Der Whip ist ein super Move für Könner, die gerne durch die Luft fliegen und dabei viel Spaß haben. Der Whip ist dafür ein Klassiker und ideal, um sich heranzutasten! Hier zeigt Euch Sascha Bamberg aka Bam Hill, wie man den Whip lernt!
Es gibt verschiedene Stile inspiriert von BMX- oder Motocross-Fahrern und am Anfang eignen sich Hip-Sprünge optimal zum Üben - denn so kann man es gut ausprobieren ohne das Risiko, dass man das Heck nicht mehr zurückbringt!
Grundlagen der Whip-Technik
Das Springen als Basis lernt Ihr im durch viel Üben!
Der richtige Absprung
Die wichtigste Grundlage für einen guten Whip ist bereits die Anfahrt zum Sprung. Ihr müsst beim Absprung eine leichte Kurve fahren und euch mit dem Bike reinlehnen. Hier gibt es mehrere Varianten. Ihr könnt gerade auf den Sprung zufahren und dann beim Absprung nach rechts oder links ziehen, zum Beispiel fahrt ihr auf der linken Seite vom Table an und springt zur rechten Seite des Sprungs rüber.
Durch den Bogen, den ihr beim Absprung fahrt, fliegt das Hinterrad zur Seite. Je mehr ihr euch dabei zur Seite lehnt und je stärker ihr den Bogen fahrt, desto flacher und querer wird das Bike kommen. Doch tastet euch vorsichtig an das Ganze heran und fangt lieber erst klein an!
Die Flugphase
In der Luft habt ihr mehr Druck auf der „oberen“ Hand und Fußraste. Wenn ihr euch also nach links lehnt, habt ihr mehr Druck an der rechten Hand, dem Knie und der Fußraste, da ihr an dieser Seite des Bikes hängt. Ihr könnt dann mit der rechten Hand und dem rechten Bein das Bike dazu zwingen, sich noch mehr zur Seite zu lehnen.
Sobald das Bike gewhippt ist, sollte man mit dem Lenker gegen die Whip-Richtung lenken - im Gegensatz zum Scrub, bei dem man mit einlenkt -, Oberkörper und Kopf so gerade wie möglich halten und die Landung anvisieren. Durch einen Gasstoß in der Luft dreht sich das Hinterrad schneller und die Kreiselkräfte erhöhen sich.
Die Landung
Nach einem guten Whip werdet ihr nicht perfekt gerade landen, ihr solltet dennoch versuchen, so gerade wie möglich zu kommen. Landet tendenziell mit dem Vorderrad zuerst - in die Richtung, in die ihr fahren wollt, zeigend - und geht zur Landung ans Gas. Dadurch wird sich das Motorrad schnell in die richtige Spur ziehen. Mit der Zeit werdet ihr wissen, wie quer ihr noch landen könnt.
Top-Fahrer stressen sich deshalb nicht zu sehr, perfekt gerade zu landen.
Fortgeschrittene Techniken und Tipps
Wenn man den Whip beherrscht, hat man mehr Spuren zur Auswahl, erreicht man eine flachere Flugbahn, wodurch man das Tempo höher hält, und kann man die Flugbahn in der Luft ändern, um einen Zusammenprall zu verhindern.
Top-Fahrer können natürlich in beide Richtungen whippen, um den optimalen Whip abhängig von der Streckenführung zu ziehen. Wenn man zum Beispiel aus einer Linkskurve kommt, wird es sinnvoller sein, das Bike in der Luft nach links zu lehnen, so dass das Hinterrad zur rechten Seite vom Fahrer fliegt. Folgt dem Sprung eine Rechtskurve, so möchte man sich eventuell in der Luft bereits nach rechts lehnen und das Hinterrad nach links kicken lassen, um besser auf die kommende Kurve zuzufahren.
Schaut euch bei einem DM- oder MX-Masters-Lauf mal die Spuren in den Absprüngen genauer an und ihr werdet wahrscheinlich einige Spurrillen sehen, die in einer leichten Kurve verlaufen.
Die Weiterentwicklung des klassischen Whips ist der Scrub, bei dem man das Motorrad noch schneller und härter beim Absprung umlegt. Der einzige Unterschied ist im Prinzip, dass man beim Scrub einlenkt, während man beim Whip mit dem Lenker gegensteuert.
ACHTUNG: Der Whip ist nichts für Anfänger, er ist ein fortgeschrittenes Manöver für erfahrene Fahrer.
Der Whip im Freestyle Motocross (FMX)
Die meisten Motocross Freestyle Fahrer haben Ihre Anfänge im Motocross gemacht. Daher entstammt auch das FMX ursprünglich dem Motocross Sport. Meist hat der Sieger eines Rennens, in dem Er das Motorrad in der Luft in eine extreme Schräglage versetzt, einen unglaublichen und faszinierenden Sprung beim Ziel gezeigt. Nach und nach hat sich das Motocross Freestyle als ein wichtiger und schon fast unverzichtbaren Bestandteil an jedem Motocross rennen bewiesen.
FMX wurde durch die extreme Präsenz immer professioneller und die Tricks noch faszinierender. Einige Fahrer haben sich in Folge dessen auch auf diese Disziplin spezialisiert. So sind mit der Zeit einige Freestyle Motocross - FMX Veranstaltungen entstanden. Die Red Bull X-Fighters oder sogar eine FMX Weltmeisterschaft der FIM FMX World Championship, welche auch bei der Night of the Jumps Basel in Berlin, München oder Hamburg angehört, haben somit eine neue Art des Motocross Sports geschaffen.
Verantwortlich für die Flugbahn und das Flugverhalten des FMX Motorrades ist die Fahrerposition, der Beschleunigungsvorgang beim Absprung in Kombination mit dem Radius der Absprungrampe. Die Flugbahn den MX Bikes kann mit Gas und der Hinterbremse in der Luft beeinflusst werden (das hängt mit dem physikalischen Gesetz der Trägheit zusammen, indem man eine Masse beschleunigt oder abbremst, wirkt die Kraft immer in beide Richtungen).
Die Tricks beim Freestyle Motocross entwickeln sich immer mehr und mehr und werden von Zeit zu Zeit noch anspruchsvoller und spektakulärer. Backflip, Frontflip, Double Backflip, Whip, 3 Fach Backflip, Cliffhanger, Nac Nac sind nur einige dieser faszinierenden Skills. Der Vorstellungskraft wird im Freestyle Motocross keine Grenzen gesetzt.
Für eine erfolgreiche Karriere beim FMX, sind die Motocross Grundtechniken Voraussetzung. Das Fundament einer aufstrebenden und erfolgsgekrönten Karriere besteht aus den korrekten Grundhaltungen und Grundsprungtechniken auf welchen alle Tricks aufbauen und dem Beherrschen aller Bedienelemente.
Auch interessant: Die MX-Academy betreibt ein Motocross Team für Fahrer, welche die Motocross und Motorrad Fahrtechniken intensiver und regelmässig lernen wollen. Das ermöglicht dann auch die fortgeschrittenen Techniken zu lernen.
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