Die Strecke in den Niederlanden hat eine lange Tradition im Motorradrennsport. Die Dutch TT fand ab Samstag, 11. Juli 1925 bis 1939 fünfzehnmal in der Nähe der Kleinstadt Assen statt. Anfänglich wurden die Rennen noch nicht auf einer echten Rennstrecke abgehalten.
Die Rennen wurden damals auf öffentlichen Straßen gefahren. Als Kurs diente zu Beginn das 28,4 km lange Straßendreieck zwischen Rolde (Start/Ziel), Borger und Schoonloo. Ab dem 2. Jahr wurde ein im Süden der Drenter Hauptstadt gelegener, 16,5 km langer Parcours verwendet. Nach dem Krieg gab es 1946 erneut ein nationales Rennen und im Jahr darauf ging es wieder mit internationaler Beteiligung an selber Stelle weiter. Der Circuit van Drenthe, wie er ab 1926 bis 1954, mit einer Pause zwischen 1939 und 1946 aufgrund des 2. Weltkriegs, hieß, wurde für die 25. Dutch TT im Jahr 1955 durch einen Neubau ersetzt.
Die 25. Dutch TT im Jahr 1955 wurde als erste auf einer speziell gebauten, 7,7 km langen Rennstrecke gefahren. Seither wurden auch Gespann-Rennen im Rahmen des Assen GP durchgeführt. 1984 wurde die der Kurs komplett renoviert. Durch Kürzung der Nordschleife um 1,5 Kilometer reduzierte sich die Länge auf 6,1 Kilometer. Fünf Jahre später gab es einen neuerlichen Ausbau mit einigen Verbesserungen und einer Verbreiterung der Piste um 3 auf 10 Meter.
Im Jahr 1992 wurde der heutige TT Circuit Assen zum ersten Mal dauerhaft vom öffentlichen Verkehr getrennt. Ende 2003 gab es weitere Ausbauten mit zusätzlichen Tribünen und es kam ein Motorradparkplatz hinzu, auf welchem rund 12.000 Motorräder auf Betonabschnitten abgestellt werden können. Dazu kam eine Erweiterung und Vergrößerung der Kiesbetten, zusätzliche Schutzzäune und weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit. Die Strecke in Assen, wie sie sich aktuell präsentiert.
Der Bereich von Stekkenwal bis Ramshoek ist leider am WSBK Event gesperrt und nur für MotoGP offen. Assen ist die einzige Strecke, auf der seit 1949 jedes Jahr ein WM-Rennen ausgetragen wurde. Der GP der Niederlande wurde bis 2015 traditionell am letzten Samstag des Junis gefahren. Der TT Circuit ist die einzige aktuelle WM-Strecke, die speziell für Motorräder konzipiert ist.
- Die längste Gerade misst 970 m.
- Die Kurven auf dem TT Circuit sind traditionell leicht überhöht.
- Die Strecke bietet (zumindest offiziell) nur 100.000 Zuschauern Platz.
Nebst MotoGP und WorldSBK war auch die britische Superbike Meisterschaft BSB schon mehrfach in Assen zu Gast. Hier eine Aufnahme vom Start zum Rennen 2019 mit Scott Redding (Be Wiser Ducati) im Vordergrund. Am meisten Besucher wurden 1995 gezählt, als beinahe 200 Tausend Zuschauer am GP Assen gezählt wurden.
Nicht selten hatte es in Assen während des Rennwochenendes geregnet: 1996, 1998, 2002-2004, 2007, 2008, 2011, 2013 und 2014. Der Einbruch im Jahr 2000 war daher nicht auf schlechtes Wetter zurückzuführen. Im Jahr 1995 wurde das Rennen in der Königsklasse (500 cm³) vom Australier Mick Doohan gewonnen, der von 1994 bis 1998 fünfmal in Folge den WM-Titel einfuhr. Aktuell hält Marc Marquez bei derselben Zahl in der MotoGP.
Nur Giacomo Agostini mit 8 Titeln in der höchsten Kategorie und Valentino Rossi mit deren 7, waren noch erfolgreicher. Agostini erzielte allerdings 7 Titel in Folge auf der damals gegenüber der Konkurrenz deutlich überlegenen MV-Agusta und die Dichte an starken Fahrern war damals eindeutig kleiner, als später bei Rossi. Da bis 1976 auch die Tourist Trophy auf der Isle of Man zur Straßen-Weltmeisterschaft für Motorräder (der heutigen MotoGP) zählte, ist ein direkter Vergleich sehr schwierig.
Dazu wurden in den 1970er Jahren meist nur 10 bis 11 Rennen gefahren und nach dem letzten Übersee-GP 1967 in Mosport/Kanada erst ab 1977 (mit Venezuela) wieder außerhalb Europa. Das Rennen der Kategorie 250 cm³ von 1996 in Assen gewann der viel zu früh verstorbenen Ralf „Waldi“ Waldmann, der im Jahr 1991 bereits das 125 cm³ Rennen für sich entschieden hatte.
Die 125 cm³ Klasse gewann 1993 und 1995 mit Dirk Raudies ebenfalls ein Deutscher, beim 2. Sieg vor seinem Landsmann Peter Öttl. Foggy und Jonathan Rea haben die Nase vorneVon bis 2019 insgesamt 32 Weltmeisterschaften der World Superbikes fand ab 1992 ununterbrochen jährlich eine Runde in Assen statt. Den Rekord mit je 12 Siegen in Assen teilen sich mit Stand bis 2019 der Beste und Zweitbeste Fahrer der WSBK Geschichte, Jonathan Rea und Carl Fogarty (beide GBR).
Nachdem Rea 2019 auf sämtlichen schnelleren Strecken materialbedingt gegenüber der MotoGP Replica von Ducati mit Bautista klar benachteiligt war, kann er womöglich 2020 die alleinige Führung übernehmen. Den ersten Sieg in einem WSBK Lauf in Assen sicherte sich am 13. September 1992 der US-Amerikaner Doug Polen, der im selben Jahr auf Ducati auch den WM-Titel vor dem Franzosen Raymond Roche (Ducati) gewann. Lauf 2 gewann damals der Italiener Giancarlo Falappa (Ducati), der in der WM hinter dem Australier Rob Phillis (Kawasaki) den 4.
Bis in die 1980er Jahre war es bei Motorrad Rennen durchaus üblich, dass ein Fahrer in mehreren Kategorien gleichzeitig antrat. So kam es beim 5. Lauf in Assen zu einem Dreifachsieg von Jim Redman. Zuerst gewann der Rhodesier (der gebürtige Engländer war in seiner Jugend in das heutige Simbabwe ausgewandert) in der bis in das Jahr 1982 ausgetragenen Kategorie 350 cm³ auf seiner Honda, mit beinahe 2 Minuten Vorsprung auf Mike „the Bike“ Hailwood (auf MV Agusta).
Assen war damals die einzige Veranstaltung, bei der am Samstag sämtliche Rennen (5 Soloklassen und auch die Gespanne) ausgetragen wurde. So war es Mike Hailwood möglich, am Donnerstag an den Trainings in Assen teilzunehmen und danach mit dem Flugzeug nach Rouen in Frankreich zu fliegen. Dort trainierte er am Freitag für das Formel-1 Rennen, um am Abend wieder nach Assen zurückzufliegen. Unmittelbar nachdem er seine 2 Rennen in der Kategorie 350 cm³ und 500 cm³ fuhr, flog er wieder nach Rouen, wo er am Sonntag am Rennen der F1 teilnahm.
Er wurde als bester Fahrer in einem Kundenteam auf seinem Lotus BRM übrigens hervorragender Achter, was damals aber nicht für WM-Punkte reichte. Doch zurück zum Motorrad-Rennen in Assen, wo als 2. Rennen die Kategorie bis 50 cm³ an der Reihe war. Nicht am Start waren der Italiener Tarquinio Provini, dessen Vertrag mit Kreidler zuvor aufgelöst wurde, sowie Naomi Tanaguchi. Der Japaner konnte am Rennen nicht teilnehmen, weil seine Zweizylinder Honda (mit 50 cm²!) zurück nach Tokio gebracht wurde.
An seinem Motor wurden einige Änderungen durchgeführt, welche sich im Zuge der Weiterentwicklung ergaben, ein heutzutage absolut undenkbares Vorgehen. In den 1960er Jahren war das Thema Hospitality noch etwas bescheidener umgesetzt, als heute. Das Rennen wurde über 8 Runden ausgetragen und war der erste Sieg eines Viertakters in der 50 cm³ Kategorie in Europa. Mit einem Zweizylinder Honda Motor mit 8 (!) winzigen Ventilchen.
Die beiden Japaner Isao Morishita und Mitsuo Ito (beide Suzuki) hatten im Ziel ganze 26 Sekunden Rückstand auf Sieger Ralph Bryans. Der Deutsche H.-G. Anscheidt brachte seine von starken Aussetzern geplagte Kreidler noch knapp vor dem Holländer Cees van Dongen auf Platz 4 ins Ziel. Die WM wurde 1964 nach 8 Läufen von Hugh Anderson (Suzuki) gewonnen, Vizeweltmeister wurde Ralph Bryans und Dritter H.-G.
Es folgte das 3. Rennen der 250 cm³ Klasse, die heutige Moto2. Auch hier gab es einen Kampf der Konzepte, Zweitakter 2-Zylinder gegen Viertakter mit 4 Zylindern. In der 1. Im Jahr 1964 mussten die Fahrer noch selbst Hand anlegen. Nach zahlreichen Führungswechseln und hartem Fight, gewinnt am Ende Redman mit dem Viertakter hauchdünn vor Read auf dem Drehschieber-Zweitakter von Yamaha.
Tommy Robb auf seiner Yamaha kann sich als Dritter noch knapp der Überrundung entziehen, was der Italiener Provini auf seiner Benelli nicht mehr schafft. Die WM wurde nach 11 Rennen von Phil Read (GBR) gewonnen, vor Jim Redman (Rhodesien, heute Simbabwe) auf Honda und Alan Shepherd (GBR) auf MZ. Es gab damals bereits 2 Übersee-Rennen, das erste am 2. Februar in Daytona und Lauf 11 war der GP von Japan in Suzuka am 1.
Das nächste Rennen war in der Kategorie 125 cm³ ausgeschrieben und fand nach der Mittagspause statt. Nach anfänglich zähem Kampf um die Spitze und vielen Führungswechseln gewinnt am Ende auf der Vierzylinder (!) Viertakt Honda Jim Redman sein 3. Rennen an diesem Tag, mit deutlichem Vorsprung auf Phil Read (Yamaha Zweitakt Zweizylinder) und Ralph Bryans (Honda).
Bevor er zum F1 Rennen in Rouen/Frankreich losfliegt, gewinnt Mike „the Bike“ Hailwood das Rennen der Königsklasse bis 500 cm³ über 20 Runden auf MV Agusta. Der Italiener Remo Venturi auf Bianchi wird Zweiter, vor dem Südafrikaner Paddy Driver auf einer Kirby-Matchless. Die WM wurde am Ende der Saison 1964 von Mike Hailwood (MV Agusta) nach 7 Siegen in 9 Rennen mit deutlichem Abstand vor Jack Ahearn (Norton) und Phill Read (Matchless / Norton) gewonnen.
Es war der 3. von vier 500-er Titeln in Folge für Mike Hailwood, nachdem er 1961 bereits den WM-Titel in der Klasse 250 cm³ auf Honda errungen hatte. Dass ein Fahrer während derselben Saison auf verschiedenen Fabrikaten antrat, war damals nicht unüblich. In der 350 cm³ Klasse fuhr Hailwood beispielsweise MV Agusta und MZ. Nach der TT auf der Isle of Man ist Assen leider bezüglich der Anzahl der Todesopfer im Rennsport weit vorne in der Statistik.
Moto2 FT1: Ergebnisse
- Lopez fuhr eine Bestzeit von 1:36.025 Minuten.
- Gonzalez wurde mit nur zehn Tausendsteln Rückstand Zweiter.
- Arenas belegte Rang drei.
- Arbolino und Canet folgten dahinter.
- Dixon wurde am Ende Neunter.
- Fernandez sorgte in der Zielschikane für einen späten Sturz.
MotoGP FT1: Ergebnisse
Weiter geht es mit der Königsklasse, die direkt auf Slicks ausrücken kann, denn die Strecke ist jetzt so gut wie vollständig abgetrocknet. Zwei Ersatzfahrer sind an diesem Wochenende im Einsatz: Lorenzo Savadori ersetzt einmal mehr Jorge Martin bei Aprilia; für Luca Marini springt bei Honda diesmal Aleix Espargaro ein.
Es ist bewölkt in Assen. Die Luft hat nur 17 Grad, der Asphalt 24 Grad. Ganz andere Bedingungen als vor einer Woche in Mugello. Alle sind mit dem weichen Vorderreifen und dem Medium-Hinterreifen ausgerückt. Nach den ersten Runden liegt Vinales mit 1:33.970 Minuten vorn. Marc Marquez ist dabei, diese Zeit zu schlagen, fliegt dann aber in Kurve 15 nach einem Hinterradrutscher spektakulär ab.
Marc Marquez ist zurück im Paddock und verzieht sich erstmal in seinen Truck. Da hat es ihn ganz schön durchgeschüttelt. Direkt nach dem Sturz hat er sich die linke Hand gehalten. Dr. Angel Charte schaut sich den Spanier jetzt genauer an. Während Marc Marquez seinen Truck noch nicht wieder verlassen hat, fährt sein Teamkollege Bagnaia mit 1:33.135 Minuten eine neue Bestzeit.
Er führt vor Vinales, Rins, Di Giannantonio und Aldeguer. Die zweite Hälfte der Top 10 belegen Quartararo, Miller, Alex Marquez, Fernandez und Mir. Marc Marquez hat sich eine neue Lederkombi übergestreift und will noch einmal ausrücken, um seine Verfassung zu beurteilen. Ernsthaft verletzt hat er sich nicht, der linke Unterarm und die linke Hand bereiten ihm wohl aber ein paar Schmerzen. Die Crew bereitet sein Zweitbike für ein Outing vor.
Marc Marquez ist auf der Strecke und tastet sich langsam heran. Hier geht es jetzt nicht unbedingt um die Bestzeit, sondern um eine Bestandsaufnahme, wie er sich nach dem Sturz auf dem Bike fühlt. Das ist übrigens mit der neuen Ducati-Aero vom Aragon-Test ausgestattet. Sein Erstbike mit der Standard-Aero ist zu beschädigt. Marc Marquez schiebt sich mit 1:32.389 Minuten vorbei an Bagnaia und ist neuer Spitzenreiter.
Im Gegensatz zu den anderen hat er aber auch frische Reifen aufgezogen. Er führt das Klassement jetzt mit 0,220 Sekunden Vorsprung an. Auch Aldeguer hat in Kurve 12 einen ordentlichen Hinterradrutscher, kann den Highsider anders als Marquez aber verhindern und sorgt für dabei für diesen Save. Marc Marquez steigert sich am Ende noch auf 1:32.216 Minuten und bleibt vorn. Eine wirkliche Zeitattacke setzt niemand mehr, alle fahren mit gebrauchten Reifen zu Ende.
Vinales kann sich dennoch auf Platz zwei steigern. Auch Bezzecchi geht an Bagnaia vorbei und wir Vierter. Di Giannantonio komplettiert die Top 5. Dahinter reihen sich Quartararo, Alex Marquez, Zarco, Aldeguer und Rins ein.
MotoE-Training: Ergebnisse
Auch im zweiten Training der MotoE an diesem Tag, diesmal auf trockener Strecke, hat Tordi Torres die Nase mit einer Zeit von 1:40.109 Minuten vorn. Mattia Casadei und Alessandro Zaccone sind knapp dahinter die ersten Verfolger. Da das Training über den Q2-Direkteinzug entscheiden, kommen Matteo Ferrari, Eric Granado, Nicholas Spinelli, Hector Garco und Lorenzo Baldassarri auf den Plätzen vier bis acht direkt eine Runde weiter.
Am frühen Abend, nach den Nachmittagstrainings der Moto3, Moto2, MotoGP, findet dann das Qualifying der MotoE statt. In Assen ist Jorge Martin zwar noch nicht dabei. Der amtierende Weltmeister arbeitet aber weiter an seinem Comeback, das für Mitte Juli beim Grand Prix von Tschechien angesetzt ist. Nächste Woche soll es eine weitere medizinische Untersuchung und danach einen privaten Test geben.
Fabio Quartararo (Petronas SRT Yamaha) hält nach seiner Rookie Saison 2019 bereits 3 neue Rundenrekorde. Klarer Spitzenreiter in der MotoGP ist Marc Marquez mit per Ende 2019 insgesamt 10 Rundenrekorden auf den aktuellen Kursen. Mit deren 5 hält Jorge Lorenzo immer noch eine beachtliche Zahl an Rekordrunden, vor dem jungen Franzosen Fabio Quartararo mit bereits drei nach seiner Rookie-Saison.
Im Vorjahr wurde nur gerade auf 7 Strecken, bei 19 ausgetragenen Runden, eine neue absolute Bestzeit aufgestellt. Und bei diesen frisch aufgestellten Rekordrunden stand es am Ende 4:3 für Marquez gegen Fabio Quartararo. Jonathan Rea (Kawasaki ZX-10RR) - der beste WorldSBK Fahrer aller Zeiten hält diverse Rundenrekorde. In der WSBK purzelten im letzten Jahr bei knapp der Hälfte der Strecken die Rekorde.
Deren 4 gingen auf das Konto von Rekordweltmeister Jonathan Rea. In der Gesamtstatistik führt derzeit allerdings noch Tom Sykes mit 6 aktuell noch gültigen Runden-Rekorden, knapp vor Rea mit deren fünf. Auf der Ducati Panigale V4R gelangen Alvaro Bautista im Vorjahr immerhin deren 2 und auch Chaz Davies schaffte eine neue Marke in der Superpole von Imola am 11.
Vergleich MotoGP mit WSBK
Mit Donington und Imola sind aktuell 2 Rundkurse im WSBK-Kalender, auf welchen die absolut beste Rundenzeit in der WSBK aufgestellt wurde. Auf der wunderschön gelegenen Strecke von Donington Park stellte 2006 der Spanier Dani Pedrosa auf Repsol Honda den absoluten Rundenrekord auf. Dieser wurde 11 Jahre später von Tom Sykes auf Kawasaki ZX-10RR unterboten.
Mit seiner Rekordrunde von 2019 hätte Jonathan Rea in Jerez im Q1 der MotoGP immerhin Platz 9 belegt und damit 5 Fahrer hinter sich gelassen. Noch krasser sieht es mit Reas Rekordrunde von 2017 in Assen aus. Letztes Jahr wäre er damit hauchdünn hinter Valentino Rossi im Q1 der MotoGP auf Platz 5 gelandet.
Er fuhr mit seiner Kawasaki somit damals schneller als 2019 beide Aprilia Werkspiloten und drei der 4 KTM Fahrer, sowie Rabat und Abraham auf ihren Ducatis. Auf der in beiden Serien aus dem Kalender geflogenen Strecke von Laguna Seca fuhr ein gewisser Stefan Bradl im Juli 2013 auf seiner Honda mit 1’21.176 auf die Poleposition. Nur gerade ein Jahr später knallte Tom Sykes mit seiner WSBK-Kawasaki eine Zeit von 1’21.811 auf den kalifornischen Asphalt.
Damit hätte Sykes im Vorjahr das MotoGP Rennen hinter Valentino Rossi als 7. Der Engländer Tom Sykes (seit 2019 auf BMW in der WSBK unterwegs), hier im Bild nach seinem 1. Podium für BMW nach Lauf 1 in Misano 2019. Assen ist eine sehr übersichtliche, und ausschließlich für den Motorradrennsport gebaute, Strecke. Hier kann jede Kurve früh genug eingesehen werden und man wird nicht böse überrascht. Die Schikanen sind "nicht ohne".
Manchmal eine Bodenwelle zuviel. Es gibt keine für Motorradfahrer gefährliche Curbs (Randsteine). In den Jahren 2001 und 2002 wurde das komplette Fahrerlager mit Boxen und Verwaltungsgebäude neu gebaut. Dabei wurde auch ein neuer Tunnel zum Fahrerlager gebaut. Zur Saison 2004 wurde im Bereich der Gegengeraden mit engeren Kurven etwas Geschwindigkeit herausgenommen und an einigen Kurven die Sturzräume erweitert.
Die Strecke hat durch diesen Umbau deutlich an Attraktivität gewonnen. Leider wurde die stark überhöhte „de bulit“-Kurve in eine ganz „normale“ Linkskurve umgebaut. Im Winter 2005 auf 2006 wurde nun die Grand-Prix-Strecke auf 4,7 Kilometer verkürzt. Alle Veranstaltungen finden nun auf dieser Strecke statt. Viele Fahrer aus der WM bedauern diese Kürzung, da aus ihrer Sicht der einzigartige Charakter von Assen verloren gegangen ist.
Das erste Rennen in Assen wurde 1925 auf öffentlichen Straßen ausgetragen. Die Strecke verlief durch die Ortschaften Borger, Schoonloo und Grolloo über eine Länge von 28,4 km. Sieger war Piet van Wijngaarden auf einer 500 cm³ Norton mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 91,4 km/h. Im folgenden Jahr wurde der Streckenverlauf geändert. Er führte nun durch de Haar, Barteldbocht, Oude Tol, Hooghalen und Laaghalerveen.
Den Streckenrekord auf dieser Strecke hält der Brite Geoff Duke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 169,7 km/h im Jahr 1954.
Todesopfer in Assen
Nach der TT auf der Isle of Man ist Assen leider bezüglich der Anzahl der Todesopfer im Rennsport weit vorne in der Statistik.
- Gosta Lönnfors, 34 (FIN), gestorben 26.6.1948
- Josef Knebel (Deutschland, Side Car), gestorben 28.6.1957
- Peter Ferbrache (UK, 350 cm³), gestorben 28.6.1960
- Hans Schuld (NED, 250 cm³), gestorben 29.6.1962
- Roland Föll (GER, 125 cm³), gestorben am 27.6.1964
- Norman Huntingford (GBR, Sidecar), gestorben am 25.6.1966
- Rolf Thiele (GER, 125 cm³), 26.6.1975
- Yasumoto Nagai (JAP, WSBK), 12.9.1995
Während des Rennens vom 26. Juni 1948, über das De Leeuwarder Courant zwei Tage später schrieb:„Die Asser TT-Rennen wurden als der große Showdown zwischen den Italienern und den Engländern im 500 ccm angekündigt. Der Zirkus des Motorenteufels hat jedoch einen erheblichen Verlust erlitten. Der Tod war in den Kampf verwickelt. „Im Rennen bis 350 cm³ verlor der finnische Fahrer Gosta Lönnfors auf dem jüdischen Friedhof die Kontrolle über sein Motorrad und prallte gegen die Strohballen in der Kurve.
Der Aufprall war nicht tödlich, aber er wurde zurück auf die Strecke geschleudert, wo er von Mercel Perrin aus Frankreich überfahren wurde. Auf dem Weg ins Krankenhaus starb der Finne und wurde das erste tödliche Opfer beim TT in Assen. Sechs weitere Fahrer verletzten sich an diesem Tag, zwei davon schwer. Gosta Lönnfors Tod wurde erst nach der Veranstaltung bekannt gegeben. Der deutsche Seitenwagenfahrer Josef Knebel wurde am 28. Juni 1957 während des letzten Trainings für den niederländischen TT in Assen getötet.
Knebel stürzte in der Bult-Kurve des Circuit van Drenthe. Das Fahrzeug wurde bei über eine Distanz von rund zwanzig Metern geschleudert, überschlug sich mehrmals und landete in einem Graben. Knebel wurde schwer verletzt, sein Helm brach beim Sturz in mehrere Teile. Er wurde in das Wilhelmina ziekenhuis in Assen gebracht, wo auch eine Notoperation sein Leben nicht retten konnte. Er starb am Freitagnachmittag um 14.30 Uhr, eineinhalb Stunden nach seinem Sturz.
Er war fünfundzwanzig Jahre alt. Sein Passagier Rolf Amfaldern kam mit einem Schock und leichten Verletzungen davon. Das Rennen fand am 29. Juni 1957 statt. In der Weltmeisterschaft 1957 Klasse Beiwagen belegte das Gespann den 8. Endrang (4 Punkte). Mit seiner BMW hatte Josef Knebel am 19.5. Der Engländer dürfte ein Opfer des an seiner Maschine fest gegangenen Motors geworden sein. Nach seinem Sturz wurde er ins Krankenhaus transportiert, wo er drei Tage nach dem Unfall am 28. Juni 1960 starb, ohne das Bewusstsein wiederzugewinnen.
Der aus London stammende Ferbrache stellte 1956 in Osmaston/England den Rundenrekord in der Kategorie 250, 350 und 500 cm³ mit seinen 3 Ariel Motorrädern auf. NSU, NL-Champion in der Kategorie Junior 250 cm³ 1961. Die Rennen von 1962 wurden von einem tödlichen Unfall überschattet, Hans Schuld stürzte am letzten Trainingstag am Freitag und starb vor dem Rennen an seinen Verletzungen. Sein Tod wurde erst nach der Veranstaltung bekannt gegeben.
Noch am 24. April 1964 siegte Roland Föll als Passagier im Beiwagen am 27. internationalen Eifelrennen. In der Solokategorie bis 125 cm³ fuhr Föll auf Honda auf Platz 3. Mit Florian Camathias gewann Föll in seiner Karriere einen GP in der Kategorie Seitenwagen. Am 27.6.1964 verlor der am 12. September 1935 in Freiburg geborene Roland Föll beim Rennen bis 125 cm³ im Alter von 29 Jahren in Assen sein Leben.
Am 10. Oktober 1965 verunglückte auch der Seitenwagenfahrer Camathias beim Race Of South im englischen Brands Hatch tödlich. Vier Jahre davor am 11. Mai 1961 verunglückten Camathias in der letzten Runde eines Rennens in Modena, bei dem sein Beifahrer Cecco am folgenden Tag seinen Verletzungen erlag. In der ersten Runde verunglückte das Matchless Gespann mit Beifahrer Ray Lindsay, der leicht verletzt überlebte. Norman Huntingford hatte weniger Glück und ließ als sechstes Todesopfer der TT in Assen sein Leben.
Bereits am 6. Juni hatte Huntingford einen spektakulären Unfall bei der Ballaugh Bridge an der TT auf der Isle of Man. Es war ebenfalls in der 1. Am 28. Juni verstarb der 1952 geborene Deutsche Nachwuchsfahrer Rolf Thiele. Zwei Rennen zuvor hatte Rolf am GP Deutschland in Hockenheim noch mit Platz 9 einen ersten Achtungserfolg eingefahren. Er war das siebte Todesopfer seit Austragung der Dutch TT in Assen.
Der am 29. Oktober 1965 in Koshigaya geborene Japaner Yasumoto Nagai begann seine Rennfahrerkarriere auf Minibikes. Sein erstes Straßenrennen fuhr Yasu, wie er genannt wurde, 1986 im Alter von 21 Jahren. Ab 1989 startete er für Yamaha. In der Superbike-Weltmeisterschaft debutierte Yasutomo 1994 im japanischen Sugo als Wildcard-Pilot bei seinem Heimrennen. Er fuhr bei diesem Einsatz für das Yamaha-Team Y.R.T.R. auf Anhieb die Pole-Position ein. In den beiden Läufen kam er auf den dritten und fün...
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