder deines Federbeins aufliegt. Drehst du die Schraube nach unten, so erhöhst du die Vorspannung und reduzierst den Durchhang. Im nächsten Schritt stellst du dich samt deiner Ausrüstung in deiner gewöhnlichen Fahrposition (mit beiden Händen am Lenker) auf deine Maschine und federst wieder ein paar Mal ein. Bei dieser Messung holst du dir Unterstützung mithilfe einer zweiten Person. Während du in der gleichen Position verharrst, wird auch jetzt wieder der Abstand gemessen. Ist der statische Durchhang korrekt eingestellt, doch der dynamische weicht maßgeblich vom Richtwert ab? In diesem Fall hast du auf den dynamischen Durchhang nur dann einen Einfluss, indem du dein Federbein mit einer Feder bestückst, welche von der Federrate auf dein Gewicht abgestimmt ist. Hier empfiehlt sich auch gleich die Anpassung der Federrate an deiner Gabel.Messung der Nachgiebigkeit: Schritt-für-Schritt- Zu Beginn misst du die Nachgiebigkeit im unbelasteten Zustand, d.h. ohne Gewicht auf dem Motorrad und mit vollständig abgekühltem Motor.
- Miss mit deinem Maßband vertikal von der Hinterachsschraube in der Mitte bis zum Schutzblech deines Motorrads.
- Markiere auf der Karosserie deines Bikes genau die Stelle, an der das Maßband anschlägt.
- Steig dann in voller Montur auf -- mit Helm und Schuhen - und setz dich in deine gängige Fahrposition.
- Wippe ein paar Mal auf und ab, damit sich die Federung einpendelt.
- Lass eine:n Freund:in von der Hinterachse bis zu der Markierung messen, die du vorher gemacht hast.
Die Basiseinstellungen der Klicker
Der dritte Schritt, um dein Fahrwerk optimal einzustellen, ist die Überprüfung der Basiseinstellungen deiner Klicker. Die Basiseinstellungen können von Hersteller zu Hersteller und von Modell zu Modell unterschiedlich sein. Es ist wichtig, dass du die Basiseinstellungen deiner Klicker überprüfst, um sicherzustellen, dass sie optimal eingestellt sind. Die Basiseinstellung erreichst du in der Regel, wenn du die Klicker in die mittlere Position bringst. Bei den meisten Marken haben die Klicker einen Bereich von 20 Klicks. Die beste Methode, um deine Klicker einzustellen, besteht darin, sie auf die mittlere Einstellung zu stellen und dann eine Testfahrt zu machen. Wenn du feststellst, dass deine Federung zu hart oder zu weich ist, kannst du die Einstellungen entsprechend anpassen. Zugegebenermaßen bedarf dies ein enormes Kenntnis für das eigene Bike. Versuche dich daher immer in kleinen Inkrementen deinem Ziel zu nähern. Mache zwei drei Klicks in die gewünschte Richtung und analysiere, ob der gewünschte Effekt eingetreten ist, oder eventuell sogar schlechter wurde.Die Überprüfung der Basiseinstellungen
Wenn du an den Klickern drehst, hat das Auswirkungen auf das Dämpfungsverhalten beim Einfedern. Hier gibt es - zumindest beim Federbein - die High und Low Speed Druckstufe.Professionelle Fahrwerksüberholung
Wenn du trotz der Überprüfung und Einstellung dieser Faktoren immer noch Probleme mit deiner Federung hast, solltest du vielleicht in Betracht ziehen, eine professionelle Fahrwerksüberholung durchführen zu lassen. Ein professioneller Fahrwerksservice ist auch maßgeblich dafür verantwortlich, dass dein Motorrad besser auf verschiedene Bedingungen reagiert, wie zum Beispiel auf Offroad-Terrain, Straßenbedingungen oder Rennstrecken. Dort wird deine Federung von einem Fachmann zerlegt, gereinigt, mit frischem Öl versorgt und eventuell Federraten und Shim-Stacks verändert. Eine professionelle Federungsüberholung ist zwar nicht günstig, aber sehr preiswert. Schon nach kurzer Zeit wirst du dir das viel angenehmere und sicherere Fahrgefühl nicht mehr wegdenken können. Zusammenfassend ist eine professionelle Federungsüberholung eine Möglichkeit, deine Federung optimal zu optimieren und anzupassen.Tipps zur Fehlersuche und Wartung
Um all die feinen Nuancen zu lernen, mit denen du deine Federung im Gleichgewicht halten kannst, musst du vielleicht etwas herumprobieren. Hier sind einige häufige Probleme, mit denen Rider konfrontiert sind, sowie einige Tipps und Tricks zur Fehlerbehebung und Wartung der Federung.- Entlüfte deine Gabel. Das Ablassen der Luft aus der Gabel ist wie das Tragen eines Helms: Du musst es jedes Mal tun, wenn du fährst.
- Notiere dir deine Federungseinstellungen. Notiere dir deine Federungseinstellungen, damit du nicht jedes Mal von vorne anfangen musst.
- Probleme mit der Lenkung angehen. Wenn du Probleme hast, den Lenker zu kontrollieren, könnte das an der Einstellung deiner Federung liegen.
- Überprüfe deine Achse. Wenn sich deine Hinterradfederung komisch anfühlt, überprüfe, ob deine Achse nicht zu weit hinten oder vorne ist.
- Öle deine Gabeln. Wenn die Vorderradgabel zu locker ist, kannst du sie durch Hinzufügen von Öl fester machen.
- Fette dein Gestänge. Bei der Hinterradaufhängung solltest du regelmäßig das Gestänge des Stoßdämpfers und den Drehpunkt der Schwinge einfetten, um die beste Leistung zu erzielen.
Die hohe Kunst des Motocross-Fahrwerkstunings
Die Einstellung deines Motocross-Fahrwerks ist wichtig für die Gesamtleistung deines Motorrads, aber es kann einige Zeit dauern, bis du dich an eine spezifische Einstellung gewöhnt hast. Letztendlich lohnt sich das aber definitiv. In dieser Rubrik erhalten Sie Tipps rund um das Optimieren Ihres Fahrwerks.Wichtige Tipps für die optimale Fahrwerkseinstellung
- Damit die Gabel gleichmäßig und mit minimaler Reibung arbeiten kann, muss sie perfekt ausgerichtet sein.
- Jede Teleskopgabel hat grundsätzlich zwei Federelemente.
- Ihr Fahrwerk ist gerade beim Service oder einer Abstimmung?
- Der wohl am meisten unterschätzte externe Einsteller an Ihrem Bike ist der Vorspannungseinsteller am Federbein.
- Sicher haben Sie sich schon öfter Gedanken über die „besten“ Reifen gemacht und mit anderen Fahrern Erfahrungen dazu ausgetauscht.
- Bei einem Service werden ausschließlich hochwertige Simmerringe von NOK oder SKF verbaut.
- Die sog. Gleit- und Führungsbuchsen (oder auch Teflonbuchsen genannt) sind der jeweilige Auflagepunkt zum Innen- bzw.
- Zur Schmierung und zum Erzeugen von Dämpfung.
- Verglichen mit einem Vergaser stellt mit den externen Einstellern nur die Leerlaufschraube ein, die restlichen Parameter müssen, wie beim Vergaser, durch Zerlegen des Fahrwerks und Anpassung der setupbedingten Bauteile, geändert werden.
- Im serienmäßigen Zustand ist das Fahrwerk eurer Enduro oder Motocross auf ein Fahrergewicht von ca. 75kg inkl. Bekleidung ausgelegt, die Federrate nach Fahrergewicht also auf diese ca.
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