MotoGP Aktueller Stand: Marquez dominiert, KTM jubelt in Tschechien

Die MotoGP-Saison 2025 wird von der Dominanz Marc Marquez' geprägt, die sich auch beim Grand Prix von Tschechien bestätigte. Vor einer beeindruckenden Zuschauermenge von rund 95.000 Fans sicherte sich der Ducati-Werksfahrer am Sonntag seinen achten Saisonsieg.

Zum fünften Mal in Folge gelang Marc Marquez ein perfektes Wochenende mit Siegen im Sprint und im Grand Prix. Nach 12 von 22 Rennwochenenden führt Marc Marquez die Weltmeisterschaft mit einem Vorsprung von 120 Punkten an.

"Es war eine super erste Saisonhälfte, besonders diese vergangenen Rennen", freut sich Marc Marquez. "Wir haben nach dem Aragon-Test einen Schritt mit dem Bike gemacht, und ich fühle mich immer besser und besser."

"Ich fahre wirklich gut, ich möchte mich beim Team bedanken. Jetzt ist Sommerpause, aber es gibt noch zehn Rennen zu fahren. Ich werde die gleiche Mentalität und Intensität beibehalten, auch in Österreich.”

Das Rennen im Detail

Beim Start zum Rennen über 21 Runden übernahm Francesco Bagnaia (Ducati) von der Poleposition die Führung vor Marc Marquez, Fabio Quartararo (Yamaha) und Marco Bezzecchi. Der Aprilia-Fahrer attackierte und überholte in der ersten Runde Bagnaia und auch Marc Marquez.

Zu Beginn der zweiten Runde attackierte Bezzecchi in Kurve 1 und übernahm die Führung. Marc Marquez drehte ebenfalls auf und überholte seinen Teamkollegen.

In der zweiten Runde stürzten Alex Marquez (Gresini-Ducati) und Joan Mir (Honda). In Kurve 12 versuchte Alex Marquez nach innen ein Überholmanöver zu starten, aber er stürzte und räumte dabei auch Mir ab. Somit verließ der WM-Zweite Brünn ohne einen WM-Punkt. Die Pechserie von Mir setzte sich damit ebenfalls fort.

Nach dem ersten Rennviertel führte Bezzecchi knapp vor Marc Marquez, Acosta und Bagnaia. Der Pole-Setter verlor aber auch Platz vier an seinen ehemaligen Teamkollegen Enea Bastianini (KTM). Aber in der siebten Runde stürzte der Tech3-Fahrer in Kurve 3 und schied aus.

In der achten Runde griff Marc Marquez in Kurve 3 Bezzecchi an und übernahm wieder die Führung. Acosta war ganz dicht hinter dem Spitzenduo.

Mit freier Strecke vor sich konnte sich Marc Marquez sofort an der Spitze Zehntel um Zehntel absetzen. Nach zehn von 21 Runden führte die #93 mit einer knappen Sekunde Vorsprung vor Bezzecchi und Acosta.

Dahinter klaffte bereits eine Lücke zu Bagnaia und den weiteren Verfolgern. Das Duell lautete um den zweiten Platz. Aber Bezzecchi konnte in der zweiten Rennhälfte eine bessere Pace fahren als Acosta, womit auch dieser Zweikampf entschieden war.

Für Bezzecchi war es der dritte Podestplatz in einem Grand Prix in dieser Saison. "Als Marc an mir vorbeiging, habe ich sofort gesehen, dass er etwas mehr hatte", sagt der Italiener. "Ich habe versucht anzugreifen, aber er war zu stark. Ich habe eine fantastische Leistung gezeigt und bin sehr zufrieden."

Acosta sichert KTM den ersten Podestplatz

In den letzten fünf Runden drehte Bagnaia wieder auf und kam Acosta immer näher. Aber der Ducati-Werksfahrer kam nicht nahe genug für einen Angriff heran. Somit durften Acosta und das KTM-Team über den ersten Podestplatz in einem Grand Prix in diesem Jahr jubeln.

"Das letzte Mal, dass ich auf dem Podium war, war in Thailand vergangenes Jahr", sagt Acosta. "Es war eine lange Reise, hierher zurückzukommen. Ich möchte mich bei KTM bedanken, weil es auch für mich nicht einfach war, als die Dinge nicht so gut liefen."

Weitere Platzierungen

Raul Fernandez (Trackhouse-Aprilia) wurde Fünfter, gefolgt von Yamaha-Speerspitze Quartararo. Rückkehrer Jorge Martin (Aprilia) fuhr als Siebter ins Ziel. Der Weltmeister hatte knappe 16 Sekunden Rückstand auf die Spitze.

Rookie Fermin Aldeguer (Gresini-Ducati) folgte auf Platz acht. Die beiden KTM-Fahrer Brad Binder und Pol Espargaro (Tech3) komplettierten die Top 10.

Jack Miller (Pramac-Yamaha) verlor in der Schlussphase Positionen und wurde Elfter. Im Anschluss an das Rennen erhielt Aldeguer eine Zeitstrafe von drei Sekunden, weil er eine Long-Lap-Strafe nicht absolviert hat. Das warf ihn auf den elften Platz zurück (zum finalen Ergebnis).

Honda belegte mit Luca Marini und Johann Zarco (LCR) die Plätze zwölf und 13. Die letzten WM-Punkteränge gingen an Rookie Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia) und an Alex Rins (Yamaha).

Das Trio Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati), Miguel Oliveira (Pramac-Yamaha) und Wildcard-Starter Augusto Fernandez (Yamaha) gingen leer aus.

Sommerpause und Ausblick

Nun legt die MotoGP eine kleine Sommerpause ein. Weiter geht es vom 15. bis 17. August mit dem Grand Prix von Österreich in Spielberg.

Punkteverteilung in der MotoGP

Der Sieg in einem der Rennen der MotoGP-Weltmeisterschaft ist das angestrebte Ziel. Neben Sieg und Niederlage gibt es die Punkte, die man für die jeweilige Weltmeisterschaftstabelle einfahren kann. Der Sieger erhält die meisten Punkte, aber auch mit Platz fünfzehn kann man noch einen Punkt sammeln.

Hier ist die Punkteverteilung:

PlatzPunkte
1. Platz25 Punkte
2. Platz20 Punkte
3. Platz16 Punkte
4. Platz13 Punkte
5. Platz11 Punkte
6. Platz10 Punkte
7. Platz9 Punkte
8. Platz8 Punkte
9. Platz7 Punkte
10. Platz6 Punkte
11. Platz5 Punkte
12. Platz4 Punkte
13. Platz3 Punkte
14. Platz2 Punkte
15. Platz1 Punkt

Diese Punkteverteilung gibt es bei allen Rennen der Weltmeisterschaft in jeder Klasse und dient als Grundlage zur Ermittlung des Weltmeisters in der Moto3, Moto2 oder MotoGP. Wer die meisten Punkte hat, ist Weltmeister seiner Klasse. Es gibt auch eine Punktewertung für Konstrukteure, wobei hier nur das erfolgreichste Motorrad im Rennen zählt. Für die Teams gelten die besten zwei Fahrer.

Während der Saison ist das nicht so wichtig, aber es kann zu der Situation kommen, dass am Ende der Saison zwei Fahrer punktgleich an der Spitze liegen. Hier gelten die besten Platzierungen als Vergleich. Wenn einer der Fahrer mehr Siege eingefahren hat, ist er auch Weltmeister. Sollte es zu dem Sonderfall kommen, dass auch diese Platzierungen gleich sind, dann ist jener Weltmeister, der zuerst auf Platz eins in der Tabelle zu finden war.

Das Rennwochenende und die Klassen

Das Herzstück der MotoGP ist das Rennwochenende mit dem Grand Prix am Sonntag. Aber damit dies möglich ist, braucht es die Rennstrecke, die zum Teil die gleiche ist wie in der Formel 1 oder in anderen Rennserien und einige zusätzliche Einrichtungen und Regeln. Natürlich braucht es auch die Fahrer mit der entsprechenden Fahrberechtigung sowie die Teams, damit es Motorräder geben kann und damit die Finanzierung gesichert ist.

Das Rennwochenende selbst beginnt mit dem Training, wird mit Qualifying fortgesetzt und am Renntag gibt es das Warm-up und schließlich das Rennen selbst. Die MotoGP setzt sich aus drei Klassen zusammen, die im Laufe der Zeit neu benannt und technisch definiert wurden. Lange Jahre gab es die 500 ccm²-Klasse als höchste Klasse, dann die 250er und 125er (noch früher sogar 80er) Klasse. Heute ist die Einstiegsklasse die Moto3 gefolgt von der Moto2 und der höchsten Rennserie mit der MotoGP.

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