Motocross Helm vs. Fahrradhelm: Die Unterschiede

Motocross ist ein faszinierender und adrenalingeladener Sport, der leider mit einer recht hohen Verletzungsgefahr einhergeht. Umso wichtiger ist ein guter Helm, der das Risiko so weit wie möglich minimiert. Motocross-Helme sind mehr als nur schützende Ausrüstung - sie sind die erste Verteidigungslinie gegen die harten Anforderungen der Rennstrecke oder des Offroad-Terrains. Mit ihrer charakteristischen Form samt Kinnbügel und Schirm sollen sie bestmöglich vor Erde, Steinschlägen und Stürzen schützen.

Grundlegende Unterschiede zwischen Motocross- und Integralhelmen

Motocross-Helme und Integralhelme sind für unterschiedliche Anforderungen entwickelt worden und unterscheiden sich in ihrer Bauweise und Form. Motocross-Helme haben einen ausladenden Kinnbügel sowie einen extern angebrachten Helmschirm und erfordern eine zusätzliche Brille. Integralhelme, wie sie üblicherweise auf Straßenmotorrädern getragen werden, aber auch Adventure- beziehungsweise Enduro-Helme haben ein eingebautes Visier.

Besonders Integralhelme schützen von Haus aus vor starkem Fahrtwind und sind aerodynamisch optimiert. Da die Aerodynamik bei den vergleichsweise niedrigen Geschwindigkeiten im Gelände kaum eine Rolle spielt, schafft konstruktiv andere Möglichkeiten: So wird mithilfe des Kinnbügels eine zusätzliche "Pufferzone" für Aufschläge im Dirt oder auf dem Lenker geschaffen, während der Helmschirm beispielsweise vor aufgewirbelter Erde und Steinen schützen kann. Außerdem sind Motocross-Helme darauf ausgelegt, dass ihre Belüftung auch bei niedrigen Geschwindigkeiten bestmöglich funktioniert.

Materialien und Sicherheitsstandards

Günstige Helme, wie die Modelle von MT Helmets, bestehen oft aus Polycarbonat, einem thermoplastischen Material, das maschinell gefertigt wird. Diese billigen Motorradhelme erfüllen die ECE 22.06-Norm, was bedeutet, dass sie die Mindestanforderungen an Sicherheit erfüllen. Dennoch haben sie ihre Nachteile: Polycarbonat-Helme altern schneller und sind anfälliger für Beschädigungen, auch wenn diese nicht sofort sichtbar sind.

Im Gegensatz dazu setzen teure Motorradhelme wie die von Shoei, Caberg , AGV oder Shark auf hochwertige Materialien wie Glasfaser, Karbon oder Aramid. Diese Materialien bieten eine bessere Stoßdämpfung, indem sie die Aufprallenergie über eine größere Fläche verteilen. Helme aus Fasermaterialien sind nicht nur robuster, sondern auch leichter, was den Tragekomfort bei längeren Fahrten deutlich erhöht.

Zusätzliche Funktionen und Komfort

Ein höherer Preis bei teuren Motorradhelmen ist nicht nur auf die Materialien zurückzuführen. Marken wie Shark, Schuberth, Caberg oder Nexx bieten zusätzliche Funktionen wie integrierte Sonnenblenden, verbesserte Belüftungssysteme und Bluetooth-Vorbereitung. Diese Features steigern den Fahrkomfort und sind in günstigen Helmen oft nicht vorhanden. Zudem bieten Marken wie Schuberth und HJC besonders leise Helme, die sich ideal für lange Touren eignen.

Ein weiterer Vorteil von Premium-Helmen ist die längere Lebensdauer. Während billige Motorradhelme aus Polycarbonat nach etwa 5 bis 7 Jahren ersetzt werden sollten, können Helme aus Fasermaterialien wie die von AGV, Shoei und Schuberth bis zu 10 Jahre halten.

Empfehlungen für verschiedene Fahrertypen

Für Einsteiger oder Gelegenheitsfahrer können günstige Helme wie der MT Revenge oder der HJC C70 eine gute Wahl sein. Sie bieten die grundlegenden Sicherheitsstandards der ECE 22.06-Norm und sind preiswert. Vielfahrer und sportliche Biker hingegen sollten über den Kauf eines teureren Helms von Marken wie Shoei, Caberg , AGV oder Shark nachdenken, da diese Helme zusätzliche Schutz- und Komfortmerkmale bieten.

Wer bereit ist, in einen teuren Helm zu investieren, erhält oft mehr Features, wie z.B. eine bessere Stoßdämpfung, leichteres Gewicht und eine längere Haltbarkeit. Zwischen einem 100€ Helm und einem 300€ Helm sind die Unterschiede signifikant, während der Sprung von 300€ auf 600€ oft kleinere Verbesserungen bringt.

Die richtige Passform und Sicherheitsaspekte

Ein korrekter Sitz des Motocross-Helms ist von großer Bedeutung, um Sicherheit und Komfort zu gewährleisten. Wie jeder Helm sollte er eng am Kopf anliegen, ohne unangenehm zu drücken. Lassen sich am Nacken ohne größeren Druck Finger zwischen Helm und Hinterkopf schieben, sollte man eine kleinere Größe wählen. Wenn man den Kopf bewegt, sollte sich der Helm unmittelbar mit ihm bewegen. Die Wangenpolster sollten dabei leicht an den Wangen anliegen, ohne sie sichtbar zusammenzupressen oder Druckstellen zu hinterlassen.

Straßenzulassung und Komfort

Grundsätzlich sind Motocross-Helme auch für den Straßenverkehr zugelassen, sofern sie die geltende Norm ECE-R 22.06 erfüllen. In der Regel ist das der Fall. Ältere Helme mit der Norm ECE-R 22.05 genießen Bestandsschutz. Ob das Tragen eines Motocross-Helms auf der Straße ratsam ist, darf allerdings hinterfragt werden. Gelegentliche Kurzstreckenfahrten bei niedrigem bis mittlerem Tempo sind eher unproblematisch, doch wenn es an schnellere Autobahnetappen oder lange Touren geht, kommt der Motocross-Helm an seine Grenzen. Mangelnde Aerodynamik (Stichwort Helmschirm) und die offene Vorderseite schränken den Komfort stark ein.

Empfehlungen für Motocross-Helme

  • Airoh Twist 3: Wird in den Größen XS bis XXL angeboten, die sich auf zwei Schalengrößen verteilen.
  • Alpinestars S-M5: Der Mittelklasse-Helm der Marke glänzt unter anderem durch sein geringes Gewicht von 1350 g (Größe M).
  • Fox V1: Das Einstiegsmodell der Marke ist ebenso wie der Bell mit MIPS ausgestattet.
  • O'Neal 2SRS: Verfügt über branchenübliche Features wie ein herausnehm- und waschbares Innenfutter.

Downhill-Helme und ihre Besonderheiten

Für Downhill-Action eignen sich zwei Varianten der Mountainbike-Helme: Fullface-Helme und Helme mit abnehmbarem Kinnbügel. Fullface-Helme bieten umfassenden Schutz für Kopf und Gesicht, während Helme mit abnehmbarem Kinnbügel Flexibilität für Berganstiege bieten, bei denen ein Kinnschutz nicht immer notwendig ist.

MTB-Helme werden permanent optimiert und neuen Bedürfnissen angepasst. Biker bevorzugen luftigere und offenere Helme. sich im Hochsommer damit deutlich luftiger.

Natürlich ist nicht nur wichtig, woraus Downhill-Helme bestehen, sondern auch, wie gut sie sitzen. Helm muss fest sitzen und darf nicht verrutschen. Kopfform anpassen. Die richtige Größe des Helms hängt von deinem Kopfumfang ab.

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